w&v-Serie 50plus: Grau ist nur die Theorie

img_1823Mit schöner Regelmäßigkeit nimmt sich das Branchenblatt der Werbeindustrie, werben & verkaufen – nach eigenen Angaben das Fachmagazin für Entscheider aus Marketing, Agenturen und Medien“ – der älteren Zielgruppe(n) an, in diesem Jahr sogar mit einer 4-teiligen Serie „50plus“, die wir nun mit freundlicher Genehmigung des wuv-Verlages hier veröffentlichen dürfen. Was uns natürlich besonders freut, ist, dass auch die Mitglieder des ReifeNetzwerkes Monika Prött und Rolf Kirchmair zu Wort kommen – eine schöne Bestätigung unserer Arbeit.

Mit den Schwerpunkten „Kommunikation“, „Design“, „Märkte“ und „Medien“ wird nicht weniger als eine nahezu umfassende Bestandsaufnahme einer äußerst heterogen Zielgruppe geliefert, aber auch nicht mehr. Der Königsweg zu einer erfolgreichen Kommunikation wird auch mit dieser Serie nicht gefunden. Was unter Umständen auch daran liegt, dass bei der Betrachtung der Alterssegmente inzwischen ein Stück Normalität eingetreten ist. 14-49“ ist nicht länger die allein seligmachende Formel für erfolgreiche Werbung. Vorausschauende Agenturen wenden sich inzwischen statt einer altersbasierten eher einer bedarfsorientierten Ansprache zu.

Dennoch liegt Vieles im Argen: Unternehmen gehen lieber mit kurzfristigen Aktionen auf Nummer Sicher, statt sich langfristig mit einer schwer fassbaren aber gleichwohl attraktiven Zielgruppe zu beschäftigen, wie auch eine Studie des Reifenetzwerkes ergeben hat. Demnach kennt nur jedes dritte Unternehmen die Altersstruktur seiner Kunden. Folge: Marketing- und Werbemaßnahmen für ältere Zielgruppen werden abgelehnt. Dazu kommt, dass immer noch falsche Bilder von den Älteren in den Köpfen der zumeist jungen Marketingverantwortlichen vorherrschen. Das führt nicht nur zu einer fehlgeleiteten Kommunikation, sondern auch zu Produkten, die von den Älteren mehrheitlich als stigmatisierend abgelehnt werden, wie z. B. das berühmte Seniorenhandy“.

Der Autorin Gabi Schreier gelingt es mit dieser Serie, einen umfassenden Einblick zu geben in das spannungsgeladene Dreieck Unternehmen, Werbeindustrie und kapriziöse“ Zielgruppe 50plus. Sie sei deshalb jedem ans Herz gelegt, der in diesem Bereich geschäftlich unterwegs ist – einen komprimierteren Überblick bietet keine der vielen Studien zu diesem Thema. Aber lesen Sie selbst:

w&v-Serie 50 plus, Thema „Kommunikation“
w&v-Serie 50 plus, Thema „Design“
w&v-Serie 50 plus, Thema „Märkte“
w&v-Serie 50 plus, Thema „Medien“

 

 

Metamorphose der Zielgruppe 50plus

Der „neue“ dritte Lebensabschnitt

Die Versicherungswirtschaft hat die Best Ager wieder als Zielgruppe erkannt. Schon vor Jahren gab es einen Hype, der aber schnell wieder in der Versenkung verschwand. Doch nun die Metamorphose:  In der aktuellen Ausgabe von ASSCompact 06/2015 wird diese „neue“ Erkenntnis in einem Sonderthema behandelt. Ein Auszug von Seite 102:  „Die Generation 50plus hat sich massiv gewandelt. Die sogenannten „Senioren von morgen“ haben in früheren Zeiten bereits zum „alten Eisen“ der Gesellschaft gezählt. Heute wagen viele der sogenannten Best-Ager einen Neustart: Reisen, Immobilien, Berufswechsel, Existenzgründung – und das oft mit großem finanziellen Spielraum. Eine Traum-Zielgruppe für Vermittler.“ Wer mehr darüber lesen möchte, siehe www.asscompact.de.

Das ReifeNetzwerk weist schon seit Jahren auf die Bedeutung der  Zielgruppe 50plus hin und hat dazu auch Studien durchgeführt. Erfreulich ist, dass es nun auf fruchtbaren Boden fällt und nicht ein neuer Hype ist.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Messe “Die 66″ (München) sieben Monate vor dem Start fast ausgebucht

Dass der Markt der Zielgruppen 50plus in der Gegenwart angekommen, zeigt die Messe “Die 66″ in München. Obwohl die Veranstaltung erst Mitte April stattfindet, sind die Stände zu 83 Prozent gebucht. Die Veranstalterin Doris Lulay legt Wert auf einen gesunden Branchenmix, daher gibt es auch nur noch eine begrenzte Anzahl an Standplätzen für einige Themenbereiche. In den Bereichen: Mobilität, Recht & Soziales, Wohnen mit Service und Kulinarisches sind nur noch ein/zwei Standflächen frei.

