50plus-Report 02/2017: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat Februar 2017 zusammenfasst.

„Ausgabefreudige Zielgruppe“
Ferdinand Thoma, Hotelier, über Ansprüche älterer Gäste, den Niedergang des Seniorentellers, Missverständnisse beim Service und die Schwierigkeiten fürs Marketing, wenn es um Begriffe wie „Senioren“ geht.
Der Beitrag ist nur mit Anmeldung komplett lesbar, wir zitieren daher hier die wichtigsten Statements:
Sie haben in Ihren Hotels Gäste ab 50 Jahren aufwärts im Fokus. Warum?
Thoma: Das ist eine attraktive Klientel im besten Alter, die über das nötige Geld verfügt. Bei uns kostet ein Doppelzimmer ab 320 Euro aufwärts – inklusive Vollpension und Aktivprogramm. Ältere leisten sich das durchaus, Jüngere eher weniger.
Ältere nehmen also die Hotelangebote eher an. Sind sie auch eine treue Klientel?
Thoma: Absolut, wir haben viele Gäste, die mehrmals im Jahr kommen und auch relativ lange bleiben. Diese Zielgruppe ist recht ausgabefreudig, wenn es um Urlaub und Erholen geht.
Was suchen die sogenannten Best Ager, wenn sie zu Ihnen kommen?
Thoma: Klar im Vordergrund steht das Thema Essen – hier mit Fokus auf Qualität, Gesundheit und Fitness. Ein zweiter Punkt sind Behandlungen aller Art, Kosmetik und Massagen etwa. Sehr gut an kommen auch unsere Abnehm-, Entsäurerungs- und Entschlackungswochen. Gesundbleiben ist ein zentraler Punkt. Für Jüngere spielt das seltener eine Rolle, für ganz Junge überhaupt nicht.
Kommen wir mal zur Zielgruppe. Soziologen unterscheiden eine Vielzahl von  Altersstufen und Typen – vom höchst Aktiven, der Marathon läuft, bis zum klassischen, eher passiven Senior. Eine schwer zu greifende Kundschaft?
Thoma: Überhaupt nicht. Wir stricken unser Angebot, und die Gäste suchen sich das heraus, was ihnen gefällt. Mit den Begrifflichkeiten sind wir in unseren Häusern übrigens sehr zurückhaltend. Wir werben keinesfalls mit „Seniorenangeboten“ und haben auch keine „Best-Ager-Hotels“.
Gibt es eigentlich Dinge, die älteren Gästen generell wichtig sind?
Thoma: W-Lan ist wichtig. Jeder Best Ager hat heute sein Smartphone dabei. Das ist noch ausgeprägter, als bei den Jüngeren.
Sie haben es bereits erwähnt: Mit den Begriffen „Senior“ oder „Best Ager“ ist das Marketing nicht unheikel. Wie werben Sie dann?
Thoma: Unsere Hotels mit ihren Angeboten stehen für sich, viel läuft über Mundpropaganda. Und was die Werbung angeht: Wir sind beispielsweise regelmäßig auf Reise- und Tourismusmessen. Jüngere gehen da eher nicht hin, Ältere schon.
Wo gibt es Handlungsbedarf für die Hotellerie?
Thoma: Gesundheitsbewusste Themen und vor allem Aktivitäten spielen eine ganz zentrale Rolle. Ein gut ausgestattetes Haus mit Spa- und Fitnessbereich ist zwar toll, aber gerade ältere Gäste schätzen Angebote zur Freizeitplanung und -gestaltung und wollen nicht gelangweilt herumsitzen. Hier ist der Hotelier gefragt.
Das ganze Interview lesen (nur per Anmeldung)

Mit diesen Marketing-Tipps erreichen Sie die Best Ager
Die Generation 60+ lässt sich nicht von schicken Posts auf Snapchat, Facebook, Instagram & Co. beeindrucken. Doch was imponiert Ihnen dann? Alexander Wild, Geschäftsführer Feierabend Online Dienste für Senioren AG, verrät Ihnen in sechs Tipps, worauf es beim Senioren-Marketing ankommt … weiterlesen

Rentnerrepublik Deutschland. Alte entscheiden die Wahlen
Deutschland ist längst zur Rentnerdemokratie geworden. Doch ganz so egoistisch und gegenwartsfixiert, wie es den Alten nachgesagt wird, sind sie gar nicht. Sie spielen ihre Macht nicht aus – noch nicht … weiterlesen

Meinung: Dieser diskriminierende Seniorenquatsch gehört abgeschafft
Schon mit 50 plus drohen Einladungen zum Seniorencafé. Bitte nicht! Menschen werden heute anders alt als vor 50 Jahren. Sie brauchen keine Sondervertretung, erst recht nicht in Partei-Arbeitsgemeinschaften … weiterlesen

Botschafterinnen für „Meins”: Die Influencer der Zielgruppe 50plus
Fürs Frauenmagazin „Meins” hat der Bauer-Verlag einen Botschafterinnen-Beirat ins Leben gerufen. Prominente Frauen – so eine Art Influencer der älteren Zielgruppe – sollen das Magazin unterstützen, das im Verlagssprech „Marktführer und Segmentbegründer der Zeitschriften für Frauen 50plus” genannt wird … weiterlesen

50plus-Report 01/2017: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat Januar 2017 zusammenfasst.

