50plus-Report 10/2016: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen wir die wichtigsten aus dem Monat Oktober 2016 zusammengefasst haben.

Kommunikation: Frauen ab 50 finden sich in der Werbung nicht wieder
Viele deutsche Frauen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren fühlen sich in der Werbung nicht angesprochen, nicht verstanden und unsichtbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Hamburger Agentur VSF&P, die gemeinsam mit der ortsansässigen Strategieberatung Haruki eine tiefenpsychologische Studie über die weibliche Zielgruppe 50plus durchgeführt hat. Heike Gudella, Geschäftsführerin Strategie bei VSF&P, und Marc Schäfer, Geschäftsführer Haruki, sind die Initiatoren der Studie mit dem Titel “Generation Aschenputtel” … weiterlesen …

Handel: Der Mythos vom alten Kunden
Europa wird älter. Supermärkte erfinden raffinierte Ladenkonzepte für die kaufkräftigen, betagten Kunden. Eine neue WU-Studie zeigt, wie sehr die Bemühung an der Nachfrage vorbeigeht … weiterlesen …

Aktuelle Studie: Digitale Fitness der Generation 50plus bestimmt zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft
Im Zeitalter des demografischen Wandels wird das digitale Potential älterer Mitarbeiter/-innen zunehmend wichtiger und macht die Unternehmen wettbewerbsfähiger. Zu diesem Ergebnis kommt die Studentin Denise Schmidt, die für ihre Bachelor-Thesis im Studiengang Wirtschaftspsychologie an der Rheinischen Fachhochschule Köln sechs mittelständische und große Firmen interviewt sowie insgesamt 165 weitere Probanden befragt und die Ergebnisse evaluiert hat. Vor dem Hintergrund dieser Studienergebnisse empfiehlt es sich, Konzepte smarter Arbeit, insbesondere flexible Arbeitszeiten und -orte sowie Home-Office in die Arbeitsprozesse zu integrieren … weiterlesen …

ARD/ZDF-Onlinestudie: 84 Prozent sind online, Ältere lassen Internetnutzung wachsen
Da praktisch jeder jüngere Mensch regelmäßig oder zumindest gelegentlich das Internet nutzt, gehen die Zuwächse vor allem auf die älteren Menschen zurück. So stieg etwa der Anteil bei der Altersgruppe ab 60 Jahre, die zumindest gelegentlich online geht, innerhalb eines Jahres von 50,4 auf 56,6 Prozent … weiterlesen …  Die Studie ist auch online verfügbar.

Ärztlich begleitete Reisen: Die Sicherheit im Gepäck
Die ärztliche Versorgung einfach mit in den Urlaub nehmen und rund um die Uhr versorgt sein: Ärztlich begleitete Reisen machen es möglich … weiterlesen …

Zielgruppengenaue Werbung ohne Streuverluste für Alten- und Pflegeheime
Gezieltes und systematisches Marketing für Seniorenimmobilien und -residenzen steckt meist noch in den Kinderschuhen. Denn mehr als Flyer, Mundpropaganda und Anzeigen in der Regionalpresse stehen bei den meisten Pflege- und Altenheimbetreibern oft nicht im Marketingplan. Um eine optimale Belegungsquote und mehr Bekanntheit zu erzielen, bietet aber insbesondere das Internet effiziente wie effektive Präsentations- und Werbemöglichkeiten … weiterlesen …

Generation 50 plus: Wer verdient am meisten?
Chefärzte und Unternehmensberater haben im Alter das höchste Gehalt. Gewinner sind Führungskräfte mit akademischem Abschluss, stellt eine Studie von Gehalt.de fest. Knapp 35.000 Vergütungsdaten von Beschäftigten über 50 Jahren wurden in den letzten zwölf Monaten analysiert … weiterlesen …

‘Meins’ erforscht das Gesundheitsinteresse von Frauen 50plus
Die neuen Frauen 50plus sind fitter als je zuvor und tun aktiv etwas für ihre Gesundheit – das ist aus Sicht von Bauer Media ein Ergebnis der Zielgruppenforschung seines Titels ‘Meins’ … weiterlesen …

Studie zur Partnersuche ab 50
Menschen der Generation 50plus haben häufiger Dates als viele denken. Die Online-Partnersuche sollte aber möglichst wenig kosten und findet kaum mit dem Smartphone statt … weiterlesen …

neue leben Aktivplan: Versicherungs-Lösungen der neue leben für die Generation 50plus
Lange galt die Basisrente als Nischenprodukt: Doch Steuervorteile bringen den Renditekick. Die neue leben Lebensversicherung bettet das Produkt in die Altersvorsorgeplanung modular ein … weiterlesen …

Immer mehr Menschen arbeiten im Rentenalter
Von wegen Ruhestand: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Erwerbstätigen über 65 Jahren deutlich gestiegen. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede … weiterlesen …

Demographie: Problem oder Lösung?

