REWE hat es getan!

REWE-HungrigAufNeuesMorgens vor dem Supermarkt. Ein freundlicher Herr – deutlich jenseits der 50 – lächelt von der Plakatwand und wirbt für die neue Markenkampagne von REWE. Moment … ein älterer Herr? War das nicht bisher ein No-Go für die auf kompromisslose Jugendlichkeit getrimmte Werbebranche?  „Ältere Models machen das Produkt alt“, lautete doch bisher ein Credo aus den Chefetagen der Unternehmen. Darüber hinaus gilt bis heute für viele Werbetreibende nach wie vor, dass die werberelevante Zielgruppe mit 49 Jahren endet. Weiterlesen

“Meins”, das 50plus Magazin von Bauer, ist erfolgreich

Kurzmitteilung

 

Bauer freut sich über gute Zahlen:
50plus-Magazin “Meins” feiert Einjähriges

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50plus-Magazin “Meins” feiert einjähriges Jubiläum

Mit Frauen ab 50 scheint Bauer die richtige Zielgruppe gefunden zu haben: Der Verlag zieht nach einem Jahr “Meins” eine positive Bilanz. Die verkaufte Auflage der monatlichen Zeitschrift beläuft sich aktuell auf 136.154 Exemplare (IVWII/2013) – das sind 17% mehr im Vergleich zur Erst-Meldung im Vorquartal.

Außerdem hat die “Café Meins” -Facebook-Seite bereits mehr als 8.000 Fans. Und an der Leser-Event-Reihe “Café Meins Live” nahmen Hunderte Frauen in zehn Städten teil, teilt Bauer mit.

“Mit Meins fühlen sich die Leserinnen 50plus zum ersten Mal wirklich ernst genommen”, sagt Chefredakteurin Claudia Hagge.”Sie sind begeistert, weil es endlich ein Heft gibt, das sie so zeigt, wie sie sich fühlen: stark und optimistisch, schön und voller Energie. Täglich erreichen die Redaktion E-Mails, Briefe und Anrufe. Wir freuen uns sehr über diese positiven Reaktionen.”

Auch Das ReifeNetzwerk gratuliert zum Einjährigen!

Demografie aktiv gestalten: Bierbrauer rücken 50plus in den Fokus

BiertrinkerDemografie aktiv gestalten“ ist ein 2012 initiiertes Projekt der Wirtschaftsregion Südwest in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Lörrach mit dem Ziel, Unternehmen besser auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorzubereiten.

Kernpunkte des Projekts sind zum einen ein demografieorientiertes Personalmanagement, zum anderen die verstärkte Ansprache älterer Menschen als vielversprechendes Kundensegment der nahen Zukunft. Die Wirtschaftsregion Südwest begleitet dazu ausgewählte Betriebe intensiv, um gemeinsam mit Ihnen Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. Die Beratung ist kostenlos dank der Bereitstellung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist, dass die so unterstützten Betriebe als Vorbild für andere dienen und diese animieren, sich ihrerseits mit den Herausforderungen des demografischen Wandels zu beschäftigen.

Einer dieser Betriebe ist der Bierbrauer Waldhaus aus Weinheim, berichtet die Tageszeitung Südkurier in ihrer Ausgabe vom 21.05 2013. Wurde von den Brauereien bisher versucht, mit neuen Kreationen eine immer jüngere Konsumentengruppe anzusprechen, rückt die Privatbrauerei Waldhaus nun mit dem Projekt Konsumenten der Altersgruppe „50 plus“ in den Mittelpunkt. Weiterlesen

Unglaublich: die Autokäufer werden älter!

130416 Senioren im AutoFokus online berichtet von einer Sensation: deutsche Neuwagenkäufer werden immer älter! Diese überraschende Erkenntnis hat eine Forschungsgruppe rund um Professor Ferdinand Dudenhöffer an der CAR Universität Duisburg Essen herausgearbeitet.

Nach der Studie ist der durchschnittliche Neuwagenkäufer 52 Jahre alt, bei Mercedes sogar 56, bei SEAT (jüngste Käufergruppe) auch immerhin schon 44 Jahre.

