Fachtagung – Dienstag, 15. September, Henriettenstiftung Hannover

Kurzmitteilung

Leben im Alter: Niedersachsen schafft Chancen!

Tagungsort: Großer Saal der Henriettenstiftung, Marienstraße 72, 30171 Hannover
Organisation: Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e.V. (LVG&AFS)
Teilnahmegebühr: 20,00 Euro pro Person
Anmeldeschluss:   01. September 2015
Programminhalte: http://www.gesundheit-nds.de/index.php/veranstaltungen

Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich auf selbstbewusste Senioren einstellen

 

csm_logo_11_DST_RGB_kurz_72dpi_735d67750dVom 2. bis 4. Juli 2015 fand der 11. Deutsche Seniorentag unter dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft“ statt. Trotz tropischer Temperaturen strömten in den drei Tagen rund 15.000 Besucherinnen und Besucher in das Congress Center der Messe Frankfurt am Main. Am Freitag waren auch viele junge Menschen dabei, die sich beruflich oder privat für das Thema interessieren.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) ist die Lobby der Älteren. Es ist der BAGSO in Frankfurt wieder gelungen, eine hochkarätige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Auch die begleitende Messe SenNova brachte neue Anregungen, die begeistert aufgenommen wurden. Das Tagungsprogramm deckte viele Aspekte des Älterwerdens ab und die Beteiligung der Besucherinnen und Besucher zeigte, wie aufgeschlossen und aktiv Menschen reiferen Alters am Leben teilnehmen. Mehr dazu unter: www.bagso.de.

„66 gute Ideen für ein aktives Altern“ ist der Titel der Broschüre, die Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der BAGSO, auf der SenNova präsentierte und von IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung – erstellt wurde. Mehr dazu unter: www.in-form.de/aeltere.

In den Vorträgen wurden Themen behandelt wie „Neue Medien und Technik kennen lernen“, rund um die Gesundheit gab es viele Informationen und praktische Anleitungen, die Polizei Hessen war mit dem Präventionsmobil präsent und in der Video-Box lief der Film: Wie wollen wir in Zukunft alt werden?

Neue Produkte und Dienstleistungen machten die Messe SenNova spannend. So könnten man den ersten generationenfreundlichen Strandkorb bestaunen, Paro – die Roboter-Robbe streicheln, erfuhr, wie Verpackung leicht zu öffnen sind, wie Bäder so umzubauen sind, dass alle Generationen sich wohl fühlen. Es wurde gezeigt, wie komfortabel man heute im Bus unterwegs sein kann, wie carehotels es ermöglichen, dass Familien mit zu pflegenden Angehörigen gemeinsam Urlaub machen können, wie Bildung auch im fortgeschrittenen Alter neue Horizonte eröffnen kann. Da das Leben nicht nur aus Urlaub besteht, sondern viele im Alltag mit Fragen wie zum Beispiel Demenz konfrontiert werden, die sie überfordern, ist die mobile Demenzberatung „Für Sie ins Quartier“ eine interessante Lösung. Mehr dazu unter: www.fuer-sie-ins-quartier.de

Positiv anzumerken ist, dass die Gruppe der Älteren ein „neues“ Selbstbewusstsein an den Tag legt. Als eifrige Besucherin der Deutschen Seniorentage, die alle drei Jahre an unterschiedlichen Standorten stattfinden, so zum Beispiel in Hannover, Leipzig, Hamburg und aktuell Frankfurt stelle ich als Mitglied des ReifeNetzwerks fest, dass sich das Altersbild positiv wandelt. Das, was das ReifeNetzwerk seit 10 Jahren unterstützt, wird zunehmend Realität. Die heutigen Seniorinnen und Senioren – oder wie man auch immer sie nennen möge – sind selbstbewusst, interessiert und durchaus finanzstark. Sie erwarten von der Wirtschaft und Gesellschaft gute Angebote und fairen Umgang. Sie selbst tragen ihren Anteil dazu bei.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Terminankündigung für Schnellentschlossene

