Studie: Bankenverband prüft, was Senioren wollen

CCP02_0111LayAnfang Juni stellte der Bankenverband seine neue Studie zur Kundengruppe Senioren (60plus) vor.  Zusammenfassend kann man sagen: Senioren kümmern sich gern um ihr Geld und meiden das Risiko. Onlinebanking wird von Menschen über 60 akzeptiert. Auch gehen sie nicht öfter in eine Bankfiliale als jüngere.

Was vor diesem Hintergrund doch erstaunt ist das häufig sehr jugendliche Auftreten von Banken.

Hier die weiteren Informationen:

„Die Senioren kümmern sich öfter um ihre Geldangelegenheiten und es macht ihnen mehr Spaß als den jüngeren Bankkunden“, stellt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes bei der Vorstellung der „Seniorenstudie 2014“ fest.

Nach der repräsentativen Umfrage beschäftigen sich 82% der über 60-Jährigen mindestens einmal im Monat mit ihren Finanzen. Bei den unter 60-Jährigen liegt der Wert bei 71%. Kemmer appelliert an Jung und Alt, sich öfter und intensiver mit den eigenen Finanzangelegenheiten zu beschäftigen: „Wenn es um einen Flachbildschirm oder den Flug in den Urlaub geht, nehmen sich Kunden viel Zeit für den Vergleich von Angeboten. Die Finanzplanung wird dagegen sehr stiefmütterlich behandelt, obwohl sie viel wichtiger ist. Wer sich nicht kümmert, verschenkt oftmals sogar Geld.“

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase bevorzugen 60% der Senioren risikoarme Sparanlagen wie Sparkonto und Sparbuch, obwohl die Inflationsrate derzeit höher ist als die durchschnittlichen Zinsen. Neun von zehn Senioren können sich dennoch nicht vorstellen, ein höheres Risiko einzugehen.

Dies gilt umso mehr, da die über 60-Jährigen wie auch die jüngeren Bankkunden Bankgeschäfte heute als sehr kompliziert empfinden. Kemmer: „Es ist uns Auftrag und Verpflichtung zugleich, trotz der zunehmenden Komplexität, Bankprodukte so einfach und verständlich wie möglich zu erklären, damit die Kunden ihre Finanzentscheidungen auf einer gut informierten Basis treffen können.“

In der Studie hat der Bankenverband auch die Nutzung der verschiedenen Vertriebswege der Banken untersucht. Für 80% der Senioren ist die Erreichbarkeit der Filiale ein wichtiges Kriterium. Dabei ist die flächendeckende Versorgung mit Bankfilialen und Geldautomaten in Deutschland gewährleistet: „Zwei Drittel der Bankkunden erreichen in weniger als zehn Minuten ihre Bankfiliale – und drei Viertel in weniger als zehn Minuten den nächsten gebührenfreien Geldautomaten“, stellt Kemmer fest.

Insgesamt suchen Senioren die Bankfiliale nicht sehr viel häufiger auf als die unter 60-Jährigen. Auch sie nutzen oft die SB-Angebote der Banken wie Kontoauszugsdrucker, Geldautomat und SB-Terminal. Zum Bankschalter gehen 48% der Senioren und 53% aller Bankkunden weniger als einmal im Quartal. Kemmer: „Es ist also verständlich, dass die Banken ihre Filialstruktur der veränderten Nachfrage anpassen. Insbesondere auch deshalb, weil Beratung heute längst nicht mehr nur in der Filiale, sondern vielfach am Telefon, online per Video-Konferenz oder gelegentlich auch mit dem Bankberater in den eigenen vier Wänden stattfindet.“

Senioren zeigen sich nach der Umfrage für das Online-Banking aufgeschlossen. Immerhin nutzt schon ein Drittel der über 60-Jährigen den PC für ihre Bankgeschäfte. Allerdings gibt es hier noch Entwicklungspotenzial, von der Gesamtbevölkerung ist schließlich schon mehr als die Hälfte (55%) Online-Banker.

Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage zur „Finanzkultur der älteren Generation“ von der GfK Marktforschung im Auftrag des Bankenverbandes. Für die Gruppe der Senioren wurden Personen ab 60 Jahren befragt. Die umfassenden Ergebnisse können auf den Internetseiten des Bankenverbandes abgerufen werden unter.

Die unterschätzte Marktmacht der Älteren

Marktmacher10TitelDie aktuell durchgeführte Online-Befragung des ReifeNetzwerks beweist: die Marktmacht der Älteren wird unterschätzt. Warum das Potenzial älterer Zielgruppen nicht genutzt wird, ist in der aktuellen Ausgabe des marktmacher50plus zu lesen.

