Seniorenauto – gibt’s das?

Seniorenauto“Man darf Produkte für Senioren machen – aber man darf nie sagen, dass sie für Senioren sind.” Sätze wie diese hatten fast Mantra-Charakter unter den Marketingverantwortlichen mit Zielgruppen über 50. Gern wurde noch spöttelnd hinzugefügt: “Auch wenn die 70 und 80 sind – alte Leute wollen die alle nicht sein!”

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Babyboom: 50jährige überschwemmen das Land

Beautiful smiling cute babyAb diesem Jahr kann niemand mehr behaupten, dass Menschen über 50 eine kleine, unbedeutende Zielgruppe sind. In 2014 werden mehr Menschen 50 Jahre alt, als jemals zuvor (und wohl auch danach). Grund: der Babyboom 1964!

1.357 304 Babys wurden 1964 in Ost- und Westdeutschland geboren (in 2011 waren es gerade mal 662 685). Was bedeutet das für Unternehmen: Wer diese große Gruppe weiterhin als Kunden halten will, muss sich auf deren Wünsche, Bedürfnisse und auch auf die Sprache einstellen. Die Gruppe ist aufgewachsen mit Winnetou und Daktari. Kennt noch die Zeit von drei Fernsehprogrammen. Wurde ohne Computerspiele groß. Hörte die Rolling Stones und Pink Floyd. Und demonstrierte gegen Krieg und Atomkraft.

Und ganz wichtig – es waren immer überall viele! Viele Menschen bedeutet auch Macht! Sie haben eine ganze Generation mit ihrem Mode- und Musikgeschmack geprägt. Und ich hoffe, sie werden auch jetzt wieder ihre Macht ausüben und Unternehmen dazu zwingen, sich mehr mit den Bedürfnissen der Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu beschäftigen. Die heute 50-Jährigen sind aktiv und vielleicht auch unangepasst. Aber sie wissen ganz genau was sie wollen (und was nicht).

Natürlich gibt es auch eine Webseite mit einigen Geburtstagskindern: http://geboren.am/1964

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte für den großen Markt fit machen – dann rufen Sie uns an: 0511 / 953 945.

“Senior” will keiner genannt werden

People congratulate and holding thumbs upEines der großen Geheimnisse der Kommunikation mit den Generationen 50plus liegt bekanntermaßen in der richtigen Ansprache. Das beginnt schon beim Namen. Wie sagt man: „das hier ist ein Produkt für Senioren“ ohne von „Senioren“, „älteren Menschen“ oder „Golden Ager“ zu sprechen?

Wir vom ReifeNetzwerk sind der Ansicht, dass man nicht ein Etikett  verwenden darf (z.B. „Senior“), um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Man muss die konkrete Lösung präsentieren. Eine Brille ist für Menschen mit Sehschwäche, ein Stock für solche mit Gehschwierigkeiten, die Sockenanziehilfe für die, die sich nicht so gut bücken können. Wer das jeweilige Problem hat, wird hinschauen, wer nicht, den interessiert es nicht.

Wie elegant und würdig, und dabei doch auch 100% verkäuferisch das gehen kann, hat Tchibo jetzt vorgemacht. Schauen Sie sich mal diesen kleinen Prospekt an. Keine Seniorin und kein Senior wird angesprochen und doch bzw. gerade darum! wird die Zielgruppe 1a erreicht.

Wir heben den Daumen für diese überzeugende Leistung, excellent practice! Glückwunsch, Tchibo!

REWE hat es getan!

REWE-HungrigAufNeuesMorgens vor dem Supermarkt. Ein freundlicher Herr – deutlich jenseits der 50 – lächelt von der Plakatwand und wirbt für die neue Markenkampagne von REWE. Moment … ein älterer Herr? War das nicht bisher ein No-Go für die auf kompromisslose Jugendlichkeit getrimmte Werbebranche?  „Ältere Models machen das Produkt alt“, lautete doch bisher ein Credo aus den Chefetagen der Unternehmen. Darüber hinaus gilt bis heute für viele Werbetreibende nach wie vor, dass die werberelevante Zielgruppe mit 49 Jahren endet. Weiterlesen

“Meins”, das 50plus Magazin von Bauer, ist erfolgreich

Kurzmitteilung

 

Bauer freut sich über gute Zahlen:
50plus-Magazin “Meins” feiert Einjähriges

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50plus-Magazin “Meins” feiert einjähriges Jubiläum

Mit Frauen ab 50 scheint Bauer die richtige Zielgruppe gefunden zu haben: Der Verlag zieht nach einem Jahr “Meins” eine positive Bilanz. Die verkaufte Auflage der monatlichen Zeitschrift beläuft sich aktuell auf 136.154 Exemplare (IVWII/2013) – das sind 17% mehr im Vergleich zur Erst-Meldung im Vorquartal.

