Online-Magazin 59plus

Erst war da eine Idee. Dann irgendwann ein kleines Unternehmen. Ein befreundeter Nachbar brachte Simone Brüggemann auf die Idee: eine Internetplattform für ältere Menschen. Sie hatte keine Ahnung wie das gehen könnte, vernetzte sich mit anderen Frauen und hat heute eine kleine Firma, die genau dieses Projekt stemmt ….

59plus+So beginnt die Einleitung zu einem Beitrag von Frau tv über die Macher von 59plus, einer Internetplattform für Senioren, die so gar nicht seniorenhaft rüberkommt. Klar stehen die Themen, die ältere Menschen bewegen, im Vordergrund. Und das sind nun mal etwas andere als die, die U30 interessieren. Trotzdem wirkt die Seite frisch und aufgeräumt – da ist nichts zu spüren vom Einheitsbeige, mit dem die Älteren immer noch gerne in Verbindung gebracht werden.

Der Videobeitrag ist noch bis zum 18.05.2018 verfügbar, die Plattform 59plus hoffentlich noch sehr viel länger.

50plus-Report 04/2017: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat April 2017 zusammenfasst.

Die neue Gründergeneration ist 50 plus …
28. April 2017. Die Anzahl der Unternehmensgründungen nimmt ab, weil sich die Arbeitsmarktlage positiv entwickelt und der Anreiz daher geringer ausfällt. Ein spezieller Bereich von Gründungen boomt jedoch. Der Anteil der älteren Gründer wächst. Mike Warmeling, Geschäftsführer der Warmeling Consulting Unternehmensgruppe, hat sich mit seinen Geschäftskonzepten in Lizenz auf diese Zielgruppe spezialisiert … weiterlesen

Ruhestandsplanung: Beratungsansätze für einen unbearbeiteten Markt
27. April 2017. Der demografische Wandel hat weitreichende Konsequenzen in allen Bereichen des Lebens. In der Finanzvorsorgeindustrie mangelt es zur Zeit allerdings noch an hochwertigen konzeptionellen Beratungsansätzen für die Zielgruppe 50plus … weiterlesen 

VHS: Generation Ü50 ist unsere Hauptzielgruppe
26.04.2017. Die Menschen werden immer älter und damit verlängert sich auch die Zeitspanne vor dem Altsein. Eine besondere Gruppe sind die Ü50er. Nicht mehr jung, aber noch lange nicht alt bilden sie eine neue Zielgruppe für Reisen, Fitnessstudios – aber auch für die Volkshochschule … weiterlesen 

Ab 50: Ausdauer- plus Krafttraining stärken das Hirn
25. April 2017. Eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns von Menschen über 50 verbessern. Wie australische Forscher entdeckten, scheint der positive Einfluss unabhängig von der aktuellen Hirngesundheit zu sein … weiterlesen 

Überalterte Gesellschaft bremst Deutschlands Wirtschaftswachstum
24. April 2017. Die Überalterung der Gesellschaft dürfte ein schwächeres Wirtschaftswachstum in Deutschland nach sich ziehen. Davor warnt die Bundesbank in ihrem aktuellen Bericht für den Monat April. Der Notenbank zufolge wird in den Jahren 2021 bis 2025 das Wachstum voraussichtlich auf durchschnittlich 0,75 Prozent zurückgehen. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Wachstum in den Jahren 2011 bis 2016 betrug 1,25 Prozent … weiterlesen 

„Die 66“ – Deutschlands größte 50plus-Messe
20. April 2017. Vom 19. bis zum 21. Mai findet „Die 66″ erstmals auf dem Münchner Messegelände statt. Zu den 16 Themenbereichen zählen neben „Freizeit & Hobby“ auch „Gesundheit“ sowie „Sport & Fitness“ … weiterlesen 

