Das Internet: Eine Welt der Jungen für Junge?

IMG_0116„Das gesamte Online-Business ist hauptsächlich von der jungen Generation gestaltet. Silver Surfer sind auf diesem Feld kaum beruflich tätig. Trotz Mafo werden die meisten Marketingentscheidungen immer noch nach eigenen Präferenzen, Vorlieben, Vorstellungen, Schönheitsempfindungen getroffen. Deswegen ist die Online-Welt eine Welt der jungen Menschen für junge Menschen.“, so die These von Daniel Telaar, Head of Concept bei Razorfish Healthware, nachzulesen im Leitartikel „Das volle Leben“ der Ausgabe 02/2014 von Lead Digital.

Ja, da ist was dran. Zwar sind längst die sogenannten Best Ager als zahlungskräftige und  -willige Klientel ausgemacht, die mit Macht ins Netz drängt. Merkliche Zuwächse bei der Internet-Nutzung sind insbesondere bei Personen ab 50 Jahren zu verzeichnen, die höchsten Zuwachsraten gibt es im Alter zwischen 60 und 69 Jahren, während die der 14 – 49-Jährigen stagnieren – allerdings auf sehr hohem Niveau. Je oller desto doller – bei der Netznutzung der Älteren trifft das zu. Und dennoch werden die Älteren im Digitalmarketing nicht wirklich beachtet.   Weiterlesen

Buchempfehlung: Facebook für Einsteiger

StiWa FFEFacebook wird längst nicht mehr nur von Jugendlichen genutzt. Auch Unternehmen, Medien, Parteien und Behörden nutzen die Möglichkeiten von Facebook. Facebook ist ein Medium für alle. Egal ob ich mit Freunden darüber Kontakt halten will oder als Unternehmen mit meinen Kunden.

Hand auf Herz – wer kennt sich damit wirklich aus? In der Reihe PC-Schule für Senioren von Stiftung Warentest ist ein neues Buch erschienen: Facebook für Einsteiger.

Hier wird wirklich leicht verständlich erklärt, wie man die ersten Schritte sicher geht und sich dann langsam vorarbeitet – über eigene Beiträge, Bilder, den Aufbau eines interessanten Freundeskreises, die Nutzung von Spielen und Apps und Vieles mehr. Sicherheitseinstellungen erhalten dabei breiten Raum – das entspricht gut dem Sicherheitsbedürfnis gerade in der älteren Generation.

Zudem erhält man mit dem Buch einen ersten Eindruck und Überblick zur Welt der sozialen Netze, ihrer Nutzer und Verknüpfungen untereinander. Ein Kapitel speziell für Senioren sowie ein paar Tipps  für Fortgeschrittene finden sich hier auch.

Die vielen Screenshots machen den Text leicht verständlich. Man kann es entweder von Anfang bis Ende durcharbeiten – oder aber als Nachschlagewerk nutzen. Für € 14,90 gibt es für jeden viel Information.

Der Autor Peter Apel ist aktives Mitglied von Das ReifeNetzwerk. Fragen zum Thema können Sie gerne direkt an peter.apel@reifenetzwerk.de oder in Form eines Kommentars zu diesem Beitrag hier stellen.

Hurra, Schallmauer durchbrochen!

131022 FreudeDas ReifeNetzwerk gibt es seit 2005. In den letzten 8 Jahren haben wir sehr viel erarbeitet, geschrieben, besprochen, veranstaltet, ausgetauscht, gedruckt und veröffentlicht – immer zum Thema „Kommunikation mit den Generationen 50plus“. Wir sind also ganz klar auf den B2B-Aspekt der Silver-Generation ausgerichtet. Die Spezialisten von Das ReifeNetzwerk unterstützen Unternehmen bei ihrer Kommunikation mit dieser heterogenen und darum komplexen Zielgruppe. An diesem Programm, dieser Zielsetzung hat sich bis heute nichts geändert. Aber wir sind doch nicht stehen geblieben.

