VW Golf – das Lieblingsauto der Deutschen

Das LieblingsautoDas im ersten Halbjahr 2014 mit Abstand meistverkaufte Auto in Deutschland war der VW Golf: Mit 7,4 % aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw war er mit Abstand das beliebteste Automodell vor dem VW Passat (2,3%) und dem VW Polo (2,1%).  Erst  dann  folgte die 3er-Reihe von BMW (2,0%) als erstes Modell einer Konkurrenzmarke. VW ist damit der erfolgreichste deutsche Automobilhersteller – die Konzernmarke Audi noch gar nicht eingerechnet.

Aber wie sieht das bei den Senioren aus, bei den über 60-jährigen Autofahrern? Die aktuelle b4p-Studie (Deutschlands größte Markt-Media-Studie) gibt hier Auskunft: Von knapp 2.500 befragten 60 – 69-jährigen Personen, welchen Pkw sie am häufigsten nutzen, nannten 41 Prozent (!) den VW Golf. Der Golf ist damit bei den älteren Autofahrern der absolute und konkurrenzlose Favorit.

Woran liegt dies? Hier sind wir auf Hypothesen angewiesen. Zum einen ist VW gerade für ältere Autofahrer nicht nur eine etablierte und seriöse Marke, sondern sie hat auch eine lange erfolgreiche Tradition, die Ältere (als Inbegriff des deutschen Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg) miterlebt haben. Zum anderen ist der VW Golf technisch immer auf der Höhe seiner Zeit und hat trotzdem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und schließlich verfügt er über Fahrzeugmerkmale und Eigenschaften, die den Bedürfnissen älterer Autofahrer entgegenkommen.

Martin Kind: „Ich will 104 Jahre alt werden“

Martin Kind

Martin Kind beim 3. ReifeForum des ReifeNetzwerkes

Martin Kind, erfolgreicher Unternehmer und Hannover 96-Klubchef, wünscht sich  zu seinem 70. Geburtstag nur: „Ich will 104 Jahre alt werden“.

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 28. April 2014 sagt er, dass er sein Leben liebt: „Ich bin fit. Ich arbeite gerne. Ich lebe gerne. Ich nehme Herausforderungen und Verantwortung an.“ … Sein Arzt habe ihm gesagt, er hätte gute Gene und das könne klappen.

Das ReifeNetzwerk gratuliert Martin Kind zu seinem Geburtstag und wünscht ihm, dass seine Wünsche in Erfüllung gehen. Gleichzeitig sind seine Aussagen Wasser auf die Mühlen des ReifeNetzwerks. Es ist schon lange der Meinung, dass  kostbaren Ressourcen vergeudet werden, wenn man die Erfahrung, das Wissen und das Urteilsvermögen älterer Arbeitnehmer nicht nutzt. Bei der Diskussion zur Rente mit 63 oder bis 70 Jahren werden diese positiven Faktoren viel zu selten erwähnt.

Das Projekt „Value Protection“ vom ReifeNetzwerk-Mitglied Peter Apel greift diese Aspekte auf. Value Protection ist ein Programm zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des über die Jahre im Unternehmen aufgebauten Human Kapitals. Die von Mitarbeitern erworbenen Werte wie Erfahrung, Wissen, Kenntnis und Urteilsvermögen müssen geschützt, gepflegt und entwickelt werden – auch im Hinblick auf den demografischen Wandel. Value Protection ist das Programm, mit dem dies möglich ist.

Mehr dazu unter www.reifenetzwerk.de

Seniorenauto – gibt’s das?

Seniorenauto“Man darf Produkte für Senioren machen – aber man darf nie sagen, dass sie für Senioren sind.” Sätze wie diese hatten fast Mantra-Charakter unter den Marketingverantwortlichen mit Zielgruppen über 50. Gern wurde noch spöttelnd hinzugefügt: “Auch wenn die 70 und 80 sind – alte Leute wollen die alle nicht sein!”

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Ministerin Schwesig für Senioren nicht zuständig?

Ministerin SchwesigIst Manuela Schwesig nur für das Thema „Familie“ im Amt? Sind die anderen Themen, insbesondere „Senioren“, für sie bestenfalls Prio 2? Zu diesem Eindruck kann kommen, wer die jüngsten Pressemitteilungen und Meldungen unter der Rubrik „Aktuelles“ aus dem Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) verfolgt.