Von meiner Seite: Herzlichen Glückwunsch! “Die 66″ zeigt deutlich, dass Menschen über 50 aufgeschlossen für eine gezielte Ansprache sind. Und dass sie ganz eigene Ansprüche haben. Der ThemenMix der Aussteller und das passende Rahmenprogramm sind genau auf die Zielgruppen abgestimmt.

E-Commerce 50+: Vertrauen ist gut …

Senior bezahlt mit Kreditkarte im Internet… Kontrolle ist besser – möchte man spontan ergänzen. Aber das ist im Internethandel nicht immer so einfach. Insbesondere nicht für ältere Semester, die sich ohnehin erst zögerlich mit dem Einkaufen im Internet vertraut machen – berichtet Lead Digital in der zweiten Ausgabe der Miniserie „Ältere Zielgruppen“ (Heft 03/2014). Zu unübersichtlich ist in den meisten Fällen die Benutzerführung und zu groß die Angst, mit einem schnellen Klick etwas auszulösen, was möglicherweise nicht wieder rückgängig zu machen ist. Schon das Anlegen eines Accounts, bei dem in der Regel ellenlange AGB zu akzeptieren sind, stellt für viele Ältere gefühlt eine unüberwindbare Hürde dar. Ganz zu schweigen vom Payment, welches üblicherweise vorab durch Bankeinzug, Kreditkarte oder Online-Dienste zu leisten ist. Weiterlesen

Das Internet: Eine Welt der Jungen für Junge?

IMG_0116„Das gesamte Online-Business ist hauptsächlich von der jungen Generation gestaltet. Silver Surfer sind auf diesem Feld kaum beruflich tätig. Trotz Mafo werden die meisten Marketingentscheidungen immer noch nach eigenen Präferenzen, Vorlieben, Vorstellungen, Schönheitsempfindungen getroffen. Deswegen ist die Online-Welt eine Welt der jungen Menschen für junge Menschen.“, so die These von Daniel Telaar, Head of Concept bei Razorfish Healthware, nachzulesen im Leitartikel „Das volle Leben“ der Ausgabe 02/2014 von Lead Digital.

Ja, da ist was dran. Zwar sind längst die sogenannten Best Ager als zahlungskräftige und  -willige Klientel ausgemacht, die mit Macht ins Netz drängt. Merkliche Zuwächse bei der Internet-Nutzung sind insbesondere bei Personen ab 50 Jahren zu verzeichnen, die höchsten Zuwachsraten gibt es im Alter zwischen 60 und 69 Jahren, während die der 14 – 49-Jährigen stagnieren – allerdings auf sehr hohem Niveau. Je oller desto doller – bei der Netznutzung der Älteren trifft das zu. Und dennoch werden die Älteren im Digitalmarketing nicht wirklich beachtet.   Weiterlesen

Getestet: Kompakt-Vans für 50plus – keiner wirklich schlecht

Testergebnisse VansEine hohe Sitzposition, gute Rundumsicht und eine zeitgemäße Sicherheitsausstattung – das sind die Ausstattungsmerkmale eines Autos, die von Menschen über 50 besonders geschätzt werden. Hohe PS-Zahlen dagegen werden mit zunehmendem Alter immer unwichtiger. Nach Einschätzung der Generationen Netzwerk für Deutschland e. V. (GND) – einer Initiative des ADAC, zeichnen sich vor allem Kompakt-Vans durch diese Merkmale aus. Deshalb hat das Unternehmen neun Modelle dieser Fahrzeuggattung einem Test unterzogen. Ergebnis: Richtig schlecht schnitt keiner der Vans ab, aber auch die Note „Sehr gut“ gab es nicht. Weiterlesen

U-Theorie (1)

UVor einiger Zeit haben wir beim ReifeNetzwerk ein Projekt bearbeitet, in dem für die Zielgruppe „Senioren” Ansatzpunkte für einen Markenwechsel zu finden waren. Aus verschiedenen Untersuchungen war bekannt, dass in vielen Produktgruppen die Markentreue im Alter eher zunimmt. Die Frage war also: wie diese sich mit der Zeit weiter festigende Bindung wieder lösen?

Weiterlesen

“Meins”, das 50plus Magazin von Bauer, ist erfolgreich

Kurzmitteilung

 

Bauer freut sich über gute Zahlen:
50plus-Magazin “Meins” feiert Einjähriges

Cover_Meins_09_2013_6a68b4547a

50plus-Magazin “Meins” feiert einjähriges Jubiläum

Mit Frauen ab 50 scheint Bauer die richtige Zielgruppe gefunden zu haben: Der Verlag zieht nach einem Jahr “Meins” eine positive Bilanz. Die verkaufte Auflage der monatlichen Zeitschrift beläuft sich aktuell auf 136.154 Exemplare (IVWII/2013) – das sind 17% mehr im Vergleich zur Erst-Meldung im Vorquartal.

