Wenn Eltern älter werden…

…. und Kinder Rat und Tat suchen

Vor allem berufstätige Kinder sind oft überfordert, wenn ihre alten Eltern Hilfe brauchen, um den Alltag zu bewältigen. Sie arbeiten weit entfernt, haben eigene Kinder und ihr Alltagsleben ist so eng getaktet, dass sie ihren Eltern nicht gerecht werden können und dann ein schlechtes Gewissen haben.

Friedlies Reschke war genau in dieser Situation und gibt nun ihre Erfahrung weiter. Auf der Webseite www.wenn-eltern-aelter-werden.de finden sich viele Ratschläge, die eine große Hilfe sein können.

Es werden Themen behandelt wie Behörden, Pflegeheim, Umbauten, Finanzen und Demenz. Auch wird nicht verschwiegen, wie schwierig es ist,  die Eltern davon zu überzeugen, dass ein Umzug in das Pflegeheim für sie gut wäre. Oft beharren die Eltern darauf, in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Das bedeutet Umbaumaßnahmen, um die Wohnung oder das Haus den Bedürfnissen anzupassen. Das bedingt, dass man dafür die notwendigen Mittel hat und das Einverständnis der Eltern, diese auch umzusetzen.

Ein besonders heikles Thema ist, wenn man merkt, dass die Eltern nicht nur vergesslich sind, sondern sich dementiell verändert haben. Die Eltern in ihrer eigenen Welt zu akzeptieren, sie trotzdem zu schützen, bedingt ein gutes Netzwerk rund um ihren Wohnraum. Das ist besonders wichtig, wenn man weit entfernt wohnt und nicht schnell vor Ort sein kann. Auch hier gibt Friedlies Reschke gute Tipps, wo man Informationen bekommen kann und wie man sich die passenden Netzwerke aufbaut.

Sie empfiehlt, rechtzeitig mit den Eltern zu sprechen und sich die entsprechenden Vollmachten zu besorgen. Sonst ist man nicht handlungsfähig und die Organisation der Hilfe ist noch komplizierter.

Die Webseite www.wenn-eltern-aelter-werden.de ist praxisnah und enthält viele interessanten  Hinweise. Auf Wunsch hilft Friedlies Reschke auch mit Rat und Tat weiter. Unternehmen bietet sie Schulungen an, um ihre Erfahrungen an Mitarbeitende und den Vertrieb weiterzugeben.  Kontakt: tochter@wenn-eltern-aelter-werden.de

 

Der Digital-Kompass – Internethilfe für Ältere vor Ort

BAGSO – Pressemitteilung Bonn, 26.03.2019

Startschuss für ersten Digital-Kompass Standort Staatssekretär Billen: Digital-Kompass verbessert Lebensgestaltung älterer Menschen

In Gelsenkirchen wurde heute der erste von deutschlandweit 75 geplanten Digital-Kompass-Standorten eröffnet. Der Internet-Club Techniktreff Buer bietet im Rahmen des Projektes neue Kurse sowie persönliche Beratung zum Einstieg in die digitale Welt an. Die lokalen Standorte des Digital-Kompass unterstützen ältere Menschen im souveränen Umgang mit dem Internet. Sie sind zugleich Anlaufstelle für Internetlotsen, die sich weiterbilden möchten.
“Digitale Angebote können die Lebensgestaltung älterer Menschen verbessern, dazu gehören zusätzliche Kommunikationskanäle wie Videotelefonate mit Freunden und Angehörigen genauso wie Mobilitätshelfer in App-Format“, sagte Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. „Wir fördern den lokalen Ansatz des Digital-Kompass, um vor Ort und vor allem auch in ländlichen Räumen noch mehr Menschen an den Vorteilen der Digitalisierung teilhaben zu lassen.“
„Im Umgang mit Handy, Tablet und PC benötigen viele ältere Menschen fachkundige Unterstützung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der SeniorenOrganisationen (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz gehen deshalb mit ihrem Projekt Digital-Kompass vor Ort“ erklärten die Projektleiter Katharina Braun und Joachim Schulte. Ab April werden weitere Standorte im gesamten Bundesgebiet folgen.

