Seniorenauto – gibt’s das?

Seniorenauto“Man darf Produkte für Senioren machen – aber man darf nie sagen, dass sie für Senioren sind.” Sätze wie diese hatten fast Mantra-Charakter unter den Marketingverantwortlichen mit Zielgruppen über 50. Gern wurde noch spöttelnd hinzugefügt: “Auch wenn die 70 und 80 sind – alte Leute wollen die alle nicht sein!”

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“Senior” will keiner genannt werden

People congratulate and holding thumbs upEines der großen Geheimnisse der Kommunikation mit den Generationen 50plus liegt bekanntermaßen in der richtigen Ansprache. Das beginnt schon beim Namen. Wie sagt man: „das hier ist ein Produkt für Senioren“ ohne von „Senioren“, „älteren Menschen“ oder „Golden Ager“ zu sprechen?

Wir vom ReifeNetzwerk sind der Ansicht, dass man nicht ein Etikett  verwenden darf (z.B. „Senior“), um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. Man muss die konkrete Lösung präsentieren. Eine Brille ist für Menschen mit Sehschwäche, ein Stock für solche mit Gehschwierigkeiten, die Sockenanziehilfe für die, die sich nicht so gut bücken können. Wer das jeweilige Problem hat, wird hinschauen, wer nicht, den interessiert es nicht.

Wie elegant und würdig, und dabei doch auch 100% verkäuferisch das gehen kann, hat Tchibo jetzt vorgemacht. Schauen Sie sich mal diesen kleinen Prospekt an. Keine Seniorin und kein Senior wird angesprochen und doch bzw. gerade darum! wird die Zielgruppe 1a erreicht.

Wir heben den Daumen für diese überzeugende Leistung, excellent practice! Glückwunsch, Tchibo!

REWE hat es getan!

REWE-HungrigAufNeuesMorgens vor dem Supermarkt. Ein freundlicher Herr – deutlich jenseits der 50 – lächelt von der Plakatwand und wirbt für die neue Markenkampagne von REWE. Moment … ein älterer Herr? War das nicht bisher ein No-Go für die auf kompromisslose Jugendlichkeit getrimmte Werbebranche?  „Ältere Models machen das Produkt alt“, lautete doch bisher ein Credo aus den Chefetagen der Unternehmen. Darüber hinaus gilt bis heute für viele Werbetreibende nach wie vor, dass die werberelevante Zielgruppe mit 49 Jahren endet. Weiterlesen

Hurra, Schallmauer durchbrochen!

131022 FreudeDas ReifeNetzwerk gibt es seit 2005. In den letzten 8 Jahren haben wir sehr viel erarbeitet, geschrieben, besprochen, veranstaltet, ausgetauscht, gedruckt und veröffentlicht – immer zum Thema „Kommunikation mit den Generationen 50plus“. Wir sind also ganz klar auf den B2B-Aspekt der Silver-Generation ausgerichtet. Die Spezialisten von Das ReifeNetzwerk unterstützen Unternehmen bei ihrer Kommunikation mit dieser heterogenen und darum komplexen Zielgruppe. An diesem Programm, dieser Zielsetzung hat sich bis heute nichts geändert. Aber wir sind doch nicht stehen geblieben.

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Gastbeitrag: Barrierefreie PDF-Dateien

katjaKet

Mein Name ist Katja Ellbrunner-Thieme. Mit meiner Firma biete ich bapeD (barrierefreie PDF-Dateien) an. bapeD sind Dateien, deren Inhalt auch von blinden, sehbehinderten oder motorisch eingeschränkten Menschen erkannt werden kann.

Wenn Sie Informationen mit dem Internet verschicken wollen, wenn Sie möchten, dass die Datei bei Ihrem Kunden ebenso aussieht wie bei Ihnen am Rechner können Sie bapeD verwenden.

Die vergrößert dargestellte Schrift wird bei den bapeD neu umbrochen, das heißt, die Zeile ist nicht länger als der Bildschirm breit ist. Man kann sich den Text auch vorlesen lassen. Bilder sind mit Alternativtext hinterlegt, damit kann man sich deren Inhalt ebenfalls vorlesen lassen.

Zur Navigation gibt es Lesezeichen und Links, mit deren Hilfe man zu einer anderen Stelle der Seite springen kann oder auch zu einer WebSeite. Formulare können ohne Maus-Bedienung ausgefüllt werden. Man springt mit der Tastatur zum nächsten Feld.
Dies und Weiteres haben bapeD zu bieten.

