Versicherungssprech – das verstehe wer will

unklar3„Wer einen Schaden erleidet, muss sich anschließend auch noch mit komplizierten Klauseln herumschlagen. Dabei könnten Kunden das meiste verstehen und Versicherungen Geld sparen, wenn sie sich mit der Sprache Mühe geben“, so Philipp Krohn in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 13. August 2013.

Ein Beispiel des bekannten Braunschweiger Linguisten, Professor Dr. Günther Zimmermann, belegt das eindrucksvoll. „Auf ein missverständliches Schreiben habe er sich an einen Kundenberater gewandt. Nach 12 Minuten Gespräch mit Rückfragen habe dieser noch einmal 20 Minuten recherchieren müssen. 100 solcher Gespräche im Monat führten bei einem angenommenen Stundensatz von 40 Euro zu Kosten von 24.000 Euro im Jahr. Bei einer dreistelligen Zahl von Sachbearbeitern entstehe so leicht ein Millionenbetrag“, wird er dort zitiert.

Das Beispiel aus der Versicherungs- und Finanzbranche lässt sich auch auf die Sprache der Beipackzettel in der Pharma-, der Kosmetik- und auch der Ernährungsindustrie übertragen.

Die Sprachexperten des ReifeNetzwerks helfen Unternehmen, sich verständlich auszudrücken. Eine Investition, die viel Ärger mit aufgebrachten Verbrauchern und darüber hinaus auch noch Zeit und Geld spart.

Surfverhalten analysiert: Die Hits der Älteren

Alt&JungWas interessiert die Älteren im Netz? Was unterscheidet ihr Surfverhalten von dem der Jüngeren? Sind die gängigen Klischees wirklich wahr? Antworten darauf liefert die aktuelle Studie von nugg.ad „So surft das Netz“. Untersucht wurden dabei nicht nur die Präferenzen verschiedener gegensätzlicher sozialer Gruppen sondern auch deren saisonale Verteilung.

Überraschung 1: Jüngere besuchen sehr viel häufiger bildungsbezogene Sites als Ältere. Das widerspricht deutlich dem gängigen Klischee, dass die unter 39-Jährigen sich im Internet am intensivsten mit Sex & Games beschäftigen. Bildung steht bei Ihnen an erster Stelle!
Überraschung 2: Kaum Überraschungen bei den Älteren! Verlässlich steuern sie am liebsten die Seiten an, auf denen man sie auch erwartet: Garten, Nachrichten, Finanzen stehen bei Ihnen ganz oben in der Gunst. Auf Platz 1 jedoch – und das überrascht dann doch ein wenig – finden sich Versicherungen als beliebtestes Ziel der 50plus-Surfer. Und nicht zu unterschätzen: Reisen steht bei Ihnen auf Platz 5 aus immerhin einem Portfolio von 24 möglichen Präferenzen. Für das ReifeNetzwerk eine schöne Bestätigung des vor kurzem durchgeführten Test von Reiseportalen auf ihre 50plus-Tauglichkeit. Thomas Cook wurde hier Testsieger mit einer allerdings wenig berauschenden Note von 3,0. Da gibt es also selbst für den Testsieger noch Einiges an Optimierungsnotwendigkeiten.

Die Studie beleuchtet aber neben dem Surfverhalten der verschiedenen Altersgruppen auch das geschlechter-, bildungs- und shoppingspezifische Surfverhalten. Grafisch aufbereitet finden sich in diesen Bereichen ebenso interessante Ergebnisse, die manches Klischee bestätigen aber auch mit überkommenen Vorstellungen aufräumen.