Initiative „50Plus Kompakt“ plant Siedlung für und mit geflüchteten Menschen
20. April 2017. Schöneberg. Ein kleines Büro in der Gotenstraße 76: Hier sitzt Horst Renziehausen mit einer großen Idee. Er plant ein Bauvorhaben mit und für geflüchtete Menschen. Seinen Ursprung hat das Projekt in Aleppo. Dort wollte der gelernte Maurermeister einen Gewerbe- und Handelspark mit Wohnungen errichten. Das Projekt war gleichzeitig als Berufsbildungsmaßnahme gedacht. Doch dann brach der Bürgerkrieg in Syrien aus … weiterlesen 

Management für die Generation 50 plus
14. April 2017. LANGENZENN – Auch an Langenzenn geht der demografische Wandel nicht vorbei. Die Altersgruppe 50 plus nimmt am deutlichsten zu. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, schlägt der Seniorenrat ein Quartiersmanagement vor … weiterlesen 

50plus-Report 03/2017: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat März 2017 zusammenfasst.

Betriebe sind mit Mitarbeitern 50plus zufrieden
28. März 2017. Obwohl immer mehr ältere Menschen arbeiten, finden Arbeitsuchende 50plus nur schwer einen neuen Job. Etwa 90 % der Betriebe, die Personen ab 50 Jahren neu eingestellt haben, sind allerdings mit ihren neuen „alten“ Mitarbeitern zufrieden. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im IAB-Kurzbericht 8/2017 „Neueinstellung Älterer – Betriebe machen meist gute Erfahrungen“ … weiterlesen

50plus Autorinnengipfel
22. März 2017. Ihre Bücher sind alle Bestseller: Für die Zeitschrift Meins trafen sich die Autorinnen Gaby Hauptmann („Liebling, kommst du?“), Susanne Fröhlich („Feuerprobe“) und Hera Lind („Die Sehnsuchtsfalle“) zum gemeinsamen Talk. In einem Buch-Extra in Meins (7/17) zur Buchmesse Leipzig verraten die Bestseller-Autorinnen sieben heiße Tipps, wie man eine gute Schriftstellerin wird. Dass diese drei Frauen schreiben können, zeigt seit Jahrzehnten der Blick auf die Bestsellerlisten. Sie schießen mit ihren Titeln immer direkt auf die obersten Plätze des Frauenbücher-Segments … weiterlesen

Senioren-„Spiegel“ kommt
20. März 2017. Mit „Spiegel Classic“ will der Spiegel Verlag „Leser in den besten Jahren“ – sprich: 50 plus – ansprechen. Ab 21. März ist der neue Titel am Kiosk. Zielgruppe sind insbesondere ältere Leser. „Wir teilen das Heft in drei Kapitel, das erste beschäftigt sich mit Politik und Gesellschaft“, sagte Redaktionsleiterin Susanne Weingarten. „Das zweite ist eine Dossier-Reihe zu zeithistorischen Themen, im dritten geht es um Freizeit und Unterhaltung im weitesten Sinn.“ … weiterlesen

Wandern und Natur als Top-Themen für 50plus-Generation
9. März 2017. Die auf der ITB in Berlin vorgestellte Deutsche Reiseanalyse zeigt: Die Themen Wandern und Natur dominieren die Interessen der Urlaubergeneration 50plus. Das von der Hotelplattform 50plusHotels.com speziell auf die qualitätsorientierten Ansprüche der „Best Agers” ausgelegte Angebot trifft somit genau den Zahn der Zeit. Die Hotelplattform ist ein Zusammenschluss serviceorientierter Gastgeber, die sich auf die Ansprüche und Wünsche der sogenannten „Best Ager“ spezialisiert hat … weiterlesen

Bundesverband Initiative Ruhestandsplanung: Aktiv für Generation 50plus
6. März 2017. Mit dem Ziel, über 50-Jährige beim Schritt in den Ruhestand zu unterstützen, nimmt der Bundesverband Initiative Ruhestandsplanung e. V. seine Tätigkeit als eingetragener Verein auf. Bei der Initiative handelt es sich um einen Zusammenschluss von Experten zum Thema Ruhestand, die ihre Erfahrung aus den Bereichen Finanzvorsorge, Vertrieb, Konzeptentwicklung, Marketing sowie Markt- und Personalentwicklung bündeln. Ihre Zielgruppe bezeichnet die Initiative als „Generation E“ und meint damit erfahrene, engagierte, empathische und eloquente über 50-Jährige. Ziel der Initiative ist es, die Generation E bei der Ruhestandsplanung professionell zu unterstützen … weiterlesen