Wer ältere Kunden erreichen will, braucht Themen und keine Klischees. Es müssen neue Bilder in der Werbung ausgewählt werden, die einen positiven Effekt in den Köpfen von Jung und Alt haben. Und es hilft auch, einen Blick nach Japan zu werfen, einem Land, das mit seinen älteren Kunden respektvoll umgeht und viele nachahmenswerte Lösungen anbietet.

Mit steigender Lebenserwartung ändern sich die Ansprüche der Kunden 50plus. Das gilt für Finanzdienstleistungen im besonderen Maße. Was ist zum Beispiel bei der Rente mit 63 oder Flexi-Renten-Modell zu beachten? Mitarbeiter, Finanzkunden und Berater müssen umdenken und sich um das Älterwerden und seine Folgen kümmern.

Neben den emotionalen Barrieren geht es um ganz realistische Fragen wie  Pflege und Wohnen im Alter. So müssen auch Seniorenresidenzen und Pflegeheime Öffentlichkeitsarbeit machen, um gute Mitarbeiter zu finden oder eine hohe Auslastung zu haben. Dies gilt auch für Handwerksbetriebe, die Wohnungen barrierefrei umbauen. Viele haben die Zeichen der Zeit erkannt und nehmen an Weiterbildungsmaßnahmen teil, um das Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb Service + Komfort“ zu erwerben.

Doch das Umdenken gilt für alle Unternehmen. Wie sieht die Mitarbeiterstruktur aus, was wird für die Teambildung und Stressabbau für Alt und Jung gemacht und wie ist die Nachfolge geregelt? Von den ReifeNetzwerk-Experten werden Wege aufgezeigt, wie Unternehmen mit Weitblick vom demografischen Wandel profitieren können.

Die aktuelle Ausgabe des marktmacher50plus ist zu bestellen unter: www.reifenetzwerk.de.

Neue Studie: Versicherungskunden 60plus

Eine neue Studie bestätigt: Menschen über 60 sind gute Versicherungskunden – aber auch anspruchsvoll. Diese Erkenntnis ist ja nicht neu – aber trotzdem scheuen sich immer noch viele Finanzdienstleister, die älteren Kunden aktiv anzusprechen. Da kann ich mich doch nur fragen: Können die keine anspruchsvollen Kunden bedienen? Oder wollen sie nur nicht?

Im folgenden die Mitteilung der Studie:

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Studie: Marken verlieren im Alter an Bedeutung

all in one+Eine neue Studie der GMK-Markenberatung hat ergeben, dass Menschen über 50 weit weniger markenaffin sind, als bisher angenommen.

Pressemitteilung:

Der Großteil der Deutschen (88 Prozent) hat mindestens eine Lieblingsmarke. Zu den beliebtesten zählen VW, Mercedes-Benz, Samsung, BMW, Audi, Apple, Adidas, Sony und Esprit. Allerdings wird die Markenpräferenz durch das Alter der Konsumenten deutlich beeinflusst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GMK Markenberatung, für die insgesamt 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt wurden (CATI).
Während bei den 14- bis 29-Jährigen Konsumenten Samsung (28 Prozent), Apple (27 Prozent) und Adidas (21 Prozent) zu den beliebtesten Marken zählen, sind die drei beliebtesten Marken der über 50-Jährigen Mercedes-Benz (20 Prozent), VW (19 Prozent) und BMW (11 Prozent), gefolgt von Samsung (8 Prozent) und Sparkasse (7 Prozent).

Mit dem Alter der Konsumenten nimmt die Markenpräferenz jedoch deutlich ab: Von den Befragten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren haben lediglich 5 Prozent keine Lieblingsmarke, unter den 30- bis 49-Jährigen waren es 7 Prozent. Bei der Generation 50 plus sind es hingegen 19 Prozent, die keine Lieblingsmarke haben und somit keine klaren Markenpräferenzen aufweisen.

Fazit und Kommentar

„Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass mit zunehmendem Alter der Konsumenten deren emotionale Bindung an bestimmte Marken abnimmt und die ‚Marke an sich’ an Faszination verliert. Für Unternehmen wird es daher zunehmend schwerer, insbesondere ältere Kunden langfristig an eine bestimmte Marke zu binden”, so das Fazit von Hans Meier-Kortwig, geschäftsführender Gesellschafter der GMK Markenberatung.