Die Digitalisierung verändert die Welt – Senioren suchen Beratung und Service

Die zunehmende Digitalisierung und Komplexität machen vielen älteren Menschen das Leben schwer. Sie möchten nicht „abgehängt“ werden, sondern sie wünschen  Beratung und Service.   Wenn sich heute eine Frau Mitte 60 ein neues Telefon kauft, möchte sie kein Seniorentelefon, sondern ein schickes Mobiltelefon. Sie wünscht sie sich eine kompetente Beratung, die ihr nicht das Gefühl gibt, sie sei ein wenig beschränkt. Das Gefühl wird einem durchaus vermittelt, wenn man an einen smarten Verkäufer gerät, der zwar laut, aber dadurch nicht verständlicher spricht. Das bedeutet aber auch, dass Sie sich das Telefon gern einrichten lässt und sich nicht selbst mühsam durch die Anleitung arbeiten muss. Einige Hersteller haben das erkannt und das macht zum Beispiel den Kauf eines Laptops nicht mehr zu einer stressigen Angelegenheit, sondern zu einer positiven Kauferfahrung. Auch das Angebot von Schulungen wird gern auch von Älteren wahrgenommen, da sie dort oft in guter Gesellschaft sind.

Einige Unternehmen gehen hier mit gutem Beispiel voran – ein Beweis, dass Probleme lösbar sind, wenn man die Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher im Auge hat. Ältere Menschen, die früher gern einkaufen gingen, fühlen sich inzwischen häufig überfordert vom immer unübersichtlicher werdenden Angebot. Folgender Fall: Die gesuchten Produkte sind umgeräumt, die wenigen Verkäuferinnen und Verkäufer zwar oft kompetent, aber schwer zu finden. Hier würden sich viele einen Einkaufsberater wünschen. Daher weichen auch ältere Menschen immer häufiger auf Onlinebestellungen aus, da sie so in Ruhe die Ware bestellen können und auch noch geliefert bekommen. Daher ist bei der Gestaltung der Internetseiten zu berücksichtigen, dass die Bedürfnisse der älteren Menschen nicht zu kurz kommen.

Das gilt nicht nur im Einzelhandel sondern für alle Lebensbereiche: Service wird in einer zunehmend komplexeren Welt ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden. Daher sollten sie die älteren Mitarbeiter auch intern als Ratgeber nutzen und sie verstärkt in Beratung und Service einsetzen.

Wir vom ReifeNetzwerk machen junge Verkaufsberater und Verkaufsberaterinnen fit in der Ansprache der älteren Kundschaft. Wir wissen, worauf es ankommt und führen entsprechende individuellen Schulungen durch. Weitere Informationen: www.reifenetzwerk.de

Kurz-Check “Ihr Potenzialindex für die Märkte 50-, 60-, 70-, 80-plus”

 

 

 

 

 

 

 

 

Ermitteln Sie Ihren Potenzialindex mit fünf der wichtigsten Module zum Produkt- und Dienstleistungsangebot für die Märkte 50-, 60-, 70-, 80-plus.

Die älteren Zielgruppen eröffnen für viele Unternehmen zusätzliche Erfolgschancen.
Unser Kurz-Check ermöglicht Ihnen eine erste Bestandsaufnahme. Erfahren Sie, wo für Ihr Unternehmen Potenzial zur Optimierung vorhanden ist. Beantworten Sie die Fragen zu fünf wichtigen Handlungsfeldern und ermitteln Sie so Ihren Potenzialindex.

Modul 1: Marketing – Haben Sie bereits Kundern oder beabsichtigen Sie Kunden aus diesen Altersgruppen anzusprechen?

Modul 2: Kommunikation – Sind Ihr Informationsmaterial und Ihre Werbung auf diese Zielgruppen ausgerichtet bzw. angepasst?

Modul 3: Gestaltung – Sind Ihnen die speziellen Gestaltungsregeln für den Einsatz von Schriften, Bildern und Farben für diese Zielgruppen bekannt?

Modul 4: Vertrieb – Schulen Sie Ihr Verkaufspersonal gezielt für diese Zielgruppen?

Modul 5: Personal – Bieten Sie Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter über 50 Jahren an?

Wenn Ihr Interesse geweckt ist und Sie mehr wissen wollen, dann laden Sie den Kurz-Check auf unserer Webseite herunter, füllen ihn aus und schicken ihn uns. Sie erhalten so schnell wie möglich Ihre Auswertung.

Grau dich – schließen wir jetzt Frieden mit dem Altern?

Google Suchergebnis

Google Suchergebnis – Ist Grau das neue Blond?

Daniel Behrendt hat in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 27./28. August 2016 einen Beitrag veröffentlicht mit der Überschrift „Grau dich!“ .

Was in Amerika schon üblich ist – nämlich graue Haare nicht mehr zu färben – war in Deutschland lange kein Thema. Die Versuche von Anbietern entsprechender Haarpflegeprodukte waren erfolglos. Das könnte sich jetzt ändern und zwar durch ein 14-jähriges Mädchen namens Tavi Gevinson. Die US-Bloggerin hat schon 2010 den Look „Granny Hair“ vorgestellt. Jetzt scheint Grau auch in Deutschland allmählich seinen Schrecken zu verlieren.

Laut Daniel Behrendt fordert auch die Frauenzeitschrift Brigitte unter dem Titel „Graue Haare färben? Schluss damit!“ ihre Leserinnen auf, zu ihren grauen Haaren zu stehen. Bloggerinnen jenseits der 50 sollen Frisuren und Looks empfehlen, die graues Haar effektvoll in Szene setzt. Auch Haarkosmetikhersteller empfehlen, mit dem Färben aufzuhören und bieten Produkte an, damit die Haare glänzen und Spannkraft haben. Der Trend, so Behrendt, ist unübersehbar: Er geht vom Verstecken zum Verwöhnen.

Interessant ist, dass er sogar die Bibel zitiert. So steht im Buch der Weisheit „Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden.“ Er führt dazu, es sei die wohlbekannte Ermahnung, Respekt vor dem Alter zu zeigen. Denn Alter kann auch Erfahrung und Klugheit bedeuten. Es kann auch bedeuten, bei sich angekommen zu sein, es nicht mehr jedem beweisen zu müssen. Und es kann auch bedeuten, nachsichtig zu sein mit den Jüngeren – und die Überholspur jenen zu überlassen, die noch glauben, es gehe immer nur bergauf im Leben.

Wie schön, dass der Autor dieser Zeilen die Grundforderung der Experten des ReifeNetzwerks so gut auf den Punkt gebracht hat. Ob sich in Deutschland allerdings der Trend zum grauen Haar so schnell durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln.
Solange Optik und soziale Anerkennung noch so stark korrelieren, ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Wir vom ReifeNetzwerk tun dies seit 10 Jahren und – was erfreulich ist – mit zunehmendem Erfolg.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

Keine Lust auf Beige

In der Hannoverschen Allgemeine Zeitung vom 13. August 2016 habe ich einen Beitrag von Kerstin Hergt gelesen, der mir aus der Seele gesprochen hat.

Sie stellt darin ein Buch von Ari Set Cohen: „Advanced Style: Older & Wiser“ vor. Erschienen bei powerHouse Books, 272 Seiten, 23,99 Euro.

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Ari Seth Cohen: “Advanced Style”

Ari Seth Cohen ist ein New Yorker Blogger, der seit acht Jahren betagte Frauen und Männer fotografiert, die sich nicht in Beige kleiden, sondern einen zum Teil sehr extravaganten und farbigen Kleiderstil frönen. Das lässt auch für Deutschland hoffen und wer genau hinsieht, weiß, dass die These der Farbforscher der Bergischen Universität Wuppertal nicht unbedingt stimmen muss. Wollen sie doch, so Kerstin Hergt, den Beweis erbracht haben: „Mit zunehmendem Alter entfärbt sich der Mensch, weshalb Senioren bei der Kleidung das viel bespöttelte Rentnerbeige bevorzugen. Alte Menschen  wollten „optisch nicht laut“ sein, schussfolgerten die Wissenschaftler.“

Die Experten vom ReifeNetzwerk wissen, dass sich das Altersbild in den letzten Jahren sehr gewandelt hat. Gerade die jüngeren Älteren verstecken sich nicht mehr – weder in beiger Kleidung noch halten sie mit ihrer Meinung hinter dem Berg. Sie fordern Service und Dienstleistungen und ein Angebot, das ihren Wünschen entgegen kommt. Unsichtbarkeit gehört sicherlich nicht dazu.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