Außerdem hat die “Café Meins” -Facebook-Seite bereits mehr als 8.000 Fans. Und an der Leser-Event-Reihe “Café Meins Live” nahmen Hunderte Frauen in zehn Städten teil, teilt Bauer mit.

“Mit Meins fühlen sich die Leserinnen 50plus zum ersten Mal wirklich ernst genommen”, sagt Chefredakteurin Claudia Hagge.”Sie sind begeistert, weil es endlich ein Heft gibt, das sie so zeigt, wie sie sich fühlen: stark und optimistisch, schön und voller Energie. Täglich erreichen die Redaktion E-Mails, Briefe und Anrufe. Wir freuen uns sehr über diese positiven Reaktionen.”

Auch Das ReifeNetzwerk gratuliert zum Einjährigen!

Demografie aktiv gestalten: Bierbrauer rücken 50plus in den Fokus

BiertrinkerDemografie aktiv gestalten“ ist ein 2012 initiiertes Projekt der Wirtschaftsregion Südwest in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Lörrach mit dem Ziel, Unternehmen besser auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorzubereiten.

Kernpunkte des Projekts sind zum einen ein demografieorientiertes Personalmanagement, zum anderen die verstärkte Ansprache älterer Menschen als vielversprechendes Kundensegment der nahen Zukunft. Die Wirtschaftsregion Südwest begleitet dazu ausgewählte Betriebe intensiv, um gemeinsam mit Ihnen Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. Die Beratung ist kostenlos dank der Bereitstellung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist, dass die so unterstützten Betriebe als Vorbild für andere dienen und diese animieren, sich ihrerseits mit den Herausforderungen des demografischen Wandels zu beschäftigen.

Einer dieser Betriebe ist der Bierbrauer Waldhaus aus Weinheim, berichtet die Tageszeitung Südkurier in ihrer Ausgabe vom 21.05 2013. Wurde von den Brauereien bisher versucht, mit neuen Kreationen eine immer jüngere Konsumentengruppe anzusprechen, rückt die Privatbrauerei Waldhaus nun mit dem Projekt Konsumenten der Altersgruppe „50 plus“ in den Mittelpunkt. Weiterlesen

Unglaublich: die Autokäufer werden älter!

130416 Senioren im AutoFokus online berichtet von einer Sensation: deutsche Neuwagenkäufer werden immer älter! Diese überraschende Erkenntnis hat eine Forschungsgruppe rund um Professor Ferdinand Dudenhöffer an der CAR Universität Duisburg Essen herausgearbeitet.

Nach der Studie ist der durchschnittliche Neuwagenkäufer 52 Jahre alt, bei Mercedes sogar 56, bei SEAT (jüngste Käufergruppe) auch immerhin schon 44 Jahre.

Doch was ist daran eigentlich überraschend? Weiterlesen

Sennheiser Kampagne für Best Ager: „So klingt das Leben“

 

Sennheiser AnzeigenmotivSennheiser hat die Zeichen der Zeit erkannt und spricht in der aktuellen Kampagne „So klingt das Leben“ speziell die Zielgruppe 50plus an. Ein kostenlos downloadbares und frei verwendbares HD-Video zeigt das „Making Of“ eines Fotoshootings für diese Kampagne. Aber nicht nur das: Im Video berichten die Verantwortlichen ausführlich darüber, wie intensiv sie sich mit den Bedürfnissen der Zielgruppe(n) 50plus auseinandergesetzt haben. So wird zum Beispiel ausdrücklich mit älteren Models gearbeitet und Wert auf eine zielgruppengerechte Inszenierung des Shootings gelegt: „Ja, wir halten eine spezielle Kampagne für diese Zielgruppe als eminent nötig. Weil diese Zielgruppe generell halt auch besonders angesprochen werden möchte. Zum einen ist es wichtig, dass man die Leute authentisch darstellt, das heißt, also auch ältere Models sollten dort gezeigt werden, damit da eine besondere Identifizierung auch stattfinden kann. Zum anderen muss man auch Produkte ein Stück weit anders inszenieren, also mehr anwenderbezogen inszenieren. Es muss etwas für den Menschen entsprechend drin sein, …“, so Torsten Stapel, Director Marketing PR bei Sennheiser Deutschland.