Für Markenartikelhersteller, die auf die Generation 50 plus als Käufer nicht verzichten wollen, bedeutet dies, in der Markenkommunikation den Kundennutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Hintergrund

Allein schon aufgrund ihrer Lebenserfahrung zählt die Generation 50 plus zu den anspruchsvollsten Käuferschichten. Mit zunehmendem Alter wächst zudem das Qualitätsbewusstsein und mithin die grundsätzliche Bereitschaft, für „gute” Produkte auch mehr Geld auszugeben. Immer weniger sind ältere Konsumenten allerdings bereit, ohne weiteres Abwägen Markenprodukte zu kaufen. Sie nehmen sich viel Zeit, um verschiedene Marken eingehend miteinander zu vergleichen. Informationen mit konkretem Nutzwert sind ihnen dabei wichtiger als Unterhaltung. Die über 50-Jährigen treffen ihre Kaufentscheidungen überlegter, sind anspruchsvoller als andere Käufergruppen und achten auf ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sind heute bereits mehr als 30 Millionen Deutsche über 50 Jahre alt; bis 2050 soll ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung auf 50 Prozent ansteigen. Die Kaufkraft dieser Altersgruppe liegt bei über 90 Milliarden Euro pro Jahr. Das Durchschnittsalter von Käufern eines Neuwagens beispielsweise liegt mittlerweile bei 51,3 Jahren (Quelle: CAR-Center Automotive Research).

 

Ältere Mitarbeiter sind zuverlässiger als junge

Kurzmitteilung

Studie2Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat getestet wie leistungsfähig Menschen unterschiedlichen Alters sind. In der sogenannten Cogito-Studie mussten 100 Personen im Alter von 20 bis 31 Jahren und im Alter von 65 bis 80 Jahren an 100 Tagen verschiedene Aufgaben lösen. Es wurde die geistige Leistungsfähigkeit getestet: Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit und Leistung des Arbeitsgedächtnis. Besonderes Augenmerk wurde auf Fortschritte und tägliche Leistungsschwankungen gelegt.

Das Ergebnis überrascht nur zum Teil: Es gibt keine guten und schlechten Tage. Sondern nur gute und schlechte Momente. Und die Älteren haben weniger Leistungsunterschiede im Tagesverlauf als die Jungen. Ihre geistige Leistungsfähigkeit ist zuverlässiger. Axel Börsch-Span vom Institut zieht daraus noch eine andere Erkenntnis: “Die Produktivität und Zuverlässigkeit der älteren Mitarbeiter ist unter dem Strich höher als die der Jungen”.

Surfverhalten analysiert: Die Hits der Älteren

Alt&JungWas interessiert die Älteren im Netz? Was unterscheidet ihr Surfverhalten von dem der Jüngeren? Sind die gängigen Klischees wirklich wahr? Antworten darauf liefert die aktuelle Studie von nugg.ad „So surft das Netz“. Untersucht wurden dabei nicht nur die Präferenzen verschiedener gegensätzlicher sozialer Gruppen sondern auch deren saisonale Verteilung.

Überraschung 1: Jüngere besuchen sehr viel häufiger bildungsbezogene Sites als Ältere. Das widerspricht deutlich dem gängigen Klischee, dass die unter 39-Jährigen sich im Internet am intensivsten mit Sex & Games beschäftigen. Bildung steht bei Ihnen an erster Stelle!
Überraschung 2: Kaum Überraschungen bei den Älteren! Verlässlich steuern sie am liebsten die Seiten an, auf denen man sie auch erwartet: Garten, Nachrichten, Finanzen stehen bei Ihnen ganz oben in der Gunst. Auf Platz 1 jedoch – und das überrascht dann doch ein wenig – finden sich Versicherungen als beliebtestes Ziel der 50plus-Surfer. Und nicht zu unterschätzen: Reisen steht bei Ihnen auf Platz 5 aus immerhin einem Portfolio von 24 möglichen Präferenzen. Für das ReifeNetzwerk eine schöne Bestätigung des vor kurzem durchgeführten Test von Reiseportalen auf ihre 50plus-Tauglichkeit. Thomas Cook wurde hier Testsieger mit einer allerdings wenig berauschenden Note von 3,0. Da gibt es also selbst für den Testsieger noch Einiges an Optimierungsnotwendigkeiten.

Die Studie beleuchtet aber neben dem Surfverhalten der verschiedenen Altersgruppen auch das geschlechter-, bildungs- und shoppingspezifische Surfverhalten. Grafisch aufbereitet finden sich in diesen Bereichen ebenso interessante Ergebnisse, die manches Klischee bestätigen aber auch mit überkommenen Vorstellungen aufräumen.