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Aktuell: 66 Prozent der „Silver-Surfer“ nutzen soziale Netzwerke

Kurzmitteilung

Für ältere Internet-Nutzer werden soziale Netzwerke immer wichtiger. Einer repräsentativen Erhebung des Branchen-Verbandes „Bitkom“ zufolge nutzen inzwischen 66 Prozent der über 65-jährigen Internet-Nutzer (die sogenannten „Silver-Surfer“) Plattformen wie Facebook oder Twitter. 2011 waren es nur 40 Prozent. Bei Nutzern im Alter zwischen 50 und 64 Jahren sind 68 Prozent bei mindestens einem Dienst angemeldet (2011 nur 60 Prozent).

Insgesamt haben 78 Prozent aller deutschen Internet-Nutzer bei mindestens einem sozialen Netzwerk ein Profil. 67 Prozent von Ihnen nutzen es aktiv – das bedeutet knapp 37 Millionen Deutsche.

Laut „Bitkom“ ist im Durchschnitt jeder Internet-Nutzer bei 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet. Top-Netzwerker sind dabei Schüler und Studenten (93 Prozent). Unter Erwerbstätigen haben 84 Prozent Freiberufler und Selbstständige ein Profil im Netz. Aber auch 77 Prozent der Angestellten, 70 Prozent der Beamten und 68 Prozent der Arbeiter nutzen soziale Netzwerke.

 

Soziale Netze und die Generationen 50plus

diagrammEs ist gar nicht so einfach, die Mitgliederzahlen der sozialen Netze für Deutschland zu bestimmen. Untersuchungen rund um das Thema gibt es einige, aber sie haben unterschiedliche Berechnungsgrundlagen, sind mit unterschiedlichen Methoden ermittelt worden und widersprechen sich sogar zum Teil – ein einheitliches Bild ist so schwer zu zeichnen.

Noch anspruchsvoller wird es, wenn es um die Verteilung nach Altersgruppen geht. Besonders störend: jeder teilt den “Lebenszeitstrahl” in unterschiedliche, mit anderen nicht kompatible Abschnitte. (13-24 Jahre, 14-20 Jahre, 20-29 Jahre…)

Und bei den Generationen 50plus ist es am ärgsten, denn in vielen Untersuchungen endet das demographisch interessante Leben schlicht mit 50 oder 55 Jahren. Fast die Hälfte der Bevölkerung wird meist unter einem knappen “50+” subsumiert.

Auf trickr.de gibt es nun eine aktuelle Auswertung der gängigsten Studien rund um das Thema mit einer differenzierteren Alterssegmentierung. Dazu wurden die div. Studien und Statistiken analysiert, verglichen und konsolidiert. (Zu den einzelnen Quellen folgen Sie bitte dem trickr-Link.)

Wir haben diese Daten für das ReifeNetzwerk zusammengestellt und “Senioren-orientiert” aufbereitet. Finden Sie hier unsere Ergebnisse: Weiterlesen

“Soziale Netzwerke und die Zielgruppen 50+” in Überarbeitung

“Wer sich ein aktuelles Bild zum Status “Soziale Netzwerke” in den verschiedenen Altersgruppen machen will, begibt sich auf eine verwirrende Reise…”

…so beginnt ein Beitrag, den wir hier vor knapp 24h Stunden veröffentlicht haben. Wie wahr! Für den Artikel haben wir lange recherchiert, intensiv gerechnet und mehrfach geprüft. Und doch:

Die gezeigten Ergebnisse sind zu unplausibel bzw. abweichend von dem, was bisher gedacht wurde – das haben wir etwas spät gemerkt. Wir haben den Beitrag darum hier zunächst vorsorglich wieder entfernt (eine Art “Prüf-Quarantäne”) – um diesen Mismatch aufzuklären.

Wir entschuldigen uns bei den Lesern, wenn hierdurch Verwirrung entstanden ist.

Sollten Sie trotz dieser Warnung noch an den unseren eigenartigen Daten interessiert sein oder ggf. zur Aufklärung des Mismatches beitragen, dann schicken Sie uns bitte eine entsprechende Nachricht.

