Ist Seniorenmarketing überhaupt sinnvoll?

130503 SeniorenEine seniorengerechte Ansprache gibt es nicht!

Viele Bücher wurden geschrieben, viele Seminare abgehalten und viele Umfragen gemacht – alle zu dem Thema Seniorenmarketing – Wie erreicht man die Generation 50plus? Und was ist passiert? Nicht viel. Es gibt zwar so genannte Seniorenprodukte, aber viele dieser Produkte werden einfach nicht angenommen. Warum? Liegt es an der falschen Ansprache? Oder am falschen Produkt? Oder aber daran, dass Produkte und Ansprache die Zielgruppe nicht treffen? Vermutlich stimmen oft weder Produkte noch die Ansprache!

Wer sind die Senioren?

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“Die 66″ – mein Messe-Tip

Fotolia_18614583_S(KaetheKlein)Hallo, hier ist Käthe! Am vorletzten Wochenende war ich in München auf der Messe “Die 66″. Ist ja die größte für uns Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Ich wollte da schon immer mal hin – und diesmal hat endlich geklappt. Was soll ich sagen – ich war überwältigt.

Was es nicht alles so gibt: Reisen, Räder, Autos, Kosmetik, Möbel, Computer und noch so vieles mehr. Wären da nicht die vielen älteren Besucher gewesen, ich hätte nicht gemerkt, dass ich auf einer Messe für ältere Menschen bin. Eigentlich wollte ich ja nur einen Tag bleiben und mir am zweiten München anschauen, dann war ich aber doch zwei Tag auf der Messe. Neben den Austellern wurden auch noch sehr viele interessante Vorträge angeboten. Auch das Bühnenprogramm und die Modenschauen haben mich begeistert.

Ich bin ja selten zufrieden zu stellen – aber hier war ich es. Ganz ohne wenn und aber. Für nächstes Jahr habe ich mir den Termin schon notiert: “Die 66″, 04. bis 06. April 2014, Leipzig, http://www.die-66.de. Aber vielleicht fahre ich vom 25. bis 27. Oktober auch schon nach Leipzig.

Unglaublich: die Autokäufer werden älter!

130416 Senioren im AutoFokus online berichtet von einer Sensation: deutsche Neuwagenkäufer werden immer älter! Diese überraschende Erkenntnis hat eine Forschungsgruppe rund um Professor Ferdinand Dudenhöffer an der CAR Universität Duisburg Essen herausgearbeitet.

Nach der Studie ist der durchschnittliche Neuwagenkäufer 52 Jahre alt, bei Mercedes sogar 56, bei SEAT (jüngste Käufergruppe) auch immerhin schon 44 Jahre.

Doch was ist daran eigentlich überraschend? Weiterlesen

Schweizer genießen ihr Alter

Hallo, hier ist mal wieder Käthe. Wegen der vielen Feiertage habe ich das tägliche Geschehen nicht so verfolgt…. und meine Meinung zu Verkäufern, Läden und Banken ist ja bekannt. Geändert hat sich immer noch nichts. Ich werde oft immer noch als Deppin behandelt. Aber je älter ich ich werde, desto mehr sage ich auch vor Ort meine Meinung.

Was ich aber heute berichten will: Ich liebe die Schweizer für Ihre Offenheit! Laut einer aktuellen Umfrage des Internetportals 50plus.ch. genießen die Erfahrenen ihren Sex heute mehr als mit 25! Kein Wunder – hat man(n) (und Frau) doch auch mehr Erfahrung und weiß, was man will. So wie halt auch im Leben außerhalb des Bettes! Hier lesen Sie mehr zu der Untersuchung.

Und wo wir grad beim Thema sind: Unbedingt anschauen muss ich mir auch noch den Film “Paradies: Liebe“. Ältere Damen fliegen nach Kenia um Liebe und Aufmerksamkeit von ihren jüngeren Partnern zu bekommen. Paradies

Heute also mal etwas Anderes aus der Welt der Damen über 50. Aber wir können doch über alles reden – Oder?

