Arbeiten im Alter – eine Frage der Lebensplanung

Arbeiten im Alter wird in den letzten Jahren immer häufiger diskutiert und publiziert und das ist gut so. Wenn man sich mit zunehmendem Alter mit seiner weiteren Lebensplanung auseinandersetzt, gehört dazu auch die Möglichkeit, einer weiteren Tätigkeit nachzugehen, in welcher Art auch immer. Und diese Entscheidung sollte jedem Einzelnen überlassen werden.

Jemand, der die längste Zeit seines Berufslebens körperlich schwer gearbeitet hat, wird gute Gründe haben, vorzeitig in Rente zu gehen. Für ihn stehen Themen wie Erhaltung der Gesundheit oder bestimmte Hobbies im Vordergrund. Andere wiederum werden aufgrund einer niedrigen Rente eine Nebentätigkeit anstreben oder ausüben müssen.

Die häufig zu lesende These „… ein hoher Bildungsabschluss wirkt sich sehr positiv auf die Erwerbsquote im Alter aus“, ist bei näherer Betrachtung nicht sonderlich überraschend. Wer sein Berufsleben mit einer guten Qualifikation begonnen, die Karriereleiter aufgestiegen und für den das Arbeitsleben ein wesentlicher Faktor im Leben ist, der wird hoffentlich auch rechtzeitig darüber nachdenken, wie er seine Ruhestandsphase – mit und ohne Müßiggang – gestalten kann. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Lebensphase individuell und befriedigend zu planen. Dies kann erfolgen durch:

  • eine Tätigkeit bis oder über die Regelarbeitsgrenze hinaus (auch in Teilzeit und unter Beachtung der rechtlichen Bedingungen),
  • einen befristeten Einsatz in Projekten oder Beratungsaufträgen (zum Beispiel als „Wissenscoach)
  • eine Home-Office-Tätigkeit oder auch den Weg in die eigene Selbständigkeit.

Gut beraten sind auch die Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig dazu ansprechen und Möglichkeiten einer weiteren Beschäftigung anbieten können.

 

PortraitMeyerWerner Meyer, Personalexperte im ReifeNetzwerk, bietet Unternehmen zu diesem Punkt und dem damit einhergehenden demografischen Wandel Seminare und Beratungen an. Auch Führungskräfte, die bei diesen Überlegungen Hilfe benötigen, bietet das ReifeNetzwerk entsprechende Angebote an.

Schubladendenken blockiert Potentiale

In der Kooperation liegt die Lösung
(aus „events 02/2015 – Managementpraxis“)

In vielen Firmen ist die Erkenntnis gereift, dass es Zeit wird, sich um die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Generationen im Unternehmen zu kümmern. Warum?

Die Wirtschaftswundergeneration der ab 55-Jährigen rückt in den Fokus und damit die Frage, wie unterschiedliche Generationen so zusammenarbeiten können, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt. Konflikte sind vorprogrammiert durch unterschiedliche Wertvorstellungen, Erwartungshaltungen und Verhaltensweisen. Die ältere, mittlere und jüngere Generation greift auf unterschiedliche Sozialisationsmuster und Erfahrungswerte zurück. Diese zu kennen, ist die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Generationen. Einfaches Schubladendenken wäre kontraproduktiv.

Im Management-Magazin für Live-Kommunikation „events“ wird in der Ausgabe 2/2015 in einem Sonderthema dieser Konflikt „Best Ager versus Digital Native“ sehr gut dargestellt. Es lohnt sich, diese Erkenntnisse bei der Planung der Zusammenarbeit in Unternehmen zu beherzigen. Das Heft kann unter www.events-magazine.com gegen eine Gebühr von 8,50 Euro heruntergeladen werden.