Best Ager: So wird die Bewerbung mit 50+ erfolgreich
Eine Bewerbung mit über 50 ist alles andere als ungewöhnlich – aber eine echte Herausforderung. Denn die Vorurteile gegenüber „älteren“ Bewerbern sind groß und die Stellen sind je nach Branche rar. Der Beitrag von Mirijam Franke listet ausführlich die Do’s und Don’ts einer erfolgreichen Bewerbung für ältere Jobsuchende auf … weiterlesen

Celle buhlt um die Generation „50 plus“
Der demografische Wandel stellt Kommunen überall vor eine Herausforderung – die Stadt Celle hat jetzt eine ungewöhnliche Antwort gefunden: Sie umwirbt gezielt ältere Neubürger. „Um junge Familien werben sie alle“, sagt Thomas Faber, Abteilungsleiter für Wirtschaftsförderung … weiterlesen

2017 eine Senioren- oder Pflege-WG gründen: Tipps von WohnPortal Plus
Hamburg: Die ältere Generation setzt sich heutzutage wesentlich bewusster mit der Frage auseinander, wie sie bis ins hohe Alter aktiv am Leben teilhaben können, als es vor Jahren noch der Fall war. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die Senioren trotz körperlicher Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben führen können – und was für eine Wohnform sich dafür anbietet … weiterlesen

UDE-Forscher entwickeln Gesundheits-App für ältere Menschen
Duisburg: Im „PAnalytics“-Zentrum an der UDE entwickeln Forscher eine App, mit der Menschen ab 50 Jahren gesünder leben sollen. Mehr Sport, gesünderes Essen, besserer Schlaf – gute Vorsätze zum neuen Jahr, die Duisburger nun mithilfe der Wissenschaft umsetzen können. An der Universität entwickelt ein Forscherteam eine App,die ihren Anwendern einen auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Weg zu einem gesunden Lebensstil und mehr Wohlbefinden weisen soll. Für Befragungen und Gruppen-Diskussionen werden Teilnehmer gesucht. Einzige Bedingung: Sie müssen zwischen 50 und 65 Jahre alt sein … weiterlesen
Weitere Informationen und Registrierung:
https://www.uni-due.de/panalytics/forschungshelfer.php
Katharina Kloppenborg, studien-pa [at] uni-due.de, 0203/379-2682 (Sprechzeiten: Di 12.00-15.00 Uhr und Mi 12.00-15.00 Uhr)

Mehrgenerationen-Cluster statt Mehrgenerationenhaus
Offenburg: Die Vision der Bauherren – acht Wohneinheiten für gemeinschaftliches Wohnen und miteinander alt werden. Das Projekt sieht vor, dass die Bewohner der acht Wohneinheiten eine gegenseitige soziale Verantwortung über eine verbindliche Nachbarschaft übernehmen. Die Wohnungen sind barrierefrei ausgestattet, und ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss soll die Kommunikation unter den Bewohnern fördern … weiterlesen

Ein besonderes Haus für Menschen ab 50
Henstedt-Ulzburg: In Henstedt-Ulzburg haben der Bauverein Kaltenkirchen und der Verein “Gemeinsam-toHUs Wohnen” ein vorbildliches Projekt realisiert. Der Bauverein Kaltenkirchen und der Verein “Gemeinsam-toHUs Wohnen 50 Plus” haben im Ortsteil Henstedt auf einem 1984 Quadratmeter großen Grundstück ein zweigeschossiges Gebäude mit 23 seniorengerechten und barrierefreien Wohnungen errichtet … weiterlesen

Millionenprogramme für ältere Arbeitslose
Land Kärnten, Österreich: Das Land Kärnten und der Arbeitsmarktservice (AMS) versuchen, ältere Arbeitslose mit Millionenförderungen wieder in Beschäftigung zu bringen. Denn trotz leichter Erholung auf dem Arbeitsmarkt profitiert die Gruppe 50 plus nur wenig … weiterlesen

Geschäftsidee: Neue Chancen für Jobsuchende Ü50
Winterthur, Schweiz: Eine Fünf auf dem Rücken und auf Stellensuche? Keine einfache Sache. Doch immer mehr Firmen erkennen den Wert von älteren Mitarbeitenden. Dazu trägt auch die Geschäftsidee eines Winterthurers bei … weiterlesen
Homepage des Jobportals

Ältere sorgen sich um die Zukunft
Kreis Mettmann: Die „Generation 55 plus“ ist laut einer Studie mit den Möglichkeiten für betreutes Wohnen unzufrieden. Verbesserungsbedarf sehen die Bürger ebenso bei der Barrierefreiheit … weiterlesen

Interview: Wie schließt die Generation 50plus am besten ihre Versorgungslücke?
Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP), kennt die Sorgen und Nöte der über 50-Jährigen. Er erklärt im Interview, wie sie ihre Versorgungslücken vor der Rente noch schnell schließen können … weiterlesen

So schützen Berater die Generation 50plus vor den falschen Produkten
Die Generation 50plus hat noch ein langes Leben vor sich. Doch sie plant finanziell zu kurzfristig und setzt auf die falschen Produkte. Wie Finanzberater das verhindern können, erklären die Altersvorsorge-Experten Frank Nobis und Jochen Ruß … weiterlesen

50plus-Report 12/2016: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat Dezember 2016 zusammenfasst.