Doch was ist daran eigentlich überraschend? Weiterlesen

Sennheiser Kampagne für Best Ager: „So klingt das Leben“

 

Sennheiser AnzeigenmotivSennheiser hat die Zeichen der Zeit erkannt und spricht in der aktuellen Kampagne „So klingt das Leben“ speziell die Zielgruppe 50plus an. Ein kostenlos downloadbares und frei verwendbares HD-Video zeigt das „Making Of“ eines Fotoshootings für diese Kampagne. Aber nicht nur das: Im Video berichten die Verantwortlichen ausführlich darüber, wie intensiv sie sich mit den Bedürfnissen der Zielgruppe(n) 50plus auseinandergesetzt haben. So wird zum Beispiel ausdrücklich mit älteren Models gearbeitet und Wert auf eine zielgruppengerechte Inszenierung des Shootings gelegt: „Ja, wir halten eine spezielle Kampagne für diese Zielgruppe als eminent nötig. Weil diese Zielgruppe generell halt auch besonders angesprochen werden möchte. Zum einen ist es wichtig, dass man die Leute authentisch darstellt, das heißt, also auch ältere Models sollten dort gezeigt werden, damit da eine besondere Identifizierung auch stattfinden kann. Zum anderen muss man auch Produkte ein Stück weit anders inszenieren, also mehr anwenderbezogen inszenieren. Es muss etwas für den Menschen entsprechend drin sein, …“, so Torsten Stapel, Director Marketing PR bei Sennheiser Deutschland.

Befragt wird darüber hinaus Prof. Dr. Anabel Ternes von der Hochschule für Communication-Management (SHR), Berlin, zur Definition der Zielgruppe „50plus“: Weiterlesen

Neuer Sender Sat.1 Gold: Kernzielgruppe 49-64 Jahre

Gebäude der ProSiebenSat.1 Media AG

Foto: Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

Starttermin für den neuen Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe, der als „erster Sender mit ausschließlich deutschen Formaten“ Frauen um die 50 für sich gewinnen will, soll der 17. Januar 2013 sein. Geschäftsführerin Katja Hofem, die auch schon für den Frauensender SIXX verantwortlich zeichnet, weiß wohl auch deshalb, was Frauen dieser Altersgruppe wünschen: Zum Einsatz kommen „sowohl beliebte Serienklassiker, Filme und Talkshows als auch spannende und informative Magazine“. Jeder Abend wird für ein eigenes Genre stehen, es wird einen Doku-, Spielfilm-, Krimi- und Serien-Abend geben. Außerdem angekündigt ist, dass „ein renommiertes TV-Magazin eines großen deutschen Verlags exklusiv bei Sat.1 Gold zu sehen sein wird“. Weitere Details dazu wurden nicht bekannt gegeben. Zudem würden zusammen mit Ulrich Meyer neue Formate aus der „Akte“-Welt produziert.

Katja Hofem zu dem Konzept: Weiterlesen

50plus-Produkte: Vom Hackenporsche zum Kultprodukt

TrolleyDer Markt für 50plus-Produkte wächst stetig. Die Nachfrage ist (noch) eher verhalten. Wo sind die Hürden und was sind die Gründe? Die Antworten auf diese Fragen zu finden, ist eines der Aufgabengebiete des ReifeNetzwerks.

 Thomas Ritter von der Ludwig Bertram GmbH, Laatzen, und Initiator des Sanivita Partnerkonzepts ist in der ganzen Welt unterwegs, um Produkte zu finden, die älteren Menschen eine lange Selbstständigkeit und eine hohe Lebensqualität ermöglichen. Die Palette umfasst Produkte zum Wohlbefinden, zur Erhaltung der Mobilität und der Sicherheit und viele nützliche Geräte für den Haushalt – vom Flaschenöffner bis zum flexiblen Schneidebrett. Alle Produkte erfüllen die Forderungen, für die sich auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (www.bagso.de) einsetzt.

Doch die Akzeptanz seitens der Verbraucher ist verhalten – sei es aus Unkenntnis oder aus Uneinsichtigkeit. Hilfe anzunehmen, fällt besonders älteren Menschen schwer. Sie wollen oder können sich nicht eingestehen, dass die Hände nicht mehr so kräftig sind, um ohne Hilfsmittel ein Glas zu öffnen. Sie nehmen lieber einen Sturz in Kauf, bevor sie einen Rollator akzeptieren. Oder Sie grenzen sich selbst aus der Gesellschaft aus, weil sie auf ein Hörgerät verzichten oder es nicht nutzen. Doch das muss nicht so bleiben.

