Wege aus dem Renten-Engpass (1)

Engpass+Drei Entwicklungen führen die deutsche Bevölkerung in diesem Jahrhundert in einen dramatischen Renten-Engpass:

  1. Die Zahl der Beitragszahler geht zurück: es gibt zu wenige Neugeborene und zu wenige junge Zuwanderer.
  2. Die Zahl der Beitragsempfänger wächst (1): In den nächsten 25 Jahren kommen die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter.
  3. Die Zahl der Beitragsempfänger wächst (2): Die Rentenzeit wächst stetig auf Grund kontinuierlich wachsender Lebenserwartungen.

Wie soll man reagieren? Und wer ist überhaupt „man”? Diesen Fragen geht das Berlin Institut in seiner kostenlosen Studie „Produktiv im Alter” nach. Anfang Dezember wurden einige Kernergebnisse der Studie auf einer Veranstaltung der Körber-Stiftung in Hamburg vorgestellt.  Weiterlesen

“Die 66″ – mein Messe-Tip

Fotolia_18614583_S(KaetheKlein)Hallo, hier ist Käthe! Am vorletzten Wochenende war ich in München auf der Messe “Die 66″. Ist ja die größte für uns Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Ich wollte da schon immer mal hin – und diesmal hat endlich geklappt. Was soll ich sagen – ich war überwältigt.

Was es nicht alles so gibt: Reisen, Räder, Autos, Kosmetik, Möbel, Computer und noch so vieles mehr. Wären da nicht die vielen älteren Besucher gewesen, ich hätte nicht gemerkt, dass ich auf einer Messe für ältere Menschen bin. Eigentlich wollte ich ja nur einen Tag bleiben und mir am zweiten München anschauen, dann war ich aber doch zwei Tag auf der Messe. Neben den Austellern wurden auch noch sehr viele interessante Vorträge angeboten. Auch das Bühnenprogramm und die Modenschauen haben mich begeistert.

Ich bin ja selten zufrieden zu stellen – aber hier war ich es. Ganz ohne wenn und aber. Für nächstes Jahr habe ich mir den Termin schon notiert: “Die 66″, 04. bis 06. April 2014, Leipzig, http://www.die-66.de. Aber vielleicht fahre ich vom 25. bis 27. Oktober auch schon nach Leipzig.

Gesundheits- und Senioren-Messen

FamilieGesundheit ist für deutsche Senioren das Prio-1-Thema – doch es berührt eigentlich die ganze Familie. Kein Wunder, dass sich die Gesundheits- und Senioren-Messen in vielen Bereichen überschneiden, sprechen sie doch sehr verwandte Zielgruppen an.

Wir pflegen darum Gesundheits- und Senioren-Messen seit Anfang 2013 in einer einheitlichen Liste. Bisher sind 20 Einträge zusammengekommen, aber es kommen immer neue dazu.

Wenn Sie eine weitere Messe kennen: wir freuen uns über jeden weiteren Eintrag!

Ab in die Tonne – Ü60 in den Müllcontainer?

Tonne

Im Rahmen eines Studienprojektes zum Thema „Ü60 – Design für morgen“ hat der Designstudent Philipp Stingl einen Mini-Haushalt in einem Müllcontainer eingerichtet. Er studiert Industriedesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Das Studienprojekt beschäftigte sich mit dem Design für Menschen, die alt sind oder in Zukunft alt sein werden. Diese Tonne sei sozusagen sein Zukunftsszenario, so Stingl und weiter: „Na ja, wenn künftig also so viele alte Menschen Teil unserer Gesellschaft sind, dann kollabiert das Sozialsystem, die Leute werden ohne Rente verarmen und auf der Straße leben. Und damit sie dort leben können, gibt es dann eben diese „humanitären Hilfscontainer“. Die werden dann an irgendwelchen Plätzen aufgestellt, damit die Alten darin leben und vielleicht auch Rohstoffe sammeln können.“

Um es gleich vorwegunehmen: Die Aktion ist nicht ganz ernst gemeint. Stingl stellte bei seinen Recherchen fest, dass in der Diskussion über den demografischen Wandel immer sehr negativ argumentiert wird und wollte dies ein wenig überspitzen. Seine Tonne wurde auf der Kunst- und Gewerbemesse im Leipziger Grassimuseum ausgestellt. Die Reaktion auf das Werk reichte von erwartungsgemäß empörter Ablehnung bis zu Verständnis und sogar Lob.