50-plus-Frauen sollen auf Liebenswert-Magazin abfahren
6. März 2017. Die Zielgruppe 50 plus wird immer digitaler. Die Bauer Media Group zieht die Konsequenz und startet für sie das Webportal Liebenswert-Magazin: Die Website Liebenswert-Magazin.de (Untertitel: „Einfach gut fühlen“) soll einen bunten Themenmix für die weibliche Leserschaft in der Altersgruppe ab 50 Jahren aufwärts bieten. Mode, Beauty, Ernährung und Gesundheit natürlich, aber auch Entertainment, Reise, Partnerschaft – alles mit Nutzwert- und Servicecharakter … weiterlesen

Zielgruppe 70plus?

Die Mobilität überholt den demografischen Wandel!

Zielgruppe 70plus

Rainer Sturm / pixelio.de

Vor gut 10 Jahren habe ich Deutschlands erstes (und bislang einziges) Institut für Seniorenmarktforschung gegründet. Stichwort war damals die Zielgruppe 50plus (als Reaktion auf die seinerzeit „werberelevante“ Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen). Heute – gut 10 Jahre später – kann man nicht nur von der Zielgruppe 60plus sprechen. Nein, in vielen Fällen wäre es angemessener, von der Zielgruppe 70plus zu reden. Denn in diesen 10 Jahren hat sich die Zielgruppe mehr als 10 Jahre nach oben verschoben!

Heute sind die über 70-Jährigen oftmals nicht nur jung und fit geblieben, sondern unter Marketing-Gesichtspunkten eine besonders interessante Zielgruppe, weil sie zwei beneidenswerte Dinge haben: Zeit und Geld. Allerdings haben sich für das Marketing die Grenzen verschoben. Zwar ist der Eintritt ins Rentenalter (oder besser: der Austritt aus dem geregelten Berufsleben) nach wie vor ein gewaltiger Einschnitt und der Beginn einer neuen Lebensphase, die auch mit einem veränderten Konsumverhalten einhergeht. Aber die Grenzen sind fließend geworden. Der Renteneintritt bewegt sich zwischen 57 und 67 Jahren; das Arbeiten hört damit aber immer seltener auf. Ob Handwerker oder Führungskraft im Großunternehmen: Gearbeitet wird oft weiter, wenn auch unter veränderten Bedingungen. Die Zeit kann man sich nach eigenen Vorstellungen einteilen, das Konsumverhalten nach individuellen Bedürfnissen gestalten. Weiterlesen

50plus-Report 02/2017: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat Februar 2017 zusammenfasst.