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Foto: Friedlies Reschke

Rentenpolitik, schrumpfende Regionen, Fachkräftemangel, Einwanderung: für alles muss die Demographie herhalten. Ein großer Irrtum, so Dr. Hannes Weber in der F.A.Z. vom 10. Oktober 2016.
Eine Zusammenfassung in Auszügen.

In der Tat hat Deutschland seit mehr als 40 Jahren eine Geburtenrate unter bestandserhaltendem Niveau und durchgehend mehr Sterbefälle als Geburten zu verzeichnen. Diese demographische Abwärtsspirale verleitet dazu, alle möglichen politischen Forderungen mit der Demographie zu begründen. „Falsch“, sagt der Autor, „die Bevölkerungsentwicklung hat aus ökonomischer und ökologischer Sicht durchaus einige positive Folgen, die oft nicht beachtet werden.“

Die erste Annahme: „In der Zukunft werden wir wegen des demographischen Wandels zu wenig Arbeitskräfte haben.“ In den kommenden Jahrzehnten wird der Altenquotient, also das Verhältnis der über 65-Jährigen zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, aller Wahrscheinlichkeit nach stark steigen. Ob das relativ kleiner gewordene Reservoir an Erwerbspersonen allerdings „zu wenig“ Arbeitskräfte liefern kann, ist überhaupt noch nicht abzusehen. Produktivitätssteigerungen, Digitalisierung und Automatisierung machen Vorhersagen darüber, dass aufgrund des demographischen Wandels Millionen Arbeitskräfte „fehlen“ werden, zur reinen Spekulation.

Das zweite Missverständnis: „Aufgrund der niedrigen Geburtenrate gibt es immer mehr Rentner in Deutschland.“ Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland liegt momentan auf Rekordniveau. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der häufig übersehene Effekt, dass der Geburtenrückgang für eine gewisse Zeit zu einem steigenden Anteil der Erwerbsfähigen führt, weil die Kindergeneration kleiner wird, aber die ins Erwerbsleben nachrückenden jungen Menschen noch zahlreicher sind als die Älteren, die aus dem Berufsleben ausscheiden – die sogenannte „demographische Dividende“. In welchem Maße dieses Plus später durch einen Anstieg bei den Rentnerzahlen wieder zurückgeht und ob es sich sogar ins Negative verkehrt, hängt wesentlich von der Lebenserwartung ab und nicht so sehr von einer niedrigen Geburtenrate. Eine höhere Geburtenrate würde aufgrund der medizinischen Fortschritte in Zukunft auch eine höhere Zahl von Rentnern bedeuten, was wiederum hieße, dass die Zahl der Kinder also nicht nur nicht zurückgehen dürfte, sondern sie müsste immer größer werden, damit die in den nächsten Generationen noch zahlreicheren Rentner wiederum ausgeglichen würden. Die Folge wäre eine dauerhaft wachsende Bevölkerungszahl, wie es im heutigen Mitteleuropa wohl weder realistisch noch wünschenswert erscheint. Die „demographische Dividende“ wäre dann ausgefallen.

Die dritte Annahme: „Wegen des demographischen Wandels verödet der ländliche Raum.“ Dass in strukturschwachen, ländlichen Gebieten in den vergangenen Jahren die Bevölkerung zurückging und das Durchschnittsalter stieg, ist unbestritten. Aber Deutschland hat insgesamt trotz der niedrigen Geburtenrate in den vergangenen Jahrzehnten nicht an Einwohnern verloren, sondern sogar dazugewonnen. Folglich kann das Schrumpfen eines bestimmten Ortes nicht auf den demographischen Wandel
zurückgeführt werden. Die Demographie ist (…) sehr wohl ein gewichtiger Faktor für die unterschiedliche Entwicklung von Städten und Gemeinden, aber regionale Bevölkerungentwicklungen haben sich von Geburten- und Sterberaten abgekoppelt, die überall mehr oder weniger gleich sind. Sie werden fast vollständig von der Einwanderung von außerhalb und der Mobilität innerhalb der Landesgrenzen bestimmt.