Sucht man auf der Webseite des Ministeriums ganz neutral nach „Meldungen“, so stellt man erstaunt fest, dass alle knapp 80 Treffer seit Amtseinführung der neuen Ministerin am 17.12.13 dem Bereich „Familie“ zugeordnet sind. Dies mag ein vorübergehender Ausdruck einer neuen Kategorisierung sein, die noch im Umbruch ist. Doch die dort angesprochenen Themen sind in der Tat sehr „familienlastig“ – Themen zu Senioren finden sich da jedenfalls gar nicht.

Gleiches gilt für die 6 Pressemitteilungen des BMFSFJ bis 12.2.14. Einziger Bereich bisher: „Familie“. Liest man die Inhalte, dann geht es oft um Kinder, um kinderlose Paare sowie um Chancengleichheit von Frauen und Männern. Alles wichtig und berechtigt – aber Senioren kommen nicht vor.

Bei Frau Schröder (17. Legislaturperiode) war das anders: knapp 145 Meldungen und PM zum Thema „ältere Menschen“. Unter Frau von der Leyen (16. Legislaturperiode) kam das BMFSFJ auf 107 PM und Meldungen zu dem Thema. Beide Ministerinnen hatten sich dabei den Senioren schon früh in ihrer Amtszeit zugewandt.

Ministerin Schwesig hat ihre 100 Tage noch nicht hinter sich, mit Kritik soll man also vorsichtig sein. Und es mag durchaus sein, dass sie es mit Obama hält: „The best is yet to come.“ Aber ein wenig Sorge bereitet die bisherige thematische Schieflage schon. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die Ministerin verschiebe hier bewusst und engagiert die Prioritäten. Das ist für die negativ betroffenen Gruppen immer schlecht. Doch angesichts des demografischen Wandels (auch wenn manche(r) das Wort schon nicht mehr hören mag) ist es auch für unser Land mehr als bedenklich.

Hoffen wir also, das dies alles nur ein unrepräsentativer, schiefer erster Eindruck ist, der schnell vergeht. Aber ein aufmerksames Auge werden wir nun schon drauf haben.

Babyboom: 50jährige überschwemmen das Land

Beautiful smiling cute babyAb diesem Jahr kann niemand mehr behaupten, dass Menschen über 50 eine kleine, unbedeutende Zielgruppe sind. In 2014 werden mehr Menschen 50 Jahre alt, als jemals zuvor (und wohl auch danach). Grund: der Babyboom 1964!

1.357 304 Babys wurden 1964 in Ost- und Westdeutschland geboren (in 2011 waren es gerade mal 662 685). Was bedeutet das für Unternehmen: Wer diese große Gruppe weiterhin als Kunden halten will, muss sich auf deren Wünsche, Bedürfnisse und auch auf die Sprache einstellen. Die Gruppe ist aufgewachsen mit Winnetou und Daktari. Kennt noch die Zeit von drei Fernsehprogrammen. Wurde ohne Computerspiele groß. Hörte die Rolling Stones und Pink Floyd. Und demonstrierte gegen Krieg und Atomkraft.

Und ganz wichtig – es waren immer überall viele! Viele Menschen bedeutet auch Macht! Sie haben eine ganze Generation mit ihrem Mode- und Musikgeschmack geprägt. Und ich hoffe, sie werden auch jetzt wieder ihre Macht ausüben und Unternehmen dazu zwingen, sich mehr mit den Bedürfnissen der Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu beschäftigen. Die heute 50-Jährigen sind aktiv und vielleicht auch unangepasst. Aber sie wissen ganz genau was sie wollen (und was nicht).

Natürlich gibt es auch eine Webseite mit einigen Geburtstagskindern: http://geboren.am/1964

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte für den großen Markt fit machen – dann rufen Sie uns an: 0511 / 953 945.

Plädoyer für Menschenfreundlichkeit

Rita SüssmuthAm 25. November 2013 erhielt Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D., in Berlin den diesjährigen Politik-Award für ihr weitreichendes Engagement in Bereichen wie Integration, Frauen und demografischer Wandel. In einer zukunftsweisenden Rede, die sie am 29. August 2013 anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Frankfurter Forums für Altenpflege (FFA) in der Frankfurter Paulskirche hielt, antwortete sie auf die Frage: Wie muss sich das Pflegesystem verändern, um zukunftsfähig zu werden? Eine Zusammenfassung dieser Rede mit dem Titel: „ Plädoyer für Menschenfreundlichkeit “ finden Sie als pdf zum Download im Newsletter des Frankfurter Forums für Altenpflege.