„Ausgabefreudige Zielgruppe“
Ferdinand Thoma, Hotelier, über Ansprüche älterer Gäste, den Niedergang des Seniorentellers, Missverständnisse beim Service und die Schwierigkeiten fürs Marketing, wenn es um Begriffe wie „Senioren“ geht.
Der Beitrag ist nur mit Anmeldung komplett lesbar, wir zitieren daher hier die wichtigsten Statements:
Sie haben in Ihren Hotels Gäste ab 50 Jahren aufwärts im Fokus. Warum?
Thoma: Das ist eine attraktive Klientel im besten Alter, die über das nötige Geld verfügt. Bei uns kostet ein Doppelzimmer ab 320 Euro aufwärts – inklusive Vollpension und Aktivprogramm. Ältere leisten sich das durchaus, Jüngere eher weniger.
Ältere nehmen also die Hotelangebote eher an. Sind sie auch eine treue Klientel?
Thoma: Absolut, wir haben viele Gäste, die mehrmals im Jahr kommen und auch relativ lange bleiben. Diese Zielgruppe ist recht ausgabefreudig, wenn es um Urlaub und Erholen geht.
Was suchen die sogenannten Best Ager, wenn sie zu Ihnen kommen?
Thoma: Klar im Vordergrund steht das Thema Essen – hier mit Fokus auf Qualität, Gesundheit und Fitness. Ein zweiter Punkt sind Behandlungen aller Art, Kosmetik und Massagen etwa. Sehr gut an kommen auch unsere Abnehm-, Entsäurerungs- und Entschlackungswochen. Gesundbleiben ist ein zentraler Punkt. Für Jüngere spielt das seltener eine Rolle, für ganz Junge überhaupt nicht.
Kommen wir mal zur Zielgruppe. Soziologen unterscheiden eine Vielzahl von  Altersstufen und Typen – vom höchst Aktiven, der Marathon läuft, bis zum klassischen, eher passiven Senior. Eine schwer zu greifende Kundschaft?
Thoma: Überhaupt nicht. Wir stricken unser Angebot, und die Gäste suchen sich das heraus, was ihnen gefällt. Mit den Begrifflichkeiten sind wir in unseren Häusern übrigens sehr zurückhaltend. Wir werben keinesfalls mit „Seniorenangeboten“ und haben auch keine „Best-Ager-Hotels“.
Gibt es eigentlich Dinge, die älteren Gästen generell wichtig sind?
Thoma: W-Lan ist wichtig. Jeder Best Ager hat heute sein Smartphone dabei. Das ist noch ausgeprägter, als bei den Jüngeren.
Sie haben es bereits erwähnt: Mit den Begriffen „Senior“ oder „Best Ager“ ist das Marketing nicht unheikel. Wie werben Sie dann?
Thoma: Unsere Hotels mit ihren Angeboten stehen für sich, viel läuft über Mundpropaganda. Und was die Werbung angeht: Wir sind beispielsweise regelmäßig auf Reise- und Tourismusmessen. Jüngere gehen da eher nicht hin, Ältere schon.
Wo gibt es Handlungsbedarf für die Hotellerie?
Thoma: Gesundheitsbewusste Themen und vor allem Aktivitäten spielen eine ganz zentrale Rolle. Ein gut ausgestattetes Haus mit Spa- und Fitnessbereich ist zwar toll, aber gerade ältere Gäste schätzen Angebote zur Freizeitplanung und -gestaltung und wollen nicht gelangweilt herumsitzen. Hier ist der Hotelier gefragt.
Das ganze Interview lesen (nur per Anmeldung)

Mit diesen Marketing-Tipps erreichen Sie die Best Ager
Die Generation 60+ lässt sich nicht von schicken Posts auf Snapchat, Facebook, Instagram & Co. beeindrucken. Doch was imponiert Ihnen dann? Alexander Wild, Geschäftsführer Feierabend Online Dienste für Senioren AG, verrät Ihnen in sechs Tipps, worauf es beim Senioren-Marketing ankommt … weiterlesen

Rentnerrepublik Deutschland. Alte entscheiden die Wahlen
Deutschland ist längst zur Rentnerdemokratie geworden. Doch ganz so egoistisch und gegenwartsfixiert, wie es den Alten nachgesagt wird, sind sie gar nicht. Sie spielen ihre Macht nicht aus – noch nicht … weiterlesen

Meinung: Dieser diskriminierende Seniorenquatsch gehört abgeschafft
Schon mit 50 plus drohen Einladungen zum Seniorencafé. Bitte nicht! Menschen werden heute anders alt als vor 50 Jahren. Sie brauchen keine Sondervertretung, erst recht nicht in Partei-Arbeitsgemeinschaften … weiterlesen

Botschafterinnen für „Meins”: Die Influencer der Zielgruppe 50plus
Fürs Frauenmagazin „Meins” hat der Bauer-Verlag einen Botschafterinnen-Beirat ins Leben gerufen. Prominente Frauen – so eine Art Influencer der älteren Zielgruppe – sollen das Magazin unterstützen, das im Verlagssprech „Marktführer und Segmentbegründer der Zeitschriften für Frauen 50plus” genannt wird … weiterlesen