Außerdem hat die “Café Meins” -Facebook-Seite bereits mehr als 8.000 Fans. Und an der Leser-Event-Reihe “Café Meins Live” nahmen Hunderte Frauen in zehn Städten teil, teilt Bauer mit.

“Mit Meins fühlen sich die Leserinnen 50plus zum ersten Mal wirklich ernst genommen”, sagt Chefredakteurin Claudia Hagge.”Sie sind begeistert, weil es endlich ein Heft gibt, das sie so zeigt, wie sie sich fühlen: stark und optimistisch, schön und voller Energie. Täglich erreichen die Redaktion E-Mails, Briefe und Anrufe. Wir freuen uns sehr über diese positiven Reaktionen.”

Auch Das ReifeNetzwerk gratuliert zum Einjährigen!

Soziale Netze und die Generationen 50plus

diagrammEs ist gar nicht so einfach, die Mitgliederzahlen der sozialen Netze für Deutschland zu bestimmen. Untersuchungen rund um das Thema gibt es einige, aber sie haben unterschiedliche Berechnungsgrundlagen, sind mit unterschiedlichen Methoden ermittelt worden und widersprechen sich sogar zum Teil – ein einheitliches Bild ist so schwer zu zeichnen.

Noch anspruchsvoller wird es, wenn es um die Verteilung nach Altersgruppen geht. Besonders störend: jeder teilt den “Lebenszeitstrahl” in unterschiedliche, mit anderen nicht kompatible Abschnitte. (13-24 Jahre, 14-20 Jahre, 20-29 Jahre…)

Und bei den Generationen 50plus ist es am ärgsten, denn in vielen Untersuchungen endet das demographisch interessante Leben schlicht mit 50 oder 55 Jahren. Fast die Hälfte der Bevölkerung wird meist unter einem knappen “50+” subsumiert.

Auf trickr.de gibt es nun eine aktuelle Auswertung der gängigsten Studien rund um das Thema mit einer differenzierteren Alterssegmentierung. Dazu wurden die div. Studien und Statistiken analysiert, verglichen und konsolidiert. (Zu den einzelnen Quellen folgen Sie bitte dem trickr-Link.)

Wir haben diese Daten für das ReifeNetzwerk zusammengestellt und “Senioren-orientiert” aufbereitet. Finden Sie hier unsere Ergebnisse: Weiterlesen

Surfverhalten analysiert: Die Hits der Älteren

Alt&JungWas interessiert die Älteren im Netz? Was unterscheidet ihr Surfverhalten von dem der Jüngeren? Sind die gängigen Klischees wirklich wahr? Antworten darauf liefert die aktuelle Studie von nugg.ad „So surft das Netz“. Untersucht wurden dabei nicht nur die Präferenzen verschiedener gegensätzlicher sozialer Gruppen sondern auch deren saisonale Verteilung.

Überraschung 1: Jüngere besuchen sehr viel häufiger bildungsbezogene Sites als Ältere. Das widerspricht deutlich dem gängigen Klischee, dass die unter 39-Jährigen sich im Internet am intensivsten mit Sex & Games beschäftigen. Bildung steht bei Ihnen an erster Stelle!
Überraschung 2: Kaum Überraschungen bei den Älteren! Verlässlich steuern sie am liebsten die Seiten an, auf denen man sie auch erwartet: Garten, Nachrichten, Finanzen stehen bei Ihnen ganz oben in der Gunst. Auf Platz 1 jedoch – und das überrascht dann doch ein wenig – finden sich Versicherungen als beliebtestes Ziel der 50plus-Surfer. Und nicht zu unterschätzen: Reisen steht bei Ihnen auf Platz 5 aus immerhin einem Portfolio von 24 möglichen Präferenzen. Für das ReifeNetzwerk eine schöne Bestätigung des vor kurzem durchgeführten Test von Reiseportalen auf ihre 50plus-Tauglichkeit. Thomas Cook wurde hier Testsieger mit einer allerdings wenig berauschenden Note von 3,0. Da gibt es also selbst für den Testsieger noch Einiges an Optimierungsnotwendigkeiten.

Die Studie beleuchtet aber neben dem Surfverhalten der verschiedenen Altersgruppen auch das geschlechter-, bildungs- und shoppingspezifische Surfverhalten. Grafisch aufbereitet finden sich in diesen Bereichen ebenso interessante Ergebnisse, die manches Klischee bestätigen aber auch mit überkommenen Vorstellungen aufräumen.