Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich auf selbstbewusste Senioren einstellen

 

csm_logo_11_DST_RGB_kurz_72dpi_735d67750dVom 2. bis 4. Juli 2015 fand der 11. Deutsche Seniorentag unter dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft“ statt. Trotz tropischer Temperaturen strömten in den drei Tagen rund 15.000 Besucherinnen und Besucher in das Congress Center der Messe Frankfurt am Main. Am Freitag waren auch viele junge Menschen dabei, die sich beruflich oder privat für das Thema interessieren.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) ist die Lobby der Älteren. Es ist der BAGSO in Frankfurt wieder gelungen, eine hochkarätige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Auch die begleitende Messe SenNova brachte neue Anregungen, die begeistert aufgenommen wurden. Das Tagungsprogramm deckte viele Aspekte des Älterwerdens ab und die Beteiligung der Besucherinnen und Besucher zeigte, wie aufgeschlossen und aktiv Menschen reiferen Alters am Leben teilnehmen. Mehr dazu unter: www.bagso.de.

„66 gute Ideen für ein aktives Altern“ ist der Titel der Broschüre, die Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der BAGSO, auf der SenNova präsentierte und von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung – erstellt wurde. Mehr dazu unter: www.in-form.de/aeltere.

In den Vorträgen wurden Themen behandelt wie „Neue Medien und Technik kennen lernen“, rund um die Gesundheit gab es viele Informationen und praktische Anleitungen, die Polizei Hessen war mit dem Präventionsmobil präsent und in der Video-Box lief der Film: Wie wollen wir in Zukunft alt werden?

Neue Produkte und Dienstleistungen machten die Messe SenNova spannend. So könnten man den ersten generationenfreundlichen Strandkorb bestaunen, Paro – die Roboter-Robbe streicheln, erfuhr, wie Verpackung leicht zu öffnen sind, wie Bäder so umzubauen sind, dass alle Generationen sich wohl fühlen. Es wurde gezeigt, wie komfortabel man heute im Bus unterwegs sein kann, wie carehotels es ermöglichen, dass Familien mit zu pflegenden Angehörigen gemeinsam Urlaub machen können, wie Bildung auch im fortgeschrittenen Alter neue Horizonte eröffnen kann. Da das Leben nicht nur aus Urlaub besteht, sondern viele im Alltag mit Fragen wie zum Beispiel Demenz konfrontiert werden, die sie überfordern, ist die mobile Demenzberatung „Für Sie ins Quartier“ eine interessante Lösung. Mehr dazu unter: www.fuer-sie-ins-quartier.de

Positiv anzumerken ist, dass die Gruppe der Älteren ein „neues“ Selbstbewusstsein an den Tag legt. Als eifrige Besucherin der Deutschen Seniorentage, die alle drei Jahre an unterschiedlichen Standorten stattfinden, so zum Beispiel in Hannover, Leipzig, Hamburg und aktuell Frankfurt stelle ich als Mitglied des ReifeNetzwerks fest, dass sich das Altersbild positiv wandelt. Das, was das ReifeNetzwerk seit 10 Jahren unterstützt, wird zunehmend Realität. Die heutigen Seniorinnen und Senioren – oder wie man auch immer sie nennen möge – sind selbstbewusst, interessiert und durchaus finanzstark. Sie erwarten von der Wirtschaft und Gesellschaft gute Angebote und fairen Umgang. Sie selbst tragen ihren Anteil dazu bei.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

“Senior” will keiner genannt werden

People congratulate and holding thumbs upEines der großen Geheimnisse der Kommunikation mit den Generationen 50plus liegt bekanntermaßen in der richtigen Ansprache. Das beginnt schon beim Namen. Wie sagt man: „das hier ist ein Produkt für Senioren“ ohne von „Senioren“, „älteren Menschen“ oder „Golden Ager“ zu sprechen?

Wir vom ReifeNetzwerk sind der Ansicht, dass man nicht ein Etikett  verwenden darf (z.B. „Senior“), um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Man muss die konkrete Lösung präsentieren. Eine Brille ist für Menschen mit Sehschwäche, ein Stock für solche mit Gehschwierigkeiten, die Sockenanziehilfe für die, die sich nicht so gut bücken können. Wer das jeweilige Problem hat, wird hinschauen, wer nicht, den interessiert es nicht.

Wie elegant und würdig, und dabei doch auch 100% verkäuferisch das gehen kann, hat Tchibo jetzt vorgemacht. Schauen Sie sich mal diesen kleinen Prospekt an. Keine Seniorin und kein Senior wird angesprochen und doch bzw. gerade darum! wird die Zielgruppe 1a erreicht.

Wir heben den Daumen für diese überzeugende Leistung, excellent practice! Glückwunsch, Tchibo!