10 Jahre LINGA

Im Jahr 2005 wurde das ReifeNetzwerk gegründet mit dem Ziel, Unternehmen und Institutionen zu beraten und anzuregen, sich mit den Bedürfnissen und Wünschen älterer Kunden zu beschäftigen und entsprechende Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Ein Jahr später wurde die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) ins Leben gerufen. In diesem Jahr feiert die LINGA ihr zehnjähriges Jubiläum und kann auf eine wirkliche Erfolgsstory verweisen. Wir vom ReifeNetzwerk freuen uns, dass wir schon häufiger die Chance hatten, mit der LINGA zusammenzuarbeiten. So hat zum Beispiel unser Mitglied Andreas Ossig den Namen LINGA entwickelt sowie das Logo entworfen und wir haben  bei  der Erstellung des Leitfadens Generationenfreundliches Einkaufen mitgearbeitet. Wir wünschen der LINGA weiterhin viel Erfolg und viele interessante und zukunftsweisende Projekte.

Wie vielfältig die Aufgaben der LINGA sind, erfahren Sie hier:

Soziale Innovationen für Generationen – Eine Welt für alle Lebensalter

Mit einer Fachtagung feierte die Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) ihr zehnjähriges Bestehen. Unter dem Motto „Soziale Innovationen für Generationen“ blickten rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Interessenverbänden auf die letzten Jahre zurück und entwickelten gemeinsam neue Handlungsansätze und Projektideen.

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Sozialministerin Cornelia Rundt – Foto: LINGA

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt überbrachte die Glückwünsche ihres Hauses und stellte fest: „LINGA ist eine Querschnittsplattform, die generationenübergreifend soziale Innovationen für den Alltag anstößt. Zugleich vernetzt die LINGA wichtige Akteure und initiiert Kooperationen. Mit diesem Ansatz trägt sie dazu bei, dass der demografische Wandel auch als soziale und wirtschaftliche Chance verstanden wird und Wirtschaftsunternehmen endlich Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderungen als kaufkraftstarke Zielgruppe für alters- und behindertengerechte Produkte und Dienstleistungen ernst nehmen.“

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DemografieFest 2016: Niedersächsische Unternehmen ausgezeichnet

Kurzmitteilung

„Unsichtbares sichtbar machen“ – DemografieFest 2016: Niedersächsische Unternehmen – ausgezeichnet

Bereits zum zweiten Mal wurden am 4. August 2016 im Alten Rathaus in Hannover niedersächsische Unternehmen mit dem Zertifikat „Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb“ vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies und der Demografieagentur ausgezeichnet.

Mit der Auszeichnung werden Unternehmen für ihre Demografiefestigkeit gewürdigt und verpflichten sich, die im Zertifizierungsprozess vereinbarten Ziele innerhalb der nächsten zwei Jahre nachhaltig zu verstetigen. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen ist das Zertifikat ein sichtbares Zeichen des Landes Niedersachsen für sozialpartnerschaftliches Engagement und zukunftssichere Unternehmen. Elf Unternehmen haben in einer feierlichen Zeremonie die Auszeichnung entgegen genommen.

Initiative der Deutschen Versicherer: „7 Jahre länger leben“

GDV-LandingPageEine Initiative des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer GDV  (www.gdv.de) „7 Jahre länger leben“ zeigt, dass die Lebenserwartung schneller steigt als die meisten Menschen in Deutschland denken. Interessant ist die Tatsache für Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für die älteren Menschen in Deutschland anbieten. Die Experten des ReifeNetzwerks weisen schon länger darauf hin, dass sich das Altersbild und die Bedürfnisse älterer Menschen in den letzten 10 Jahren positiv verändert haben. Daher möchten wir, dass die 7 Mythen über das Alter bald der Vergangenheit angehören. Sie sind zu finden auf der Website www.7jahrelaenger.de.