Lady 50plus – Stilberatung speziell für die Generation 50plus
Martina Berg, nach eigenen Angaben Gründerin und CEO von Image 50plus – der ersten Imageberatung speziell für die Generation 50plus ist mit ihrem Blog „Lady 50plus“ seit Ende 2014 aktiv. Dort präsentiert sie in erster Linie ihren eigenen Stil: Je nach Anlass feminin, elegant, edel, klassisch und ab und zu sportiv. Ihr zweiter Schwerpunkt sind Reisen – von Dubai, über Indien, Amerika, Österreich und Italien … weiterlesen

Messereihe „50-Plus – Freude am Leben“
2009 ins Leben gerufen hat sich die regionale Messereihe „50-Plus – Freude am Leben“ mit inzwischen fast 70 Veranstaltungen als erfolgreicher Event in Nordrhein-Westfalen etabliert. Vom Veranstalter als Informationsmesse für alle Altersgruppen mit dem Fokus auf die 49- bis 65-Jährigen positioniert, scheint das breite Angebot tatsächlich nicht nur die Älteren anzusprechen: Gesundheit, Ernährung, Lifestyle, Wellness, Beauty, Reisen, Freizeit, Sport und Fitness sowie Bauen/Umbauen/Gestalten, Pflege und Recht, Vorsorge und finanzielle Sicherheit – bei dieser Themenvielfalt dürfte jeder Besucher interessante Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause nehmen. Eingerahmt wird die Veranstaltung von Vortragsreihen, bei denen Experten im Stundentakt über aktuelle Themen informieren. Nicht zuletzt dürfte auch der freie Eintritt ein nicht zu unterschätzender Grund für den Erfolg der Messereihe sein. Weitere Informationen.

Neues Hörbuch – Verkaufen 50plus (Sales-up-Call)
Wer sind die Kunden 50plus und wie ticken sie? Wie kann man diese wichtige Zielgruppe erfolgversprechend adressieren? Welche häufigsten Fehler sollten Verkäufer und Führungskräfte vermeiden? Warum man der Generation 50plus keinen „Bären aufbinden“ kann … weiterlesen
Hörbuch bestellen

Healthy Ageing Conference 2017 an der Hochschule Fulda
Vom 16. bis 17. März 2017 findet an der Hochschule Fulda die Healthy Ageing Conference statt. Schwerpunkte werden die Themengebiete Ernährung, Bewegung und Lebenswelten der Zielgruppe 50+ sein. Die Tagung will Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen miteinander ins Gespräch bringen … weiterlesen

„Honorarberatung macht für die Zielgruppe 50plus besonders viel Sinn“
Niedrigzinspolitik, Bankenprobleme und Währungssicherheit – das sind Themen, die Senioren umtreiben. Im Interview erklärt Alexander Schmidt, Geschäftsführer der „Die Alten Hasen GmbH“ und Kompetenzpartner der ReifeNetzwerkes, warum Honorarberatung für seine Zielgruppe Sinn macht … weiterlesen

Senioren-WGs sind immer beliebter
Auf dem vom Bundesverband Initiative 50Plus empfohlenen Internet-Portal WohnPortal Plus finden Senioren, Pflegebedürftige und Menschen mit Handicap und ihre Angehörigen die passenden Immobilien und Einrichtungen für das Wohnen im Alter. Die für Privatpersonen kostenfreie Plattform ermöglicht es, sich über passende Wohnformen und Dienstleistungen für Menschen im Alter, mit Handicap und Pflegebedarf zu informieren – und sich bei Bedarf auch von den regionalen Koordinatoren in ihrer Nähe beraten zu lassen … weiterlesen
WohnPortal Plus

Mitarbeiterpotenzial gewinnbringend fördern
Was haben die Generation 50 Plus und die Generation Y gemeinsam? Obwohl zwischen beiden Generationen locker 20 Jahre Lebenszeit passen, verbinden sie die Suche nach dem Sinn in ihrer Tätigkeit. Der Abgleich von persönlichen und Unternehmenswerten sowie der Vergleich des eigenen Kulturverständnisses mit der Unternehmenskultur sind ihnen wichtig. Des Weiteren sind beide Generationen häufig monetär motiviert. Wenn Unternehmen es versäumen, diese Motive zu erkennen, verlieren sie gleichzeitig fachlich erfahrene Mitarbeiter als auch vielversprechende Potenziale an andere Unternehmen. Die dadurch entstehenden Kosten wären um ein Vielfaches höher, als es ein langfristig angelegtes professionelles Entwicklungsprogramm hätte werden können! … weiterlesen

Arbeitsmarkt Schweiz: Wie bringt man Firmen dazu, mehr Über-50-Jährige anzustellen?
Ältere Arbeitslose brauchen im Mittel deutlich länger für die Stellensuche als jüngere. Finanzielle Anreize für Arbeitgeber sollen das Problem lindern … weiterlesen

Weihnachtsumfrage Feierabend.de: Best Ager lassen sich gerne im Geschäft inspirieren
Eine Umfrage von Feierabend.de, der bekanntesten Senioren-Community im deutschsprachigen Internet, zeigt: Den Geschenkekauf geht die Generation 50plus entspannt an. In der ersten Adventswoche hatte knapp die Hälfte (47 %) noch kein einziges Geschenk. Die meisten planen ihre Weihnachtsgeschenke schon vorher, lassen sich aber auf der Suche nach einem besonderen Geschenk auch spontan im Geschäft inspirieren (56 %). Denn gekauft wird bevorzugt in den Geschäften (75 %) … weiterlesen
Das Umfrageergebnis als PDF

„Ruhestandsplanung wird an Bedeutung gewinnen“
Aufgrund des demographischen Wandels wird das Thema Ruhestandsplanung immer wichtiger. Bei Verbrauchern und Beratern ist das leider noch nicht angekommen. Das muss sich ändern, meinen die vier Experten, die am „Cash.-Roundtable Ruhestandsplanung“ teilgenommen haben … weiterlesen

digina16 – digitale Nachlassverwaltung

Kurzmitteilung

digina16 – digitale Nachlassverwaltung

Die Digitalisierung durchdringt immer weitere Bereiche unseres Lebens – und inzwischen auch unseres Ablebens. Die Hinterbliebenen müssen sich nicht nur um Trauerfeier und Wohnungsauflösung kümmern, auch der digitale Nachlass in Form von Facebook-Accounts, E-Mails oder Password-Managern kann zu einer zusätzlichen Herausforderung werden. Am 24. November 2016 trafen sich Unternehmer, Wissenschaftler, Juristen, Journalisten und Blogger auf der digina16 (digitaler Nachlass 2016), um das Themenfeld „Digitaler Nachlass“ gemeinsam zu diskutieren. Peter Apel, Kompetenzpartner des ReifeNetzwerkes, war dabei und berichtet von seinen Eindrücken.
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50plus-Report 11/2016: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat November 2016 zusammenfasst.

50+: Arbeitsmarkt braucht Visionäre
Wenn ältere Arbeitnehmer aus Kostengründen in die Frühpension verabschiedet werden, ist dem Unternehmen wohl nichts Besseres eingefallen. Ein Unternehmen ohne ältere Arbeitnehmer wird jedoch früher oder später Fachkräftemangel erleiden. Etwa, wenn mehrere Mitarbeitende derselben Generation zeitgleich in Rente gehen. Dies kommt immer häufiger vor … weiterlesen

Weiterbildungsexperte: „Die Kinder der Kunden an sich binden“
Professor Rolf Tilmes, wissenschaftlicher Leiter der EBS Business School in Oestrich-Winkel, erklärt im Interview mit FONDS professionell ONLINE, wie sich Berater mittels Generationenmanagement eine neue Klientel erschließen können … weiterlesen

Generation 50 Plus bevorzugt Wohnen in eigenen vier Wänden
Wie planen Senioren ihren Lebensabend? Wo und mit wem zusammen würden sie gerne leben? Die Immobilienberatung HAUSGOLD hat Immobilieneigentümer, die älter als 50 Jahre alt sind, nach ihren persönlichen Zukunftswünschen befragt. Jeder Zweite würde demnach in eine kleinere Wohnung oder ein kleineres Haus als jetzt ziehen wollen, wobei die Nähe zu den Kindern bzw. zu anderen Familienmitgliedern eine untergeordnete Rolle spielt … weiterlesen

Mehr „alte Hasen“ im Betrieb
Der Anteil älterer Mitarbeiter an den Belegschaften der Unternehmen steigt. Also müssen sich die Betriebe verstärkt fragen: Wie können wir ihre Arbeitsfähigkeit und -motivation bewahren? Und: Welche Perspektiven können und wollen wir ihnen bieten? weiterlesen

Spiegel-Verlag bringt Best-Ager-Magazin an den Kiosk
Hamburg: Best-Ager-Magazine haben derzeit Konjunktur. Nach diversen Titeln für Frauen jenseits der 50 bringt nun auch der „Spiegel“ ein Magazin für Best Ager auf den Markt. „Spiegel Classic“ richtet sich gleichermaßen an Männer und Frauen „mit Erfahrung und Entdeckergeist“ und will die gut situierte Zielgruppe mit einer im Vergleich zum Hauptheft bunteren Themenmischung erreichen … weiterlesen

Generation 50Plus zahlt am liebsten per Rechnung
Nürnberg: Beim Internetshopping vertrauen die Deutschen vor allem altbekannten Zahlungsmitteln. Am häufigsten zahlen sie online per Rechnung. Über Online-Bezahldienste hat sich jeder Zweite noch nicht einmal informiert. Sorgen machen Datenschutz und Hackerangriffe. Das sind Ergebnisse der Studie „Liquidität 50Plus“ im Auftrag von easyCredit, in deren Rahmen 1.000 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren repräsentativ befragt wurden … weiterlesen

Burda Life hat „Lust auf mehr“
Neuer Lesestoff für die Zielgruppe 50+: Hubert Burda Media ergänzt sein Portfolio um den neuen Frauentitel „Lust auf mehr“. Der Monatstitel aus dem Verlagsbereich Burda Life richtet sich an die Generation der Babyboomer und will durch eine konsequent positive Herangehensweise überzeugen. Die Druckauflage liegt bei selbstbewussten 350.000 Exemplaren … weiterlesen

Für Senioren und Nutzer 50plus und mit Handicap: das neue WohnPortal Plus
Hamburg: Im Internet finden sich unzählige Seiten, die sich an Senioren und an Menschen mit Behinderungen wenden. Jedoch können nur wenige von ihnen überzeugen, wenn es um die Vermittlung von hilfreichen Informationen, Beratung und Angeboten geht. Viele 50Plus Webseiten sind vollkommen überladen und in der Benutzerführung so kompliziert, dass kaum einer das findet, was er eigentlich sucht. Anders geht es das neue WohnPortal Plus an … weiterlesen

HDV-Tagung: Hoteldirektoren denken über 50plus-Mitarbeiter nach
Hannover: Bei dem gut besuchten Treffen der Hoteldirektorenvereinigung im Sheraton Hannover Pelikan Hotel ging es diesmal um Personalthemen. Fazit der Podiumsdiskussion: Gemischten Teams aus Jungen und Älteren gehört die Zukunft … weiterlesen

Studie: Was ältere Konsumenten wirklich wollen
Wien: Ältere Konsumenten gehören zu den wohlhabenden Zielgruppen. Sich auf diese Zielgruppe einzustellen, ist daher mehr als logisch. Doch die speziell für ältere Konsumenten gestalteten Supermärkte fanden keinen Anklang. Was dabei schief gelaufen ist, erklärt die aktuelle WU Wien-Studie von Robert Zniva … weiterlesen

„Mit 50 träumt man anders“
Reifere Menschen haben ein anderes Reiseverhalten und setzen im Vergleich zu Jüngeren andere Prioritäten, gerade auch mit Blick auf ihre Unterkünfte. Sie sind die Zielgruppe der Vereinigung 50plus Hotels, die schon 1998 in Österreich gegründet wurde. Die Gruppe zählt derzeit 24 Hotels in Österreich, je zwei in Deutschland, Südtirol und Tschechien, eines in Ungarn und seit Kurzem auch fünf in der Schweiz … weiterlesen

So schlägt Kunde 50plus die Jugend
Theoretisch zählen die über 50-Jährigen nicht mehr zur werberelevanten Zielgruppe. Doch das kann ihnen egal sein, denn sie bestimmen die Märkte trotzdem. Allerdings, so kritisiert die Autorin Christiane Nakao in ihrem Buch „Subjektives Altersleben und Silber-Marketing“, ist zwar die Bedeutung des „silbernen Marktsegmentes“ in den Unternehmen angekommen, die unternehmerischen Möglichkeiten seien aber längst nicht nicht ausgeschöpft, „angefangen bei der Produktentwicklung bis hin zur kommunikativen Vermarktung“ … weiterlesen

Niedersächsin zur „Miss 50plus Germany“ gewählt
Berlin: Im Rahmen einer glanzvollen Gala wurde Deutschlands schönste Frau über 50 gewählt. Siegerin Christine Lösch-Schleier (64) steht für eine Generation, die attraktiv ist und mitten im Leben steht … weiterlesen

w&v-Serie 50plus: Grau ist nur die Theorie

img_1823Mit schöner Regelmäßigkeit nimmt sich das Branchenblatt der Werbeindustrie, werben & verkaufen – nach eigenen Angaben das Fachmagazin für Entscheider aus Marketing, Agenturen und Medien“ – der älteren Zielgruppe(n) an, in diesem Jahr sogar mit einer 4-teiligen Serie „50plus“, die wir nun mit freundlicher Genehmigung des wuv-Verlages hier veröffentlichen dürfen. Was uns natürlich besonders freut, ist, dass auch die Mitglieder des ReifeNetzwerkes Monika Prött und Rolf Kirchmair zu Wort kommen – eine schöne Bestätigung unserer Arbeit.

Mit den Schwerpunkten „Kommunikation“, „Design“, „Märkte“ und „Medien“ wird nicht weniger als eine nahezu umfassende Bestandsaufnahme einer äußerst heterogen Zielgruppe geliefert, aber auch nicht mehr. Der Königsweg zu einer erfolgreichen Kommunikation wird auch mit dieser Serie nicht gefunden. Was unter Umständen auch daran liegt, dass bei der Betrachtung der Alterssegmente inzwischen ein Stück Normalität eingetreten ist. 14-49“ ist nicht länger die allein seligmachende Formel für erfolgreiche Werbung. Vorausschauende Agenturen wenden sich inzwischen statt einer altersbasierten eher einer bedarfsorientierten Ansprache zu.

Dennoch liegt Vieles im Argen: Unternehmen gehen lieber mit kurzfristigen Aktionen auf Nummer Sicher, statt sich langfristig mit einer schwer fassbaren aber gleichwohl attraktiven Zielgruppe zu beschäftigen, wie auch eine Studie des Reifenetzwerkes ergeben hat. Demnach kennt nur jedes dritte Unternehmen die Altersstruktur seiner Kunden. Folge: Marketing- und Werbemaßnahmen für ältere Zielgruppen werden abgelehnt. Dazu kommt, dass immer noch falsche Bilder von den Älteren in den Köpfen der zumeist jungen Marketingverantwortlichen vorherrschen. Das führt nicht nur zu einer fehlgeleiteten Kommunikation, sondern auch zu Produkten, die von den Älteren mehrheitlich als stigmatisierend abgelehnt werden, wie z. B. das berühmte Seniorenhandy“.

