Die Digitalisierung verändert die Welt – Senioren suchen Beratung und Service

Die zunehmende Digitalisierung und Komplexität machen vielen älteren Menschen das Leben schwer. Sie möchten nicht „abgehängt“ werden, sondern sie wünschen  Beratung und Service.   Wenn sich heute eine Frau Mitte 60 ein neues Telefon kauft, möchte sie kein Seniorentelefon, sondern ein schickes Mobiltelefon. Sie wünscht sie sich eine kompetente Beratung, die ihr nicht das Gefühl gibt, sie sei ein wenig beschränkt. Das Gefühl wird einem durchaus vermittelt, wenn man an einen smarten Verkäufer gerät, der zwar laut, aber dadurch nicht verständlicher spricht. Das bedeutet aber auch, dass Sie sich das Telefon gern einrichten lässt und sich nicht selbst mühsam durch die Anleitung arbeiten muss. Einige Hersteller haben das erkannt und das macht zum Beispiel den Kauf eines Laptops nicht mehr zu einer stressigen Angelegenheit, sondern zu einer positiven Kauferfahrung. Auch das Angebot von Schulungen wird gern auch von Älteren wahrgenommen, da sie dort oft in guter Gesellschaft sind.

Einige Unternehmen gehen hier mit gutem Beispiel voran – ein Beweis, dass Probleme lösbar sind, wenn man die Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher im Auge hat. Ältere Menschen, die früher gern einkaufen gingen, fühlen sich inzwischen häufig überfordert vom immer unübersichtlicher werdenden Angebot. Folgender Fall: Die gesuchten Produkte sind umgeräumt, die wenigen Verkäuferinnen und Verkäufer zwar oft kompetent, aber schwer zu finden. Hier würden sich viele einen Einkaufsberater wünschen. Daher weichen auch ältere Menschen immer häufiger auf Onlinebestellungen aus, da sie so in Ruhe die Ware bestellen können und auch noch geliefert bekommen. Daher ist bei der Gestaltung der Internetseiten zu berücksichtigen, dass die Bedürfnisse der älteren Menschen nicht zu kurz kommen.

Das gilt nicht nur im Einzelhandel sondern für alle Lebensbereiche: Service wird in einer zunehmend komplexeren Welt ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden. Daher sollten sie die älteren Mitarbeiter auch intern als Ratgeber nutzen und sie verstärkt in Beratung und Service einsetzen.

Wir vom ReifeNetzwerk machen junge Verkaufsberater und Verkaufsberaterinnen fit in der Ansprache der älteren Kundschaft. Wir wissen, worauf es ankommt und führen entsprechende individuellen Schulungen durch. Weitere Informationen: www.reifenetzwerk.de

Empfehlung des ReifeNetzwerkes: Strategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“

Broschüre TitelStrategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“ – Anregungen, Handlungshilfen und Tipps für Unternehmen: Das Nachschlagewerk wurde vom RKW Kompetenzzentrum im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2010 erstellt. Es ist immer noch aktuell und kann kostenlos bestellt werden.

Es enthält zehn Faktenblätter mit vielen nützlichen Checklisten. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Besonderheit der Zielgruppe, die fünf unterschiedliche Generationen umfasst, über die erforderlichen Schritte zur erfolgreichen Marktbearbeitung, barrierefreie Produktgestaltung bis hin zur richtigen Ansprache der Zielgruppe. Zahlreiche Beispiele konkreter Umsetzung in verschiedenen Branchen runden die Publikation ab.

Bestelllung der Strategie-Mappe mit der Artikel-Nr.1522 über: publikationen[at]bundesregierung.de, Tel.: 01805 778090

Gute Idee

Die Verbrauchermarktkette real bietet einen neuen Service: Einmal die Woche werden Senioren (nach Anmeldung) mit einem Bus abgeholt und auch wieder (mit den Einkäufen) zurückgefahren. Eine echte Alternative zum “Lieferservice” wie ich finde. Schließlich wollen Senioren auch durch die Gänge schlendern und sich zum einkaufen inspirieren lassen. Manche Dinge können so einfach sein… Ein gutes Beispiel vielleicht auch für andere Supermärkte (auf dem Land)