Das ReifeNetzwerk hat schon sehr früh die unterschiedlichen Wertvorstellungen untersucht und Lösungen erarbeitet. Die Experten des ReifeNetzwerks begleiten diese Prozesse in den Unternehmen und haben damit langjährige Erfahrung.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Demografiefest: Wirtschaftsminister Lies zeichnet Betriebe aus

Kurzmitteilung

Niedersachsen übernimmt Vorreiterrolle
Wirtschaftsminister Lies zeichnet demografiefeste Betriebe aus

Anlässlich des DemografieFestes am 8. Juni 2015 im Alten Rathaus Hannover, zeichnete Wirtschaftsminister Olaf Lies gemeinsam mit der Demografieagentur, Hannover, die seit drei Jahren in Niedersachsen aktiv ist, Unternehmen mit dem Zertifikat „Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb“ aus. Insgesamt konnten zwölf niedersächsische Unternehmen das begehrte Zertifikat entgegennehmen.  Danach sind folgende Unternehmen für die Zukunft demografiefest aufgestellt und wollen so als Arbeitgeber attraktiv bleiben:

  • Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), Hannover
  • AMF-Bruns GmbH & Co. KG, Apen
  • Bildungswerk verdi
  • Gemeinde Lilienthal
  • Georgsmarienhütte GmbH, Landkreis Osnabrück
  • Sartorius Industrial Scales GmbH & Co. KG, Bovenden
  • Stadt Wolfsburg
  • Stadtwerke Hameln GmbH
  • Toyoda Gosei Meteor GmbH
  • üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG
  • WABCO GmbH, Hannover
  • ZF Friedrichshafen AG, Lemförde

Weitere Informationen: www.demografieagentur.de

Das ReifeNetzwerk ist Netzwerkpartner der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH. Die Experten des ReifeNetzwerks unterstützen die Aktivitäten der Demografieagentur, da besonders Unternehmen in ländlichen Regionen Vorsorge treffen müssen, um für Arbeitnehmer als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Herzlichen Glückwunsch Armin

KaetheHallo, hier ist Käthe. Rente mit 70 – das ist etwas was in der letzten Zeit immer wieder diskutiert wurde. Also ich hätte nichts dagegen. Solange mir das Arbeiten Spaß macht, will ich es auch tun! Und das man auch mit 75 Jahren noch fit und agil sein kann, zeigt doch Armin. Armin von der „Sendung mit der Maus“. Ja, ich bin immer noch ein Fan davon! Der hat letzte Woche seinen 75. Geburstag gefeiert! Hier gehts zu den Wünschen. Auch von mir: „Herzlichen Glückwunsch!“ Nicht nur Kinder haben gratuliert. Er sagt in seinem eigenen Geburtstagsfilm: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Ihm macht seine Arbeit also immer noch Spaß. Armin und Christoph haben auch Unterstützung von jüngeren Kollegen. Zum Beispiel Ralph, den ich auch sehr gerne mag. Die Sendung mit der Maus ist doch ein tolles Beispiel für „Altersgemischte Teams“.

Rentner-Job-Börsen

KätheHallo hier ist Käthe, am Wochenende habe ich was Spannendes in der Zeitung gefunden. Es gibt verschiedene „Rentner-Job-Börsen“. Senioren bieten ihre Dienstleistung an. Entweder in ihrem alten Job oder mit ihrem „Hobby“. Unternehmen und Privatleute können dort ihre Aufträge eingeben. Ich habe mich dort mal umgeschaut. Die Angebote auf beiden Seiten sind sehr vielfältig. Natürlich gibt es die Klassiker „Biete / Suche Hilfe bei der Gartenarbeit“ oder „Biete / Suche Nachhilfe“, aber auch „Biete Bauleitung“ oder „Steuerberatung“. Ich bin ganz fasziniert. Ich glaube da melde ich mich auch an. Und wenn ich mal jemanden brauche, der mir meinen Schrank repariert, finde ich dort sicher auch einen.

Ich habe diese Börsen gefunden.

http://www.alteprofis.de

http://www.rentarentner.de

http://www.rentner-sucht-arbeit.de

http://www.rentner-boerse.de

http://www.deutsches-seniorenportal.de/jobs-fuer-senioren-und-rentner

http://www.rentnerjobs24.de/

http://www.jobs-rentner.de/

Seniorexperten als Wettbewerbsvorteil

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 8. Mai 2014 schreibt Lars Ruzic unter dem Titel „Oldie, but Goldie – Immer mehr Konzerne sind auf ihre Rentner angewiesen“ einen Beitrag über die Bedeutung von Wissen und Erfahrung ehemaliger Mitarbeiter für viele Unternehmen.

