Schweizer genießen ihr Alter

Hallo, hier ist mal wieder Käthe. Wegen der vielen Feiertage habe ich das tägliche Geschehen nicht so verfolgt…. und meine Meinung zu Verkäufern, Läden und Banken ist ja bekannt. Geändert hat sich immer noch nichts. Ich werde oft immer noch als Deppin behandelt. Aber je älter ich ich werde, desto mehr sage ich auch vor Ort meine Meinung.

Was ich aber heute berichten will: Ich liebe die Schweizer für Ihre Offenheit! Laut einer aktuellen Umfrage des Internetportals 50plus.ch. genießen die Erfahrenen ihren Sex heute mehr als mit 25! Kein Wunder – hat man(n) (und Frau) doch auch mehr Erfahrung und weiß, was man will. So wie halt auch im Leben außerhalb des Bettes! Hier lesen Sie mehr zu der Untersuchung.

Und wo wir grad beim Thema sind: Unbedingt anschauen muss ich mir auch noch den Film “Paradies: Liebe“. Ältere Damen fliegen nach Kenia um Liebe und Aufmerksamkeit von ihren jüngeren Partnern zu bekommen. Paradies

Heute also mal etwas Anderes aus der Welt der Damen über 50. Aber wir können doch über alles reden – Oder?

Ab in die Tonne – Ü60 in den Müllcontainer?

Tonne

Im Rahmen eines Studienprojektes zum Thema „Ü60 – Design für morgen“ hat der Designstudent Philipp Stingl einen Mini-Haushalt in einem Müllcontainer eingerichtet. Er studiert Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Das Studienprojekt beschäftigte sich mit dem Design für Menschen, die alt sind oder in Zukunft alt sein werden. Diese Tonne sei sozusagen sein Zukunftsszenario, so Stingl und weiter: „Na ja, wenn künftig also so viele alte Menschen Teil unserer Gesellschaft sind, dann kollabiert das Sozialsystem, die Leute werden ohne Rente verarmen und auf der Straße leben. Und damit sie dort leben können, gibt es dann eben diese „humanitären Hilfscontainer“. Die werden dann an irgendwelchen Plätzen aufgestellt, damit die Alten darin leben und vielleicht auch Rohstoffe sammeln können.“

Um es gleich vorwegunehmen: Die Aktion ist nicht ganz ernst gemeint. Stingl stellte bei seinen Recherchen fest, dass in der Diskussion über den demografischen Wandel immer sehr negativ argumentiert wird und wollte dies ein wenig überspitzen. Seine Tonne wurde auf der Kunst- und Gewerbemesse im Leipziger Grassimuseum ausgestellt. Die Reaktion auf das Werk reichte von erwartungsgemäß empörter Ablehnung bis zu Verständnis und sogar Lob.

Obwohl dieses Projekt mit einem Augenzwinkern vorgestellt wurde, sensibilisiert es doch  für Fragen nach der Zukunft unserer alternden Gesellschaft: Wird unser Sozialsystem unter dem Druck der demografischen Entwicklung tatsächlich kollabieren? Werden wir uns auf ein Altersprekariat einstellen müssen? Wie werden die nachfolgenden Generationen unter dem Eindruck eines zunehmend schwieriger zu erwirtschaftenden Lebensunterhalts mit den Älteren umgehen? Reicht es wirklich nur für einen Müllcontainer?

Von der Rentner-Mülltonne sind wir wohl zum Glück noch etwas entfernt. Aber der provokative Hinweis ist wertvoll. Denn nicht nur die Rentner müssen sich auf knappere Zeiten einstellen, sondern auch die Wirtschaft, die gerade lernt, in der Generation 50+ eine goldene Zukunft zu sehen. In einer Mülltonne ist wenig Platz für 3D-Flachbildschirme und Massagebetten. Wer hier auf besondere Absatzpotenziale hofft, sollte auch dazu beitragen, dass bis ins hohe Alter Kraft und Lust zum Kauf besteht. Wir vom ReifeNetzwerk sehen hier noch viel Nachholbedarf.

Zielgruppen Senioren kein Thema auf der DKM

Heute beginnt die DKM – die größte Messe für Finanzdienstleister. Passend dazu erscheint auch die neue Ausgabe vom Versicherungsboten mit dem Leitthema: Die Silver-Ager eine unterschätzte Zielgruppe! Leider finden die Zielgruppen der Menschen über 50 auf der Messe nicht statt. Kein einziger der Vorträge und Kongress widmet sich den kaufkräftigen Zielgruppen. Warum? Haben Makler vielleicht Angst vor erfahrenen Versicherungsnehmern. Glaubt man der aktuelle Studie der VGH Versicherung ist der Versicherungsschutz kein Thema für ältere Menschen. Einzig im Bereich Hausratversicherung sehen viele ein Handlungsbedarf. Vielleicht, wollen sich daher Makler und Versicherungen nicht mit Kunden”belasten”, die anstrengend und anspruchsvoll sind.