Von Ihnen brauche ich eine PDF-Datei, die ich als bapeD überarbeiten kann. Oder Sie haben eine Papiervorlage, die ich scannen kann. Oder Sie stellen mir eine offene Datei zur Verfügung. Auch wenn Sie eine Idee haben, kann ich Ihnen den Entwurf für Sie erarbeiten. Die bapeD können Sie dann auf Ihre WebSeite stellen, Sie können Sie per eMail verschicken oder aber auch auf andere Art digital verbreiten.

Wenn Sie Interesse haben rufen Sie mich an oder schicken mir eine eMail.
Meine Telefonnummer ist 089.121 13 788, meine eMail-Adresse: kontakt@ket-group.de

Amazon startet Store „50+ Active & Healthy Living“

amazon-shop-50-plus-300x180Es hat sich zwar inzwischen herumgesprochen, dass 50plus eine der kaufkräftigsten Zielgruppen überhaupt ist. Galt bisher die Gruppe der 14-49-Jährigen als vielversprechendste Konsumentengruppe, wird diese enge Begrenzung inzwischen von vielen Werbetreibenden auf 14-59 Jahre ausgeweitet. Allerdings ist in der öffentlichen Wahrnehmung davon derzeit kaum etwas zu spüren.

Aber das könnte sich bald ändern, denn jetzt hat mit Amazon.com der weltweit größte Online-Händler die zahlungskräftige 50plus Generation für sich entdeckt und startet eine entsprechende Shopping-Rubrik auf seiner Online-Plattform. Ab sofort bietet Amazon.com unter der Rubrik „50+ Active & Healthy Living“ in den USA Produkte speziell für die Generation(en) 50plus an. Dazu gehören mehrere hunderttausend Ernährungs-, Wellness-, Fitness- und Medizin-, Beauty- und Entertainment-Produkte für Best Ager. Besonders interessant scheint die Möglichkeit, Produkte über „Subscribe & Save“ für einen individuell festlegbaren Zeitraum zu abonnieren und dafür einen Preisnachlass zu erhalten. Darüber hinaus können sich Besucher der Seite auch Tipps rund um die die Themen Gesundheit, Pflege oder gesunde Ernährung holen.

Die Startseite präsentiert sich übersichtlich und gut strukturiert, Schriften sind ausreichend gut lesbar, auch wenn man vielleicht auf die ausschließliche Verwendung von Großbuchstaben in den Rubriken hätte verzichten sollen. Die Produktauswahl und die Bestellprozesse sind amazontypisch gewohnt einfach. Weiterlesen

Das ReifeSiegel für seniorenfreundliche Webseiten

RS Logo A8 quadratischDas ReifeNetzwerk prüft Webseiten auf ihre Eignung für die stetig wachsende ältere Zielgruppe, die Generation 50+.

Internetseiten, die die Anforderungen erfüllen, erhalten das ReifeSiegel.

Die Analyse für das ReifeSiegel umfasst 35 Kriterien, die in 4 Gruppen gegliedert sind

  • Aufbau und Struktur der Webseite
  • Sprache, Kommunikation und Hilfe
  • Optik, Akustik und Haptik der Webseite
  • Einkaufsprozesse. Dieser letzte Punkt ist nur für Online Shops und Einkaufsportale relevant.

Alle 35 Kriterien haben besondere Relevanz für Senioren. Erarbeitet wurden sie von den Marketing-Experten von Das Reifenetzwerk (RNW) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christa Seja von der Hochschule Hannover.

Die Prüfung für das ReifeSiegel ergänzt die Standard-Kriterien bestehender Bewertungen und Gütezeichen. Es ist als Addition, nicht als Alternative zu anderen Prüfungen und Bewertungen entwickelt – relevant überall dort, wo die ältere Zielgruppe wichtig ist.

Bei der Bewertung untersuchen die Experten für Senioren-Marketing des ReifeNetzwerks die Webseite “manuell”, lesen viel, klicken sich durch die Menüs, bestellen Produkte – ein virtuelles Mystery-Shopping also.

Die 35 Kriterien werden nach Punkten bewertet, maximal werden 5 Punkte vergeben.

Die Prüfung mündet in die Entscheidung, ob das ReifeSiegel vergeben wird. Dies ist der Fall, wenn die Haupt-Kriterien mit der Note “befriedigend” bestanden wurden.

Die Prüfungen für das ReifeSiegel werden im Prinzip im Kundenauftrag durchgeführt, die Ergebnisse sind also vertraulich. In diesem Blog werden wir aber regelmäßig auch von durchgeführten “offenen” Analysen berichten.

