Erinnerung: Demografiekongress 2012

Kurzmitteilung

Demografiekongress 2012: Anmeldung jetzt möglich

„Generation 50plus: Altes Eisen oder Best Ager“ ist das Thema des ersten übergreifenden Kongresses der neu gegründeten Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft.

Wie können Unternehmen die Potenziale ihrer älteren Beschäftigten besser nutzen? Unternehmensverantwortlichen und Beschäftigten werden Anregungen sowie Lösungsvorschläge für den betrieblichen Alltag präsentiert. Nicht kompliziert und aufwendig, sondern leicht umsetzbar und praxiserprobt. Das Impulsreferat von Ministerpräsident David McAllister und die Beiträge weiterer namhafter Redner versprechen weitgehende Einblicke in das spannende Thema.

Programm und Anmeldung für den 21.11.2012 stehen hier (PDF) zum direkten Download bereit. DieTeilnahme ist kostenlos.

Flowing Generation – gemischter Senioren- und Kinderchor begeistert bei InnovAging

Gestern stimmte bei der Veranstaltung „Demografie-Management: Transfer von Erfahrungswissen sichern“ vom Projekt InnovAging einfach alles.

Der Musikbeitrag  Flowing Generation hat im Blauen Saal im HCC die rund 150 anwesenden Gäste zu Begeisterungsstürmen bewegt. Bei dem Projekt Flowing Generation singen Senioren aus dem Kulturtreff und Kinder aus dem Kinder- und Jugendhaus Hainholz gemeinsam und überwinden Grenzen – sei es Alter oder Herkunft – und schaffen so die Basis für Verständnis und Vertrauen.  Ein Beispiel, das auch in Unternehmen Schule machen könnte.

Der nachfolgende Referent  Dr. Maik H. Wagner, MW Wissenskommunikation,  hatte es zunächst schwer, da er nach diesem emotionalen Einstieg mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und seinem neuen Ansatz „Nutzenpartnerschaft“ punkten mussten. Weiterlesen

Professionelles Verkaufen an die ‚Generation Silber‘ (60+)

Ältere Konsumenten legen besonderen Wert auf Service und Beratung. In den meisten Geschäften treffen sie auf Verkäuferinnen und Verkäufer der jüngeren Generation (25-35 Jahre), die sich nur schwer in die mentale Situation und Empfindungswelt der Generation Silber hineinversetzen können. Gerade dort, wo beratungsintensive Kaufvorgänge stattfinden sollen, ist es mit der Standardfrage „Kann ich Ihnen helfen?“ nicht getan.

Wie eine zielgruppengerechte Ansprache und Verhandlungstechnik aussieht, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars „Professionelles Verkaufen an die ‚Generation Silber‘ (60+)“. Dr. Heinz Joachim Bless (BDVT), Fachmann für Management-, Verkaufs- und Multimedia-Training erläutert, wodurch sich die ‚Generation Silber’ (60+) von anderen Käufern unterscheidet. Mit welchen Motiven und Emotionen lassen sich ältere Konsumenten überzeugen und wie sieht eine zielgerichtete Verkaufsargumentation aus? Zum Schulungsprogramm der eintägigen Veranstaltung gehören Übungen zur richtigen Kundenansprache und  Bedarfanalyse ebenso wie eine erfolgreiche  Einwandbehandlung.

www.bless.de

Immer mehr Rentner arbeiten

Elektriker im RentenalterAm 28.08. wurde in den Medien berichtet: Immer mehr Rentner arbeiten… 760.000 Ruheständler üben einen Mini-Job aus und 150.000 sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Jahr 2.000 waren es nur 280.000 Minijobber und 80.000 regulär angestellte Senioren.

Seit die Zahlen veröffentlicht wurden, melden sich Sozialverbände, Politiker, Gewerkschaften und natürlich auch die Medien zu Wort…. jeder versucht die Zahlen für sich zu nutzen. “Altersarmut”, “Rente mit 67″, “Leistungsfähigkeit der Älteren” sind die häufigsten Überschriften. Spannend finde ich die Äußerung von Ulrike Macher, Präsidentin der Sozialverbandes VdK: “Rentner arbeiten, um den Enkeln auch mal 10 EUR zuzustecken.” Dagegen sieht Holger Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft den Hauptgrund darin, dass sich ältere Menschen noch fit fühlen und arbeiten wollen.

Aus meiner Sicht werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Vor 10 Jahren waren weniger Menschen im Rentenalter. Fakt ist, dass die Renten in den letzten Jahren immer wieder gesunken sind. Aber in den letzten Jahren wurde die private Vorsorge auch immer weiter gefördert. Rentner heute leben nicht nur von der gesetzlichen Rente. Sie haben auch weitere Kapitaleinkünfte.

Spannend wäre es zu wissen, wieviel Prozent der 64-bis 75-Jährigen arbeitet. Und wenn es mehr sind als im Jahr 2000, dann hat sicher jeder einen ganz eigenen Grund – daraus politische und gesellschaftliche Forderungen abzuleiten, halte ich ohne weiteres Zahlenmaterial für unseriös.

Was meinen Sie? Freue mich auf Kommentare.

Ältere Arbeitnehmer – weniger leistungsfähig? Ein Mythos!

Am KopiererArbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland – Tendenz steigend.  Zu Beginn der 1990er Jahre waren knapp 44 Prozent der Erwerbspersonen über 40, heute sind es bereits 58 Prozent. Damit wächst die Sorge: Wird die deutsche Wirtschaft durch die Alterung ihrer Belegschaften Produktivität und Innovationskraft einbüßen, weil Ältere weniger leistungsstark und kreativ sind?