E-Commerce 50plus: Es besteht Handlungsbedarf

Man Using Credit Card OnlineWer bisher meinte, E-Commerce sei lediglich etwas für die jüngere Generationen, der muss sich jetzt dank einer Studie des Unternehmens Anxo Management Consulting in Zusammenarbeit mit den Marktforschern der Konzept & Markt GmbH eines Besseren belehren lassen – so eine aktuelle Meldung von absatzwirtschaft.de. Denn immer mehr Konsumenten über 50 nutzen digitale Kommunikationswege. Immerhin 31% der befragten Best Ager-Haushalte besitzen ein Smartphone, bei den über 66-Jährigen sind es noch 22%. Interessanterweise sind die Älteren bei der Verwendung von Tablet PCs noch sehr zurückhaltend, obwohl diese durch eine besonders einfache Bedienung eigentlich ideale Computer für Senioren sein könnten. Weiterlesen

Neue Studie: nur 21% der Menschen über 50 planen Versicherungsschutz zu überprüfen

Eine repräsentative Umfrage der YouGov Deutschland AG im Auftrag der VGH Versicherungen zeigt: Nur 21 Prozent der befragten „Best Ager“ beabsichtigen in der nächsten Zeit, ihren Versicherungsschutz überprüfen zu lassen und sich mit dem Thema Hausrat-, Pflegeversicherung und Co. zu befassen.

Auch wenn die 21 recht wenig erscheinen – für Makler und Versicherungen ist es doch ein großer Markt. Zumal die 21 Prozent ja von sich aus ihren Schutz überprüfen lassen wollen. Wenn man Menschen aktiv auf die Überprüfung ihres Versicherungsschutzes ansprechen würde, dann kann ich mir vorstellen, dass weitaus mehr zum Aufstocken und Abschließen bereit wären.

Laut der Studie sind insbesondere die Produkte Hausrat-, Zahnzusatz-, Sterbegeld und Pflegezusatzversicherungen im Fokus der Menschen über 50.

„Ich versteh’ nur noch Versicherung“

Unter diesem Titel haben Prof. Dr. Günther Zimmermann und Uwe Kalinowski am
15. Oktober 2012 einen Beitrag (PDF-Download) in der Versicherungswirtschaft Heft 20 veröffentlicht. Inhalt ist das Ergebnis einer sprachwissenschaftlichen Studie zu Produktionsinformationsblättern (Pibs).

Die Sprachwissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig und des Spezialdienstleisters für Kommunikationsoptimierung lingua@media, Braunschweig, haben die Analysen mit dem neu entwickelten „Braunschweiger Verständlichkeitstest“ durchgeführt. Dieser bewertet Texte nach 25 Kriterien in den Kategorien Wortschatz, Satzbau, Semantik (Bedeutungen), Textstruktur, Leser-Orientierung und Layout. 12 Pibs zur Privaten Haftpflichtversicherung namhafter deutscher Versicherer wurden unter die Lupe genommen. Nur zwei Mal konnte die Note „gut“ vergeben werden, vier Texte waren „befriedigend“, fünf „ausreichend“, ein Produktinformationsblatt musste mit „mangelhaft“ bewertet werden.

Weitere Informationen unter www.linguaetmedia.de.

Prof. Dr. Günther Zimmermann ist Mitglied im ReifeNetzwerk und berät Banken und Versicherungen, die für ihre Kunden Transparenz schaffen wollen – besonders was die Sprache angeht.

Empfehlung des ReifeNetzwerkes: Strategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“

Broschüre TitelStrategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“ – Anregungen, Handlungshilfen und Tipps für Unternehmen: Das Nachschlagewerk wurde vom RKW Kompetenzzentrum im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2010 erstellt. Es ist immer noch aktuell und kann kostenlos bestellt werden.

Es enthält zehn Faktenblätter mit vielen nützlichen Checklisten. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Besonderheit der Zielgruppe, die fünf unterschiedliche Generationen umfasst, über die erforderlichen Schritte zur erfolgreichen Marktbearbeitung, barrierefreie Produktgestaltung bis hin zur richtigen Ansprache der Zielgruppe. Zahlreiche Beispiele konkreter Umsetzung in verschiedenen Branchen runden die Publikation ab.

Bestelllung der Strategie-Mappe mit der Artikel-Nr.1522 über: publikationen[at]bundesregierung.de, Tel.: 01805 778090