Wege aus dem Renten-Engpass (2)

luce alla fine del tunnelWachsende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartungen und sinkende Geburtenraten – für einige Jahrzehnte werden diese demografischen „Grundströmungen” Deutschland prägen und dabei an Kraft noch deutlich zunehmen.

Das Berlin Institut hat in einer Studie Empfehlungen erarbeitet, wie dem sich hieraus ergebenden und sich weiter zuspitzenden Renten-Engpass zu begegnen ist. In Teil 1 unseres Berichts haben wir die Empfehlungen für staatliche Stellen behandelt.

In diesem Teil 2 geht es um die Empfehlungen für die Betriebe.

Die kostenlose Studie selbst („Produktiv im Alter”, 60 Seiten konzentrierte Information) kann beim Berlin Institut bestellt werden. Auszüge wurden Anfang Dezember in der Körber-Stiftung vorgestellt.

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Wege aus dem Renten-Engpass (1)

Engpass+Drei Entwicklungen führen die deutsche Bevölkerung in diesem Jahrhundert in einen dramatischen Renten-Engpass:

  1. Die Zahl der Beitragszahler geht zurück: es gibt zu wenige Neugeborene und zu wenige junge Zuwanderer.
  2. Die Zahl der Beitragsempfänger wächst (1): In den nächsten 25 Jahren kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter.
  3. Die Zahl der Beitragsempfänger wächst (2): Die Rentenzeit wächst stetig auf Grund kontinuierlich wachsender Lebenserwartungen.

Wie soll man reagieren? Und wer ist überhaupt „man”? Diesen Fragen geht das Berlin Institut in seiner kostenlosen Studie „Produktiv im Alter” nach. Anfang Dezember wurden einige Kernergebnisse der Studie auf einer Veranstaltung der Körber-Stiftung in Hamburg vorgestellt.  Weiterlesen

China: Sorgen um die Alterstruktur

Keine Frage: die chinesische und die deutsche Bevölkerung weisen allein rein numerisch deutlich mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten auf. Und doch eint die Demoskopen hier wie dort eine Sorge: die der Überalterung.

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Wer kein Blog hat…

… sollte jemand kennen, der eines pflegt! Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kurz BMFSFJ, hat zwar div. Internet-Angebote, Newsletter und Initiativen mit eigenen Web-Portalen – ein Blog hat es aber (noch) nicht.

Darum veröffentlicht das ReifeNetzwerk hier die aktuelle Pressemitteilung 109/2012 zu den neuen Experten für den siebten Altenbericht der Bundesregierung.

Zitat Anfang

Kristina Schröder: "Gute Netzwerke in der Kommune sind Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter"

Bundesfamilienministerin beruft die Sachverständigenkommission zum Siebten Altenbericht der Bundesregierung

Zehn Expertinnen und Experten erhalten heute (Montag) aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, ihre Berufung zum Mitglied der Siebten Altenberichtskommission der Bundesregierung. Der Auftrag an die Sachverständigenkommission steht unter der

Überschrift: “Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften”. Den Vorsitz des Gremiums übernimmt Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

“Das lokale Umfeld hat für den Lebensalltag älterer Menschen eine besondere Bedeutung, denn kommunale Infrastruktur und soziale Netzwerke bestimmen maßgeblich die Qualität des Lebens im Alter mit”, so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. “Durch den demografischen Wandel findet kommunale Politik für ältere Menschen unter sich verändernden Bedingungen statt. Alterung der Gesellschaft, Veränderung von Familienstrukturen und auch die Binnenmigration stellen die Kommunen insoweit vor neue Herausforderungen.”

Der Siebte Altenbericht soll bis 2015 fertig gestellt werden und konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Seniorenpolitik in den Kommunen enthalten, um den vielfältigen Lebenslagen älterer Menschen zu begegnen und zu einem möglichst selbstbestimmten Leben im Alter beizutragen. Die Arbeit der Sachverständigenkommission wird begleitet von der Geschäftsstelle Altenberichte der Bundesregierung am Deutschen Zentrum für Altersfragen.

Die Altenberichterstattung geht zurück auf einem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 24. Juni 1994, der der Bundesregierung aufgibt, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation der älteren Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu erstellen. Die Erarbeitung der Berichte erfolgt durch weisungsunabhängige Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden.

Mitglieder der Siebten Altenberichtskommission sind:

* Prof. Dr. Andreas Kruse, Heidelberg (Vorsitz)
* Prof. Dr. Monika Alisch, Fulda
* Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Bochum
* Prof. Dr. jur. Thomas Klie, Freiburg
* Prof. Dr. Susanne Kümpers, Fulda
* Prof. Dipl. Ing. Elke Pahl-Weber, Berlin
* Wilhelm Schmidt, Berlin
* Dr. Wolfgang Schuster, Stuttgart
* Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Berlin
* Prof. Dr. med. Kerstin Wessig, Darmstadt

Bislang sind folgende Altenberichte erschienen:

* 1993 Erster Altenbericht zur Lebenssituation der älteren Generation in
Deutschland
* 1998 Zweiter Altenbericht “Wohnen im Alter”
* 2001 Dritter Altenbericht “Lage der älteren Generation in der
Bundesrepublik Deutschland: Alter und Gesellschaft”
(einschließlich der Entwicklung seit der Wiedervereinigung Deutschlands)
* 2002 Vierter Altenbericht “Risiken, Lebensqualität und Versorgung
Hochaltriger – unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen”
* 2005 Fünfter Altenbericht “Potenziale des Alters in Wirtschaft und
Gesellschaft – Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der
Generationen”
* 2010 Sechster Altenbericht “Altersbilder in der Gesellschaft”

Zitat Ende

Wir haben hier schon über vorangegangene Altenberichte geschrieben. Aus unserer Sicht haben gerade der 5. und der 6. Altenbericht wertvolle Anstöße gegeben, wichtige Problemthemen angesprochen, analysiert und programmatisch aufbereitet. Dem siebten Altenbericht im Jahr 2015 mit dem Fokus auf kommunale Herausforderungen sehen wir mit großem Interesse entgegen.

Der heute berufene Expertenkommission gratulieren wir zur Ernennung und wünschen ihr kritische Fragen, Analysen ohne Tabu und eine zukunftsorientierte Interpretation und Kommunikation.

Kein Zweifel: die Zukunft wird älter!