7 Mythen über das Alter

Mythos 1: Wer alt ist, fühlt sich auch alt.
Das Lebensgefühl der heutigen „Alten“ hat sich im Vergleich zu früheren Generationen stark gewandelt. So stellt beispielsweise der Deutsche Alterssurvey (DEAS) fest, dass sich die körperliche Gesundheit der Menschen in der zweiten Lebenshälfte über die vergangenen Jahrzehnte nennenswert verbessert hat. 70-Jährige sind heute in der Regel so fit und gesund, wie es 60-Jährige noch vor 20 Jahren waren. Das heißt auch: Sie können sich noch verwirklichen und aktiv leben.

Mythos 2: Wer älter wird, baut geistig ab.
Es ist zwar richtig, dass die geistigen Fähigkeiten mit dem Alter abnehmen. Der Prozess lässt sich jedoch verlangsamen. Ein Mensch, der an seiner Umwelt und an Bildung interessiert ist, hat Studien zufolge die besten Voraussetzungen, bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben. Denn unsere Gehirnareale, die mit Erinnerung und Lernen zu tun haben, produzieren jeden Tag neue Nervenzellen. Wer sich mit Menschen umgibt, seinen Horizont erweitert und zum Beispiel eine neue Sprache lernt, fördert das Wachstum dieser Gehirnzellen.

Mythos 3: Alte Menschen entwickeln sich nicht mehr weiter.
Das Bild vom sturen und unveränderlichen Senior stimmt nicht, wie die Entwicklungspsychologin Jule Specht herausgefunden hat. Denn auch im Alter – häufig zwischen 60 und 70 Jahren – kann sich die Persönlichkeit noch einmal komplett wandeln. So kann aus der traditionellen Omi noch eine wilde Rebellin werden. Oder umgekehrt.
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Deutscher Alterssurvey: Der Blick auf das eigene Älterwerden ist positiver und zuversichtlicher geworden

Am 7. Juni 2016 stellte die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, den Deutschen Alterssurvey 2014 vor.

Deutschland ist ein Land mit einer hohen Lebenserwartung. Neugeborene Mädchen haben derzeit eine durchschnittliche Lebenserwartung von 83 Jahren, Jungen von 78 Jahren. Menschen um die 40 Jahre, die also in der Mitte des Lebens stehen, haben im Schnitt noch vier Jahrzehnte in der zweiten Lebenshälfte vor sich.

Was ist der Deutsche Alterssurvey?

Der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Deutsche Alterssurvey ist eine bundesweit repräsentative Studie mit Menschen, die 40 Jahre und älter sind. Erhebungen fanden in den Jahren 1996, 2002, 2008, 2011 und aktuell 2014 statt. In Interviews geben die Befragten Antworten zu ihrer Lebenssituation, zu gesellschaftlicher Teilhabe und nachberuflichen Aktivitäten. Es geht um ihre wirtschaftliche Lage, ihre Wohnsituation, um familiäre und sonstige soziale Kontakte sowie um Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensziele.

Die aktuellen Ergebnisse lassen sich mit Daten der letzten 20 Jahre vergleichen – so wird der Deutsche Alterssurvey zur wichtigsten Langzeitstudie über das Älterwerden in Deutschland und ist eine Fundgrube für wertvolle Informationen zur Lebenssituation in der zweiten Lebenshälfte.

Zentrale Ergebnisse des Deutschen Alterssurveys 2014 sind:

  • Der Blick auf das eigene Älterwerden ist positiver und zuversichtlicher geworden.
  • Ältere Menschen sind trotz sich verändernder Beziehungsstrukturen gut sozial eingebunden.
  • Immer mehr Ältere sind erwerbstätig, viele schaffen aber noch immer keinen nahtlosen Übergang von der Erwerbstätigkeit in die Rente.
  • Die Erwerbbeteiligung von Frauen steigt, dies bringt aber auch neue Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf mit sich.
  • Hinsichtlich der materiellen Lage gibt es weiterhin deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
  • Die Gesundheit hat sich seit 2008 nur bei den Älteren ab 65 Jahren weiter verbessert, Jüngere haben dagegen 2014 mehr gesundheitliche Einschränkungen.

Der Bericht zum Deutschen Alterssurvey 2014 sowie eine Broschüre mit zentralen Befunden ist auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Altersfragen abrufbar.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.