Neulich sollte ich Mundspülungen für Ältere testen …

Ein Hersteller von Mundspülungen wollte wissen, wie ältere Verwender seine Produkte handhaben und mit ihnen klar kommen. Mundspülungen beugen Zahnfleischentzündungen vor und sorgen für frischen Atem. Sie werden im Handel in Kunststoffflaschen mit Schraubverschlüssen angeboten und müssen genau nach Gebrauchsanweisung verwendet werden: Man muss sie zweimal täglich benutzen, die Flüssigkeit exakt dosieren, eine Minute im Mund spülen und dann ausspucken. Man darf sie nicht verdünnen, nicht schlucken und nicht mit Wasser nachspülen. Klar, dass man das alles nicht mithilfe von Interviews herausfinden kann.

05 neulich sollte ich Mundspülungen ..Was haben wir also gemacht, um die Handhabung von Mundspülungen zu untersuchen? Wir haben Verwender von Mundspülungen gezielt gesucht und gefragt, ob wir sie in ihrem Badezimmer zuhause beobachten dürfen, wenn sie ihren Mund spülen. Den Vorgang der Mundspülung haben wir (mit ihrer Erlaubnis) gefilmt, den Aufbewahrungsort der Mundspülungsflasche fotografiert; davor und danach haben wir sie zu Themen rund um die Mundpflege interviewt. Natürlich wurde dabei der Datenschutz eingehalten; alle Ergebnisse wurden völlig anonym ausgewertet und dargestellt.

Die Ergebnisse waren nun hochinteressant für den Hersteller von Mundspülungen. Denn abgesehen davon, dass die älteren Verwender vieles falsch machten und die Handhabung in der Regel nicht der Gebrauchsanweisung entsprach, gab es auch jede Menge Probleme beim Öffnen der Mundspülungsflaschen. Der Öffnungsvorgang erwies sich bei der Mehrzahl der älteren Verwender als überaus schwierig – insbesondere die „Kindersicherung“ der Verschlusskappen war für die Feinmotorik älterer Menschen ein schwerwiegendes Hindernis.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Hersteller bei der Entwicklung ihrer Produkte ältere Verbraucher nicht im Fokus haben. Denn entsprechende Hinweise – auf den Mundspülungsflaschen und in der Gebrauchsanweisung – als auch produktionstechnische Änderungen bei der Flasche selbst könnten die Handhabungsprobleme Älterer minimieren (und überdies auch jüngeren Verbrauchern zu Gute kommen).

Grau dich – schließen wir jetzt Frieden mit dem Altern?

Google Suchergebnis

Google Suchergebnis – Ist Grau das neue Blond?

Daniel Behrendt hat in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 27./28. August 2016 einen Beitrag veröffentlicht mit der Überschrift „Grau dich!“ .

Was in Amerika schon üblich ist – nämlich graue Haare nicht mehr zu färben – war in Deutschland lange kein Thema. Die Versuche von Anbietern entsprechender Haarpflegeprodukte waren erfolglos. Das könnte sich jetzt ändern und zwar durch ein 14-jähriges Mädchen namens Tavi Gevinson. Die US-Bloggerin hat schon 2010 den Look „Granny Hair“ vorgestellt. Jetzt scheint Grau auch in Deutschland allmählich seinen Schrecken zu verlieren.

Laut Daniel Behrendt fordert auch die Frauenzeitschrift Brigitte unter dem Titel „Graue Haare färben? Schluss damit!“ ihre Leserinnen auf, zu ihren grauen Haaren zu stehen. Bloggerinnen jenseits der 50 sollen Frisuren und Looks empfehlen, die graues Haar effektvoll in Szene setzt. Auch Haarkosmetikhersteller empfehlen, mit dem Färben aufzuhören und bieten Produkte an, damit die Haare glänzen und Spannkraft haben. Der Trend, so Behrendt, ist unübersehbar: Er geht vom Verstecken zum Verwöhnen.

