50plus-Report 07/2017: Kurzmeldungen aus dem Netz

fotolia_111519442_xsBunt und vielfältig aber auch selbstbewusst und konsumerfahren – genauso unterschiedlich wie die Generationen 50plus sind auch die Kurzmeldungen zum Thema, von denen unser 50plus-Report die wichtigsten aus dem Monat Juli 2017 zusammenfasst.

Ältere zieht es auf die Ferieninseln
21. Juli 2017 – Schweiz: Spanien, Griechenland und Kreuzfahrten buchen Reisende im Alter von 50 Jahren und mehr am häufigsten. In der Wahl ihrer Reiseziele unterscheiden sie sich also nur unwesentlich von den Jüngeren. Aber sie sind häufiger und teurer unterwegs. Das geht aus der Buchungsauswertung beim Reiseanbieter Hotelplan Suisse hervor. Die Daten stammen von sämtlichen Marken der Migros-Tochtergesellschaft, von Billiganbietern bis zu den Verkäufern von Luxusferien … weiterlesen

Altersbild der Jüngeren deckt sich nicht mit Einschätzung von Senioren
19. Juli 2017 – Senioren beurteilen ihre Lebensqualität selbst deutlich besser als Jugendliche und Erwachsene mittleren Alters. Dies zeigt die INSA-Studie „50plus“. Unterschiedlich ist auch die Auffassung, ab welchem Zeitpunkt man als alt gilt: Die unter 40-Jährigen finden ab 60 Jahren, für die über 40-Jährigen ist man erst nach dem 70. Lebensjahr alt … weiterlesen

Umfrage Sexualität 50plus: Sex im Alter – Tabu oder Selbstverständlichkeit?
13.07.2017 – München: Sex im Alter ein Tabu? Nein, schon lange nicht mehr. Nicht nur Hollywood inszeniert immer häufiger Liebesgeschichten inklusive erotischer Abenteuer jenseits der 50, auch in der Realität gehen Alter und Sexualität inzwischen wunderbar einher. Das zeigt auch die diesjährige große Mitgliederbefragung zum Thema “Sex” der Online- Community 50plus-Treff.de. Über 2000 Mitglieder im Alter von 50 bis 79 Jahren haben teilgenommen und die zum Teil sehr intimen Fragen zu ihrem Sexualleben überraschend ehrlich beantwortet. Interessant ist hierbei, dass rund 70% der Befragten zwischen 60 und 79 Jahren alt ist. Ein Alter, in dem man sich als junger Erwachsener nur schwer vorstellen kann, noch sexuell aktiv zu sein und vor allem auch Spaß daran zu haben … weiterlesen

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Grafik: 50plus-Treff.de

Wie die Jobsituation für die «50plus»-Generation besser werden kann
13.07.2017 – Schweiz: Von der Statistik her sieht alles gut aus. Die Altersklasse zwischen 55 und 64 Jahren hat mit knapp 4 Prozent die tiefste Erwerbslosenquote. Die Gruppe der 40 bis 54-jährigen weist laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) die zweittiefste Arbeitslosenrate auf. Richtig gravierend ist das Problem laut den Erhebungen nur bei den 18- bis 24-jährigen. Zwar schwanken dort die Werte erheblich, aber im ersten Quartal dieses Jahres lag die Quote bei fast 8 Prozent … weiterlesen

 

Seniorenbegriff positiv besetzt?

Eine gerade veröffentlichte aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos kommt zu dem Ergebnis, dass der Begriff „Senioren“ in Deutschland heute überwiegend positiv besetzt ist: Für fast jeden zweiten Deutschen (44%) ist der Begriff Senior eine „charmante Bezeichnung für alte Menschen“ und „steht für Erfahrung“.

drubig-photo - fotolia.com

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Sieht man sich diese Studie genauer an, muss man allerdings drei Fragezeichen hinter die Ergebnisse machen. Denn erstens wurden sie mit dem Ipsos i:omnibus erhoben: Eine Onlinebefragung bei 1.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren aus dem Ipsos Online Access Panel. Das sind internetaffine Personen, die sich bereit erklärt haben, des öfteren an Onlinebefragungen teilzunehmen und dafür mit Geld oder Wertgutscheinen bezahlt werden. Da in Deutschland Personen über 60 Jahre nur etwa zur Hälfte das Internet nutzen (57% seltene Nutzer und sogar nur 36% tägliche Nutzer), kann über einen Großteil älterer Personen keine Aussage gemacht werden. Die Ergebnisse sind damit nicht bevölkerungsrepräsentativ.

Zweitens sind die Ergebnisse von der Art und Formulierung der Fragestellung abhängig. Im vorliegenden Fall konnten die Befragungspersonen vorgegebenen Formulierungen zustimmen. Das Ergebnis von 44% Zustimmung zu „charmante Bezeichnung für alte Menschen“ ist sicher überhöht, weil es keine neutrale Alternative gab und man negativ formulierten Vorgaben wie „steht für Falten und graue Haare“ natürlich weniger zustimmt.

Was bedeutet das für werbungtreibende Firmen? Eine gefährliche Falle! Denn nach wie vor muss davor gewarnt werden, ältere Zielgruppen als Senioren zu bezeichnen. Denn die älteren unter uns wollen weder in die Schublade „Senioren“ eingeordnet werden und schon gar nicht mit dem angelsächsischen Marketingbegriff „Best Ager“ oder ähnlichem bezeichnet werden. Diese Zielgruppe kann kommunikativ nur dann erfolgreich angesprochen werden, wenn sie sich identifiziert – sowohl mit der authentischen aber attraktiven Darstellung von Personen ihresgleichen als auch mit Produktmerkmalen, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen.