Neue Studie: Versicherungskunden 60plus

Eine neue Studie bestätigt: Menschen über 60 sind gute Versicherungskunden – aber auch anspruchsvoll. Diese Erkenntnis ist ja nicht neu – aber trotzdem scheuen sich immer noch viele Finanzdienstleister, die älteren Kunden aktiv anzusprechen. Da kann ich mich doch nur fragen: Können die keine anspruchsvollen Kunden bedienen? Oder wollen sie nur nicht?

Im folgenden die Mitteilung der Studie:

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Studie: Marken verlieren im Alter an Bedeutung

all in one+Eine neue Studie der GMK-Markenberatung hat ergeben, dass Menschen über 50 weit weniger markenaffin sind, als bisher angenommen.

Pressemitteilung:

Der Großteil der Deutschen (88 Prozent) hat mindestens eine Lieblingsmarke. Zu den beliebtesten zählen VW, Mercedes-Benz, Samsung, BMW, Audi, Apple, Adidas, Sony und Esprit. Allerdings wird die Markenpräferenz durch das Alter der Konsumenten deutlich beeinflusst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GMK Markenberatung, für die insgesamt 1.000 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt wurden (CATI).
Während bei den 14- bis 29-Jährigen Konsumenten Samsung (28 Prozent), Apple (27 Prozent) und Adidas (21 Prozent) zu den beliebtesten Marken zählen, sind die drei beliebtesten Marken der über 50-Jährigen Mercedes-Benz (20 Prozent), VW (19 Prozent) und BMW (11 Prozent), gefolgt von Samsung (8 Prozent) und Sparkasse (7 Prozent).

Mit dem Alter der Konsumenten nimmt die Markenpräferenz jedoch deutlich ab: Von den Befragten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren haben lediglich 5 Prozent keine Lieblingsmarke, unter den 30- bis 49-Jährigen waren es 7 Prozent. Bei der Generation 50 plus sind es hingegen 19 Prozent, die keine Lieblingsmarke haben und somit keine klaren Markenpräferenzen aufweisen.

Fazit und Kommentar

„Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass mit zunehmendem Alter der Konsumenten deren emotionale Bindung an bestimmte Marken abnimmt und die ‚Marke an sich’ an Faszination verliert. Für Unternehmen wird es daher zunehmend schwerer, insbesondere ältere Kunden langfristig an eine bestimmte Marke zu binden”, so das Fazit von Hans Meier-Kortwig, geschäftsführender Gesellschafter der GMK Markenberatung.

Für Markenartikelhersteller, die auf die Generation 50 plus als Käufer nicht verzichten wollen, bedeutet dies, in der Markenkommunikation den Kundennutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Hintergrund

Allein schon aufgrund ihrer Lebenserfahrung zählt die Generation 50 plus zu den anspruchsvollsten Käuferschichten. Mit zunehmendem Alter wächst zudem das Qualitätsbewusstsein und mithin die grundsätzliche Bereitschaft, für „gute” Produkte auch mehr Geld auszugeben. Immer weniger sind ältere Konsumenten allerdings bereit, ohne weiteres Abwägen Markenprodukte zu kaufen. Sie nehmen sich viel Zeit, um verschiedene Marken eingehend miteinander zu vergleichen. Informationen mit konkretem Nutzwert sind ihnen dabei wichtiger als Unterhaltung. Die über 50-Jährigen treffen ihre Kaufentscheidungen überlegter, sind anspruchsvoller als andere Käufergruppen und achten auf ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sind heute bereits mehr als 30 Millionen Deutsche über 50 Jahre alt; bis 2050 soll ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung auf 50 Prozent ansteigen. Die Kaufkraft dieser Altersgruppe liegt bei über 90 Milliarden Euro pro Jahr. Das Durchschnittsalter von Käufern eines Neuwagens beispielsweise liegt mittlerweile bei 51,3 Jahren (Quelle: CAR-Center Automotive Research).

 

Ältere Mitarbeiter sind zuverlässiger als junge

Kurzmitteilung

Studie2Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat getestet wie leistungsfähig Menschen unterschiedlichen Alters sind. In der sogenannten Cogito-Studie mussten 100 Personen im Alter von 20 bis 31 Jahren und im Alter von 65 bis 80 Jahren an 100 Tagen verschiedene Aufgaben lösen. Es wurde die geistige Leistungsfähigkeit getestet: Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit und Leistung des Arbeitsgedächtnis. Besonderes Augenmerk wurde auf Fortschritte und tägliche Leistungsschwankungen gelegt.

Das Ergebnis überrascht nur zum Teil: Es gibt keine guten und schlechten Tage. Sondern nur gute und schlechte Momente. Und die Älteren haben weniger Leistungsunterschiede im Tagesverlauf als die Jungen. Ihre geistige Leistungsfähigkeit ist zuverlässiger. Axel Börsch-Span vom Institut zieht daraus noch eine andere Erkenntnis: “Die Produktivität und Zuverlässigkeit der älteren Mitarbeiter ist unter dem Strich höher als die der Jungen”.

Surfverhalten analysiert: Die Hits der Älteren

Alt&JungWas interessiert die Älteren im Netz? Was unterscheidet ihr Surfverhalten von dem der Jüngeren? Sind die gängigen Klischees wirklich wahr? Antworten darauf liefert die aktuelle Studie von nugg.ad „So surft das Netz“. Untersucht wurden dabei nicht nur die Präferenzen verschiedener gegensätzlicher sozialer Gruppen sondern auch deren saisonale Verteilung.

Überraschung 1: Jüngere besuchen sehr viel häufiger bildungsbezogene Sites als Ältere. Das widerspricht deutlich dem gängigen Klischee, dass die unter 39-Jährigen sich im Internet am intensivsten mit Sex & Games beschäftigen. Bildung steht bei Ihnen an erster Stelle!
Überraschung 2: Kaum Überraschungen bei den Älteren! Verlässlich steuern sie am liebsten die Seiten an, auf denen man sie auch erwartet: Garten, Nachrichten, Finanzen stehen bei Ihnen ganz oben in der Gunst. Auf Platz 1 jedoch – und das überrascht dann doch ein wenig – finden sich Versicherungen als beliebtestes Ziel der 50plus-Surfer. Und nicht zu unterschätzen: Reisen steht bei Ihnen auf Platz 5 aus immerhin einem Portfolio von 24 möglichen Präferenzen. Für das ReifeNetzwerk eine schöne Bestätigung des vor kurzem durchgeführten Test von Reiseportalen auf ihre 50plus-Tauglichkeit. Thomas Cook wurde hier Testsieger mit einer allerdings wenig berauschenden Note von 3,0. Da gibt es also selbst für den Testsieger noch Einiges an Optimierungsnotwendigkeiten.

Die Studie beleuchtet aber neben dem Surfverhalten der verschiedenen Altersgruppen auch das geschlechter-, bildungs- und shoppingspezifische Surfverhalten. Grafisch aufbereitet finden sich in diesen Bereichen ebenso interessante Ergebnisse, die manches Klischee bestätigen aber auch mit überkommenen Vorstellungen aufräumen.

E-Commerce 50plus: Es besteht Handlungsbedarf

Man Using Credit Card OnlineWer bisher meinte, E-Commerce sei lediglich etwas für die jüngere Generationen, der muss sich jetzt dank einer Studie des Unternehmens Anxo Management Consulting in Zusammenarbeit mit den Marktforschern der Konzept & Markt GmbH eines Besseren belehren lassen – so eine aktuelle Meldung von absatzwirtschaft.de. Denn immer mehr Konsumenten über 50 nutzen digitale Kommunikationswege. Immerhin 31% der befragten Best Ager-Haushalte besitzen ein Smartphone, bei den über 66-Jährigen sind es noch 22%. Interessanterweise sind die Älteren bei der Verwendung von Tablet PCs noch sehr zurückhaltend, obwohl diese durch eine besonders einfache Bedienung eigentlich ideale Computer für Senioren sein könnten. Weiterlesen

Neue Studie: nur 21% der Menschen über 50 planen Versicherungsschutz zu überprüfen

Eine repräsentative Umfrage der YouGov Deutschland AG im Auftrag der VGH Versicherungen zeigt: Nur 21 Prozent der befragten „Best Ager“ beabsichtigen in der nächsten Zeit, ihren Versicherungsschutz überprüfen zu lassen und sich mit dem Thema Hausrat-, Pflegeversicherung und Co. zu befassen.

Auch wenn die 21 recht wenig erscheinen – für Makler und Versicherungen ist es doch ein großer Markt. Zumal die 21 Prozent ja von sich aus ihren Schutz überprüfen lassen wollen. Wenn man Menschen aktiv auf die Überprüfung ihres Versicherungsschutzes ansprechen würde, dann kann ich mir vorstellen, dass weitaus mehr zum Aufstocken und Abschließen bereit wären.

Laut der Studie sind insbesondere die Produkte Hausrat-, Zahnzusatz-, Sterbegeld und Pflegezusatzversicherungen im Fokus der Menschen über 50.

„Ich versteh’ nur noch Versicherung“

Unter diesem Titel haben Prof. Dr. Günther Zimmermann und Uwe Kalinowski am
15. Oktober 2012 einen Beitrag (PDF-Download) in der Versicherungswirtschaft Heft 20 veröffentlicht. Inhalt ist das Ergebnis einer sprachwissenschaftlichen Studie zu Produktionsinformationsblättern (Pibs).

Die Sprachwissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig und des Spezialdienstleisters für Kommunikationsoptimierung lingua@media, Braunschweig, haben die Analysen mit dem neu entwickelten „Braunschweiger Verständlichkeitstest“ durchgeführt. Dieser bewertet Texte nach 25 Kriterien in den Kategorien Wortschatz, Satzbau, Semantik (Bedeutungen), Textstruktur, Leser-Orientierung und Layout. 12 Pibs zur Privaten Haftpflichtversicherung namhafter deutscher Versicherer wurden unter die Lupe genommen. Nur zwei Mal konnte die Note „gut“ vergeben werden, vier Texte waren „befriedigend“, fünf „ausreichend“, ein Produktinformationsblatt musste mit „mangelhaft“ bewertet werden.

Weitere Informationen unter www.linguaetmedia.de.

Prof. Dr. Günther Zimmermann ist Mitglied im ReifeNetzwerk und berät Banken und Versicherungen, die für ihre Kunden Transparenz schaffen wollen – besonders was die Sprache angeht.

Empfehlung des ReifeNetzwerkes: Strategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“

Broschüre TitelStrategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“ – Anregungen, Handlungshilfen und Tipps für Unternehmen: Das Nachschlagewerk wurde vom RKW Kompetenzzentrum im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2010 erstellt. Es ist immer noch aktuell und kann kostenlos bestellt werden.

Es enthält zehn Faktenblätter mit vielen nützlichen Checklisten. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Besonderheit der Zielgruppe, die fünf unterschiedliche Generationen umfasst, über die erforderlichen Schritte zur erfolgreichen Marktbearbeitung, barrierefreie Produktgestaltung bis hin zur richtigen Ansprache der Zielgruppe. Zahlreiche Beispiele konkreter Umsetzung in verschiedenen Branchen runden die Publikation ab.

Bestelllung der Strategie-Mappe mit der Artikel-Nr.1522 über: publikationen[at]bundesregierung.de, Tel.: 01805 778090

Best Ager erkennen sich in der Werbung wieder.

In den Augen von Senioren entspricht die Art und Weise, wie ihre Zielgruppe in der Werbung präsentiert wird, immer stärker der Realität.

Dies ergibt eine exklusiv für die Fachzeitung HORIZONT (Deutscher Fachverlag) durchgeführte, repräsentative Umfrage. So geben rund 42 Prozent der über 50-Jährigen an, dass sie die Darstellung von Senioren in der Werbung als realitätsnah empfinden, im Vorjahr waren es nur etwa 34 Prozent.

Zudem sind mittlerweile 53 Prozent der Best Ager eher überzeugt davon, dass vermehrt auch Produkte für Senioren beworben werden. Letztes Jahr teilten lediglich rund 44 Prozent diese Ansicht. Bezüglich der Darsteller in Werbespots denkt insgesamt fast die Hälfte aller Befragten, dass die Testimonials in Werbekampagnen immer stärker älteren Jahrgängen angehören.

Digitale Werbeformen bleiben der Zielgruppe 50plus fremd: Je älter die Befragten, desto geringer das Interesse an digitalen Anzeigen. Die traditionelle Werbung schneidet hingegen laut Umfrage in allen Altersklassen gut ab. Insbesondere stieg im Vergleich zum Vorjahr der Anteil der Verbraucher ab 50 Jahren, die Werbung als interessant empfinden (von 27,5 auf 31,2 Prozent). Doch geben trotz höherer Werbeaffinität noch etwa 70 Prozent der Senioren an, dass Produktwerbung sie nicht zum Kauf anregt.

Durchgeführt wurde die repräsentative Befragung vom Frankfurter Link Institut für Markt- und Sozialforschung im Juli 2012 unter 1.000 Personen ab 14 Jahren. Die vollständigen Ergebnisse veröffentlicht HORIZONT im Report „Zielgruppe Best Ager“ in der Ausgabe 33/2012 am heutigen Donnerstag, den 16. August 2012.

Originaltext: Horizont Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/35681 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_35681.rss2
Foto: creativ collection

Unser Kommentar: Die „Senioren“ werden immer jünger. Nicht nur, dass sie sich in der Regel 10-15 Jahre jünger als ihr biologisches Alter fühlen. Sie wirken auch äußerlich dynamischer und fitter. Gut, dass sich die Werbeindustrie langsam von den althergebrachten Stereotypen verabschiedet und auf sich das neue Lebensgefühl der Älteren einstellt. Das kommt gut an!

Studie: Ältere Bankkunden haben spezielle Wünsche

Bankkunden im Lebensalter ab 50 Jahren aufwärts haben sehr konkrete Wünsche an ihre Banken. Die PSD Bank Rhein-Ruhr hat gemeinsam mit der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik eine bundesweite Befragung unter 600 Menschen aus der “Generation 50plus” zu den Themen “Bank- und Finanzierungsprodukte” durchgeführt. Die befragte Gruppe bestand zu jeweils ca. 50 % aus 50- bis 65-Jährigen und Kunden im Alter von mehr als 65 Jahren. Nach der Umfrage sehen Menschen über 50 zu mehr als 50 Prozent die selbst genutzte Immobilie als wichtiges Mittel zur Altersvorsorge. Auch der Substanzerhalt der Immobilie spielt eine wesentliche Rolle: Für Sanierungen und Renovierungen werden höhere Summen investiert, insbesondere für Umbauten im Bad, aber auch für energetische Sanierungen.

Bei der Geldanlage setzt die Gruppe auf Lebens- und Rentenversicherungen. Beim Geld ausgeben ist die Gruppen auch eher konservativ – Geld wird erst ausgegeben wenn man es hat. Das gilt auch für Baufinanzierungen…. das wundert nicht wirklich. Schließlich machen es die Banken den  Menschen über 50 nicht unbedingt einfach einen Kredit zu bekommen.

Weiter hat die Studie gezeigt: Menschen zwischen 50 und 65 Jahren geben durchschnittlich 24.000 EUR für ein Auto aus (Geld, das sie wahrscheinlich bar auf den Tisch legen). Das sollte doch mal Autoverkäufern zu denken geben. Konzipiert Autos für diese Zielgruppe! Und sprecht diese auch aktiv an!