Kurzmitteilung

Donnerstag, 16. Juli 2015 in Braunschweig
Fachtagung – Vernetztes Wohnen IV

Tagungsort: Haus der Wissenschaft, Pockelstrasse 11, 38106 Braunschweig
Veranstalter: vdw Niedersachsen Bremen / Die Johanniter
Teilnahmegebühr: 65,00 Euro pro Person

Ansprechpartner:

  • vdw Niedersachsen Bremen, Carsten Ens, Tel. 0511 / 1265 -127
  • Johanniter-Unfall-Hilfe, Thorsten Müller, Tel. 0511/67896-550

Parcours d’amour – Außer dem Alter hat sich doch nicht viel geändert

Filme können Altersbilder auf wunderbare Weise positiv beeinflussen. Das ReifeNetzwerk hat sich schon vor fast 10 Jahren zum Ziel gesetzt, genau dieses zu tun. Daher weisen wir gern auf den Dokumentarfilm Parcours d’amour von Bettina Blümners und die Filmkritik von Constantin Hühn hin:

„Menschen ab einem gewissen Alter stellt man sich gewöhnlich nicht mehr als Liebende vor – oder ausschließlich als liebevolle Großeltern. So wie ihre Kleidung sich langsam entfärbt und einem undefinierbaren Beige zustrebt, so scheint auch ihre Sexualität zu verblassen. …. Die Kombination von Alter und Sex löst in den Jüngeren ein diffuses Unbehagen aus.

Bettina Blümner zeigt nun in ihrem jüngsten Dokumentarfilm Parcours d’amour mit angenehmer Selbstverständlichkeit, dass – zumindest in Paris – natürlich auch Menschen im hohen Alter das Bedürfnis und die Fähigkeit haben können, zu lieben und sich sexuell auszuleben. Das heißt: Sie zeigt uns einfach einige ältere Menschen, die aus ihrem Leben erzählen. ….

Bettina Blümner: Die Protagonisten haben ja letztlich ähnliche Probleme wie die Mädchen in „Prinzessinnenbad (2007)“, bloß, dass sie eben 50 oder 70 Jahre älter sind. Außerdem dem Alter hat sich eigentlich nicht so viel geändert.“

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung – 31. Mai 2015, Nr. 22 Feuilleton

Sitzplätze und Karaoke

Schon seit vielen Jahren weist das ReifeNetzwerk darauf hin, dass sich der Handel auf die Bedürfnisse der älteren Kunden einstellen muss. Besonders Serviceleistungen sind gefragt und werden zum Teil auch schon angeboten. Doch es geht mehr, wie eine Meldung aus Japan zeigt.

„Angesichts des demografischen Wandels sprechen Japans Convenience-Stores jetzt verstärkt ältere Menschen als Kunden an. Das berichtet die Japan Times. Bisher hatten sich die Shops eher als Platz für junge Kunden mit Fast-Food, Konzert-Tickets und Comics profiliert. Jetzt rücken Themen wie Heim-Belieferung, gesunde Bento-Boxen und Apotheken-Sortiment stärker in den Fokus der Branche. Einige Shops bieten offenbar für die ältere Generation bereits gesundheitliche Beratung, Sitzplätze und sogar Karaoke zur Unterhaltung“.

Quelle: convenience shop 04-2015 Seite 7 Japan/Kyoto

Demenz – Pflegeheim oft die bessere Alternative

Momentan häufen sich Berichte über Aktivitäten für demente Menschen. Sei es über Theaterstücke wie „Wer bist Du, Mama“, über Kunst- und Musikprojekte wie Klang und Leben, Bücher wie „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger, Fernsehfilme wie „Franziska“ und „Das Recht auf Würde“, Radiosendungen und Dokumentationen. Selbst die Yellow Press mischt mit, wenn es zum Beispiel einen prominenten Politiker wie Walter Scheel oder eine Schauspielerin wie Inge Meysel betrifft.

