Soziale Netze und die Generationen 50plus

diagrammEs ist gar nicht so einfach, die Mitgliederzahlen der sozialen Netze für Deutschland zu bestimmen. Untersuchungen rund um das Thema gibt es einige, aber sie haben unterschiedliche Berechnungsgrundlagen, sind mit unterschiedlichen Methoden ermittelt worden und widersprechen sich sogar zum Teil – ein einheitliches Bild ist so schwer zu zeichnen.

Noch anspruchsvoller wird es, wenn es um die Verteilung nach Altersgruppen geht. Besonders störend: jeder teilt den “Lebenszeitstrahl” in unterschiedliche, mit anderen nicht kompatible Abschnitte. (13-24 Jahre, 14-20 Jahre, 20-29 Jahre…)

Und bei den Generationen 50plus ist es am ärgsten, denn in vielen Untersuchungen endet das demographisch interessante Leben schlicht mit 50 oder 55 Jahren. Fast die Hälfte der Bevölkerung wird meist unter einem knappen “50+” subsumiert.

Auf trickr.de gibt es nun eine aktuelle Auswertung der gängigsten Studien rund um das Thema mit einer differenzierteren Alterssegmentierung. Dazu wurden die div. Studien und Statistiken analysiert, verglichen und konsolidiert. (Zu den einzelnen Quellen folgen Sie bitte dem trickr-Link.)

Wir haben diese Daten für das ReifeNetzwerk zusammengestellt und “Senioren-orientiert” aufbereitet. Finden Sie hier unsere Ergebnisse: Weiterlesen

“Soziale Netzwerke und die Zielgruppen 50+” in Überarbeitung

“Wer sich ein aktuelles Bild zum Status “Soziale Netzwerke” in den verschiedenen Altersgruppen machen will, begibt sich auf eine verwirrende Reise…”

…so beginnt ein Beitrag, den wir hier vor knapp 24h Stunden veröffentlicht haben. Wie wahr! Für den Artikel haben wir lange recherchiert, intensiv gerechnet und mehrfach geprüft. Und doch:

Die gezeigten Ergebnisse sind zu unplausibel bzw. abweichend von dem, was bisher gedacht wurde – das haben wir etwas spät gemerkt. Wir haben den Beitrag darum hier zunächst vorsorglich wieder entfernt (eine Art “Prüf-Quarantäne”) – um diesen Mismatch aufzuklären.

Wir entschuldigen uns bei den Lesern, wenn hierdurch Verwirrung entstanden ist.

Sollten Sie trotz dieser Warnung noch an den unseren eigenartigen Daten interessiert sein oder ggf. zur Aufklärung des Mismatches beitragen, dann schicken Sie uns bitte eine entsprechende Nachricht.

Danke für Ihr Verständnis.

Das ReifeSiegel – Seniorenfreundlichkeit am Beispiel Reiseportale

Mit dem ReifeSiegel versieht Das ReifeNetzwerk Webseiten, die (in befriedigendem Umfang) seniorenfreundlich sind. Das sind also Webseiten, die den besonderen körperlichen, psychologischen und geistigen Anforderungen, die die Generation 50+ an die Benutzung stellt, Rechnung tragen. Details zum ReifeSiegel (Zielsetzung, Kriterien, Methoden, Abgrenzung zu anderen Bewertungen etc.) haben wir hier schon vorgestellt: Das ReifeSiegel für seniorenfreundliche Webseiten.

Brauchen wir denn noch ein Siegel?

Ja, denn die Senioren sind die Bevölkerungsgruppe, die sich das Internet in den letzten 2 Jahren mit besonders großem Schwung erschließt. Bei keiner anderen Altersgruppe sonst sind die Zuwachsraten ähnlich hoch. Das wurde gerade für 2013 wieder bestätigt im (N)Onliner Atlas.

Die Generationen 50plus sind also im Internet angekommen – aber ist auch das Internet bei diesen Generationen angekommen?

Hat man sie bisher nicht meist belächelt, ignoriert, manchmal sogar verdrängt? Bisher musste man sie als signifikante Größe auf dem Markt der digitalen Kommunikation kaum beachten – doch das hat sich nun geändert. Unsere Frage: haben alle „den Schuss gehört“?