Der Autorin Gabi Schreier gelingt es mit dieser Serie, einen umfassenden Einblick zu geben in das spannungsgeladene Dreieck Unternehmen, Werbeindustrie und kapriziöse“ Zielgruppe 50plus. Sie sei deshalb jedem ans Herz gelegt, der in diesem Bereich geschäftlich unterwegs ist – einen komprimierteren Überblick bietet keine der vielen Studien zu diesem Thema. Aber lesen Sie selbst:

w&v-Serie 50 plus, Thema „Kommunikation“
w&v-Serie 50 plus, Thema „Design“
w&v-Serie 50 plus, Thema „Märkte“
w&v-Serie 50 plus, Thema „Medien“

 

 

Internetnutzung im Alter: Vorbildliche Projekte von und mit Senioren mit dem Goldenen Internetpreis 2016 ausgezeichnet

Kurzmitteilung

Internetnutzung im Alter: Vorbildliche Projekte von und mit Senioren mit dem Goldenen Internetpreis 2016 ausgezeichnet

Berlin, 10. November 2016. Die Preisträger des Goldenen Internetpreises 2016 stehen
fest. Alle ausgezeichneten Senioren-Initiativen und Privatpersonen setzen neue Medien
wegweisend ein – zum Teil bis ins hohe Alter. Sie nutzen versiert die gesamte
Bandbreite der digitalen Welt: für mehr Selbstständigkeit, zur Information, für
erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, zum Austausch bei großen Herausforderungen und
zur Kommunikation. Die prämierten Projekte zeichnen sich durch Kreativität, Nutzen
und Übertragbarkeit aus. Sie zeigen, wie der Umgang mit neuen Medien zur
gesellschaftlichen Teilhabe älterer Menschen beiträgt. Die Preisträger zwischen 20 und
85 Jahren kommen aus Berlin, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Preisträger

Fünf Senioren-Initiativen und drei Privatpersonen erhielten den Goldenen Internetpreis 2016.
Foto: Dagmar Stratenschulte

In drei Kategorien würdigen die Veranstalter die alltägliche Nutzung digitaler Medien im
Alter, das soziale Engagement mit Hilfe von Online-Anwendungen sowie die
Weiterbildung von Seniorinnen und Senioren im IT-Bereich. Der Sonderpreis „Jung und
Alt – gemeinsam online“ für generationsübergreifendes Engagement mit Hilfe neuer
Medien wurde drei Mal vergeben.

„Seniorinnen und Senioren sollen am digitalen Fortschritt voll teilhaben können“, hält
Gerd Billen fest, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für
Verbraucherschutz und Schirmherr des Goldenen Internetpreises. „Es ist
beeindruckend, wie viele Menschen und Initiativen sich hierfür engagieren. Die
Preisträger des Goldenen Internetpreises erfüllen eine wichtige Vorbildfunktion. Ich
wünsche ihnen möglichst viele Nachahmer“, ergänzt der Staatssekretär.

Ausgelobt wird der Goldene Internetpreis von der Bundesarbeitsgemeinschaft der
Senioren-Organisationen, Deutschland sicher im Netz e.V., Wege aus der Einsamkeit
e.V., Google Deutschland und der Deutschen Telekom. Insgesamt sind für den
Goldenen Internetpreis über 130 Bewerbungen aus ganz Deutschland eingegangen.
Alle zeigen in Form von Texten, Bildern und Videos, wie kundig Menschen über
60 Jahre im Umgang mit digitalen Medien sind.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: www.goldener-internetpreis.de/presse

Pressekontakt:
Ludwig und Team GmbH
Cristina Grovu
Tel.: 040 / 45 01 41-10 * Fax: 040 / 45 01 41-40
E-Mail: c.grovu@ludwigundteam.com

50plus-Report 10/2016: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen wir die wichtigsten aus dem Monat Oktober 2016 zusammengefasst haben.

Kommunikation: Frauen ab 50 finden sich in der Werbung nicht wieder
Viele deutsche Frauen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren fühlen sich in der Werbung nicht angesprochen, nicht verstanden und unsichtbar. Zu diesem Ergebnis kommt die Hamburger Agentur VSF&P, die gemeinsam mit der ortsansässigen Strategieberatung Haruki eine tiefenpsychologische Studie über die weibliche Zielgruppe 50plus durchgeführt hat. Heike Gudella, Geschäftsführerin Strategie bei VSF&P, und Marc Schäfer, Geschäftsführer Haruki, sind die Initiatoren der Studie mit dem Titel “Generation Aschenputtel” … weiterlesen …

Handel: Der Mythos vom alten Kunden
Europa wird älter. Supermärkte erfinden raffinierte Ladenkonzepte für die kaufkräftigen, betagten Kunden. Eine neue WU-Studie zeigt, wie sehr die Bemühung an der Nachfrage vorbeigeht … weiterlesen …

Aktuelle Studie: Digitale Fitness der Generation 50plus bestimmt zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft
Im Zeitalter des demografischen Wandels wird das digitale Potential älterer Mitarbeiter/-innen zunehmend wichtiger und macht die Unternehmen wettbewerbsfähiger. Zu diesem Ergebnis kommt die Studentin Denise Schmidt, die für ihre Bachelor-Thesis im Studiengang Wirtschaftspsychologie an der Rheinischen Fachhochschule Köln sechs mittelständische und große Firmen interviewt sowie insgesamt 165 weitere Probanden befragt und die Ergebnisse evaluiert hat. Vor dem Hintergrund dieser Studienergebnisse empfiehlt es sich, Konzepte smarter Arbeit, insbesondere flexible Arbeitszeiten und -orte sowie Home-Office in die Arbeitsprozesse zu integrieren … weiterlesen …