Befragt wird darüber hinaus Prof. Dr. Anabel Ternes von der Hochschule für Communication-Management (SHR), Berlin, zur Definition der Zielgruppe „50plus“: Weiterlesen

Neuer Sender Sat.1 Gold: Kernzielgruppe 49-64 Jahre

Gebäude der ProSiebenSat.1 Media AG

Foto: Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

Starttermin für den neuen Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe, der als „erster Sender mit ausschließlich deutschen Formaten“ Frauen um die 50 für sich gewinnen will, soll der 17. Januar 2013 sein. Geschäftsführerin Katja Hofem, die auch schon für den Frauensender SIXX verantwortlich zeichnet, weiß wohl auch deshalb, was Frauen dieser Altersgruppe wünschen: Zum Einsatz kommen „sowohl beliebte Serienklassiker, Filme und Talkshows als auch spannende und informative Magazine“. Jeder Abend wird für ein eigenes Genre stehen, es wird einen Doku-, Spielfilm-, Krimi- und Serien-Abend geben. Außerdem angekündigt ist, dass „ein renommiertes TV-Magazin eines großen deutschen Verlags exklusiv bei Sat.1 Gold zu sehen sein wird“. Weitere Details dazu wurden nicht bekannt gegeben. Zudem würden zusammen mit Ulrich Meyer neue Formate aus der „Akte“-Welt produziert.

Katja Hofem zu dem Konzept: Weiterlesen

50plus-Produkte: Vom Hackenporsche zum Kultprodukt

TrolleyDer Markt für 50plus-Produkte wächst stetig. Die Nachfrage ist (noch) eher verhalten. Wo sind die Hürden und was sind die Gründe? Die Antworten auf diese Fragen zu finden, ist eines der Aufgabengebiete des ReifeNetzwerks.

 Thomas Ritter von der Ludwig Bertram GmbH, Laatzen, und Initiator des Sanivita Partnerkonzepts ist in der ganzen Welt unterwegs, um Produkte zu finden, die älteren Menschen eine lange Selbstständigkeit und eine hohe Lebensqualität ermöglichen. Die Palette umfasst Produkte zum Wohlbefinden, zur Erhaltung der Mobilität und der Sicherheit und viele nützliche Geräte für den Haushalt – vom Flaschenöffner bis zum flexiblen Schneidebrett. Alle Produkte erfüllen die Forderungen, für die sich auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (www.bagso.de) einsetzt.

Doch die Akzeptanz seitens der Verbraucher ist verhalten – sei es aus Unkenntnis oder aus Uneinsichtigkeit. Hilfe anzunehmen, fällt besonders älteren Menschen schwer. Sie wollen oder können sich nicht eingestehen, dass die Hände nicht mehr so kräftig sind, um ohne Hilfsmittel ein Glas zu öffnen. Sie nehmen lieber einen Sturz in Kauf, bevor sie einen Rollator akzeptieren. Oder Sie grenzen sich selbst aus der Gesellschaft aus, weil sie auf ein Hörgerät verzichten oder es nicht nutzen. Doch das muss nicht so bleiben.

 Hören macht schön

Die im Jahr 2010 von Widex Hörgeräte gestartete Kampagne beweist, dass mit der richtigen Ansprache und Humor das „Stigma des Alters“ wegfällt. Eine große Hürde ist genommen, wenn der  sogenannte „Trolley-Effekt“ eintritt. Der Rollkoffer wurde für die älteren Menschen konzipiert, aber zunächst nicht akzeptiert, da als „Hackenporsche“ verhöhnt. Erst als die Jungen den Vorteil erkannt und genutzt haben, sind auch die Ältern dem guten Beispiel gefolgt. 

Das ReifeNetzwerk hat Instrumente entwickelt, mit denen es gelingt, solche Produkte salonfähig zu machen.