Seniorenbegriff positiv besetzt?

Eine gerade veröffentlichte aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos kommt zu dem Ergebnis, dass der Begriff „Senioren“ in Deutschland heute überwiegend positiv besetzt ist: Für fast jeden zweiten Deutschen (44%) ist der Begriff Senior eine „charmante Bezeichnung für alte Menschen“ und „steht für Erfahrung“.

drubig-photo - fotolia.com

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Sieht man sich diese Studie genauer an, muss man allerdings drei Fragezeichen hinter die Ergebnisse machen. Denn erstens wurden sie mit dem Ipsos i:omnibus erhoben: Eine Onlinebefragung bei 1.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren aus dem Ipsos Online Access Panel. Das sind internetaffine Personen, die sich bereit erklärt haben, des öfteren an Onlinebefragungen teilzunehmen und dafür mit Geld oder Wertgutscheinen bezahlt werden. Da in Deutschland Personen über 60 Jahre nur etwa zur Hälfte das Internet nutzen (57% seltene Nutzer und sogar nur 36% tägliche Nutzer), kann über einen Großteil älterer Personen keine Aussage gemacht werden. Die Ergebnisse sind damit nicht bevölkerungsrepräsentativ.

Zweitens sind die Ergebnisse von der Art und Formulierung der Fragestellung abhängig. Im vorliegenden Fall konnten die Befragungspersonen vorgegebenen Formulierungen zustimmen. Das Ergebnis von 44% Zustimmung zu „charmante Bezeichnung für alte Menschen“ ist sicher überhöht, weil es keine neutrale Alternative gab und man negativ formulierten Vorgaben wie „steht für Falten und graue Haare“ natürlich weniger zustimmt.

Was bedeutet das für werbungtreibende Firmen? Eine gefährliche Falle! Denn nach wie vor muss davor gewarnt werden, ältere Zielgruppen als Senioren zu bezeichnen. Denn die älteren unter uns wollen weder in die Schublade „Senioren“ eingeordnet werden und schon gar nicht mit dem angelsächsischen Marketingbegriff „Best Ager“ oder ähnlichem bezeichnet werden. Diese Zielgruppe kann kommunikativ nur dann erfolgreich angesprochen werden, wenn sie sich identifiziert – sowohl mit der authentischen aber attraktiven Darstellung von Personen ihresgleichen als auch mit Produktmerkmalen, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen.

Deutscher Alterssurvey: Der Blick auf das eigene Älterwerden ist positiver und zuversichtlicher geworden

Am 7. Juni 2016 stellte die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, den Deutschen Alterssurvey 2014 vor.

Deutschland ist ein Land mit einer hohen Lebenserwartung. Neugeborene Mädchen haben derzeit eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83 Jahren, Jungen von 78 Jahren. Menschen um die 40 Jahre, die also in der Mitte des Lebens stehen, haben im Schnitt noch vier Jahrzehnte in der zweiten Lebenshälfte vor sich.

Was ist der Deutsche Alterssurvey?

Der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Deutsche Alterssurvey ist eine bundesweit repräsentative Studie mit Menschen, die 40 Jahre und älter sind. Erhebungen fanden in den Jahren 1996, 2002, 2008, 2011 und aktuell 2014 statt. In Interviews geben die Befragten Antworten zu ihrer Lebenssituation, zu gesellschaftlicher Teilhabe und nachberuflichen Aktivitäten. Es geht um ihre wirtschaftliche Lage, ihre Wohnsituation, um familiäre und sonstige soziale Kontakte sowie um Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensziele.

Die aktuellen Ergebnisse lassen sich mit Daten der letzten 20 Jahre vergleichen – so wird der Deutsche Alterssurvey zur wichtigsten Langzeitstudie über das Älterwerden in Deutschland und ist eine Fundgrube für wertvolle Informationen zur Lebenssituation in der zweiten Lebenshälfte.