Das vierte Mantra: „Durch Einwanderung kann der demographische Wandel bewältigt werden.“ Das scheinbar einfachste Mittel gegen Überalterung und Geburtenrückgang ist Zuzug von außen: Einwanderer sind häufig im jungen, erwerbsfähigen Alter und verbessern dadurch das Verhältnis von Erwerbsfähigen zu Rentnern. Aber auch ohne Berücksichtigung von Sprach- oder Qualifikationshürden, die zu geringerer tatsächlicher Erwerbsbeteiligung führen können und hohe Integrationskosten nach sich ziehen, wird bei einer solchen Betrachtung oft ausgeblendet, dass der reine demographische Effekt der Einwanderung auf den Anteil erwerbsfähiger Personen an der Gesamtgesellschaft eher gering ist. Das liegt unter anderem daran, dass auch Personen in nichterwerbsfähigem Alter einwandern. Aus zusätzlichen Erwerbsfähigen werden außerdem später auch zusätzliche Rentner, wodurch in Zukunft noch mehr Einwanderer benötigt würden, um diesen Anstieg auszugleichen. Langfristig steigt also in einem solchen Gesellschaftsmodell der Bedarf an Einwanderung immer weiter, was die Gesellschaft sicherlich nachhaltig verändern jedoch Anstieg des Altenquotienten nur geringfügig abmildern würde.

Was getan werden muss? Um Lösungen zu finden, muss zunächst Einigkeit darüber bestehen, welche Aspekte der demographischen Entwicklung überhaupt als negativ
angesehen und tunlichst vermieden werden sollen. Die unstrittige Herausforderung des „demographischen Wandels“ betrifft das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen. Es wird sich in den kommenden Jahren abrupt verändern, sollten die derzeitigen Rahmenbedingungen konstant bleiben. Über mehr Geburten oder Einwanderer den zukünftigen Rentneranteil zu steuern ist nur eingeschränkt erfolgversprechend. Stattdessen wäre beispielsweise denkbar, angesichts der steigenden Lebenserwartung den Renteneintritt flexibler zu gestalten, indem etwa durch Angebote für Teilzeitarbeit nach dem Renteneintrittsalter in Berufsgruppen, wo dies gewünscht und physisch möglich ist, die Produktivität älterer Jahrgänge gesteigert wird.

Auf der anderen Seite werden die wirtschaftlichen Folgen von Geburtenrückgang und
Alterung in der Forschung mindestens ambivalent gesehen. Beispielsweise berichtet eine Forschergruppe um den US-Demographen Ronald Lee in der Fachzeitschrift „Science“, eine Geburtenrate unter bestandserhaltendem Niveau und ein moderater Bevölkerungsrückgang gingen zwar mit steigenden Belastungen für die Sozialkassen, aber auch mit einem höheren Pro-Kopf-Lebensstandard eines Landes einher.

Bis zum Jahr 2035 scheint es jedenfalls einige Stellschrauben zu geben. Danach wird das Thema ohnehin weniger akut: Die ab dann aus dem Berufsleben ausscheidenden Kohorten entstammen nicht mehr den „Babyboomern“, sondern sind selbst in Zeiten niedriger Geburtenraten geboren worden. Die Zahl der jährlich aus dem Berufsleben ausscheidenden Menschen wird dann nur noch geringfügig über der Zahl der Berufsanfänger liegen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

Forderung der BAGSO zum Internationalen Tag der älteren Menschen

Kurzmitteilung

Zum Internationalen Tag der älteren Menschen fordert die BAGSO, die Ausarbeitung einer UN-Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen zu prüfen

Bonn, 29.9.2016: In ihrer Stellungnahme zum Abschlussbericht der von den Vereinten Nationen eingesetzten Unabhängigen Expertin für die Menschenrechte Älterer schließt sich die BAGSO der zentralen Forderung an, Vorschläge zur Ausarbeitung einer Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen zu prüfen.

Eine Ausgangsbasis könne die Interamerikanische Konvention zum Schutz der Menschenrechte Älterer von 2015 sein. Gerade für Schwellen- und Entwicklungsländer könne ein solches spezifisches Menschenrechtsinstrument eine wichtige Grundlage zur Festschreibung von Grundrechten auf nationaler Ebene sein. Aber auch für Industrieländer wie Deutschland benennt die Erklärung einige Bereiche, in denen der rechtliche Schutz älterer Menschen ausgebaut werden sollte.

Eine Definition des alten Menschen ab einem bestimmten kalendarischen Lebensalter, wie sie die Interamerikanische Konvention vorsieht, hält die BAGSO allerdings für kontraproduktiv. Es könne nicht gewollt sein, dass sich z.B. eine pflegebedürftige Person nur deshalb nicht auf die Konvention berufen könne, weil er oder sie die Altersgrenze noch nicht erreicht hat.

Die vollständige Erklärung finden Sie unter:
www.bagso.de

Weitere Informationen:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Ursula Lenz, Pressereferentin
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18, Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: lenz[at]bagso.de
www.bagso.de

50plus-Report: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen wir die wichtigsten aus den Monaten August und September 2016 zusammengefasst haben.

50plus Hotels begehen „Internationalen Tag der älteren Generation“
Die „50plus Hotels“, die sich auf die Ansprüche erfahrener Reisender spezialisiert haben, begehen am 1. Oktober den „Internationalen Tag der älteren Generation“: Im Jahre 1990 von den Vereinten Nationen als „Internationaler Tag der älteren Menschen“ ausgerufen, stellt er diese Zielgruppe ins Zentrum der Aufmerksamkeit … weiterlesen

Ruhestandsplanung: Generation 50plus blickt skeptisch in die Zukunft
Vier von fünf Bundesbürgern schätzen ihre finanzielle Situation als „gut“ bis „sehr gut“ ein. Nur die Altersgruppe 50plus teilt diesen Optimismus nicht. Im Gegensatz zu den Jüngeren geht sie davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation in den kommenden drei bis fünf Jahren verschlechtern wird … weiterlesen

 Die Generation 50 Plus konsumiert bewusst
… In Europa will jeder dritte über 50-Jährige und jeder zweite unter 35 seine Ausgaben erhöhen. Das hat das Konsumbarometer 2016 – Europa, eine repräsentative Verbraucherbefragung im Auftrag der Commerz Finanz, ergeben, in deren Fokus Verbraucher zwischen 50 und 75 Jahren stehen … weiterlesen

Kaufkraft der Best Ager
Aktiv, interessiert, qualitätsbewusst: Die Generation 50plus ist für den Konsum unersetzlich. Zu diesem Schluss kommt das „Konsumbarometer 2016 – Europa“, das die Ergebnisse einer Befragung von über 10.500 Verbrauchern aus 13 europäischen Ländern präsentiert … weiterlesen
Zum Download der Studie (Reiter Konsumbarometer)

ANE & FRED – Lifestyle-Blog 50plus
Ane und Fred sind zwei Lifestyle-Blogger mit Firmensitz in Leonding. Sie sind ein Beispiel dafür, dass die Blogger-Szene auch in ihrer Altersgruppe Anklang findet. Mit ihren Fotostrecken will das Team unter anderem wieder mehr zum realen Shoppen animieren: „Wir sind keine Feinde des Onlineshoppings, aber wir verfechten das reale und regionale Einkaufen … “ … weiterlesen
Auf der Facebookseite in den Fotostrecken des Blogger-Teams schmökern.

kress-Interview mit „Meins“-Chefredakteurin Sabine Ingwersen: „Mit 50 ist noch lange nicht Schluss“
„Die Meins-Leserin ist selbstbewusst, optimistisch, voller Lebensenergie und Mut. Von Auswandern über Motorradfahren bis hin zu Tindern – alles geht mit 50plus! Und auch im Job ist noch lange nicht Schluss. So wundert es mich gar nicht, dass gut ein Viertel der Frauen 50plus sich vorstellen kann, ihren Job nochmals zu wechseln.“
Zum Interview

Bundesverband Initiative 50Plus empfiehlt den Internet-Marktplatz für Senioren und Pflege WohnPortal Plus
Ausgezeichnet: Der Bundesverband Initiative 50Plus e. V. spricht eine Verbraucherempfehlung für Deutschlands ersten digitalen Marktplatz für barrierearmes Wohnen, Senioren- und Pflegeimmobilien und Dienstleistungen im Alter und bei Pflegebedarf aus … weiterlesen

Finanzen und Vorsorge: die Generation 50 plus in Zeiten der Digitalisierung
Für die Generation 50 plus bedeutet die Finanzplanung in erster Linie die Altersvorsorge aufzubessern, das ersparte Vermögen zu erhalten und sich den ein oder anderen Wunsch zu erfüllen. Dabei spielt die Digitalisierung für diese Generation eine große Rolle … weiterlesen