“Meins”, das 50plus Magazin von Bauer, ist erfolgreich

Kurzmitteilung

 

Bauer freut sich über gute Zahlen:
50plus-Magazin “Meins” feiert Einjähriges

Cover_Meins_09_2013_6a68b4547a

50plus-Magazin “Meins” feiert einjähriges Jubiläum

Mit Frauen ab 50 scheint Bauer die richtige Zielgruppe gefunden zu haben: Der Verlag zieht nach einem Jahr “Meins” eine positive Bilanz. Die verkaufte Auflage der monatlichen Zeitschrift beläuft sich aktuell auf 136.154 Exemplare (IVWII/2013) – das sind 17% mehr im Vergleich zur Erst-Meldung im Vorquartal.

Außerdem hat die “Café Meins” -Facebook-Seite bereits mehr als 8.000 Fans. Und an der Leser-Event-Reihe “Café Meins Live” nahmen Hunderte Frauen in zehn Städten teil, teilt Bauer mit.

“Mit Meins fühlen sich die Leserinnen 50plus zum ersten Mal wirklich ernst genommen”, sagt Chefredakteurin Claudia Hagge.”Sie sind begeistert, weil es endlich ein Heft gibt, das sie so zeigt, wie sie sich fühlen: stark und optimistisch, schön und voller Energie. Täglich erreichen die Redaktion E-Mails, Briefe und Anrufe. Wir freuen uns sehr über diese positiven Reaktionen.”

Auch Das ReifeNetzwerk gratuliert zum Einjährigen!

Senioren-Bachelor? Wer will das denn sehen?

Fotolia_18614583_S(KaetheKlein)Hallo, hier ist Käthe. Habe grade gelesen, dass Markus Lanz einen Senioren-Bachelor im ZDF angekündigt hat!! Wer will das denn sehen? Ältere Menschen, die sich gegenseitig anbiedern? Können Sie sich vorstellen, dass sich 20 erfahrene Frauen in ein Haus begeben um dann ab und an mal einen einzigen Mann zu treffen und auf seine Rose zu warten? Und um die Rose zu bekommen, alles, ja wirklich alles tun?? Mir fällt es schwer… aber ich versteh ja auch schon den jetzigen Bachelor nicht (und schon gar nicht die Frauen, die dort mitmachen.) Die Ankündigung klingt jedenfalls für mich so, als wenn jetzt Senioren-Veräppelung Herrn Lanz aus dem Quotenkeller helfen soll. Senior-Aufschrei!

Was meinen Sie?

Alleinreisende und reife Menschen für Anbieter von Kreuzfahrten uninteressant?

KreuzfahrtUnerwartet habe ich Ende November 14 Tage Zeit und auch ein Budget, um mir etwas Gutes zu gönnen. Da ich gern reise, dachte ich an eine Kreuzfahrt und begann sofort mit meiner Recherche im Internet. Das Angebot ist überwältigend, aber nicht für Alleinreisende und reifere Semester. 40 bis 50 Prozent Aufschlag auf den Kabinenpreis ist heftig und grenzt schon fast an Diskriminierung, da Einzelkabinen rar und auch nicht wirklich attraktiv sind. Das Angebot ist eindeutig auf Paare, Familien mit Kindern oder Jugendliche ausgelegt.

Leicht frustiert wählte ich eine der Hotlines und hatte eine sehr freundliche und kompetente Dame am Telefon. Sie bestätigte meine Einschätzung, bot aber sofort an, mir entsprechende Angebote herauszusuchen. Ich habe verzichtet, da die Vorstellung allein unter 2.000 Menschen zu sein, mich doch erschreckt hat.

Sobald die Reedereien Menschen ab 50 und Alleinreisenden interessante Reisen anbieten, bin ich die Erste, die bucht. Die Experten des ReifeNetzwerks sind gern beratend tätig, denn sie wissen, was diese Menschen wünschen.

Oh, wer hätte das gedacht: Frauen zwischen 45 und 70 Jahren wollen ganz normal aussehen!

Eine neue Untersuchung hat ergeben: Frauen zwischen 45 und 70 wollen weder bunt noch grau sein … sie tragen was ihnen gefällt. Welch’ Überraschung … es wurden 40 Frauen befragt – nicht wirklich viel für eine repräsentative Umfrage. Aber alle sagen wohl unisono: Sie wissen, was ihnen steht.

Aus meiner Sicht eine völlig überflüssige Meldung: Frauen mit mehr als 40 Jahren Kauferfahrung brauchen niemanden mehr, der ihnen sagt, was gerade „in“ oder „out“ ist … schön, dass auch ein Kaufhaus dieses entdeckt. Aber was ist mit den Männern?

Und wer bringt dieses Erkenntnis auch den Verkäufern und Verkäuferinnen bei?

Das ReifeNetzwerk schult auch Mitarbeiter! Damit auch Menschen über 50 Spaß haben beim Einkaufen …

„Meins” – Neues Magazin für die Frau ab 50

Cover_Meins_09_2013_6a68b4547a„Noch nie war es so schön, der Generation 50plus anzugehören.“ So sieht es jedenfalls die Bauer Media Group, die mit dem Magazin „Meins“ nach eigenen Angaben ein neues Segment bei den Frauenzeitschriften eröffnet – ein Magazin für die ab Frau 50.