Zentrale Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys 2014 sind:

  • Der Blick auf das eigene Älterwerden ist positiver und zuversichtlicher geworden.
  • Ältere Menschen sind trotz sich verändernder Beziehungsstrukturen gut sozial eingebunden.
  • Immer mehr Ältere sind erwerbstätig, viele schaffen aber noch immer keinen nahtlosen Übergang von der Erwerbstätigkeit in die Rente.
  • Die Erwerbbeteiligung von Frauen steigt, dies bringt aber auch neue Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf mit sich.
  • Hinsichtlich der materiellen Lage gibt es weiterhin deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
  • Die Gesundheit hat sich seit 2008 nur bei den Älteren ab 65 Jahren weiter verbessert, Jüngere haben dagegen 2014 mehr gesundheitliche Einschränkungen.

Der Bericht zum Deutschen Alterssurvey 2014 sowie eine Broschüre mit zentralen Befunden ist auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Altersfragen abrufbar.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Neulich auf der IAA …

… habe ich Automobilhersteller nach einem Seniorenauto gefragt.

SeniorenautoAlle haben entrüstet gemeint, dass sie ein Seniorenauto weder jetzt noch in Zukunft anbieten werden. Ich habe darauf hin im Rahmen einer Studie Männer über 50 gefragt, welche Fahrzeugmerkmale ihnen bei einem PKW wichtig sind. Neben dem sparsamen Motor wurden hier eine Reihe von Merkmalen genannt, die das Autofahren trotz der sich langsam bemerkbar machenden Alterserscheinungen erleichtern: bequeme Sitze, die leicht zu besteigen sind und Ermüdungserscheinungen gar nicht erst aufkommen lassen, eine gute Übersichtlichkeit, die sowohl die Sicht nach außen als auch die Sicht innen auf wichtige Armaturen und Bedienungselemente problemlos macht, ein ausreichend großer Kofferraum, der sich auch bei Rückenproblemen leicht beladen lässt, und helle Scheinwerfer, die auch beim Fahren in der Dämmerung die Augen nicht zu sehr anstrengen.

Würde man nun ältere Autofahrer fragen, ob sie ein Seniorenauto haben wollen, würden sie dies wahrscheinlich eben so entrüstet verneinen wie die oben erwähnten Automobilhersteller. Aber sie würden wohl ein Auto bevorzugen, das alle diese gewünschten Fahrzeugmerkmale hat.

Also: Eigenschaften eines Seniorenautos ja, aber „Seniorenauto“ nennen darf man dies nicht.

Alte Erkenntnisse, neue Zahlen

„Ü50 – fit, optimistisch, sozial“ so lautete die Überschrift eines kürzlich erschienenen Artikels in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung. „Best Ager“ lebten gesünder, hätten eine sozialere Einstellung zu ihren Mitmenschen und verfügten über ein dickeres finanzielles Polster. „Nichts wirklich Neues,“ hätte man denken können, „alles hinreichend bekannt.“

Interessant wird es allerdings, wenn man auf die Zahlen schaut, die hinter diesen Erkenntnissen stehen. Denn das Erfurter Meinungsforschungsinstitut INSA hat in seiner Studie „Vielfalt des Alterns“ von 2011/2013 außer den Älteren auch die unter 50-Jährigen befragt. In der Auswertung wird sichtbar, wie deutlich sich die Verhaltensweisen und Einstellungen zum Leben verändern.

50plusUnternehmen müssen dies bei ihren Marketingentscheidungen berücksichtigen, soll die Ansprache Älterer nicht ins Leere laufen. Dass sie die Zielgruppe(n) der Älteren nicht länger ignorieren können, ist ohnehin klar. Denn seit dem Jahr 2011 gibt es zum ersten Mal in der deutschen Geschichte mehr Erwachsene, die das 50. Lebensjahr überschritten haben als solche, die es noch vor sich haben. Die Menschen in der zweiten Lebenshälfte stellen damit statistisch die Mehrheit.

