Wege aus dem Renten-Engpass (3)

EngpassWachsende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartungen und sinkende Geburtenraten – für einige Jahrzehnte werden diese demografischen „Grundströmungen” Deutschland prägen und dabei an Kraft noch deutlich zunehmen.

Das Berlin Institut hat in einer Studie Empfehlungen erarbeitet, wie dem sich hieraus ergebenden und sich weiter zuspitzenden Renten-Engpass zu begegnen ist. In Teil 1 unseres Berichts haben wir die Empfehlungen für staatliche Stellen behandelt, in Teil 2 die für Betriebe. Sehr grob zusammengefasst war der Grundtenor dieser Empfehlungen: Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit durch Öffnung staatlicher / öffentlicher Regelungen, Investitionen in Kompetenz- und Fitness-Erhalt, Aufwertung des Ansehens und der Wertschätzung älterer Mitarbeiter. Hauptziel: möglichst Viele sollten möglichst lange arbeiten. Das ist nicht nur gut für die Sozialsysteme sondern meist auch für den Einzelnen selbst.

Es ist eine Stärke der Studie, dass an dieser Stelle nicht mit dem Analysieren, Denken und Empfehlen aufgehört wurde. Vielmehr hat man sich die Frage gestellt: konkurriert möglicherweise diese nach hinten verlängerte Lebensarbeitszeit mit anderen, ebenso erstrebenswerten Aktivitäten, so dass die entsprechenden Empfehlungen netto gar keine Entlastung bringen? Oder etwas konkreter: gibt es Wechselwirkungen zwischen bezahlter Arbeit und ehrenamtlichen Engagements?

Die Findings hierzu wollen wir in diesem dritten und letzten Teil kurz behandeln. Die kostenlose Studie selbst („Produktiv im Alter”, 60 Seiten konzentrierte Information) kann beim Berlin Institut bestellt werden.

Weiterlesen

Wege aus dem Renten-Engpass (2)

luce alla fine del tunnelWachsende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartungen und sinkende Geburtenraten – für einige Jahrzehnte werden diese demografischen „Grundströmungen” Deutschland prägen und dabei an Kraft noch deutlich zunehmen.

Das Berlin Institut hat in einer Studie Empfehlungen erarbeitet, wie dem sich hieraus ergebenden und sich weiter zuspitzenden Renten-Engpass zu begegnen ist. In Teil 1 unseres Berichts haben wir die Empfehlungen für staatliche Stellen behandelt.

In diesem Teil 2 geht es um die Empfehlungen für die Betriebe.

Die kostenlose Studie selbst („Produktiv im Alter”, 60 Seiten konzentrierte Information) kann beim Berlin Institut bestellt werden. Auszüge wurden Anfang Dezember in der Körber-Stiftung vorgestellt.

Weiterlesen

Wege aus dem Renten-Engpass (1)

Engpass+Drei Entwicklungen führen die deutsche Bevölkerung in diesem Jahrhundert in einen dramatischen Renten-Engpass:

  1. Die Zahl der Beitragszahler geht zurück: es gibt zu wenige Neugeborene und zu wenige junge Zuwanderer.
  2. Die Zahl der Beitragsempfänger wächst (1): In den nächsten 25 Jahren kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter.
  3. Die Zahl der Beitragsempfänger wächst (2): Die Rentenzeit wächst stetig auf Grund kontinuierlich wachsender Lebenserwartungen.

Wie soll man reagieren? Und wer ist überhaupt „man”? Diesen Fragen geht das Berlin Institut in seiner kostenlosen Studie „Produktiv im Alter” nach. Anfang Dezember wurden einige Kernergebnisse der Studie auf einer Veranstaltung der Körber-Stiftung in Hamburg vorgestellt.  Weiterlesen

Generationendialog im Alten Rathaus Hannover

„Der harmonische Krieg der Generationen“ titelte die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Thorsten Fuchs berichtete über eine Veranstaltung im Alten Rathaus Hannover – eine Kooperation von Körber-Stiftung, Deutschlandfunk und DRadioWissen.

Die Bundesministerium für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen (Jg. 1958) und die Autorin Cosima Schmitt (Jg. 1975) diskutierten vor vollem Haus über den demografischen Wandel, veraltete Altersbilder und über eine junge Generation, die in der Dauerkrise glücklich werden muss. Es moderierte Ralf Müller-Schmid, Leiter DRadio Wissen.

Die Harmonie wurde vom Moderator ein wenig „gestört“, in dem er auf die Ergebnisse der forsa-Umfrage „Altern in Deutschland“ hinwies, die im Auftrag von Körber-Stiftung und stern im März 2012 erstellt wurde. Von der Leyen bezweifelte die Studie. Schmitt meinte, auch körperlich Erschöpfte könnten vielleicht noch etwas für den Nachwuchs tun. Leider reichte die Zeit nicht, diesen Punkt zu vertiefen. Wer sich selbst ein Bild machen will, findet die Ergebnisse unter www.alter-neu-erfinden.de. Wer mitreden möchte, kann das auf dem Blog www.stern.de/grossefreiheit tun oder twittern an @grfreiheit oder posten auf www.facebook.com/Koerber-Stiftung.

PEGGIs – und es gibt sie doch

Den älteren Menschen geht es besser denn je. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Forsa-Studie »Altern in Deutschland«, die im Auftrag der Körber-Stiftung und dem Magazin stern durchgeführt wurde. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass der vom ReifeNetzwerk geprägte Begriff der PEGGIs (steht für die Attribute Persönlichkeit, Erfahrung, Geschmack, Geld, Interessen) – auch wenn er sich bisher noch nicht durchgesetzt hat – die Generation(en) der über 50-Jährigen treffend beschreibt. Sie bilden sich weiter, reisen gerne und manche ergreifen noch neue Berufe.

Dabei gehen sie äußerst selbstbewusst durch die neue Lebensphase:

  • Hobbys, Reisen und Entspannen werden als häufigste Wünsche für die Zeit ab dem 65. Lebensjahr genannt.
  • 96 % der Älteren sind der Meinung, viel für die Gesellschaft geleistet und sich ihr Auskommen verdient zu haben.
  • 91% lehnen jede weitere Verpflichtung im Alter ab. Nur ein Viertel der über 65-jährigen hat Pläne für eine ehrenamtliche Tätigkeit.
  • 93% möchten im Alter allein oder mit dem Partner in einer eigenen Wohnung leben. Allerdings ist gleichzeitig die Angst vor körperlichen Einschränkungen besonders hoch.
  • 94% der in der Studie Befragten sind der Meinung, ihre Rente zu recht zu erhalten, da sie lange in das Rentensystem eingezahlt haben. Und obwohl 45% die jüngere Generation für benachteiligt halten, möchten sie nicht zu Gunsten höherer Studien- oder Ausbildungsförderungen auf Rentenerhöhungen verzichten.

Die Studie kann heruntergeladen (direkter Download) werden unter: http://bit.ly/MTgfJ0