Obwohl dieses Projekt mit einem Augenzwinkern vorgestellt wurde, sensibilisiert es doch  für Fragen nach der Zukunft unserer alternden Gesellschaft: Wird unser Sozialsystem unter dem Druck der demografischen Entwicklung tatsächlich kollabieren? Werden wir uns auf ein Altersprekariat einstellen müssen? Wie werden die nachfolgenden Generationen unter dem Eindruck eines zunehmend schwieriger zu erwirtschaftenden Lebensunterhalts mit den Älteren umgehen? Reicht es wirklich nur für einen Müllcontainer?

Von der Rentner-Mülltonne sind wir wohl zum Glück noch etwas entfernt. Aber der provokative Hinweis ist wertvoll. Denn nicht nur die Rentner müssen sich auf knappere Zeiten einstellen, sondern auch die Wirtschaft, die gerade lernt, in der Generation 50+ eine goldene Zukunft zu sehen. In einer Mülltonne ist wenig Platz für 3D-Flachbildschirme und Massagebetten. Wer hier auf besondere Absatzpotenziale hofft, sollte auch dazu beitragen, dass bis ins hohe Alter Kraft und Lust zum Kauf besteht. Wir vom ReifeNetzwerk sehen hier noch viel Nachholbedarf.

Zielgruppen Senioren kein Thema auf der DKM

Heute beginnt die DKM – die größte Messe für Finanzdienstleister. Passend dazu erscheint auch die neue Ausgabe vom Versicherungsboten mit dem Leitthema: Die Silver-Ager eine unterschätzte Zielgruppe! Leider finden die Zielgruppen der Menschen über 50 auf der Messe nicht statt. Kein einziger der Vorträge und Kongress widmet sich den kaufkräftigen Zielgruppen. Warum? Haben Makler vielleicht Angst vor erfahrenen Versicherungsnehmern. Glaubt man der aktuelle Studie der VGH Versicherung ist der Versicherungsschutz kein Thema für ältere Menschen. Einzig im Bereich Hausratversicherung sehen viele ein Handlungsbedarf. Vielleicht, wollen sich daher Makler und Versicherungen nicht mit Kunden”belasten”, die anstrengend und anspruchsvoll sind.

Erinnerung: Demografiekongress 2012

Kurzmitteilung

Demografiekongress 2012: Anmeldung jetzt möglich

„Generation 50plus: Altes Eisen oder Best Ager“ ist das Thema des ersten übergreifenden Kongresses der neu gegründeten Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft.

Wie können Unternehmen die Potenziale ihrer älteren Beschäftigten besser nutzen? Unternehmensverantwortlichen und Beschäftigten werden Anregungen sowie Lösungsvorschläge für den betrieblichen Alltag präsentiert. Nicht kompliziert und aufwendig, sondern leicht umsetzbar und praxiserprobt. Das Impulsreferat von Ministerpräsident David McAllister und die Beiträge weiterer namhafter Redner versprechen weitgehende Einblicke in das spannende Thema.

Programm und Anmeldung für den 21.11.2012 stehen hier (PDF) zum direkten Download bereit. DieTeilnahme ist kostenlos.

Flowing Generation – gemischter Senioren- und Kinderchor begeistert bei InnovAging

Gestern stimmte bei der Veranstaltung „Demografie-Management: Transfer von Erfahrungswissen sichern“ vom Projekt InnovAging einfach alles.

Der Musikbeitrag  Flowing Generation hat im Blauen Saal im HCC die rund 150 anwesenden Gäste zu Begeisterungsstürmen bewegt. Bei dem Projekt Flowing Generation singen Senioren aus dem Kulturtreff und Kinder aus dem Kinder- und Jugendhaus Hainholz gemeinsam und überwinden Grenzen – sei es Alter oder Herkunft – und schaffen so die Basis für Verständnis und Vertrauen.  Ein Beispiel, das auch in Unternehmen Schule machen könnte.