Es ist erfreulich, dass sich so viele Medien des Themas annehmen. Werden doch ständig mehr Menschen von dieser Krankheit erfasst und die Angehörigen sind fast immer überfordert. Sie verstehen nicht, was mit dem Menschen vor sich geht, den sie ihr ganzes Leben lang kennen und jetzt ist er oder sie auf einmal ganz anders. Der Schock, von der eigenen Mutter oder Vater, der eigenen Frau oder Mann nicht mehr erkannt zu werden sitzt tief und ist sehr schwer zu akzeptieren.

Noch schwerer ist es einzusehen, dass man mit der Pflege überfordert ist, vor allem, wenn man berufstätig ist oder eine große eigene Familie zu versorgen hat. Viele Söhne und Töchter glauben, man sei dazu verpflichtet, seinen Vater oder Mutter selbst zu pflegen. Ein Pflegeheim in der näheren Umgebung ist aber oft  die bessere Alternative. Leider trägt die negative Medienberichterstattung dazu bei, sich mit dieser Entscheidung schwer zu tun und überfordert sich lieber weiter.

Meine Kollegin Friedlies Reschke und ich arbeiten seit mehreren Jahren für Pflegeeinrichtungen und haben uns davon überzeugt, dass es sehr gute Einrichtungen gibt. Unsere eigenen Eltern waren bzw. sind dort gut untergebracht und werden professionell gepflegt und liebevoll betreut. Wir sind überzeugt: Es war eine richtige und gute  Entscheidung.

Exkurs:
Zunehmend machen Unternehmen schon Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Das ist eine Möglichkeit, die Belastung – vor allem für Frauen, die die Pflege überwiegend übernehmen – zu reduzieren. Dazu erscheint in Kürze hier ein Beitrag.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Metamorphose der Zielgruppe 50plus

Der „neue“ dritte Lebensabschnitt

Die Versicherungswirtschaft hat die Best Ager wieder als Zielgruppe erkannt. Schon vor Jahren gab es einen Hype, der aber schnell wieder in der Versenkung verschwand. Doch nun die Metamorphose:  In der aktuellen Ausgabe von ASSCompact 06/2015 wird diese „neue“ Erkenntnis in einem Sonderthema behandelt. Ein Auszug von Seite 102:  „Die Generation 50plus hat sich massiv gewandelt. Die sogenannten „Senioren von morgen“ haben in früheren Zeiten bereits zum „alten Eisen“ der Gesellschaft gezählt. Heute wagen viele der sogenannten Best-Ager einen Neustart: Reisen, Immobilien, Berufswechsel, Existenzgründung – und das oft mit großem finanziellen Spielraum. Eine Traum-Zielgruppe für Vermittler.“ Wer mehr darüber lesen möchte, siehe www.asscompact.de.

Das ReifeNetzwerk weist schon seit Jahren auf die Bedeutung der  Zielgruppe 50plus hin und hat dazu auch Studien durchgeführt. Erfreulich ist, dass es nun auf fruchtbaren Boden fällt und nicht ein neuer Hype ist.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Schubladendenken blockiert Potentiale

In der Kooperation liegt die Lösung
(aus „events 02/2015 – Managementpraxis“)

In vielen Firmen ist die Erkenntnis gereift, dass es Zeit wird, sich um die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Generationen im Unternehmen zu kümmern. Warum?

Die Wirtschaftswundergeneration der ab 55-Jährigen rückt in den Fokus und damit die Frage, wie unterschiedliche Generationen so zusammenarbeiten können, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt. Konflikte sind vorprogrammiert durch unterschiedliche Wertvorstellungen, Erwartungshaltungen und Verhaltensweisen. Die ältere, mittlere und jüngere Generation greift auf unterschiedliche Sozialisationsmuster und Erfahrungswerte zurück. Diese zu kennen, ist die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Generationen. Einfaches Schubladendenken wäre kontraproduktiv.