Danke für Ihr Verständnis.

Neunte Ausgabe des Magazins marktmacher50plus erschienen

MarktmacherTitelInternetInternet und Soziale Medien sind auf dem Vormarsch in den Zielgruppen 50plus. Viele Webseiten finden jedoch bei der stetig wachsenden älteren Zielgruppe nicht die gewünschte Akzeptanz. Die Gründe sind vielfältig. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat das Marketing-Team des ReifeNetzwerks ein Analyse-Tool, das ReifeSiegel, entwickelt. Im Kundenauftrag prüft das Team anhand von 35 Kriterien, ob die Webseite die Zielgruppen 50plus anspricht. Aber auch Check-Listen, wie man Menschen über 50 Jahre für soziale Netzwerke begeistern kann und was man bei der Kommunikation beachten muss, finden Sie im aktuellen marktmacher50plus. Mit Flop- und Hit-Prognosen helfen die ReifeNetzwerk-Experten Unternehmen, bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen für Menschen ab 50 kein Geld zu verschenken. Wie Erfolge durch Involvement-Marketing zu erzielen sind, finden sich ebenfalls in dieser Ausgabe.

Altes Eisen oder pures Gold?

Wissen und Erfahrung im Unternehmen zu halten ist in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels für Unternehmen eine echte Herausforderung und zunehmend auch ein Muss. Das Programm Value Protection zeigt dazu Lösungsmöglichkeiten. Weitere Ansätze finden sich im Beitrag zu Impression Management. Auch mit einem gezielten Gesundheitsmanagement und außergewöhnlichen Mitarbeiteraktionen können Unternehmen punkten. Dieses und mehr finden sie in der Ausgabe 9 marktmacher50plus. Ab sofort zu bestellen unter www.reifenetzwerk.de.

Facebook-Studie: Jugend-Aggression gegenüber Älteren

130329 50Vor gut einem halben Jahr haben wir hier unser „Senioren-Manifest“ vorgestellt. Die Kernaussage war: Menschen werden von Jahr zu Jahr wertvoller – als Mensch und  eben auch wirtschaftlich. Schon allein aus volkswirtschaftlichen Gründen dürfen diese „Assets“ nicht zu früh zu Brachland werden (Stichwort Frühverrentung). Grund für stilles oder gar aktiv praktiziertes Minderwertigkeits-Verhalten besteht ohnehin in keiner Weise!

Fazit (damals wie heute): Senioren, emanzipiert Euch!

Das Feedback war weitgehend positiv, hier und da wurde die Sorge geäußert, das wäre vielleicht etwas aggressiv vorgetragen, sooo unqualifiziert seien Jüngere ja nun auch nicht. (Natürlich sind sie das nicht, aber dass jeder vor der Erfahrung weniger weiß als hinterher, ist so trivial, dass man es kaum betonen mag…).

Im Februar 2013 wurde nun in The Gerontologist eine Studie der Gerontological Society of America veröffentlicht, die die Frage umdreht. Hier kann man durchaus Beunruhigendes erkennen:

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Senioren-Portale aufgelistet

ListeSeit gut einem Monat pflegen wir hier eine Liste von Senioren-Portalen.

22 haben wir schon zusammen, aber es gibt sicher mehr. Und es gibt Meinungen dazu, positive wie negative, Daumen hoch – oder Daumen runter.

Sie können diese Liste für die eigene Übersicht nutzen, aber Sie können auch selbst mithelfen, die Liste zu verbessern.

Tragen Sie einfach weitere Senioren-Portale ein oder bewerten Sie die, die schon da sind. Das geht ganz einfach! Sie loggen sich mit einem Social Media Accoiunt ein (Facebook oder Twitter z.B) – und schon können Sie die Liste selbst weiterentwickeln.

Für eine Bewertung drücken Sie einfach auf Daumen hoch oder runter. Und für einen neues Portal klicken Sie auf “add to list”, tragen die URL des Portals ein (http://…) und schreiben vielleicht noch was in das Kommentar-Feld.