50 plus: Die „vergessene” Anleger-Generation
Viele Berater konzentrieren sich auf junge Menschen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen und in Geldanlage- und Vorsorgethemen unerfahren sind. Fortgeschrittene Anleger werden dagegen glatt übersehen. Das könnte sich rächen … weiterlesen

Urlaub 50plus: Best Ager setzen auf Individualität und bleiben Europa treu
Was sind die Wunsch-Reiseziele der Generation 50plus, welche Länder werden gemieden und worauf wird im Urlaub Wert gelegt? Diese und andere Fragen hat die Online-Singlebörse 50plus-Treff.de im Juni in ihrer diesjährigen großen Mitgliederbefragung zum Thema Urlaub und Reisen gestellt. Über 1.700 Mitglieder haben teilgenommen. „Die Ergebnisse verraten nicht nur die beliebtesten Urlaubsländer, sondern zeigen auch, wie wichtig den Über-50-Jährigen Vielseitigkeit und Individualität beim Reisen ist.“ So Marianna Exter, Geschäftsführerin von 50plus-treff.de … weiterlesen

So ticken die neuen Frauen 50plus
Obwohl die Zielgruppe der Frauen 50plus für Unternehmen immer wichtiger wird und weiter in den Fokus rückt, fühlt sich diese in den Medien und in der Werbung bislang unterrepräsentiert. Das zeigt eine Studie des Frauenmagazins Meins und YouGov …. weiterlesen

Initiative der Deutschen Versicherer: „7 Jahre länger leben“

GDV-LandingPageEine Initiative des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer GDV  (www.gdv.de) „7 Jahre länger leben“ zeigt, dass die Lebenserwartung schneller steigt als die meisten Menschen in Deutschland denken. Interessant ist die Tatsache für Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für die älteren Menschen in Deutschland anbieten. Die Experten des ReifeNetzwerks weisen schon länger darauf hin, dass sich das Altersbild und die Bedürfnisse älterer Menschen in den letzten 10 Jahren positiv verändert haben. Daher möchten wir, dass die 7 Mythen über das Alter bald der Vergangenheit angehören. Sie sind zu finden auf der Website www.7jahrelaenger.de.

7 Mythen über das Alter

Mythos 1: Wer alt ist, fühlt sich auch alt.
Das Lebensgefühl der heutigen „Alten“ hat sich im Vergleich zu früheren Generationen stark gewandelt. So stellt beispielsweise der Deutsche Alterssurvey (DEAS) fest, dass sich die körperliche Gesundheit der Menschen in der zweiten Lebenshälfte über die vergangenen Jahrzehnte nennenswert verbessert hat. 70-Jährige sind heute in der Regel so fit und gesund, wie es 60-Jährige noch vor 20 Jahren waren. Das heißt auch: Sie können sich noch verwirklichen und aktiv leben.

Mythos 2: Wer älter wird, baut geistig ab.
Es ist zwar richtig, dass die geistigen Fähigkeiten mit dem Alter abnehmen. Der Prozess lässt sich jedoch verlangsamen. Ein Mensch, der an seiner Umwelt und an Bildung interessiert ist, hat Studien zufolge die besten Voraussetzungen, bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben. Denn unsere Gehirnareale, die mit Erinnerung und Lernen zu tun haben, produzieren jeden Tag neue Nervenzellen. Wer sich mit Menschen umgibt, seinen Horizont erweitert und zum Beispiel eine neue Sprache lernt, fördert das Wachstum dieser Gehirnzellen.

Mythos 3: Alte Menschen entwickeln sich nicht mehr weiter.
Das Bild vom sturen und unveränderlichen Senior stimmt nicht, wie die Entwicklungspsychologin Jule Specht herausgefunden hat. Denn auch im Alter – häufig zwischen 60 und 70 Jahren – kann sich die Persönlichkeit noch einmal komplett wandeln. So kann aus der traditionellen Omi noch eine wilde Rebellin werden. Oder umgekehrt.
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Was lernen wir vom Brexit?

Zunächst einmal den großen Einfluss des demografischen Wandels. Die Abstimmungs-ergebnisse in Großbritannien zeigen eindrucksvoll die unterschiedlichen Einstellungen der Jungen und der Alten: Nur 27% der 18- bis 24-Jährigen waren für den Brexit, aber 60% der über 65-Jährigen. Und der viel größere Anteil der Älteren gab dann den Ausschlag für den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Ein überzeugendes Beispiel für die „Macht“ der Älteren, die ja auch schon das Ergebnis der letzten Bundestagswahl in Deutschland nachhaltig beeinflusst haben.