Im Management-Magazin für Live-Kommunikation „events“ wird in der Ausgabe 2/2015 in einem Sonderthema dieser Konflikt „Best Ager versus Digital Native“ sehr gut dargestellt. Es lohnt sich, diese Erkenntnisse bei der Planung der Zusammenarbeit in Unternehmen zu beherzigen. Das Heft kann unter www.events-magazine.com gegen eine Gebühr von 8,50 Euro heruntergeladen werden.

Das ReifeNetzwerk hat schon sehr früh die unterschiedlichen Wertvorstellungen untersucht und Lösungen erarbeitet. Die Experten des ReifeNetzwerks begleiten diese Prozesse in den Unternehmen und haben damit langjährige Erfahrung.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Demografiefest: Wirtschaftsminister Lies zeichnet Betriebe aus

Kurzmitteilung

Niedersachsen übernimmt Vorreiterrolle
Wirtschaftsminister Lies zeichnet demografiefeste Betriebe aus

Anlässlich des DemografieFestes am 8. Juni 2015 im Alten Rathaus Hannover, zeichnete Wirtschaftsminister Olaf Lies gemeinsam mit der Demografieagentur, Hannover, die seit drei Jahren in Niedersachsen aktiv ist, Unternehmen mit dem Zertifikat „Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb“ aus. Insgesamt konnten zwölf niedersächsische Unternehmen das begehrte Zertifikat entgegennehmen.  Danach sind folgende Unternehmen für die Zukunft demografiefest aufgestellt und wollen so als Arbeitgeber attraktiv bleiben:

  • Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB), Hannover
  • AMF-Bruns GmbH & Co. KG, Apen
  • Bildungswerk verdi
  • Gemeinde Lilienthal
  • Georgsmarienhütte GmbH, Landkreis Osnabrück
  • Sartorius Industrial Scales GmbH & Co. KG, Bovenden
  • Stadt Wolfsburg
  • Stadtwerke Hameln GmbH
  • Toyoda Gosei Meteor GmbH
  • üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG
  • WABCO GmbH, Hannover
  • ZF Friedrichshafen AG, Lemförde

Weitere Informationen: www.demografieagentur.de

Das ReifeNetzwerk ist Netzwerkpartner der Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH. Die Experten des ReifeNetzwerks unterstützen die Aktivitäten der Demografieagentur, da besonders Unternehmen in ländlichen Regionen Vorsorge treffen müssen, um für Arbeitnehmer als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Internationaler Tag der älteren Menschen

International Day of Older PersonsAm 1. Oktober ist der internationale Tag der älteren Menschen. Dieser Aktionstag soll dazu dienen, die Leistungen der Älteren zu würdigen und auf ihre Lebenssituation und Belange aufmerksam zu machen. So weist die Stiftung Gesundheit darauf hin, dass nicht jede Arztpraxis leicht zugänglich ist. Barrieren wie Stufen oder kontrastarme Praxisgestaltung beschränken die freie Arztwahl von Personen mit Mobilitätseinschränkungen beziehungsweise Sehbehinderungen.

Über das Portal www.arzt-auskunft.de finden ältere Menschen Praxen, die barrierefrei erreichbar sind. Bei der Suche können Patienten nach unterschiedlichen Komponenten filtern, so zum Beispiel „stufenfreier Zugang“ oder „Orientierungshilfen für Sehbehinderte“. Die Stiftung Gesundheit erhebt dazu regelmäßig Informationen bei allen niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten in Deutschland, welche Kriterien der Barrierefreiheit die Praxen erfüllen.

Das ReifeNetzwerk findet diese Aktion grundsätzlich gut. Sie trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Hürden zu schärfen, die ältere Menschen überwinden müssen, um ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter zu haben. Die Sensibilisierung von Unternehmen, Handwerksbetrieben und Organisationen für die Belange der Älteren in den Bereichen Gesundheit, Reisen, Finanzen, Ernährung ist ein Beratungsschwerpunkt des ReifeNetzwerks.