Ab in die Tonne – Ü60 in den Müllcontainer?

Tonne

Im Rahmen eines Studienprojektes zum Thema „Ü60 – Design für morgen“ hat der Designstudent Philipp Stingl einen Mini-Haushalt in einem Müllcontainer eingerichtet. Er studiert Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Das Studienprojekt beschäftigte sich mit dem Design für Menschen, die alt sind oder in Zukunft alt sein werden. Diese Tonne sei sozusagen sein Zukunftsszenario, so Stingl und weiter: „Na ja, wenn künftig also so viele alte Menschen Teil unserer Gesellschaft sind, dann kollabiert das Sozialsystem, die Leute werden ohne Rente verarmen und auf der Straße leben. Und damit sie dort leben können, gibt es dann eben diese „humanitären Hilfscontainer“. Die werden dann an irgendwelchen Plätzen aufgestellt, damit die Alten darin leben und vielleicht auch Rohstoffe sammeln können.“

Um es gleich vorwegunehmen: Die Aktion ist nicht ganz ernst gemeint. Stingl stellte bei seinen Recherchen fest, dass in der Diskussion über den demografischen Wandel immer sehr negativ argumentiert wird und wollte dies ein wenig überspitzen. Seine Tonne wurde auf der Kunst- und Gewerbemesse im Leipziger Grassimuseum ausgestellt. Die Reaktion auf das Werk reichte von erwartungsgemäß empörter Ablehnung bis zu Verständnis und sogar Lob.

Obwohl dieses Projekt mit einem Augenzwinkern vorgestellt wurde, sensibilisiert es doch  für Fragen nach der Zukunft unserer alternden Gesellschaft: Wird unser Sozialsystem unter dem Druck der demografischen Entwicklung tatsächlich kollabieren? Werden wir uns auf ein Altersprekariat einstellen müssen? Wie werden die nachfolgenden Generationen unter dem Eindruck eines zunehmend schwieriger zu erwirtschaftenden Lebensunterhalts mit den Älteren umgehen? Reicht es wirklich nur für einen Müllcontainer?

Von der Rentner-Mülltonne sind wir wohl zum Glück noch etwas entfernt. Aber der provokative Hinweis ist wertvoll. Denn nicht nur die Rentner müssen sich auf knappere Zeiten einstellen, sondern auch die Wirtschaft, die gerade lernt, in der Generation 50+ eine goldene Zukunft zu sehen. In einer Mülltonne ist wenig Platz für 3D-Flachbildschirme und Massagebetten. Wer hier auf besondere Absatzpotenziale hofft, sollte auch dazu beitragen, dass bis ins hohe Alter Kraft und Lust zum Kauf besteht. Wir vom ReifeNetzwerk sehen hier noch viel Nachholbedarf.

Zielgruppen Senioren kein Thema auf der DKM

Heute beginnt die DKM – die größte Messe für Finanzdienstleister. Passend dazu erscheint auch die neue Ausgabe vom Versicherungsboten mit dem Leitthema: Die Silver-Ager eine unterschätzte Zielgruppe! Leider finden die Zielgruppen der Menschen über 50 auf der Messe nicht statt. Kein einziger der Vorträge und Kongress widmet sich den kaufkräftigen Zielgruppen. Warum? Haben Makler vielleicht Angst vor erfahrenen Versicherungsnehmern. Glaubt man der aktuelle Studie der VGH Versicherung ist der Versicherungsschutz kein Thema für ältere Menschen. Einzig im Bereich Hausratversicherung sehen viele ein Handlungsbedarf. Vielleicht, wollen sich daher Makler und Versicherungen nicht mit Kunden”belasten”, die anstrengend und anspruchsvoll sind.

Alleinreisende und reife Menschen für Anbieter von Kreuzfahrten uninteressant?

