Flowing Generation – gemischter Senioren- und Kinderchor begeistert bei InnovAging

Gestern stimmte bei der Veranstaltung „Demografie-Management: Transfer von Erfahrungswissen sichern“ vom Projekt InnovAging einfach alles.

Der Musikbeitrag  Flowing Generation hat im Blauen Saal im HCC die rund 150 anwesenden Gäste zu Begeisterungsstürmen bewegt. Bei dem Projekt Flowing Generation singen Senioren aus dem Kulturtreff und Kinder aus dem Kinder- und Jugendhaus Hainholz gemeinsam und überwinden Grenzen – sei es Alter oder Herkunft – und schaffen so die Basis für Verständnis und Vertrauen.  Ein Beispiel, das auch in Unternehmen Schule machen könnte.

Der nachfolgende Referent  Dr. Maik H. Wagner, MW Wissenskommunikation,  hatte es zunächst schwer, da er nach diesem emotionalen Einstieg mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und seinem neuen Ansatz „Nutzenpartnerschaft“ punkten mussten. Weiterlesen

Terminankündigung: Fachkräftemangel – wer arbeitet heute und morgen in sozialen Insitutionen?

Kurzmitteilung

Terminankündigung: Fachkräftemangel – wer arbeitet heute und morgen in sozialen Insitutionen?

Tagung zum Fachkräftemangel in den Branchen Jugend- und Behindertenhilfe, Elementarpädagogik, Pflege/Altenpflege. Bestandsaufnahme, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten. Best practise Beispiele und Expert/innen – Input.

28. September 2012 , 10:00 Uhr - 15:30 Uhr, Leibniz Universität Hannover
Programm und Anmeldemöglichkeit

Ältere Arbeitnehmer – weniger leistungsfähig? Ein Mythos!

Am KopiererArbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland – Tendenz steigend.  Zu Beginn der 1990er Jahre waren knapp 44 Prozent der Erwerbspersonen über 40, heute sind es bereits 58 Prozent. Damit wächst die Sorge: Wird die deutsche Wirtschaft durch die Alterung ihrer Belegschaften Produktivität und Innovationskraft einbüßen, weil Ältere weniger leistungsstark und kreativ sind?

„Nein“, sagt Volkswirt Joachim Möller im aktuellen Beitrag seiner regelmäßigen Kolumne auf KarriereSPIEGEL und räumt damit mit einem Mythos auf, auf den auch unser Autor Peter Apel in seinem Manifest hingewiesen hat. „Ältere können nicht nur mithalten, sondern auch ausstechen.“ Zwar nimmt die sogenannte fluide geistige Leistungsfähigkeit tendenziell mit dem Lebensalter ab – das heißt, Ältere verfügen über weniger Kapazität, sich auf neue Aufgaben einzustellen, sie können schlechter irrelevante Informationen wegfiltern und sie haben mehr Schwierigkeiten, sich in neuen Situationen adäquat zu verhalten.

Andererseits ist die höhere Berufs- und Lebenserfahrung der Älteren zweifellos produktivitätsfördernd. Der Rückgriff auf den gespeicherten Erfahrungsschatz ist vorteilhaft bei der Problemlösung im betrieblichen Alltag. Ältere sind meist schon länger im Betrieb, sie kennen die Abläufe genau. Ihr Qualitätsbewusstsein ist im Schnitt höher und sie arbeiten präziser.

Für Unternehmen sind ältere Mitarbeiter deshalb keinesfalls ein Wettbewerbsnachteil – im Gegenteil. Entscheidend ist, Alterung als Prozess zu begreifen. Eine betriebliche Strategie, die erst dann gegensteuert, wenn Defizite auftreten, ist verfehlt. Die geistige und körperliche Fitness im Alter ist das Resultat eines lebenslangen Prozesses. Es kommt zudem auf das richtige Maß bei den Anforderungen an: Unterforderung erweist sich als ebenso schlecht für die Produktivität wie Überforderung.

Die Sorge vor einer automatisch nachlassenden Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft aufgrund alternder Belegschaften ist also unbegründet. Es ist ohne weiteres möglich, die Beschäftigungsfähigkeit und Innovationskraft bis ins höhere Alter zu erhalten. Man muss aber einiges dafür tun.

Wie der Weg zu nachhaltigerer Wettbewerbsfähigkeit in einer älter werdenden Volkswirtschaft erfolgreich eingeschlagen werden kann hat Das Reifenetzwerk in seinem Programm “VALUE Protection” vorgestellt. Wir sind überzeugt, dass die wesentlichen Impulse aus den Unternehmen kommen müssen, von den Führungskräften wie von der Belegschaft – über alle Altersgruppen hinweg. Richtig aufgesetzt und intern kommuniziert ist das ein Win-Win-Programm!

Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/a-850666.html

Vom Frühpensionisten zum „Silver Worker“

Deutsche Firmen entdecken Qualitäten ihrer älteren Mitarbeiter neu, titelt derStandard.at am 10.7.2012.  „Um das Thema muss man sich intensiv kümmern“, sagt Professeor Jürgen Deller vom Institut für Strategisches Management der Leuphana Universität Lüneburg. „Wir wissen, dass in fünf bis acht Jahren die großen Kohorten in den Ruhestand wechseln. Wir werden in der kurzen Zeit nicht so viel effizienter werden, um das alles auffangen zu können.“ Schließlich lassen sich Stellen nicht in unendlichem Maße einsparen.

So bietet zum Beispiel Audi Beschäftigten einen kostenlosen Gesundheitscheck an, Arbeitsplätze werden ergonomisch gestaltet. Die Erfahrungen mit Älteren sind positiv, wie das Projekt „SilverLine“ gezeigt hat. Auch Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH setzt auf den richtigen Mix aus Alter, Geschlecht und Nationalität. Ältere bringen ihr breites Wissen ein, sie sind gut vernetzt im Unternehmen.

„Viele Personalmanager und Führungskräfte sind gewohnt, mit Menschen zwischen 20 und 45 oder 50 zu arbeiten“, sagt Wirtschaftspsychologe Deller. Sie kennen kaum die Lebenssituation von Menschen über 55. Je älter die Menschen würden, umso unterschiedlicher seien sie. Häufiges Thema sei etwa die Pflege der Eltern.
http://bit.ly/N8U3w1

Das ReifeNetzwerk sucht für eine Veranstaltung Best Practice-Beipiele von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die trotz schwerer Rahmenbedingungen – wie Standort oder Branche – durch zukunftsweisende Personalkonzepte Mitarbeiter finden und binden.