Die Gründe für das Abstimmungsverhalten der Älteren in Großbritannien sind sicher vielfältig. Neben der Angstkampagne der Brexit-Gegner und neben der popularistischen Medienkampagne der Brexit-Befürworter hat aber sicher ein Motiv eine bedeutende Rolle gespielt: Die Furcht vor Veränderung bzw. das Festhalten am „Althergebrachten“ als Ausdruck einer konservativen Grundeinstellung. Die älteren Engländer können sich noch gut die frühere Größe und Macht des Vereinigten Königreiches erinnern und haben den schwindenden Einfluss ihres Landes im Verlauf der EU-Zugehörigkeit schmerzlich erlebt. Die Versprechungen der Brexit-Befürworter – England zur früheren Macht und Eigenständigkeit zurückzuführen – sind bei dieser Zielgruppe auf fruchtbaren Boden gefallen. Der derzeit desolate Zustand der Europäischen Union hat dann sein Übriges dazu getan.

Was lernen wir daraus? Erstens darf man den Einfluss der älteren Bevölkerung nicht unterschätzen. Zweitens muss man die Motive und Bedürfnisse dieser Zielgruppe genau kennen. Und drittens darf man (auch bei dieser „erfahrenen“ Zielgruppe) nicht erwarten, dass Entscheidungen aufgrund rationaler Überlegungen getroffen werden. Dies gilt nicht nur bei politischen Entscheidungen, sondern auch im Konsumbereich. Auch Unternehmen, die sich an die Zielgruppe älterer Konsumenten wenden, sollten dies berücksichtigen.

Zehn Jahre Seniorenmarkt: Was hat sich verändert?

Vor zehn Jahren war das Thema „Senioren“ hochaktuell. Ausgelöst durch das 2004 erschienene Buch „Das Methusalem-Komplott“ von Frank Schirrmacher wurden der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft intensiv in den Medien diskutiert. Einer der Schwerpunkte war das Seniorenmarketing und die damit verbundenen Chancen für Unternehmen.

Heute – nach über zehn Jahren – ist es ruhiger um dieses Thema geworden. Zum einen haben sich Prioritäten verschoben, zum anderen hat sich aber auch vieles gewandelt – für ältere Verbraucher sogar manches verbessert. Jedenfalls lohnt es sich, die Veränderungen der vergangenen 10 Jahre einmal Revue passieren zu lassen.

Politisches Interesse
Nach dem Medien-Hype vor zehn Jahren fand das Thema Senioren auch Einzug in die Politik: Das Familienministerium und auch einige Länderministerien erweiterten ihren Namen um die Bezeichnungen Senioren oder Demografie. Senioren-Ableger der etablierten politischen Parteien wurden gegründet. Senioren-Initiativen wie Wirtschaftsfaktor Alter, Wirtschaft und Demografie (BW) oder Seniorenwirtschaft (NRW) fanden Zuspruch. Heute sind diese Initiativen weitgehend wieder verschwunden, obwohl es mehr ältere Mitbürger denn je gibt.

Privatwirtschaftliche Seniorenangebote
Auch das mediale Interesse an diesem Thema hat nachgelassen. Vor zehn Jahren gab es mehr Senioren-Portale im Internet als heute. Informationsportale für Unternehmen wie seniorenmarkt.de oder reifemaerkte.de haben aufgegeben, die von der Deutschen Post gegründete Internet-Plattform „Vital in Deutschland“ mit Seniorenangeboten wurde ebenso wie der von der Deutschen Post an Rentner verschickte Newsletter „Renten Service“ eingestellt. Seniorenzeitschriften wie Lenz oder Tengo gibt es nicht mehr. Und der Versuch des ADAC, mit dem GND (Generationen Netzwerk für Deutschland) einen speziellen Verein für ältere Mitbürger aufzubauen, ist ebenfalls gescheitert. Die Älteren haben all diese Seniorenangebote nicht angenommen, weil sie nicht wie Senioren angesprochen und behandelt werden wollen.

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Ein Bild von einer Generation – zehn Jahre Altersbilder in der Werbung

fotolia.de / sippakorn, milka

fotolia.de / sippakorn, milka

Zehn Jahre „Das ReifeNetzwerk“ – zehn Jahre Altersbilder in der Werbung. Was hat sich getan? Oder anders: Hat sich etwas getan?