Interessant ist, dass er sogar die Bibel zitiert. So steht im Buch der Weisheit „Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden.“ Er führt dazu, es sei die wohlbekannte Ermahnung, Respekt vor dem Alter zu zeigen. Denn Alter kann auch Erfahrung und Klugheit bedeuten. Es kann auch bedeuten, bei sich angekommen zu sein, es nicht mehr jedem beweisen zu müssen. Und es kann auch bedeuten, nachsichtig zu sein mit den Jüngeren – und die Überholspur jenen zu überlassen, die noch glauben, es gehe immer nur bergauf im Leben.

Wie schön, dass der Autor dieser Zeilen die Grundforderung der Experten des ReifeNetzwerks so gut auf den Punkt gebracht hat. Ob sich in Deutschland allerdings der Trend zum grauen Haar so schnell durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln.
Solange Optik und soziale Anerkennung noch so stark korrelieren, ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Wir vom ReifeNetzwerk tun dies seit 10 Jahren und – was erfreulich ist – mit zunehmendem Erfolg.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Keine Lust auf Beige

In der Hannoverschen Allgemeine Zeitung vom 13. August 2016 habe ich einen Beitrag von Kerstin Hergt gelesen, der mir aus der Seele gesprochen hat.

Sie stellt darin ein Buch von Ari Set Cohen: „Advanced Style: Older & Wiser“ vor. Erschienen bei powerHouse Books, 272 Seiten, 23,99 Euro.

AdvancedStyleScreen

Ari Seth Cohen: “Advanced Style”

Ari Seth Cohen ist ein New Yorker Blogger, der seit acht Jahren betagte Frauen und Männer fotografiert, die sich nicht in Beige kleiden, sondern einen zum Teil sehr extravaganten und farbigen Kleiderstil frönen. Das lässt auch für Deutschland hoffen und wer genau hinsieht, weiß, dass die These der Farbforscher der Bergischen Universität Wuppertal nicht unbedingt stimmen muss. Wollen sie doch, so Kerstin Hergt, den Beweis erbracht haben: „Mit zunehmendem Alter entfärbt sich der Mensch, weshalb Senioren bei der Kleidung das viel bespöttelte Rentnerbeige bevorzugen. Alte Menschen  wollten „optisch nicht laut“ sein, schussfolgerten die Wissenschaftler.“

Die Experten vom ReifeNetzwerk wissen, dass sich das Altersbild in den letzten Jahren sehr gewandelt hat. Gerade die jüngeren Älteren verstecken sich nicht mehr – weder in beiger Kleidung noch halten sie mit ihrer Meinung hinter dem Berg. Sie fordern Service und Dienstleistungen und ein Angebot, das ihren Wünschen entgegen kommt. Unsichtbarkeit gehört sicherlich nicht dazu.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Smart Home: Alte Menschen akzeptieren moderne Technik

Tablett als Bediengerät

Tablet-PC als altersgerechtes Bediengerät
Foto: Cibek

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet mit ungeheurem Tempo voran – vom Arbeitsplatz über die Mobilität bis hin ins Wohn- und Schlafzimmer. Häufig unbemerkt in der öffentlichen politischen Diskussion ist auch die Wohnungswirtschaft längst in der digitalen Welt angekommen. Im Vermietungsprozess sind bereits seit vielen Jahren digitale Medien im Einsatz. Auch ein digitaler Prozess von der Mängelanzeige bis zur Handwerkerbeauftragung ist längst Standard.

Dennoch hat die Wohnungswirtschaft gegenüber vielen anderen Branchen einen immensen Nachholbedarf. So sind zum Beispiel die Gebäudezustandserfassung und die Mieterkommunikation in der Regel nicht oder nur teilweise in einem digitalen Prozess erfasst. Unter dem Stichwort Wohnungswirtschaft 4.0 suchen vermehrt Wohnungsunternehmen nach Ansätzen für ein Gesamtkonzept, das unter anderem die Aufgabenfelder Energie und Energieerzeugung, digitale Datenerfassung und Mieter-Portallösungen sowie digitale Erfassungs- und Abrechnungsprozesse von Energieverbräuchen beinhaltet.