Novum: Erstmals wird der reifen Zielgruppe ein Magazin angeboten, welches von Beginn an ins Social Web verlängert wird. Dort wird mit „Café Meins“ bei Facebook eine digitale Plauderecke eingerichtet. So sollen die Leserinnen stärker an das Magazin gebunden werden und es durch einen lebhaften Austausch mit gestalten.

Michael Linke, Gesamtanzeigenleiter Women, charakterisiert die Zielgruppe so: „„Die Leserinnen von Meins sind Frauen, die nicht aufhören, an sich zu arbeiten und gerne Neues auszuprobieren. Es sind Frauen, die einen aktiven Lebensstil pflegen, die Lust am Konsumieren haben und genießen können. Meins ist die Zeitschrift für Powerfrauen des Alltags, die ohne Alterspanik Wert auf Aktivität legen“.

Basis für die Positionierung des Magazins ist eine mit K&A Brand Research durchgeführte Studie über die neue Generation Frauen 50plus. Ergebnisse: „Noch nie hat sich eine Generation so stark verändert. Noch nie hat eine Generation so konsequent mit Vorurteilen aufgeräumt. 90 Prozent der Befragten geben an, nicht so altern zu wollen, wie die Gesellschaft es anscheinend von ihnen erwartet. Für 91 Prozent ist klar, dass sie viel öfter offen sagen, was sie denken und mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein durch ihr Leben gehen.“

Blättert man durch die digitale Leseprobe des Heftes wird deutlich, dass sich dieses neue Lebensgefühl auch im Erscheinungsbild widerspiegeln soll. Viel Pink und ein offenes, lebendiges Layout erinnern beinahe an eine Teenie-Zeitschrift. Chefredakteurin Claudia Hagge (54): „Die Wahrnehmung von Frauen 50plus in der Gesellschaft entspricht heute nicht dem Lebensgefühl dieser Frauen. Meins greift dieses Gefühl auf und macht es Monat für Monat sichtbar. Meins sendet ein ganz klares Signal: Es gibt keine älteren Frauen. Es gibt Frauen. Und Frau bleiben wir bis zum Schluss.“

Und wenn man ganz genau hinschaut, dann scheint dieses Lebensgefühl auch die abgebildeten Promis beflügelt zu haben. Egal ob Hannelore Elster (70), Michaela May (60), Senta Berger (71) oder Uschi Glas (68) – sie alle wirken wunderbar verjüngt. Oder sollte hier etwa Photoshop …. ?

Frauen-Versteh-Zeitungen

Wenn ich Bahn fahre, bin ich immer gern ein wenig früher da, damit ich in der Bahnhofsbuchhandlung stöbern kann. Nur dort bekomme ich einen Überblick, welche neuen und alten gedruckten Magazine grade angesagt sind. In letzter Zeit fällt mir auf, dass es immer mehr Magazine für Frauen im sogenannten “besten Alter” gibt. Mit Brigitte woman hat es angefangen, mittlerweile hat aber fast jede Frauen Zeitung einen Ableger für die “Leserin im besten Alter”. Wer soll das alles lesen?? Wer kauft die Zeitungen (viele Magazine sehe ich aber auch nur 3-5 Mal – dann sind diese wieder verschwunden… ich weiß warum… lesen Sie weiter – dann wissen Sie es auch…)

Wenig Inhalt

Also mich (47) spricht keines an. Auch wie bei den “jungen Magazinen” sind mehr als die Hälfte der Magazine mit Werbung gefüllt. Und ein Schelm wer dabei böses denkt – über die beworbenen Artikel gibt es auch noch einen redaktionellen Beitrag (Anti-Falten-Cremes sind immer gern genommen). Auch ansonsten ist der Inhalt mau – Mode (die sich Frau nicht leisten kann oder will), Beziehungen (wie finde ich den Richtigen?), Essen (wie bewirte ich Gäste?), Wohnung (wie gebe ich viel Geld aus für “Steh-Rümchen”?), Sex (welche Stellungen Frau unbedingt ausprobieren sollte), Reisen (was ist grade angesagt?) und ganz wichtig Kosmetik (wie sehe ich jünger aus?)

Was ich mir wünsche…..

Weniger Werbung, mehr Inhalt. Es darf ja auch gern Mode, Kosmetik, Essen, Reisen und Kosmetik sein. Aber vielleicht auch Beruf, Finanzen und Vorsorge?? Warum auch nicht Sport und Auto? Frauen in der Mitte des Lebens arbeiten meist auch. Wir nehmen am täglichen Leben teil. Und ich will mich nicht auf die typischen Frauen-Attribute festlegen lassen… Wären Medien nicht mein berufliches Interesse – ich würde keines der jetzigen Frauenmagazine kaufen (so zwischen 2,50 bis 4,00 EUR kosten 30 Minuten lesen)

Sehe ich das zu verbissen? Oder bin ich nicht die Zielgruppe? Ich freue mich auf Ihre Meinungen!