ARD/ZDF-Onlinestudie: 84 Prozent sind online, Ältere lassen Internetnutzung wachsen
Da praktisch jeder jüngere Mensch regelmäßig oder zumindest gelegentlich das Internet nutzt, gehen die Zuwächse vor allem auf die älteren Menschen zurück. So stieg etwa der Anteil bei der Altersgruppe ab 60 Jahre, die zumindest gelegentlich online geht, innerhalb eines Jahres von 50,4 auf 56,6 Prozent … weiterlesen …  Die Studie ist auch online verfügbar.

Ärztlich begleitete Reisen: Die Sicherheit im Gepäck
Die ärztliche Versorgung einfach mit in den Urlaub nehmen und rund um die Uhr versorgt sein: Ärztlich begleitete Reisen machen es möglich … weiterlesen …

Zielgruppengenaue Werbung ohne Streuverluste für Alten- und Pflegeheime
Gezieltes und systematisches Marketing für Seniorenimmobilien und -residenzen steckt meist noch in den Kinderschuhen. Denn mehr als Flyer, Mundpropaganda und Anzeigen in der Regionalpresse stehen bei den meisten Pflege- und Altenheimbetreibern oft nicht im Marketingplan. Um eine optimale Belegungsquote und mehr Bekanntheit zu erzielen, bietet aber insbesondere das Internet effiziente wie effektive Präsentations- und Werbemöglichkeiten … weiterlesen …

Generation 50 plus: Wer verdient am meisten?
Chefärzte und Unternehmensberater haben im Alter das höchste Gehalt. Gewinner sind Führungskräfte mit akademischem Abschluss, stellt eine Studie von Gehalt.de fest. Knapp 35.000 Vergütungsdaten von Beschäftigten über 50 Jahren wurden in den letzten zwölf Monaten analysiert … weiterlesen …

‘Meins’ erforscht das Gesundheitsinteresse von Frauen 50plus
Die neuen Frauen 50plus sind fitter als je zuvor und tun aktiv etwas für ihre Gesundheit – das ist aus Sicht von Bauer Media ein Ergebnis der Zielgruppenforschung seines Titels ‘Meins’ … weiterlesen …

Studie zur Partnersuche ab 50
Menschen der Generation 50plus haben häufiger Dates als viele denken. Die Online-Partnersuche sollte aber möglichst wenig kosten und findet kaum mit dem Smartphone statt … weiterlesen …

neue leben Aktivplan: Versicherungs-Lösungen der neue leben für die Generation 50plus
Lange galt die Basisrente als Nischenprodukt: Doch Steuervorteile bringen den Renditekick. Die neue leben Lebensversicherung bettet das Produkt in die Altersvorsorgeplanung modular ein … weiterlesen …

Immer mehr Menschen arbeiten im Rentenalter
Von wegen Ruhestand: In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Erwerbstätigen über 65 Jahren deutlich gestiegen. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede … weiterlesen …

Demographie: Problem oder Lösung?

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Foto: Friedlies Reschke

Rentenpolitik, schrumpfende Regionen, Fachkräftemangel, Einwanderung: für alles muss die Demographie herhalten. Ein großer Irrtum, so Dr. Hannes Weber in der F.A.Z. vom 10. Oktober 2016.
Eine Zusammenfassung in Auszügen.

In der Tat hat Deutschland seit mehr als 40 Jahren eine Geburtenrate unter bestandserhaltendem Niveau und durchgehend mehr Sterbefälle als Geburten zu verzeichnen. Diese demographische Abwärtsspirale verleitet dazu, alle möglichen politischen Forderungen mit der Demographie zu begründen. „Falsch“, sagt der Autor, „die Bevölkerungsentwicklung hat aus ökonomischer und ökologischer Sicht durchaus einige positive Folgen, die oft nicht beachtet werden.“

Die erste Annahme: „In der Zukunft werden wir wegen des demographischen Wandels zu wenig Arbeitskräfte haben.“ In den kommenden Jahrzehnten wird der Altenquotient, also das Verhältnis der über 65-Jährigen zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, aller Wahrscheinlichkeit nach stark steigen. Ob das relativ kleiner gewordene Reservoir an Erwerbspersonen allerdings „zu wenig“ Arbeitskräfte liefern kann, ist überhaupt noch nicht abzusehen. Produktivitätssteigerungen, Digitalisierung und Automatisierung machen Vorhersagen darüber, dass aufgrund des demographischen Wandels Millionen Arbeitskräfte „fehlen“ werden, zur reinen Spekulation.