Altenpflege zählt auch zu den Schwerpunktthemen des ReifeNetzwerks, das mit seiner langjährigen Expertise Pflege- und Senioreneinrichtungen im Bereich Kommunikation berät und unterstützt.

Neue Wege zur Versorgung mit Dienstleistungen im ländlichen Raum

Kurzmitteilung

BMEL logoIn einer Pressemitteilung von heute stellt das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein neues Projekt zur Stärkung der Versorgung ländlicher Regionen vor:

Angesichts des demografischen Wandels wird es für viele Unternehmen im ländlichen Raum immer schwieriger, den Bewohnern ihre Dienstleistungen auch in Zukunft in erreichbarer Entfernung anbieten zu können. „Um die Regionen nachhaltig weiter zu entwickeln, brauchen wir moderne, regionale und wirtschaftlich tragfähige Versorgungsnetze im ländlichen Raum“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich in Berlin. Deren Aufbau fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen eines Projekts: So sollen Sparkassenfilialen, deren Schließung infolge des demografischen Wandels aus wirtschaftlichen Gründen droht, mit neuen Geschäftsmodellen geöffnet gehalten werden. Weiterlesen

Seniorenfreundliche Reise-Portale

Senior couple chatting over internet with computerWie generationenfreundlich ist das Internet?

Eine neue Studie, durchgeführt an der Internationalen Hochschule Bad Honnef im Zuge einer Bachelorarbeit, geht dieser Frage mit Fokus “Reise-Portale” nach. Wir stellen sie hier kurz vor.

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Wege aus dem Renten-Engpass (3)

EngpassWachsende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartungen und sinkende Geburtenraten – für einige Jahrzehnte werden diese demografischen „Grundströmungen” Deutschland prägen und dabei an Kraft noch deutlich zunehmen.

Das Berlin Institut hat in einer Studie Empfehlungen erarbeitet, wie dem sich hieraus ergebenden und sich weiter zuspitzenden Renten-Engpass zu begegnen ist. In Teil 1 unseres Berichts haben wir die Empfehlungen für staatliche Stellen behandelt, in Teil 2 die für Betriebe. Sehr grob zusammengefasst war der Grundtenor dieser Empfehlungen: Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit durch Öffnung staatlicher / öffentlicher Regelungen, Investitionen in Kompetenz- und Fitness-Erhalt, Aufwertung des Ansehens und der Wertschätzung älterer Mitarbeiter. Hauptziel: möglichst Viele sollten möglichst lange arbeiten. Das ist nicht nur gut für die Sozialsysteme sondern meist auch für den Einzelnen selbst.

Es ist eine Stärke der Studie, dass an dieser Stelle nicht mit dem Analysieren, Denken und Empfehlen aufgehört wurde. Vielmehr hat man sich die Frage gestellt: konkurriert möglicherweise diese nach hinten verlängerte Lebensarbeitszeit mit anderen, ebenso erstrebenswerten Aktivitäten, so dass die entsprechenden Empfehlungen netto gar keine Entlastung bringen? Oder etwas konkreter: gibt es Wechselwirkungen zwischen bezahlter Arbeit und ehrenamtlichen Engagements?

Die Findings hierzu wollen wir in diesem dritten und letzten Teil kurz behandeln. Die kostenlose Studie selbst („Produktiv im Alter”, 60 Seiten konzentrierte Information) kann beim Berlin Institut bestellt werden.

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Wege aus dem Renten-Engpass (2)

luce alla fine del tunnelWachsende Rentnerzahlen, höhere Lebenserwartungen und sinkende Geburtenraten – für einige Jahrzehnte werden diese demografischen „Grundströmungen” Deutschland prägen und dabei an Kraft noch deutlich zunehmen.

Das Berlin Institut hat in einer Studie Empfehlungen erarbeitet, wie dem sich hieraus ergebenden und sich weiter zuspitzenden Renten-Engpass zu begegnen ist. In Teil 1 unseres Berichts haben wir die Empfehlungen für staatliche Stellen behandelt.

In diesem Teil 2 geht es um die Empfehlungen für die Betriebe.

Die kostenlose Studie selbst („Produktiv im Alter”, 60 Seiten konzentrierte Information) kann beim Berlin Institut bestellt werden. Auszüge wurden Anfang Dezember in der Körber-Stiftung vorgestellt.

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