Um dieses weitgehend unterschätzte Potenzial älterer Zielgruppen erfolgreich zu nutzen, hält das ReifeNetzwerk ein umfassendes Know how bereit. Einen ersten Einblick bietet unser Infomagazin marktmacher50plus, welches Sie hier kostenlos herunterladen können.

Studie: Bankenverband prüft, was Senioren wollen

CCP02_0111LayAnfang Juni stellte der Bankenverband seine neue Studie zur Kundengruppe Senioren (60plus) vor.  Zusammenfassend kann man sagen: Senioren kümmern sich gern um ihr Geld und meiden das Risiko. Onlinebanking wird von Menschen über 60 akzeptiert. Auch gehen sie nicht öfter in eine Bankfiliale als jüngere.

Was vor diesem Hintergrund doch erstaunt ist das häufig sehr jugendliche Auftreten von Banken.

Hier die weiteren Informationen:

„Die Senioren kümmern sich öfter um ihre Geldangelegenheiten und es macht ihnen mehr Spaß als den jüngeren Bankkunden“, stellt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes bei der Vorstellung der „Seniorenstudie 2014“ fest.

Nach der repräsentativen Umfrage beschäftigen sich 82% der über 60-Jährigen mindestens einmal im Monat mit ihren Finanzen. Bei den unter 60-Jährigen liegt der Wert bei 71%. Kemmer appelliert an Jung und Alt, sich öfter und intensiver mit den eigenen Finanzangelegenheiten zu beschäftigen: „Wenn es um einen Flachbildschirm oder den Flug in den Urlaub geht, nehmen sich Kunden viel Zeit für den Vergleich von Angeboten. Die Finanzplanung wird dagegen sehr stiefmütterlich behandelt, obwohl sie viel wichtiger ist. Wer sich nicht kümmert, verschenkt oftmals sogar Geld.“

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase bevorzugen 60% der Senioren risikoarme Sparanlagen wie Sparkonto und Sparbuch, obwohl die Inflationsrate derzeit höher ist als die durchschnittlichen Zinsen. Neun von zehn Senioren können sich dennoch nicht vorstellen, ein höheres Risiko einzugehen.

Dies gilt umso mehr, da die über 60-Jährigen wie auch die jüngeren Bankkunden Bankgeschäfte heute als sehr kompliziert empfinden. Kemmer: „Es ist uns Auftrag und Verpflichtung zugleich, trotz der zunehmenden Komplexität, Bankprodukte so einfach und verständlich wie möglich zu erklären, damit die Kunden ihre Finanzentscheidungen auf einer gut informierten Basis treffen können.“

In der Studie hat der Bankenverband auch die Nutzung der verschiedenen Vertriebswege der Banken untersucht. Für 80% der Senioren ist die Erreichbarkeit der Filiale ein wichtiges Kriterium. Dabei ist die flächendeckende Versorgung mit Bankfilialen und Geldautomaten in Deutschland gewährleistet: „Zwei Drittel der Bankkunden erreichen in weniger als zehn Minuten ihre Bankfiliale – und drei Viertel in weniger als zehn Minuten den nächsten gebührenfreien Geldautomaten“, stellt Kemmer fest.

Insgesamt suchen Senioren die Bankfiliale nicht sehr viel häufiger auf als die unter 60-Jährigen. Auch sie nutzen oft die SB-Angebote der Banken wie Kontoauszugsdrucker, Geldautomat und SB-Terminal. Zum Bankschalter gehen 48% der Senioren und 53% aller Bankkunden weniger als einmal im Quartal. Kemmer: „Es ist also verständlich, dass die Banken ihre Filialstruktur der veränderten Nachfrage anpassen. Insbesondere auch deshalb, weil Beratung heute längst nicht mehr nur in der Filiale, sondern vielfach am Telefon, online per Video-Konferenz oder gelegentlich auch mit dem Bankberater in den eigenen vier Wänden stattfindet.“

Senioren zeigen sich nach der Umfrage für das Online-Banking aufgeschlossen. Immerhin nutzt schon ein Drittel der über 60-Jährigen den PC für ihre Bankgeschäfte. Allerdings gibt es hier noch Entwicklungspotenzial, von der Gesamtbevölkerung ist schließlich schon mehr als die Hälfte (55%) Online-Banker.

Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage zur „Finanzkultur der älteren Generation“ von der GfK Marktforschung im Auftrag des Bankenverbandes. Für die Gruppe der Senioren wurden Personen ab 60 Jahren befragt. Die umfassenden Ergebnisse können auf den Internetseiten des Bankenverbandes abgerufen werden unter.

Die unterschätzte Marktmacht der Älteren

Marktmacher10TitelDie aktuell durchgeführte Online-Befragung des ReifeNetzwerks beweist: die Marktmacht der Älteren wird unterschätzt. Warum das Potenzial älterer Zielgruppen nicht genutzt wird, ist in der aktuellen Ausgabe des marktmacher50plus zu lesen.

Wer ältere Kunden erreichen will, braucht Themen und keine Klischees. Es müssen neue Bilder in der Werbung ausgewählt werden, die einen positiven Effekt in den Köpfen von Jung und Alt haben. Und es hilft auch, einen Blick nach Japan zu werfen, einem Land, das mit seinen älteren Kunden respektvoll umgeht und viele nachahmenswerte Lösungen anbietet.

Mit steigender Lebenserwartung ändern sich die Ansprüche der Kunden 50plus. Das gilt für Finanzdienstleistungen im besonderen Maße. Was ist zum Beispiel bei der Rente mit 63 oder Flexi-Renten-Modell zu beachten? Mitarbeiter, Finanzkunden und Berater müssen umdenken und sich um das Älterwerden und seine Folgen kümmern.

Neben den emotionalen Barrieren geht es um ganz realistische Fragen wie  Pflege und Wohnen im Alter. So müssen auch Seniorenresidenzen und Pflegeheime Öffentlichkeitsarbeit machen, um gute Mitarbeiter zu finden oder eine hohe Auslastung zu haben. Dies gilt auch für Handwerksbetriebe, die Wohnungen barrierefrei umbauen. Viele haben die Zeichen der Zeit erkannt und nehmen an Weiterbildungsmaßnahmen teil, um das Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb Service + Komfort“ zu erwerben.

Doch das Umdenken gilt für alle Unternehmen. Wie sieht die Mitarbeiterstruktur aus, was wird für die Teambildung und Stressabbau für Alt und Jung gemacht und wie ist die Nachfolge geregelt? Von den ReifeNetzwerk-Experten werden Wege aufgezeigt, wie Unternehmen mit Weitblick vom demografischen Wandel profitieren können.

Die aktuelle Ausgabe des marktmacher50plus ist zu beziehen unter: www.reifenetzwerk.de.

Seniorenfreundliche Reise-Portale

Senior couple chatting over internet with computerWie generationenfreundlich ist das Internet?

Eine neue Studie, durchgeführt an der Internationalen Hochschule Bad Honnef im Zuge einer Bachelorarbeit, geht dieser Frage mit Fokus “Reise-Portale” nach. Wir stellen sie hier kurz vor.

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Studie: Marken verlieren im Alter an Bedeutung

all in one+Eine neue Studie der GMK-Markenberatung hat ergeben, dass Menschen über 50 weit weniger markenaffin sind, als bisher angenommen.