Alleinreisende und reife Menschen für Anbieter von Kreuzfahrten uninteressant?

KreuzfahrtUnerwartet habe ich Ende November 14 Tage Zeit und auch ein Budget, um mir etwas Gutes zu gönnen. Da ich gern reise, dachte ich an eine Kreuzfahrt und begann sofort mit meiner Recherche im Internet. Das Angebot ist überwältigend, aber nicht für Alleinreisende und reifere Semester. 40 bis 50 Prozent Aufschlag auf den Kabinenpreis ist heftig und grenzt schon fast an Diskriminierung, da Einzelkabinen rar und auch nicht wirklich attraktiv sind. Das Angebot ist eindeutig auf Paare, Familien mit Kindern oder Jugendliche ausgelegt.

Leicht frustiert wählte ich eine der Hotlines und hatte eine sehr freundliche und kompetente Dame am Telefon. Sie bestätigte meine Einschätzung, bot aber sofort an, mir entsprechende Angebote herauszusuchen. Ich habe verzichtet, da die Vorstellung allein unter 2.000 Menschen zu sein, mich doch erschreckt hat.

Sobald die Reedereien Menschen ab 50 und Alleinreisenden interessante Reisen anbieten, bin ich die Erste, die bucht. Die Experten des ReifeNetzwerks sind gern beratend tätig, denn sie wissen, was diese Menschen wünschen.

Studie: Ältere Bankkunden haben spezielle Wünsche

Bankkunden im Lebensalter ab 50 Jahren aufwärts haben sehr konkrete Wünsche an ihre Banken. Die PSD Bank Rhein-Ruhr hat gemeinsam mit der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik eine bundesweite Befragung unter 600 Menschen aus der “Generation 50plus” zu den Themen “Bank- und Finanzierungsprodukte” durchgeführt. Die befragte Gruppe bestand zu jeweils ca. 50 % aus 50- bis 65-Jährigen und Kunden im Alter von mehr als 65 Jahren. Nach der Umfrage sehen Menschen über 50 zu mehr als 50 Prozent die selbst genutzte Immobilie als wichtiges Mittel zur Altersvorsorge. Auch der Substanzerhalt der Immobilie spielt eine wesentliche Rolle: Für Sanierungen und Renovierungen werden höhere Summen investiert, insbesondere für Umbauten im Bad, aber auch für energetische Sanierungen.

Bei der Geldanlage setzt die Gruppe auf Lebens- und Rentenversicherungen. Beim Geld ausgeben ist die Gruppen auch eher konservativ – Geld wird erst ausgegeben wenn man es hat. Das gilt auch für Baufinanzierungen…. das wundert nicht wirklich. Schließlich machen es die Banken den  Menschen über 50 nicht unbedingt einfach einen Kredit zu bekommen.

Weiter hat die Studie gezeigt: Menschen zwischen 50 und 65 Jahren geben durchschnittlich 24.000 EUR für ein Auto aus (Geld, das sie wahrscheinlich bar auf den Tisch legen). Das sollte doch mal Autoverkäufern zu denken geben. Konzipiert Autos für diese Zielgruppe! Und sprecht diese auch aktiv an!

Senioren-Offensive! Ein Manifest.

1           Situationsanalyse

Seit vielen Jahren sind die Senioren, die Generation 50plus (oder 60plus), die alten Menschen also, in der Defensive: Sie möchten doch bitte noch wahrgenommen werden von Medien und Marketing, noch ein wenig mitreden und kleinere Dienste erfüllen dürfen an (irgend)einem seniorengerechten Arbeitsplatz, noch am Rande auch stattfinden in Filmen, Features und Reportagen, noch etwas differenzierter gesehen werden in Statistiken (die gerne einfach die Gruppe ganz rechts unter „50 bis tot“ subsummieren).

Wie konnte es zu dieser defensiven Position des „wir wollen noch ein wenig mitmachen dürfen“, dieser gesellschaftlichen underdog-Position der Senioren kommen? Sie ist absurd und widernatürlich.