„Nein“, sagt Volkswirt Joachim Möller im aktuellen Beitrag seiner regelmäßigen Kolumne auf KarriereSPIEGEL und räumt damit mit einem Mythos auf, auf den auch unser Autor Peter Apel in seinem Manifest hingewiesen hat. „Ältere können nicht nur mithalten, sondern auch ausstechen.“ Zwar nimmt die sogenannte fluide geistige Leistungsfähigkeit tendenziell mit dem Lebensalter ab – das heißt, Ältere verfügen über weniger Kapazität, sich auf neue Aufgaben einzustellen, sie können schlechter irrelevante Informationen wegfiltern und sie haben mehr Schwierigkeiten, sich in neuen Situationen adäquat zu verhalten.

Andererseits ist die höhere Berufs- und Lebenserfahrung der Älteren zweifellos produktivitätsfördernd. Der Rückgriff auf den gespeicherten Erfahrungsschatz ist vorteilhaft bei der Problemlösung im betrieblichen Alltag. Ältere sind meist schon länger im Betrieb, sie kennen die Abläufe genau. Ihr Qualitätsbewusstsein ist im Schnitt höher und sie arbeiten präziser.

Für Unternehmen sind ältere Mitarbeiter deshalb keinesfalls ein Wettbewerbsnachteil – im Gegenteil. Entscheidend ist, Alterung als Prozess zu begreifen. Eine betriebliche Strategie, die erst dann gegensteuert, wenn Defizite auftreten, ist verfehlt. Die geistige und körperliche Fitness im Alter ist das Resultat eines lebenslangen Prozesses. Es kommt zudem auf das richtige Maß bei den Anforderungen an: Unterforderung erweist sich als ebenso schlecht für die Produktivität wie Überforderung.

Die Sorge vor einer automatisch nachlassenden Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft aufgrund alternder Belegschaften ist also unbegründet. Es ist ohne weiteres möglich, die Beschäftigungsfähigkeit und Innovationskraft bis ins höhere Alter zu erhalten. Man muss aber einiges dafür tun.

Wie der Weg zu nachhaltigerer Wettbewerbsfähigkeit in einer älter werdenden Volkswirtschaft erfolgreich eingeschlagen werden kann hat Das Reifenetzwerk in seinem Programm “VALUE Protection” vorgestellt. Wir sind überzeugt, dass die wesentlichen Impulse aus den Unternehmen kommen müssen, von den Führungskräften wie von der Belegschaft – über alle Altersgruppen hinweg. Richtig aufgesetzt und intern kommuniziert ist das ein Win-Win-Programm!

Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/a-850666.html

Senioren-Offensive! Ein Manifest.

1           Situationsanalyse

Seit vielen Jahren sind die Senioren, die Generation 50plus (oder 60plus), die alten Menschen also, in der Defensive: Sie möchten doch bitte noch wahrgenommen werden von Medien und Marketing, noch ein wenig mitreden und kleinere Dienste erfüllen dürfen an (irgend)einem seniorengerechten Arbeitsplatz, noch am Rande auch stattfinden in Filmen, Features und Reportagen, noch etwas differenzierter gesehen werden in Statistiken (die gerne einfach die Gruppe ganz rechts unter „50 bis tot“ subsummieren).

Wie konnte es zu dieser defensiven Position des „wir wollen noch ein wenig mitmachen dürfen“, dieser gesellschaftlichen underdog-Position der Senioren kommen? Sie ist absurd und widernatürlich.

Die Ursachen für diese 180 Grad-Schieflage sind sicher vielfältig. Drei wesentliche Treiber sind

  • Werbung und Marketing: „Straffheit“, „Faltenfreiheit“, „Potenz“, „Fruchtbarkeit“ sind Weiterlesen

Vom Frühpensionisten zum „Silver Worker“

Deutsche Firmen entdecken Qualitäten ihrer älteren Mitarbeiter neu, titelt derStandard.at am 10.7.2012.  „Um das Thema muss man sich intensiv kümmern“, sagt Professeor Jürgen Deller vom Institut für Strategisches Management der Leuphana Universität Lüneburg. „Wir wissen, dass in fünf bis acht Jahren die großen Kohorten in den Ruhestand wechseln. Wir werden in der kurzen Zeit nicht so viel effizienter werden, um das alles auffangen zu können.“ Schließlich lassen sich Stellen nicht in unendlichem Maße einsparen.

So bietet zum Beispiel Audi Beschäftigten einen kostenlosen Gesundheitscheck an, Arbeitsplätze werden ergonomisch gestaltet. Die Erfahrungen mit Älteren sind positiv, wie das Projekt „SilverLine“ gezeigt hat. Auch Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH setzt auf den richtigen Mix aus Alter, Geschlecht und Nationalität. Ältere bringen ihr breites Wissen ein, sie sind gut vernetzt im Unternehmen.

„Viele Personalmanager und Führungskräfte sind gewohnt, mit Menschen zwischen 20 und 45 oder 50 zu arbeiten“, sagt Wirtschaftspsychologe Deller. Sie kennen kaum die Lebenssituation von Menschen über 55. Je älter die Menschen würden, umso unterschiedlicher seien sie. Häufiges Thema sei etwa die Pflege der Eltern.
http://bit.ly/N8U3w1

Das ReifeNetzwerk sucht für eine Veranstaltung Best Practice-Beipiele von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die trotz schwerer Rahmenbedingungen – wie Standort oder Branche – durch zukunftsweisende Personalkonzepte Mitarbeiter finden und binden.