Entgegen einer teilweisen digitalen Zurückhaltung in der Branche setzen bereits seit Anfang des neuen Jahrtausends Wohnungsunternehmen unterschiedlicher Größen und Rechtsformen technische Assistenzsysteme ein. Diese halten mit Bezeichnungen wie Ambient Assisted Living (AAL) und Smart Home zunehmend in Mietwohnungen Einzug. Sie helfen älteren und beeinträchtigten Menschen, länger sicher, komfortabel und eigenständig in ihrer angestammten Umgebung und Wohnung leben zu können. Aber nicht nur Mieter(innen), sondern auch Wohnungsunternehmen und die Gesellschaft profitieren. Zudem wird der Gesundheitsstandort Wohnung gestärkt.

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Gartenarbeit ohne Bücken: Hochbeete sind eine Lösung

2+Die Gartenarbeit kann ab einem bestimmten Alter beschwerlich werden, besonders das Bücken lässt manchen Gartenbesitzer in fortgeschrittenem Alter über Alternativen nachdenken. Denn eigentlich liegt Gartenarbeit gerade bei den Älteren voll im Trend und sie haben anders als die Jüngeren die Zeit und die finanziellen Möglichkeiten, sich intensiv mit dieser Freizeitbeschäftigung auseinanderzusetzen. Für Gartenberater oder -planer bietet es sich daher an, diese lukrative und kauffreudige Klientel unter anderem über die Vorzüge von Hochbeeten zu aufzuklären.

Gärtnern auf hohem Niveau
Hochbeete lohnen sich für jeden Garten, vor allem, wenn sie für den eigenen Kräuter- und Gemüsebau genutzt werden. Auch Anfänger behalten leicht den Überblick, selbst wenn sie vieles durcheinander pflanzen. Die Kräuter, Salate und Gemüsepflanzen können dichter gesetzt und nach der Ernte kann jede entstehende Lücke wieder genutzt werden. Aber auch Zierpflanzen können in Hochbeeten schön in Szene gesetzt werden.

Rückenfreundlich und pflegeleicht
Der größte Vorteil von Hochbeeten ist aber das rückenfreundliche Arbeiten. Bücken braucht sich hier niemand mehr, wenn er die Höhe des Hochbeets an seine Körpergröße anpasst. Und sogar im Sitzen vom Rollstuhl aus kann man seine Leidenschaft an speziellen Hoch- und Tischbeeten ausleben. Der anfänglich größere Aufwand durch das Bauen und Füllen des Beetkastens wird bereits im ersten Anbaujahr wettgemacht.

Hochbeete in der Gartengestaltung
Unter einem Hochbeet verstehen die meisten Menschen ein freistehendes, kastenförmiges Gebilde zum Anbau von Nutzpflanzen. Doch es gibt viel mehr Möglichkeiten, Hochbeete in den Garten zu integrieren. Gut ist, wenn man  sie von vornherein mit einplant. Besonders an der Terrasse kann es sinnvoll sein, niedrige Hochbeete als Abgrenzung zu bauen. Bepflanzt man sie nur teilweise, kann man die restlichen Flächen mit einer passenden Abdeckung zum Sitzen oder zur Aufbewahrung von Sitzkissen, Gartenutensilien u.a. nutzen. Bei Reihenhäusern kann ein Hochbeet, kombiniert mit einer Kletterhilfe, wirkungsvoller Sichtschutz zur Nachbarterrasse sein.

Selbst im Vorgarten leistet ein Hochbeet nützliche und gestalterische Dienste. Ein kleiner Baum im Hochbeet ist besser mit dem Auto unterfahrbar. Ein erhöhtes Zierbeet gliedert eine Pflasterfläche, kann als Sitzplatz dienen und die Pflanzen sind hier sicher vor dem Zertreten. Im Vorgarten lassen sich Hochbeete auch schön mit anderen, einzeln stehenden Elementen wie Mülltonnenschränken und Fahrradboxen kombinieren.