Wir wollen es genauer wissen und auf den praktischen Punkt bringen. Denn wir wollen, dass das Internet wirklich generationen-neutral wird und keine wesentliche Gruppe aus Altersgründen benachteiligt. Das nennen wir „Reife“, für dieses Thema  brauchen wir das ReifeSiegel!

In einer aktuellen Untersuchung, von der wir nun hier in Auszügen berichten, wurden Ende März / Anfang April 2013 Reiseportale auf ihre Seniorenfreundlichkeit geprüft.

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Facebook-Studie: Jugend-Aggression gegenüber Älteren

130329 50Vor gut einem halben Jahr haben wir hier unser „Senioren-Manifest“ vorgestellt. Die Kernaussage war: Menschen werden von Jahr zu Jahr wertvoller – als Mensch und  eben auch wirtschaftlich. Schon allein aus volkswirtschaftlichen Gründen dürfen diese „Assets“ nicht zu früh zu Brachland werden (Stichwort Frühverrentung). Grund für stilles oder gar aktiv praktiziertes Minderwertigkeits-Verhalten besteht ohnehin in keiner Weise!

Fazit (damals wie heute): Senioren, emanzipiert Euch!

Das Feedback war weitgehend positiv, hier und da wurde die Sorge geäußert, das wäre vielleicht etwas aggressiv vorgetragen, sooo unqualifiziert seien Jüngere ja nun auch nicht. (Natürlich sind sie das nicht, aber dass jeder vor der Erfahrung weniger weiß als hinterher, ist so trivial, dass man es kaum betonen mag…).

Im Februar 2013 wurde nun in The Gerontologist eine Studie der Gerontological Society of America veröffentlicht, die die Frage umdreht. Hier kann man durchaus Beunruhigendes erkennen:

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Schweizer genießen ihr Alter

Hallo, hier ist mal wieder Käthe. Wegen der vielen Feiertage habe ich das tägliche Geschehen nicht so verfolgt…. und meine Meinung zu Verkäufern, Läden und Banken ist ja bekannt. Geändert hat sich immer noch nichts. Ich werde oft immer noch als Deppin behandelt. Aber je älter ich ich werde, desto mehr sage ich auch vor Ort meine Meinung.

Was ich aber heute berichten will: Ich liebe die Schweizer für Ihre Offenheit! Laut einer aktuellen Umfrage des Internetportals 50plus.ch. genießen die Erfahrenen ihren Sex heute mehr als mit 25! Kein Wunder – hat man(n) (und Frau) doch auch mehr Erfahrung und weiß, was man will. So wie halt auch im Leben außerhalb des Bettes! Hier lesen Sie mehr zu der Untersuchung.

Und wo wir grad beim Thema sind: Unbedingt anschauen muss ich mir auch noch den Film “Paradies: Liebe“. Ältere Damen fliegen nach Kenia um Liebe und Aufmerksamkeit von ihren jüngeren Partnern zu bekommen. Paradies

Heute also mal etwas Anderes aus der Welt der Damen über 50. Aber wir können doch über alles reden – Oder?

Silver-Mobilfunk = goldene Potenziale

Mit Silver-Mobilfunk bezeichnen wir hier die mobile Telefonie der Senioren-Generation. Dazu gibt es eine neue Studie von Deloitte: hier das lesenswerte Original in deutscher Sprache und für den deutschen Markt.

Die Studie definiert Senioren als Generation 55+, für eine einfache Schreibweise wollen wir hier von G55+ sprechen.

Wesentliche Erkenntnisse aus der Studie sind:

Empfehlung des ReifeNetzwerkes: Strategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“

Broschüre TitelStrategiemappe „Zukunftsmarkt 50plus“ – Anregungen, Handlungshilfen und Tipps für Unternehmen: Das Nachschlagewerk wurde vom RKW Kompetenzzentrum im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2010 erstellt. Es ist immer noch aktuell und kann kostenlos bestellt werden.