Es war  in den 1990-er Jahren, als in den Werbeblöcken des Fernsehens wie aus einer anderen Welt ein Mann in sichtbar fortgeschrittenem Alter mit langem, weißen Rauschebart auftauchte und verkündete: „Ah – ein Stadtmensch! Sie glauben wohl auch, dass wir hier oben etwas altmodisch sind. Aber das stimmt nicht. Wir haben das neue Milka Fresh erfunden …“ und endete mit dem Satz „Aber Vorsicht: It’s cool, man!“. Peter Steiner, ein Schweizer Schauspieler und Musiker, wurde mit der Figur des „Alpöhi“ Kult, verhalf der Marke Milka zu ungeahnten Höhenflügen und stürmte mit den Singles „It‘s Cool Man“ und „Geierwally“ die Charts.

Mit seinem Auftritt löste der damals schon 76-Jährige fast so etwas wie eine Revolution in der Werbung aus. Ein älterer Mensch, der Jugendsprache spricht – ein Aha-Erlebnis für viele, wurde doch erstmals mit einem älteren Menschen für ein zielgruppenübergreifendes Produkt geworben. Und mehr noch: Mit der Verbindung von Senioren und Jugendsprache wurde mit herkömmlichen Werbebildern radikal gebrochen.

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Rasenmäherwerbung aus dem Jahr 2005 (Brill)

Seniorenprodukte für Senioren
Bis zu diesem Zeitpunkt scheute sich die Industrie, mit älteren Menschen für ihre Produkte zu werben. Ältere Menschen stigmatisierten das Produkt als ebenfalls alt und damit „uncool“, so die einhellige Meinung. Wenn sie in Fernseh-, Zeitungs- und Zeitschriftenwerbung gezeigt wurden, dann vor allem in der Oma- oder Opa-Rolle, gemütlich im Sessel sitzend und Bonbons an die Enkel verteilend. Oder schlimmer noch – als Witzfiguren wie in einer Rasenmäherwerbung, für die sich die Produzenten – Agentur wie Kunde – noch heute schämen dürften.

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10 Jahre ReifeNetzwerk: Der Absatz- und Personalmarkt für Ältere nimmt an Fahrt auf

RNW-Logo-10JahreVor zehn Jahren, am 17. November 2005, gründete ich mit Kolleginnen und Kollegen in Hannover das ReifeNetzwerk. Das gemeinsame Ziel war, Unternehmen beim Einstieg in den wichtigen und wachsenden Markt für ältere Menschen zu unterstützen, da diese (Ziel-) Gruppe sowohl als Konsumenten als auch für den Arbeitsmarkt immer wichtiger wird. Also weg von der Fokussierung auf den Jugendmarkt hin zu den Älteren, die andere Bedürfnisse und Erfordernisse haben als die Jungen, aber treibende Kräfte in Wirtschaft und Gesellschaft sind.

Vor zehn Jahren wurden die Expertinnen und Experten des ReifeNetzwerks noch als Exoten angesehen. Doch das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Älterwerden ist ein sensibles Thema. Menschen ab 50 – sogenannte Best Ager – wollen nicht über das Alter angesprochen werden. Wie wichtig die richtige Ansprache ist, zeigen Studien, die unter anderem auch vom ReifeNetzwerk durchgeführt wurden. So wurde auch der Begriff PEGGI’s kreiert. Das bedeutet: Persönlichkeit – Erfahrung – Geld – Geschmack und Interessen. Der Begriff hat sich zwar nicht durchgesetzt, die Bedeutung aber schon. Um es kurz zu machen: die Ansprache über das Alter funktioniert – von einigen Ausnahmen abgesehen – ab Mitte 70. Davor empfiehlt sich die Ansprache über Interessen und Themen wie Sicherheit rund um das Haus, Barrierefreiheit, Gesundheit und komfortables Reisen. In allen Fällen gilt: Angebote und Produkte dürfen nicht den Anschein erwecken, Lösungen für Alter, Krankheit oder Gebrechlichkeit zu sein. Hier haben Unternehmen eine Menge dazu gelernt, auch – so hoffen wir – durch unsere Arbeit.

Die Digitalisierung verändert die Welt
Die zunehmende Digitalisierung und Komplexität in Wirtschaft und Beruf ergeben ganz neue oder andere Bedürfnisse und Erfordernisse. So werden so „alte Tugenden“ wie Beratung und Service bei den Konsumenten wieder ganz groß geschrieben. Wenn sich heute eine Frau Anfang 60 ein neues Telefon kauft, möchte sie kein Seniorentelefon, das sie stigmatisieren könnte, sondern ein schickes Mobiltelefon. Wenn sie keine Kinder oder Enkel hat, die ihr die Bedienung erklären, möchte sie eine kompetente Beratung, die ihr nicht das Gefühl gibt, sie sei ein wenig beschränkt. Das Gefühl wird einem durchaus vermittelt, wenn man an einen smarten Verkäufer gerät, der zwar lauter, aber nicht verständlicher spricht. Das Thema lässt sich auf alle Bereiche ausdehnen.