Wer das ReifeSiegel und seine Hintergründe genauer kennenlernen will, findet hier ein PDF zum Downloaden. ReifeSiegel-Vorstellung als PDF.

Ansprechpartner für weitere Informationen zum ReifeSiegel ist Peter Apel

Telekom erkundet neues Geschäftsfeld für Senioren

Dach-Zentrale-Flagge-1Zum 1. Februar steigt die T-Systems International, eine Tochter der Deutschen Telekom, in ein für sie völlig neues Geschäftsfeld ein. Im Verbund mit der AOK Rheinland/Hamburg will sie sich als Gesundheitsdienstleister positionieren und startet dazu im niederrheinischen Goch ein Pilotprojekt, bei dem mehrere Ärzte und Apotheken sowie ein Sanitätshaus über eine Kommunikationsplattform verbunden sind. Senioren soll es via eines einfach zu bedienenden Videotelefonie-Systems ermöglicht werden, sich mit diesen Anbietern zu vernetzen. Auch Angehörige können sich ein solches Gerät bestellen, um so einfach den Kontakt von Angesicht zu Angesicht zu halten.

Das Produkt heißt Vitalig. Es ist ein einfach zu bedienendes Videotelefonie-System und wurde explizit für Senioren entwickelt, die bisher keine Erfahrungen mit Computern hatten. Für sie wurde ein All-in-One-PC mit Touchscreen so konfiguriert, dass er alleine als Plattform für das Kommunikationssystem dient. Andere Anwendungen sind damit nicht möglich, auch normale Telefongespräche lassen sich mit dem System nicht führen.

Laut Axel Wehmeier, Leiter des strategischen Geschäftsbereichs Gesundheit bei der Deutschen Telekom, soll die bewusste Reduzierung auf die wesentlichen Funktionen helfen, die Hemmschwelle für Senioren zu senken. Zukünftig sollen auch Client Lösungen für Smartphones und Tablet-PCs angeboten werden, so dass die Neuanschaffung von Hardware entfallen kann, wenn diese Geräte bereits vorhanden sind.  Weiterlesen

Sennheiser Kampagne für Best Ager: „So klingt das Leben“

 

Sennheiser AnzeigenmotivSennheiser hat die Zeichen der Zeit erkannt und spricht in der aktuellen Kampagne „So klingt das Leben“ speziell die Zielgruppe 50plus an. Ein kostenlos downloadbares und frei verwendbares HD-Video zeigt das „Making Of“ eines Fotoshootings für diese Kampagne. Aber nicht nur das: Im Video berichten die Verantwortlichen ausführlich darüber, wie intensiv sie sich mit den Bedürfnissen der Zielgruppe(n) 50plus auseinandergesetzt haben. So wird zum Beispiel ausdrücklich mit älteren Models gearbeitet und Wert auf eine zielgruppengerechte Inszenierung des Shootings gelegt: „Ja, wir halten eine spezielle Kampagne für diese Zielgruppe als eminent nötig. Weil diese Zielgruppe generell halt auch besonders angesprochen werden möchte. Zum einen ist es wichtig, dass man die Leute authentisch darstellt, das heißt, also auch ältere Models sollten dort gezeigt werden, damit da eine besondere Identifizierung auch stattfinden kann. Zum anderen muss man auch Produkte ein Stück weit anders inszenieren, also mehr anwenderbezogen inszenieren. Es muss etwas für den Menschen entsprechend drin sein, …“, so Torsten Stapel, Director Marketing PR bei Sennheiser Deutschland.

Befragt wird darüber hinaus Prof. Dr. Anabel Ternes von der Hochschule für Communication-Management (SHR), Berlin, zur Definition der Zielgruppe „50plus“: Weiterlesen

Ein Beispiel das Schule machen könnte

Hallo zusammen, am Wochenende war ich seit langem Mal wieder in der Kirche. Nein, ich will jetzt niemanden bekehren – keine Angst (könnte ich auch gar nicht). Aber trotzdem möchte ich darüber berichten, wie sich die Kirche (oder vielleicht auch nur die kleine Gemeinde in Norddeutschland) auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe eingestellt hat:

  • Am Eingang werden Gesangsbücher verteilt – in Normal- oder Großschrift!
  • Es gibt “Parkplätze” für Rollatoren (und Kinderwagen)
  • Neben den Bänken gibt es auch einzelne Stühle (für Eltern mit kleinen Kindern oder Menschen, die in den engen Bänken nicht sitzen können)
  • Selbstverständlich gibt es eine Rampe (für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle)

Viele Kleinigkeiten, die einen Gottesdienstbesuch angenehmer und komfortabler machen.