Es enthält zehn Faktenblätter mit vielen nützlichen Checklisten. Das inhaltliche Spektrum reicht von der Besonderheit der Zielgruppe, die fünf unterschiedliche Generationen umfasst, über die erforderlichen Schritte zur erfolgreichen Marktbearbeitung, barrierefreie Produktgestaltung bis hin zur richtigen Ansprache der Zielgruppe. Zahlreiche Beispiele konkreter Umsetzung in verschiedenen Branchen runden die Publikation ab.

Bestelllung der Strategie-Mappe mit der Artikel-Nr.1522 über: publikationen[at]bundesregierung.de, Tel.: 01805 778090

Neue Studie: Produktnamen sollten eindeutig sein

Eine Studie der Görg Consulting belegt, dass kryptische Produktnamen den Kauf erschweren.

Fast jeder zweite Verbraucher (48% aller Befragten) hat sich bei der Anschaffung von technischen Geräten schon häufiger mit unverständlichen Produktnamen auseinandersetzen müssen. Speziell in der kaufkräftigen Zielgruppe 50+ wird bemängelt, dass Produktkennzeichnungen oftmals unlogisch oder zu lang sind (54%).

Als besonders gravierend werden diese Probleme bei Mobilfunkgeräten und –tarifen (73%) und Finanzdienstleistungs-Produkten (Versicherungen: 73%, Banken: 64%) empfunden. Aber auch bei Unterhaltungselektronik (59%) und Haushaltsgeräten (48%) sowie im Segment Verkehrsdienstleister/ÖPNV (55%) wirken sich kryptische Namens-Systeme bzw. Tarif-Strukturen erschwerend auf den Kaufentscheidungsprozess aus. Konkret moniert wird hier vor allem die unüberschaubare Vielfalt an Namen und Bezeichnungen, die eine schnelle Orientierung unmöglich macht.

Deutlich besser schneiden Automobil-Hersteller ab (40%). Audi und BMW agieren vorbildlich und zeigen mit klar strukturierten, alphanumerischen Modellbezeichnungen, dass eine Nomenklatur transparent und logisch sein kann, was auch die Merkfähigkeit erhöht.Auszug aus der Studie

Die Kriterien Verständlichkeit, Logik und Merkfähigkeit sind folglich die drei wichtigsten Eigenschaften, die Produktnamen bzw. ein Namens-System aufweisen müssen. Können die Verbraucher wählen, werden „richtige“ Produktnamen gegenüber Buchstaben-/Zahlen-Kombinationen bevorzugt, weil sie sympathischer und merkfähiger sind.
Die Befragung hat auch ergeben, dass die Kaufentscheidung leichter fällt, wenn relevante Leistungseigenschaften in die Namensgebung einfließen (85%). Denn gerade bei technischen Produkten sind die Konsumenten kritisch und stellen Vergleiche an.

Die Studie belegt: Je komplexer die Produktvielfalt ist, desto höher sind die Anforderungen an das jeweilige Namens-System. Dies gilt auch für Investitionsgüter im B2B, weil vor der Kaufentscheidung die Leistungseigenschaften der favorisierten Produkte intensiv verglichen werden. Anbieter, die ein gut strukturiertes und leicht verständliches Namens-System vorweisen können, sind hier im Vorteil.

Also liebe Unternehmen: Sagt, was ihr verkaufen wollt. Klar und einfach sollte der Name sein!

Oh, wer hätte das gedacht: Frauen zwischen 45 und 70 Jahren wollen ganz normal aussehen!

Eine neue Untersuchung hat ergeben: Frauen zwischen 45 und 70 wollen weder bunt noch grau sein … sie tragen was ihnen gefällt. Welch’ Überraschung … es wurden 40 Frauen befragt – nicht wirklich viel für eine repräsentative Umfrage. Aber alle sagen wohl unisono: Sie wissen, was ihnen steht.

Aus meiner Sicht eine völlig überflüssige Meldung: Frauen mit mehr als 40 Jahren Kauferfahrung brauchen niemanden mehr, der ihnen sagt, was gerade „in“ oder „out“ ist … schön, dass auch ein Kaufhaus dieses entdeckt. Aber was ist mit den Männern?

Und wer bringt dieses Erkenntnis auch den Verkäufern und Verkäuferinnen bei?

Das ReifeNetzwerk schult auch Mitarbeiter! Damit auch Menschen über 50 Spaß haben beim Einkaufen …