Das richtige Beet finden
Musste man sich vor einigen Jahren das Hochbeet noch selbst bauen, gibt es inzwischen eine Vielzahl von mehr oder weniger durchdachten Hochbeeten zu kaufen. Viele locken mit günstigen Preisen, doch sollte man jedes Angebot erst genau unter die Lupe nehmen, um die Schwachstellen vor dem Kauf zu erkennen. Die meisten preiswerten Hochbeete sind für viele Menschen nicht hoch genug (oft nur 40 – 80 cm).

Angebote aus Kunststoffen sind sehr leicht und schnell aufgebaut, meist aber ziemlich hässlich und sie bleichen mit der Zeit aus. Modern, aber durchaus gefällig sind Hochbeete aus verzinkten oder einbrennlackierten Blechen. Sie bestehen aus wenigen Wandteilen und sind schnell aufgebaut.

Auf passendes Zubehör achten
Ein weiteres Kaufkriterium ist das Angebot an passendem Zubehör. Ein exakt auf das Beet  abgestimmter Frühbeetaufsatz aus Alu-Rahmen und Acryl-Scheiben ist nicht teurer und zudem viel leichter und handlicher als eine Eigenkonstruktion. Neben Maßen, Materialien und Qualität spielt auch der eigene Geschmack eine große Rolle. Welche Beetform und -farbe, ob eher rustikal oder modern, muss jeder für sich entscheiden.

Die Füllung entscheidet
Durch Unkenntnis und Fehlinformationen werden die meisten Hochbeete wie Hügelbeete befüllt. Richtig ist, eine nicht sackende, mineralische Dränageschicht einzufüllen und die Substratschicht an die gewählte Kulturmethode anzupassen. Für die meisten Kulturpflanzen reichen 30 bis 40 cm Substrathöhe völlig aus. Das selbst gemischte oder fertige Kultursubstrat schüttet man über einer Trennlage in Form eines Dränagevlies auf. Es kann dann direkt bepflanzt werden.

Vor dem Kauf oder Bau des Hochbeets und dem Füllen mit Dränage- und Substratschicht ist es sinnvoll, ein gutes Buch zum Thema zu lesen (s.u.) oder sich Rat von Experten zu holen.

Gartenberater und Gartenplaner helfen weiter
Für Gartenberater oder Gartenplaner bieten wir besondere Seminare an oder weisen in Vorträgen auf die vielen Möglichkeiten hin. Besonders wichtig ist dabei die richtige Ansprache der Zielgruppe 50plus. Um diese Zielgruppe zu überzeugen, muss man Fingerspitzengefühl mitbringen und nicht das Rückenproblem und das Alter, sondern die vielfältige und bequeme Nutzung in den Fokus stellen.

Cover HochbeeteViel mehr über Materialwahl, Füllung und den Anbau von Nutzpflanzen in Hochbeeten erfahren Sie im Buch, das beim Kosmos-Verlag für 14,99 € im Buchhandel erschienen ist. Die Autoren sind ausgewiesene Praktiker, die schon viele Jahre mit dem Bau, der Füllung und Bepflanzung von Hochbeeten experimentieren und hier ihr Wissen in profunden Texten und über hundert schönen Fotos wiedergeben.

 

 


 

AutorenBrigitte Kleinod ist Biologin, Gartenplanerin und Autorin zahlreicher Gartenbücher. Mit ihren eigenen Hochbeeten experimentiert sie seit vielen Jahren und hält Vorträge, Fortbildungen und Seminare zum Thema. Sie berät Privatkunden, Schulen, Seniorenheime und Gartenbauvereine zur Gartengestaltung und dem ergonomischen Arbeiten im Garten und an Hochbeeten (www.kleinod-garten.de). Sie ist schon lange mit dem ReifeNetzwerk verbunden.
Manfred Stiebler ist gelernter Modellbauer und betreibt eine eigene Holzwerkstatt. Vor 35 Jahren baute er seine ersten Hochbeete und hat sie seither immer weiter entwickelt. Herausgekommen sind ergonomisch ausgeklügelte, formschöne und haltbare Beete, die man bei ihm bestellen kann. Seine Erfahrungen mit dem Anbau von Nutzpflanzen in Hochbeeten gibt er in Vorträgen weiter. (www.stima-hochbeet.de)