Der nachfolgende Referent  Dr. Maik H. Wagner, MW Wissenskommunikation,  hatte es zunächst schwer, da er nach diesem emotionalen Einstieg mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und seinem neuen Ansatz „Nutzenpartnerschaft“ punkten mussten. Weiterlesen

Generationendialog im Alten Rathaus Hannover

„Der harmonische Krieg der Generationen“ titelte die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Thorsten Fuchs berichtete über eine Veranstaltung im Alten Rathaus Hannover – eine Kooperation von Körber-Stiftung, Deutschlandfunk und DRadioWissen.

Die Bundesministerium für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen (Jg. 1958) und die Autorin Cosima Schmitt (Jg. 1975) diskutierten vor vollem Haus über den demografischen Wandel, veraltete Altersbilder und über eine junge Generation, die in der Dauerkrise glücklich werden muss. Es moderierte Ralf Müller-Schmid, Leiter DRadio Wissen.

Die Harmonie wurde vom Moderator ein wenig „gestört“, in dem er auf die Ergebnisse der forsa-Umfrage „Altern in Deutschland“ hinwies, die im Auftrag von Körber-Stiftung und stern im März 2012 erstellt wurde. Von der Leyen bezweifelte die Studie. Schmitt meinte, auch körperlich Erschöpfte könnten vielleicht noch etwas für den Nachwuchs tun. Leider reichte die Zeit nicht, diesen Punkt zu vertiefen. Wer sich selbst ein Bild machen will, findet die Ergebnisse unter www.alter-neu-erfinden.de. Wer mitreden möchte, kann das auf dem Blog www.stern.de/grossefreiheit tun oder twittern an @grfreiheit oder posten auf www.facebook.com/Koerber-Stiftung.

Professionelles Verkaufen an die ‚Generation Silber‘ (60+)

Ältere Konsumenten legen besonderen Wert auf Service und Beratung. In den meisten Geschäften treffen sie auf Verkäuferinnen und Verkäufer der jüngeren Generation (25-35 Jahre), die sich nur schwer in die mentale Situation und Empfindungswelt der Generation Silber hineinversetzen können. Gerade dort, wo beratungsintensive Kaufvorgänge stattfinden sollen, ist es mit der Standardfrage „Kann ich Ihnen helfen?“ nicht getan.

Wie eine zielgruppengerechte Ansprache und Verhandlungstechnik aussieht, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars „Professionelles Verkaufen an die ‚Generation Silber‘ (60+)“. Dr. Heinz Joachim Bless (BDVT), Fachmann für Management-, Verkaufs- und Multimedia-Training erläutert, wodurch sich die ‚Generation Silber’ (60+) von anderen Käufern unterscheidet. Mit welchen Motiven und Emotionen lassen sich ältere Konsumenten überzeugen und wie sieht eine zielgerichtete Verkaufsargumentation aus? Zum Schulungsprogramm der eintägigen Veranstaltung gehören Übungen zur richtigen Kundenansprache und  Bedarfanalyse ebenso wie eine erfolgreiche  Einwandbehandlung.

www.bless.de

EU Wettbewerbe im Europäischen Jahr für aktives Altern

2012 ist das Jahr für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen. Die Europäische Union führt unter diesem Titel verschiedene Wettbewerbe durch, 5 davon laufen noch bis zum 1. September 2012.

Es winken keine spektakulären Preise, aber man bekommt Zugang zu und Aufmerksamkeit von neuen Gremien und Organsiationen innerhalb der EU, im EU-Umfeld und in deutschen öffentlichen Organisationen, vornehmlich im Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Zur Preisverleihung der EU Wettbewerbe wird man nach Brüssel eingeladen, auch das sicher kein alltägliches Erlebnis.

Eine Übersicht der EU Wettbwerbe findet sich hier, ebenso Details zu den Bedingungen der Teilnahme etc.

In der Tabelle hier haben wir die 4 interessantesten EU Wettbewerbe aus unserer Sicht aufgelistet.