BoschScreenshotEr schreibt über Seniorexperten, die bei Bosch hinzugezogen werden, wenn Not am Mann und Know-how gefragt ist. Weltweit haben sich inzwischen 1600 Rentner bei der Bosch Management Support GmbH (BMS) registrieren lassen. Mit der BMS-Gründung vor 15 Jahren war Bosch ein Vorreiter bei der Nutzung des breiten Erfahrungsschatzes seiner „Oldies“. Dieses Beispiel hat Schule gemacht.

MSS – Management Senior Service –, Mitglied des ReifeNetzwerkes, hat genau dieses Problem bereits seit längerer Zeit erkannt. Die MSS-UnternehmerHilfe eG vereint ein Team von Unternehmern und Führungskräften aus verschiedenen Branchen mit langjähriger Erfahrung, die ihr Wissen und ihre Erfahrung an kleine und mittlere Unternehmen weitergeben (www.mss-unternehmerhilfe.de).

Das Unternehmen AgeCon GmbH & Co.KG – ebenfalls Mitglied im ReifeNetzwerk – hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen beim demografischen Prozess zu beraten und zu begleiten. Der Ansatz zielt darauf ab, das Wissen im Unternehmen zu belassen, bevor die Mitarbeiter ausscheiden (www.agecon.de). Eine Sprecherin der IG Metall meint dazu: „Es muss im Interesse des Unternehmens sein, da eine strategische Personalplanung zu machen.“

Martin Kind: „Ich will 104 Jahre alt werden“

Martin Kind

Martin Kind beim 3. ReifeForum des ReifeNetzwerkes

Martin Kind, erfolgreicher Unternehmer und Hannover 96-Klubchef, wünscht sich  zu seinem 70. Geburtstag nur: „Ich will 104 Jahre alt werden“.

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 28. April 2014 sagt er, dass er sein Leben liebt: „Ich bin fit. Ich arbeite gerne. Ich lebe gerne. Ich nehme Herausforderungen und Verantwortung an.“ … Sein Arzt habe ihm gesagt, er hätte gute Gene und das könne klappen.

Das ReifeNetzwerk gratuliert Martin Kind zu seinem Geburtstag und wünscht ihm, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen. Gleichzeitig sind seine Aussagen Wasser auf die Mühlen des ReifeNetzwerks. Es ist schon lange der Meinung, dass  kostbaren Ressourcen vergeudet werden, wenn man die Erfahrung, das Wissen und das Urteilsvermögen älterer Arbeitnehmer nicht nutzt. Bei der Diskussion zur Rente mit 63 oder bis 70 Jahren werden diese positiven Faktoren viel zu selten erwähnt.

Das Projekt „Value Protection“ vom ReifeNetzwerk-Mitglied Peter Apel greift diese Aspekte auf. Value Protection ist ein Programm zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des über die Jahre im Unternehmen aufgebauten Human Kapitals. Die von Mitarbeitern erworbenen Werte wie Erfahrung, Wissen, Kenntnis und Urteilsvermögen müssen geschützt, gepflegt und entwickelt werden – auch im Hinblick auf den demografischen Wandel. Value Protection ist das Programm, mit dem dies möglich ist.

Mehr dazu unter www.reifenetzwerk.de

Ältere Mitarbeiter sind zuverlässiger als junge

Kurzmitteilung

Studie2Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat getestet wie leistungsfähig Menschen unterschiedlichen Alters sind. In der sogenannten Cogito-Studie mussten 100 Personen im Alter von 20 bis 31 Jahren und im Alter von 65 bis 80 Jahren an 100 Tagen verschiedene Aufgaben lösen. Es wurde die geistige Leistungsfähigkeit getestet: Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Merkfähigkeit und Leistung des Arbeitsgedächtnis. Besonderes Augenmerk wurde auf Fortschritte und tägliche Leistungsschwankungen gelegt.

Das Ergebnis überrascht nur zum Teil: Es gibt keine guten und schlechten Tage. Sondern nur gute und schlechte Momente. Und die Älteren haben weniger Leistungsunterschiede im Tagesverlauf als die Jungen. Ihre geistige Leistungsfähigkeit ist zuverlässiger. Axel Börsch-Span vom Institut zieht daraus noch eine andere Erkenntnis: “Die Produktivität und Zuverlässigkeit der älteren Mitarbeiter ist unter dem Strich höher als die der Jungen”.