Beispiel Beipackzettel – sei es bei Medikamenten oder bei Kosmetik: sie sind so klein oder unverständlich, dass nicht nur Ältere zumindest eine Brille braucht, um sie lesen zu können. Einige Unternehmen haben das erkannt und gehen hier mit gutem Beispiel voran – ein Beweis, dass Probleme lösbar sind, wenn man die Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher im Auge hat.

Menschen, die früher gern einkaufen gingen, fühlen sich inzwischen häufig überfordert vom immer unübersichtlicher werdenden Angebot. Folgender Fall: Die gesuchten Produkte sind umgeräumt, die wenigen Verkäuferinnen und Verkäufer zwar oft kompetent, aber schwer zu finden. Hier würden sich viele einen Einkaufsberater wünschen. Daher weichen zunehmend auch ältere Menschen immer häufiger auf Onlinebestellungen aus, da sie so in Ruhe bestellen können und die Ware auch noch geliefert bekommen. Nicht nur im Einzelhandel – sondern für alle Lebensbereiche – gilt: Service wird in einer komplexen Welt ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden. Daher sollten sie die älteren Mitarbeiter auch als interne Ratgeber nutzen und sie verstärkt in Beratung Service einsetzen. Die Experten des ReifeNetzwerks unterstützen Unternehmen dabei gern mit ihrer langjährigen Erfahrung.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Der VW-Skandal und die ratlosen Senioren

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVor einem Jahr habe ich an gleicher Stelle geschrieben „VW Golf – das Lieblingsauto der Deutschen“ und dabei betont, dass dieses Fahrzeug gerade bei älteren Autofahrern der absolute und konkurrenzlose Favorit ist. Heute gehe ich davon aus, dass gerade die älteren Autofahrer besonders schockiert sind, denn sie erleben einen Vertrauensbruch erfahrungsgemäß noch schmerzlicher als andere. Und VW tut bisher wenig, um das Vertrauen in die Marke wieder herzustellen.

Lauter offene Fragen
Der VW-Skandal ist jetzt schon über vier Wochen alt, und Fahrer von VW Dieselfahrzeugen sind ratlos. Insbesondere Senioren unter ihnen haben bange Fragen, die unbeantwortet bleiben: Ist mein Fahrzeug betroffen? Hat es durch die Abgas-Manipulation an Wert verloren? Hat es nach der Umrüstung eine reduzierte Motorleistung? Kann es möglicherweise aus dem Verkehr gezogen werden?

VW hat sich bisher nicht an seine Kunden gewandt. VW-Werkstätten sind überfragt. Und wenn man auf die VW Website geht, gibt es unter der Rubrik „VW aktuell“ und „News“ nur vier Wochen alte Meldungen, in denen VW beteuert, das „Vertrauen wieder gewinnen“ zu wollen und „mit Hochdruck an einer Lösung“ zu arbeiten. Neuere Meldungen gibt es nur auf der Website der Volkswagen AG; dort wird aber nur davon gesprochen, dass die EA 288-Motoren nicht betroffen sind. Kein Wunder, dass ratlose VW Fahrer ihre Fragen jetzt zunehmend an den ADAC oder an das Kraftfahrtbundesamt stellen.

Total verfehlte Seniorenpolitik
Auch wenn VW selbst noch nicht alles aufgearbeitet hat und die Rückrufaktion erst im Jahr 2016 erfolgen soll, eine Kommunikationspolitik ist nicht erkennbar. Gerade Senioren, die einen Großteil der VW Dieselfahrer ausmachen, hätten Wert auf einen schnellen und direkten Kontakt durch VW – und sei es in Briefform – gelegt. Man hätte ihnen sagen können, dass ihr Fahrzeug kostenlos überprüft wird, und dass sie ihre Kaufentscheidung nicht zu bereuen brauchen. Wichtig wäre es gewesen, dass sich die älteren (und das gilt auch für viele jüngere) Kunden von VW wertgeschätzt gefühlt hätten und geplante Maßnahmen nicht nur aus den Medien erfahren hätten.