Die Ursachen für diese 180 Grad-Schieflage sind sicher vielfältig. Drei wesentliche Treiber sind

  • Werbung und Marketing: „Straffheit“, „Faltenfreiheit“, „Potenz“, „Fruchtbarkeit“ sind Weiterlesen

Schweizer reden mit uns und nicht über uns – und stellen fest: Es gibt viele Zielgruppen 50plus

Hallo hier ist Käthe, jetzt muss ich mich ja auch mal im neuen Blog zu Wort melden….. find ich übrigens klasse, dass sich das ReifeNetzwerk regelmäßig zu aktuellen Themen meldet. Da kann ich jetzt auch schneller reagieren. Ach und wer mich noch nicht kennt – ich berichte immer im marktmacher50plus aus meinem Leben als erfahrene Käuferin. Hier können Sie den aktuellen Marktmacher lesen.

Was habe ich gestern im Netz gelesen – die Schweizer Terzstiftung hat herausgefunden, dass es die Generation 50plus gar nicht gibt, sondern viele Generationen 50 plus. Oh – welch Überraschung!!!!! Wir sind nicht nur eine Zielgruppe sondern viele!!!!!

Und als Senioren wollen die Schweizer auch nicht angesprochen werden – sondern als das was sie sind: erfahrene, reife Menschen! Dem kann ich nur zustimmen! Gut gemacht Ihr Schweizer. Wer mehr lesen will: Hier steht mehr

Die ReifeNetzwerker sagen in Ihrer Beratung schon immer, dass es viele verschiedene sogenannte Zielgruppen 50plus gibt. Steht auch schon was im Blog.

Ich kann den Schweizern da nur zustimmen – redet mit uns – anstatt über uns zu reden! Das Alter ist nur eine Hilfsgröße. Das einzige was uns verbindet – wir sind anspruchsvoll! Schließlich sind wir schon ein paar Tage länger auf dieser Welt und machen auch nicht mehr jeden Hype mit. Wer uns als Käufer gewinnen will – der muss Qualität liefern!!! Und das nicht nur einmal sondern immer.

Also liebe Deutsche Unternehmen – nehmt Euch ein Beispiel an den Schweizern! Die Kollegen vom ReifeNetzwerk unterstützen Sie dabei gern!

 

Frauen-Versteh-Zeitungen

Wenn ich Bahn fahre, bin ich immer gern ein wenig früher da, damit ich in der Bahnhofsbuchhandlung stöbern kann. Nur dort bekomme ich einen Überblick, welche neuen und alten gedruckten Magazine grade angesagt sind. In letzter Zeit fällt mir auf, dass es immer mehr Magazine für Frauen im sogenannten “besten Alter” gibt. Mit Brigitte woman hat es angefangen, mittlerweile hat aber fast jede Frauen Zeitung einen Ableger für die “Leserin im besten Alter”. Wer soll das alles lesen?? Wer kauft die Zeitungen (viele Magazine sehe ich aber auch nur 3-5 Mal – dann sind diese wieder verschwunden… ich weiß warum… lesen Sie weiter – dann wissen Sie es auch…)

Wenig Inhalt

Also mich (47) spricht keines an. Auch wie bei den “jungen Magazinen” sind mehr als die Hälfte der Magazine mit Werbung gefüllt. Und ein Schelm wer dabei böses denkt – über die beworbenen Artikel gibt es auch noch einen redaktionellen Beitrag (Anti-Falten-Cremes sind immer gern genommen). Auch ansonsten ist der Inhalt mau – Mode (die sich Frau nicht leisten kann oder will), Beziehungen (wie finde ich den Richtigen?), Essen (wie bewirte ich Gäste?), Wohnung (wie gebe ich viel Geld aus für “Steh-Rümchen”?), Sex (welche Stellungen Frau unbedingt ausprobieren sollte), Reisen (was ist grade angesagt?) und ganz wichtig Kosmetik (wie sehe ich jünger aus?)

Was ich mir wünsche…..

Weniger Werbung, mehr Inhalt. Es darf ja auch gern Mode, Kosmetik, Essen, Reisen und Kosmetik sein. Aber vielleicht auch Beruf, Finanzen und Vorsorge?? Warum auch nicht Sport und Auto? Frauen in der Mitte des Lebens arbeiten meist auch. Wir nehmen am täglichen Leben teil. Und ich will mich nicht auf die typischen Frauen-Attribute festlegen lassen… Wären Medien nicht mein berufliches Interesse – ich würde keines der jetzigen Frauenmagazine kaufen (so zwischen 2,50 bis 4,00 EUR kosten 30 Minuten lesen)

Sehe ich das zu verbissen? Oder bin ich nicht die Zielgruppe? Ich freue mich auf Ihre Meinungen!