Value Protection – Die grauen Eminenzen werden „wiederentdeckt“

In ihrer Ausgabe vom  24. Juni 2013 titelt die Hannoversche Allgemeine Zeitung auf Seite 3: Die grauen Eminenzen – Alt und wertvoll: Immer mehr Senioren stehen aktiv im Berufsleben – und haben Erfolg, weil sie leistungsfähig, motiviert und erfahren sind.

Vorstellt wird Klaus-Jürgen Batsch, 74 Jahre, Geschäftsführer der WIBA Verwaltungsgesellschaft. Neben seinem Job engagiert er sich als Mitglied der MSS-Unternehmerhilfe eG, die wiederum Mitglied im ReifeNetzwerk ist.  Aktuell habe er zwei Firmenchefs aus der Verschuldung geführt und einen sogar vor dem Konkurs gerettet, so Batsch.

Er gehört zu den mehr als 5.000 Menschen in Niedersachsen, die auch jenseits des 70. Geburtstags einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen – Tendenz steigend. Nach Angaben der Bundesarbeitsagentur stieg von 2007 bis 2012 allein die Zahl der über 60-Jährigen im Job um fast 82 Prozent auf annähernd 1,5 Millionen. Galten Senioren im Job bis vor einigen Jahren noch als Auslaufmodell, erhalten sie inzwischen immer häufiger eine Chance, auch jenseits der gesetzlichen Ruhestandsregelungen noch weiter zu arbeiten. Denn inzwischen haben viele Unternehmen nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln erkannt: Senioren sind häufig leistungsfähig, hoch motiviert und selten krank. „Ältere sind nicht weniger, sondern anders leistungsfähig als Jüngere“, stellt auch die Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände fest.

Auch die Zusammenarbeit von Jüngeren und Älteren bringt den Unternehmen Vorteile: Während die Jüngeren zumeist über eine schnellere Auffassungsgabe verfügen, offener und unbekümmerter an eine Aufgabenstellung herangehen, sind die Älteren in der Lage, Dinge zu entkomplizieren. Sie haben durch Lebenserfahrung ein Gespür dafür entwickelt, ohne lange Umwege die passende Lösung zu finden.

Die Bremer Altersforscherin Ursula Staudinger hat herausgefunden, dass es mittlerweile 70-Jährige gibt, die die geistige Leistungsfähigkeit eines 35-jährigen haben und fordert einen umfassenden, auf langanhaltende Gesundheit ausgerichteten Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Unternehmen sowie bessere Fortbildungen.

Das sind auch die Forderungen, die das ReifeNetzwerk in seinen Programm Value Protection herausstellt. Value Protection ist ein Programm zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des über die Jahre aufgebauten Human Capitals. Erfahrung, Wissen, Kenntnis, Judgement sind die Schlagworte. Überall in einem Unternehmen sind diese Werte essentiell und müssen deshalb geschützt, gepflegt und entwickelt werden. Sie sind aber im Zuge innovativer Arbeitszeit- und Ruhestandsmodelle häufig in Vergessenheit geraten. Das Programm fördert diese Werte wieder zu Tage – kommunikativ begleitet und mit konkreten Maßnahmen.

Flowing Generation – gemischter Senioren- und Kinderchor begeistert bei InnovAging

Gestern stimmte bei der Veranstaltung „Demografie-Management: Transfer von Erfahrungswissen sichern“ vom Projekt InnovAging einfach alles.

Der Musikbeitrag  Flowing Generation hat im Blauen Saal im HCC die rund 150 anwesenden Gäste zu Begeisterungsstürmen bewegt. Bei dem Projekt Flowing Generation singen Senioren aus dem Kulturtreff und Kinder aus dem Kinder- und Jugendhaus Hainholz gemeinsam und überwinden Grenzen – sei es Alter oder Herkunft – und schaffen so die Basis für Verständnis und Vertrauen.  Ein Beispiel, das auch in Unternehmen Schule machen könnte.

Der nachfolgende Referent  Dr. Maik H. Wagner, MW Wissenskommunikation,  hatte es zunächst schwer, da er nach diesem emotionalen Einstieg mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und seinem neuen Ansatz „Nutzenpartnerschaft“ punkten mussten. Weiterlesen