Pressemitteilung:

Der Großteil der Deutschen (88 Prozent) hat mindestens eine Lieblingsmarke. Zu den beliebtesten zählen VW, Mercedes-Benz, Samsung, BMW, Audi, Apple, Adidas, Sony und Esprit. Allerdings wird die Markenpräferenz durch das Alter der Konsumenten deutlich beeinflusst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GMK Markenberatung, für die insgesamt 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt wurden (CATI).
Während bei den 14- bis 29-Jährigen Konsumenten Samsung (28 Prozent), Apple (27 Prozent) und Adidas (21 Prozent) zu den beliebtesten Marken zählen, sind die drei beliebtesten Marken der über 50-Jährigen Mercedes-Benz (20 Prozent), VW (19 Prozent) und BMW (11 Prozent), gefolgt von Samsung (8 Prozent) und Sparkasse (7 Prozent).

Mit dem Alter der Konsumenten nimmt die Markenpräferenz jedoch deutlich ab: Von den Befragten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren haben lediglich 5 Prozent keine Lieblingsmarke, unter den 30- bis 49-Jährigen waren es 7 Prozent. Bei der Generation 50 plus sind es hingegen 19 Prozent, die keine Lieblingsmarke haben und somit keine klaren Markenpräferenzen aufweisen.

Fazit und Kommentar

„Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass mit zunehmendem Alter der Konsumenten deren emotionale Bindung an bestimmte Marken abnimmt und die ‚Marke an sich’ an Faszination verliert. Für Unternehmen wird es daher zunehmend schwerer, insbesondere ältere Kunden langfristig an eine bestimmte Marke zu binden”, so das Fazit von Hans Meier-Kortwig, geschäftsführender Gesellschafter der GMK Markenberatung.

Für Markenartikelhersteller, die auf die Generation 50 plus als Käufer nicht verzichten wollen, bedeutet dies, in der Markenkommunikation den Kundennutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Hintergrund

Allein schon aufgrund ihrer Lebenserfahrung zählt die Generation 50 plus zu den anspruchsvollsten Käuferschichten. Mit zunehmendem Alter wächst zudem das Qualitätsbewusstsein und mithin die grundsätzliche Bereitschaft, für „gute” Produkte auch mehr Geld auszugeben. Immer weniger sind ältere Konsumenten allerdings bereit, ohne weiteres Abwägen Markenprodukte zu kaufen. Sie nehmen sich viel Zeit, um verschiedene Marken eingehend miteinander zu vergleichen. Informationen mit konkretem Nutzwert sind ihnen dabei wichtiger als Unterhaltung. Die über 50-Jährigen treffen ihre Kaufentscheidungen überlegter, sind anspruchsvoller als andere Käufergruppen und achten auf ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sind heute bereits mehr als 30 Millionen Deutsche über 50 Jahre alt; bis 2050 soll ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung auf 50 Prozent ansteigen. Die Kaufkraft dieser Altersgruppe liegt bei über 90 Milliarden Euro pro Jahr. Das Durchschnittsalter von Käufern eines Neuwagens beispielsweise liegt mittlerweile bei 51,3 Jahren (Quelle: CAR-Center Automotive Research).

 

Oh, wer hätte das gedacht: Frauen zwischen 45 und 70 Jahren wollen ganz normal aussehen!

Eine neue Untersuchung hat ergeben: Frauen zwischen 45 und 70 wollen weder bunt noch grau sein … sie tragen was ihnen gefällt. Welch’ Überraschung … es wurden 40 Frauen befragt – nicht wirklich viel für eine repräsentative Umfrage. Aber alle sagen wohl unisono: Sie wissen, was ihnen steht.

Aus meiner Sicht eine völlig überflüssige Meldung: Frauen mit mehr als 40 Jahren Kauferfahrung brauchen niemanden mehr, der ihnen sagt, was gerade „in“ oder „out“ ist … schön, dass auch ein Kaufhaus dieses entdeckt. Aber was ist mit den Männern?

Und wer bringt dieses Erkenntnis auch den Verkäufern und Verkäuferinnen bei?

Das ReifeNetzwerk schult auch Mitarbeiter! Damit auch Menschen über 50 Spaß haben beim Einkaufen …