Das zweite Missverständnis: „Aufgrund der niedrigen Geburtenrate gibt es immer mehr Rentner in Deutschland.“ Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland liegt momentan auf Rekordniveau. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der häufig übersehene Effekt, dass der Geburtenrückgang für eine gewisse Zeit zu einem steigenden Anteil der Erwerbsfähigen führt, weil die Kindergeneration kleiner wird, aber die ins Erwerbsleben nachrückenden jungen Menschen noch zahlreicher sind als die Älteren, die aus dem Berufsleben ausscheiden – die sogenannte „demographische Dividende“. In welchem Maße dieses Plus später durch einen Anstieg bei den Rentnerzahlen wieder zurückgeht und ob es sich sogar ins Negative verkehrt, hängt wesentlich von der Lebenserwartung ab und nicht so sehr von einer niedrigen Geburtenrate. Eine höhere Geburtenrate würde aufgrund der medizinischen Fortschritte in Zukunft auch eine höhere Zahl von Rentnern bedeuten, was wiederum hieße, dass die Zahl der Kinder also nicht nur nicht zurückgehen dürfte, sondern sie müsste immer größer werden, damit die in den nächsten Generationen noch zahlreicheren Rentner wiederum ausgeglichen würden. Die Folge wäre eine dauerhaft wachsende Bevölkerungszahl, wie es im heutigen Mitteleuropa wohl weder realistisch noch wünschenswert erscheint. Die „demographische Dividende“ wäre dann ausgefallen.

Die dritte Annahme: „Wegen des demographischen Wandels verödet der ländliche Raum.“ Dass in strukturschwachen, ländlichen Gebieten in den vergangenen Jahren die Bevölkerung zurückging und das Durchschnittsalter stieg, ist unbestritten. Aber Deutschland hat insgesamt trotz der niedrigen Geburtenrate in den vergangenen Jahrzehnten nicht an Einwohnern verloren, sondern sogar dazugewonnen. Folglich kann das Schrumpfen eines bestimmten Ortes nicht auf den demographischen Wandel
zurückgeführt werden. Die Demographie ist (…) sehr wohl ein gewichtiger Faktor für die unterschiedliche Entwicklung von Städten und Gemeinden, aber regionale Bevölkerungentwicklungen haben sich von Geburten- und Sterberaten abgekoppelt, die überall mehr oder weniger gleich sind. Sie werden fast vollständig von der Einwanderung von außerhalb und der Mobilität innerhalb der Landesgrenzen bestimmt.

Das vierte Mantra: „Durch Einwanderung kann der demographische Wandel bewältigt werden.“ Das scheinbar einfachste Mittel gegen Überalterung und Geburtenrückgang ist Zuzug von außen: Einwanderer sind häufig im jungen, erwerbsfähigen Alter und verbessern dadurch das Verhältnis von Erwerbsfähigen zu Rentnern. Aber auch ohne Berücksichtigung von Sprach- oder Qualifikationshürden, die zu geringerer tatsächlicher Erwerbsbeteiligung führen können und hohe Integrationskosten nach sich ziehen, wird bei einer solchen Betrachtung oft ausgeblendet, dass der reine demographische Effekt der Einwanderung auf den Anteil erwerbsfähiger Personen an der Gesamtgesellschaft eher gering ist. Das liegt unter anderem daran, dass auch Personen in nichterwerbsfähigem Alter einwandern. Aus zusätzlichen Erwerbsfähigen werden außerdem später auch zusätzliche Rentner, wodurch in Zukunft noch mehr Einwanderer benötigt würden, um diesen Anstieg auszugleichen. Langfristig steigt also in einem solchen Gesellschaftsmodell der Bedarf an Einwanderung immer weiter, was die Gesellschaft sicherlich nachhaltig verändern jedoch Anstieg des Altenquotienten nur geringfügig abmildern würde.

Was getan werden muss? Um Lösungen zu finden, muss zunächst Einigkeit darüber bestehen, welche Aspekte der demographischen Entwicklung überhaupt als negativ
angesehen und tunlichst vermieden werden sollen. Die unstrittige Herausforderung des „demographischen Wandels“ betrifft das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen. Es wird sich in den kommenden Jahren abrupt verändern, sollten die derzeitigen Rahmenbedingungen konstant bleiben. Über mehr Geburten oder Einwanderer den zukünftigen Rentneranteil zu steuern ist nur eingeschränkt erfolgversprechend. Stattdessen wäre beispielsweise denkbar, angesichts der steigenden Lebenserwartung den Renteneintritt flexibler zu gestalten, indem etwa durch Angebote für Teilzeitarbeit nach dem Renteneintrittsalter in Berufsgruppen, wo dies gewünscht und physisch möglich ist, die Produktivität älterer Jahrgänge gesteigert wird.

Auf der anderen Seite werden die wirtschaftlichen Folgen von Geburtenrückgang und
Alterung in der Forschung mindestens ambivalent gesehen. Beispielsweise berichtet eine Forschergruppe um den US-Demographen Ronald Lee in der Fachzeitschrift „Science“, eine Geburtenrate unter bestandserhaltendem Niveau und ein moderater Bevölkerungsrückgang gingen zwar mit steigenden Belastungen für die Sozialkassen, aber auch mit einem höheren Pro-Kopf-Lebensstandard eines Landes einher.

Bis zum Jahr 2035 scheint es jedenfalls einige Stellschrauben zu geben. Danach wird das Thema ohnehin weniger akut: Die ab dann aus dem Berufsleben ausscheidenden Kohorten entstammen nicht mehr den „Babyboomern“, sondern sind selbst in Zeiten niedriger Geburtenraten geboren worden. Die Zahl der jährlich aus dem Berufsleben ausscheidenden Menschen wird dann nur noch geringfügig über der Zahl der Berufsanfänger liegen.

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