Making-of der Zeitschrift „dabei sein in Hannover“

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Zeitschriften für die Generationen im Alter über 50 Jahre sind stark im Kommen – wir haben hier bereits einige Beispiele vorgestellt. Viele versuchen, eine breite Themenpalette abzudecken. Der Erfolg ist bisher eher durchwachsen. Mehr Chancen versprechen sich die Medienhäuser von Special-Interest-Ausgaben wie das Magazin dabei sein, welches von unserer Gastautorin Jutta Junge – Chefredakteurin der Zeitschriften Haus & Markt und dabei sein – betreut wird:

Auf dem Zeitschriftenmarkt ist viel in Bewegung. Die Zeitschrift der Zukunft, so zeigt sich, kann nicht mehr generell sein, sie muss speziell sein. Diese Herausforderung haben wir angenommen, als wir im November 2013 mit unserer „dabei sein“ an den Start gingen.

Doch die Idee war gar nicht so neu, sie war eine logische Entwicklung. „dabei sein“ erscheint in der Verlagsgesellschaft Haus und Markt mbH, die im 37. Jahrgang die Zeitschrift „Haus & Markt“ herausgibt. „Haus & Markt“ wendet sich an den Ein- und Zweifamilienhausbesitzer im älteren Baubestand.

Durch unsere tägliche Arbeit haben wir, die Redaktion und der Anzeigenverkauf festgestellt, dass bei dieser Zielgruppe ab einem bestimmten Alter Komfort und Gesundheit immer stärker in den Mittelpunkt rücken. Das belegten auch in der Vergangenheit durchgeführte Leserbefragungen; der demografische Wandel ist zudem eine bekannte, gesellschaftspolitisch relevante Tatsache. Beiträge rund um das Komfortwohnen wurden in der Vergangenheit in den Haus & Markt-Ausgaben zwar berücksichtigt, aber nicht in dem gewünschten Umfang und in der möglichen Vielfalt. Weiterlesen

Gute Arbeit = Gesunde Arbeit = Gewinnbringende Arbeit

Kranke, schwächliche und leistungsgeminderte Beschäftigte sind für den Arbeitgeber ein erheblicher Kostenfaktor. Gesunde Beschäftigte hingegen erbringen in aller Regel wenigstens die vertraglich geschuldeten Leistungen. Wenig oder gar nicht mehr motivierte Arbeitnehmer leisten grundsätzlich weniger, liefern schlechtere Qualität, und das bei derselben Bezahlung. Motivierte Arbeitnehmer erbringen höhere und bessere Leistungen, sie stecken andere gleichsam positiv an, sie sind produktiver, tragen zu guter Stimmung und einem positiven Arbeitsklima bei und sind somit ein unmittelbarer Faktor für bessere Unternehmensergebnisse.

Investitionen in einen verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz, insbesondere effektivere Präventionsmaßnahmen lohnen sich für alle Beteiligten, jedenfalls mittel- und langfristig. Untersuchungen haben ergeben, dass man mit einem sog. Return on Prevention (RoP) von 2,8 zu 1 rechnen kann. Liegt er auch nur etwas über 1 zu 1, hat sich jeder investierte Euro auch betriebswirtschaftlich gelohnt. Nicht zu unterschätzen ist ein weiteres Plus: Beim Kampf um gute Fachkräfte kann das Angebot guter und sicherer Arbeitsplätze entscheidend sein.

Zu einem solchen Angebot gehören Pflicht- und Kürelemente:

Das Pflichtprogramm umfasst vor allem die vom Arbeitsschutzgesetz geforderte Gefährdungsbeurteilung physischer und psychischer Belastungen, daraus abgeleitete Abhilfe- und Vorbeugungsmaßnahmen, entsprechende Unterweisungen, Dokumentationen, verlässliche Wirksamkeitsüberprüfungen und ggf. gezielte Nachbesserungen. Diese Verfahrensschritte sollen als kontinuierlicher Verbesserungsprozess gestaltet werden.

Ein weiteres Element bildet die betriebsärztliche und fachsicherheitstechnische Betreuung nach dem Arbeitssicherheitsgesetz. Für den verpflichteten Arbeitgeber sind diese Fachleute, gemeinsam mit dem obligatorischen Arbeitsschutzausschuss, die wichtigsten Garanten für sichere und gesunde Arbeit. Die Betriebsärzte sind ferner in die arbeitsmedizinische Vorsorge eingebunden, indem sie je nach Gefährlichkeit bestimmter Arbeiten Pflicht-, Angebots- oder lediglich Wunschvorsorge anzubieten haben. Der verstärkten Suche nach möglichen arbeitsbedingten Gefährdungen dient auch das Betriebliche Eingliederungsmanagement nach § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch IX.

Zu empfehlenswerten Kürmaßnahmen zählen die von den Krankenkassen teilfinanzierte Betriebliche Gesundheitsförderung, aber auch Angebote zu den Themen Sucht (Prävention, Beratung, Entwöhnung, Kur), Mobbing (Prophylaxe, Aufdeckung, Bekämpfung), Bewegung, Ernährung etc. Ein ganzheitlich durchkomponiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement wäre von Vorteil für alle inner- und außerbetrieblichen Akteure.

Konzerne und Großunternehmen erledigen diesen Aufgabenkreis in der Regel durch eigene große Abteilungen. Kleinere und mittlere Unternehmen brauchen zumeist kompetente und preiswerte Hilfe von außen.

 

crbst_joachim_heilmannProf. Dr. jur. Joachim Heilmann ist Mitglied im Expertenteam der MSS-UnternehmerHilfe eG, das wiederum Mitglied im ReifeNetzwerk ist. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Arbeitsrecht, Zivilrecht, Europäisches Recht, IT-Recht, Forschungsförderung, Internationale Projekte und Kooperationen in Deutschland und Schweden.