 Hören macht schön

Die im Jahr 2010 von Widex Hörgeräte gestartete Kampagne beweist, dass mit der richtigen Ansprache und Humor das „Stigma des Alters“ wegfällt. Eine große Hürde ist genommen, wenn der  sogenannte „Trolley-Effekt“ eintritt. Der Rollkoffer wurde für die älteren Menschen konzipiert, aber zunächst nicht akzeptiert, da als „Hackenporsche“ verhöhnt. Erst als die Jungen den Vorteil erkannt und genutzt haben, sind auch die Ältern dem guten Beispiel gefolgt. 

Das ReifeNetzwerk hat Instrumente entwickelt, mit denen es gelingt, solche Produkte salonfähig zu machen.

Neues Verpackungsdesign bringt Hartmann AG 10% mehr Umsatz

Redesign für 50+ zahlt sich aus. Die Zielgruppe ist eine inzwischen vielfach umworbene Klientel, entwickeln sich die „Best Ager“ doch allmählich zum kaufkräftigsten Kundensegment. Allerdings sind Produkte und Markenbotschaften oftmals noch nicht auf diese Zielgruppe ausgelegt. Mit beigen Krankenkassendesign ist sie nicht mehr zu gewinnen – im Gegenteil: Die Generation fordert innovative Konzepte, was Produktdesign und Ansprache angeht. Belohnt wird zielgruppengerechtes Design mit positiven Auswirkungen auf den Umsatz. Das bestätigt Corry Berger, Brandmanager der Hartmann AG, nach dessen Aussage nach dem Relaunch der Pflegeserie Menalind (Hautpflege für Ältere) durch das neue Verpackungsdesign 10 Prozent mehr Umsatz erzielt werden konnte.

Pflegeserie Menalind im Vergleich

Die Pflegeserie Menalind nach dem Relaunch

Wichtigstes Kriterium bei der Neuentwicklung war, emotionales Design und Funktionalität miteinander zu verbinden. Dazu hat die Hamburger Designagentur VISID folgendes geändert:

Visuals, die die spezifische Anwendung darstellen, werden deutlich hervorgehoben. Auf den alten Produkten gab es diese zwar auch, jedoch viel kleiner.

– Die Haptik ist Best-Ager-freundlich und wurde anwendungsspezifisch optimiert.

– Der Öffnungsmechanismus ist einfacher zu bedienen und ist durch die Pumpflaschen hygienischer.

– Auf Umweltfreundlichkeit wurde besonderer Wert gelegt.

– Die farbliche Differenzierung der Produkte für die Anwendungsbereiche Pflege, Schutz und Reinigung mit Pink, Blau, Gelb wurde deutlicher in den Vordergrund gerückt.

Viele Kleinigkeiten, die die Zielgruppe mit vermehrten Käufen honoriert hat. Der Erfolg könnte auch für andere Unternehmen Ansporn sein, die eigenen Produkte auf ihre Akzeptanz bei der „Zielgruppe der Zukunft“ zu überprüfen. Es zahlt sich aus.

Warum RTL an die „Best Ager“ ran will.

Die ARD weiß es, das ZDF weiß es schon lange und auch das ReifeNetzwerk wird nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen: Es gibt eine – zwar schon immer vorhandene, aber bisher sträflich vernachlässigte – agile und kaufkräftige Zielgruppe jenseits des Standards der 14-49 Jährigen. Das hat nun auch die Mediengruppe RTL erkannt und hat die 20-59 Jährigen zu ihrer Kernzielgruppe ernannt (wir berichteten).