KreuzfahrtUnerwartet habe ich Ende November 14 Tage Zeit und auch ein Budget, um mir etwas Gutes zu gönnen. Da ich gern reise, dachte ich an eine Kreuzfahrt und begann sofort mit meiner Recherche im Internet. Das Angebot ist überwältigend, aber nicht für Alleinreisende und reifere Semester. 40 bis 50 Prozent Aufschlag auf den Kabinenpreis ist heftig und grenzt schon fast an Diskriminierung, da Einzelkabinen rar und auch nicht wirklich attraktiv sind. Das Angebot ist eindeutig auf Paare, Familien mit Kindern oder Jugendliche ausgelegt.

Leicht frustiert wählte ich eine der Hotlines und hatte eine sehr freundliche und kompetente Dame am Telefon. Sie bestätigte meine Einschätzung, bot aber sofort an, mir entsprechende Angebote herauszusuchen. Ich habe verzichtet, da die Vorstellung allein unter 2.000 Menschen zu sein, mich doch erschreckt hat.

Sobald die Reedereien Menschen ab 50 und Alleinreisenden interessante Reisen anbieten, bin ich die Erste, die bucht. Die Experten des ReifeNetzwerks sind gern beratend tätig, denn sie wissen, was diese Menschen wünschen.

Studie: Ältere Bankkunden haben spezielle Wünsche

Bankkunden im Lebensalter ab 50 Jahren aufwärts haben sehr konkrete Wünsche an ihre Banken. Die PSD Bank Rhein-Ruhr hat gemeinsam mit der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik eine bundesweite Befragung unter 600 Menschen aus der “Generation 50plus” zu den Themen “Bank- und Finanzierungsprodukte” durchgeführt. Die befragte Gruppe bestand zu jeweils ca. 50 % aus 50- bis 65-Jährigen und Kunden im Alter von mehr als 65 Jahren. Nach der Umfrage sehen Menschen über 50 zu mehr als 50 Prozent die selbst genutzte Immobilie als wichtiges Mittel zur Altersvorsorge. Auch der Substanzerhalt der Immobilie spielt eine wesentliche Rolle: Für Sanierungen und Renovierungen werden höhere Summen investiert, insbesondere für Umbauten im Bad, aber auch für energetische Sanierungen.

Bei der Geldanlage setzt die Gruppe auf Lebens- und Rentenversicherungen. Beim Geld ausgeben ist die Gruppen auch eher konservativ – Geld wird erst ausgegeben wenn man es hat. Das gilt auch für Baufinanzierungen…. das wundert nicht wirklich. Schließlich machen es die Banken den  Menschen über 50 nicht unbedingt einfach einen Kredit zu bekommen.

Weiter hat die Studie gezeigt: Menschen zwischen 50 und 65 Jahren geben durchschnittlich 24.000 EUR für ein Auto aus (Geld, das sie wahrscheinlich bar auf den Tisch legen). Das sollte doch mal Autoverkäufern zu denken geben. Konzipiert Autos für diese Zielgruppe! Und sprecht diese auch aktiv an!

Senioren-Offensive! Ein Manifest.

1           Situationsanalyse

Seit vielen Jahren sind die Senioren, die Generation 50plus (oder 60plus), die alten Menschen also, in der Defensive: Sie möchten doch bitte noch wahrgenommen werden von Medien und Marketing, noch ein wenig mitreden und kleinere Dienste erfüllen dürfen an (irgend)einem seniorengerechten Arbeitsplatz, noch am Rande auch stattfinden in Filmen, Features und Reportagen, noch etwas differenzierter gesehen werden in Statistiken (die gerne einfach die Gruppe ganz rechts unter „50 bis tot“ subsummieren).

Wie konnte es zu dieser defensiven Position des „wir wollen noch ein wenig mitmachen dürfen“, dieser gesellschaftlichen underdog-Position der Senioren kommen? Sie ist absurd und widernatürlich.

Die Ursachen für diese 180 Grad-Schieflage sind sicher vielfältig. Drei wesentliche Treiber sind

  • Werbung und Marketing: „Straffheit“, „Faltenfreiheit“, „Potenz“, „Fruchtbarkeit“ sind Weiterlesen