Listly ist nicht immer so schnell, wie man das gerne hätte, aber länger als eine Minute dauert der ganze Prozess nicht.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung und Ihre Ergänzungen!

Soziale Netzwerke – 10 Tipps wie Sie Menschen über 50 Jahre für sich begeistern!

Senioren am LaptopSoziale Netzwerke – Facebook, Twitter und Co – das ist nur was für junge Menschen!“ Das ist (zum Glück) ein Irrtum. Auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte nutzen soziale Netzwerke. Vielleicht nicht ganz so intensiv wie jüngere – aber sie sind durchaus auch online aktiv. Allerdings sind ihre Ansprüche andere. Sie suchen Informationen oder wollen sich mit Gleichgesinnten austauschen. Und sie sind nicht so freizügig mit ihren privaten Daten.

Wenn Sie die älteren Jahrgänge über die allgemeinen sozialen Netzwerke erreichen wollen, dann sollten Sie ein paar Regeln beachten. Hier meine Tipps:

1. Sprechen Sie eine passende Sprache

Abkürzungen und Icons sollten Sie spärlich verwenden, auch englische Fachausdrücke, so geläufig sie Ihnen sein mögen, können verwirren.

2. In der Kürze liegt die Würze

Niemand will im Web seitenlange Artikel lesen, ältere Menschen schon gar nicht.  Fassen Sie sich kurz und behandeln Sie nur ein Thema pro Artikel.

3. Schreiben Sie „linear“ und etwas konservativ

Verschlungene Diagramme, vielfältige Verlinkungen, blinkende Eye-catcher, Infographics  – das mag alles in vielen Fällen wirkungsvoll und anerkannter „state-of-the-art“ sein, bei der Kommunikation mit Senioren ist es nicht zielführend.

4. Nehmen Sie Anregungen und Kommentare ernst

Ihre Kunden sagen Ihnen, was Sie erwarten. Wer intensiv zuhört, bzw. liest, wird viel über die Wünsche der Kunden erfahren.

5. Versprechen Sie nicht, was sie nicht halten können

Erfahrene Kunden wollen keine leeren Sprechblasen. Besser sagen: „Ich kann dieses nicht sofort beantworten – kümmere mich aber darum“ – als nur leere Worthülsen nutzen.

6. Bieten Sie einen Mehrwert im Netz

Das Internet ist eine schnelle Informationsquelle – daher sollten Sie Netzwerke für schnelle Informationen nutzen. Das kann auch ein begrenztes Sonderangebot sein. Man sollte die sozialen Plattformen zudem immer aktuell halten.

7. Achten Sie auf Rechtschreibung

Ganz wichtig: auch in der Onlinekommunikation sollte man höflich sein und die Rechtschreibung beherrschen. „Hingeschluderte“ Mails werden als Missachtung verstanden.

8. Seien Sie unverwechselbar im Netz

Ihr Stil und Ihr Auftritt, aber auch Ihre Sprache sollten einen Wiederkennungswert haben.

9. Finden Sie passende Themen

Erfahrene Menschen interessieren sich für andere Themen als Jugendliche. Gesundheit, Vorsorge, Reisen, Haus und Garten aber auch Online-Themen stehen oben auf der Liste der Interessen.

10.  Antworten Sie zeitnah

E-Mails oder Kommentare sollten schnell beantwortet werden. Als Richtschnur gilt: ein Arbeitstag.

Wenn Sie alle diese Tipps beachten, dann werden Sie im Internet schnell Freunde in den älteren Generationen finden.

Ein paar Zahlen zum Schluss aus dem (N)onliner Atlas (http://www.nonliner-atlas.de) aus dem Jahr 2012:

76,6 % der 50-59 jährigen sind online, bei den 60-69 jährigen sind es 60,4 %. Also durchaus ein große Gruppe, die man als Unternehmen nicht vernachlässigen sollte.
Und wer sich über spezielle Online-Plattformen für die älteren Generationen informieren will, findet hier eine Übersicht: http://list.ly/list/2bI-senioren-portale?feature=search