Wie es zu dieser Abwendung von einer Zielgruppendefinition kam, die jahrelang wie in Stein gemeißelt schien, und was sich RTL davon verspricht, erklärt Matthias Dang, stellvertretender Geschäftsführer IP Deutschland, dem Werbezeitenvermarkter von RTL, in einem Interview mit der WELT: „Da steckt Geld, die Leute sind sehr aktiv und auch im Kopf junggeblieben.“

Von der ehemaligen Zielgruppe 14-49 will er nichts mehr wissen: „Bislang investierte die Industrie 70 bis 80 Prozent ihrer Budgets in diese Gruppe, die ihrerseits in zahllose Subgruppen zerfällt. Seitens der Kunden wurden die Produkt- und Kampagnenzielgruppen aber immer mehr nach oben ausgeweitet, erst bis zu den 54-Jährigen und dann bis zu den 59-Jährigen. Das war ein schleichender Prozess.“

Und er ist sich sicher, dass andere Sender seinem Beispiel folgen werden, auch wenn die ProSiebenSat.1-Gruppe erklärt hat, bei 14/49 bleiben zu wollen: „Wir haben das Thema jetzt mit drei Jahren Vorlauf angeschoben und sind damit nicht allein. Die ARD-Werbetochter, Tele 5 und Sky weisen 20/59 ebenfalls schon aus. Dem demographischen Wandel kann sich keiner entziehen, aus unserer Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Zielgruppe etabliert.

 

Zielgruppe 14-49 ist out

Wird ja auch Zeit: 14-49 ist out. Die anderen Sender und Magazine werden sicher nachziehen. Hoffentlich.

RTL, Vox, n-tv und Super RTL weisen ab 2013 die Einschaltquoten nur noch für die Zielgruppe der 20- bis 59-Jährigen aus – und folgen damit dem Tele-München-Sender Tele 5, der dies schon umsetzt und seit dem Frühjahr mit dem Thema um Kunden wirbt

Wie die „Financial Times Deutschland“ in ihrer Dienstagsausgabe weiter berichtet, wollen dagegen die Sender der ProSiebenSat.1-Familie bei der bisherigen Referenzgruppe der 14- bis 49-Jährigen bleiben.

Tele 5 wirbt seit Monaten für 20 bis 59. (Motiv: Unternehmen)

Tele 5 wirbt seit Monaten für 20 bis 59. (Motiv: Unternehmen)

Die Details: Parallel weisen die RTL-Sender, die den Wechsel in der Referenzzielgruppe zusammen mit der Mediaagentur Zenithmedia angeschoben haben, bereits seit einiger Zeit die neue Zielgruppe aus. Matthias Dang, künftiger Chef des RTL-Vermarkters IP Deutschland, begründet den Sinneswandel – nach drei Jahrzehnten mit der Werbezielgruppe 14 bis 49 Jahre – gegenüber der „FTD“ mit der Alterspyramide. Die letzten geburtenstarken Jahrgänge der 60er-Jahre würden gerade aus der bisher verwendeten Werbezielgruppe der Privatsender herauswachsen. „Es wäre rückständig, die Referenzzielgruppe nicht an die Realität anzupassen“, so Dang.

Bereits im Jahr 2018 sollen nur noch 42 Prozent der Bevölkerung zwischen 14 und 49 Jahre rangieren, so die Berechnung der IP. 46 Prozent seien dann älter als 50 Jahre. „Konzentriert man sich nur auf die unter 50-Jährigen, schneidet man sich eine relativ wichtige Zielgruppe ab“, betont Stefan Graf, Leiter Sales & Services bei Tele 5. Es sei wichtig, sagt er dem Blatt, dass die Programmmacher die Zielgruppe über 50 kennen und zu erreichen versuchen.

Für ProSiebenSat.1 und ihren Vermarkter SevenOne Media bleibt dagegen 14 bis 49 Jahre „das Maß für die Leistung unseres Programms“, wie SevenOne-Lenker Thomas Wagner betont. Die „FTD“ rechnet vor, dass ProSieben größter Verlierer des Wechsels würde. Demnach hätte der Sender aus München im erste Halbjahr nach neuer Rechnung nur 8,2 statt 11,3 Prozent Marktanteil erreicht. Weiter heißt es, der größte Gewinner wäre mit 2,3 Prozentpunkten mehr das ZDF (das an der Verjüngung des Durchschnittszuschauers auf 61 Jahre arbeitet), gefolgt von der ARD. Um dennoch den Zuschauern jenseits der bisherigen Werbezielgruppe gerecht zu werden, setzt ProSiebenSat.1 auf einen Best-Ager-Kanal. Wie seit einigen Monaten bekannt ist, will Konzern-CEO Thomas Ebeling damit die kaufkräftigen Zuschauer zwischen 45 und 65 Jahren erreichen.

Quelle: werben und verkaufen