Getestet: Kompakt-Vans für 50plus – keiner wirklich schlecht

Testergebnisse VansEine hohe Sitzposition, gute Rundumsicht und eine zeitgemäße Sicherheitsausstattung – das sind die Ausstattungsmerkmale eines Autos, die von Menschen über 50 besonders geschätzt werden. Hohe PS-Zahlen dagegen werden mit zunehmendem Alter immer unwichtiger. Nach Einschätzung der Generationen Netzwerk für Deutschland e. V. (GND) – einer Initiative des ADAC, zeichnen sich vor allem Kompakt-Vans durch diese Merkmale aus. Deshalb hat das Unternehmen neun Modelle dieser Fahrzeuggattung einem Test unterzogen. Ergebnis: Richtig schlecht schnitt keiner der Vans ab, aber auch die Note „Sehr gut“ gab es nicht.

Testsieger wurde die Mercedes B-Klasse mit einer Note von 1,85, letzter der Mazda 5, der aber mit 2,99 immer noch eine glatt befriedigende Note erhielt. Die Plätze dazwischen teilen sich Opel, VW, Ford und Renault in der vorderen Hälfte, Kia, Toyota und Dacia in der hinteren.

Bewertet wurden die Testteilnehmer nach Kriterien wie der Sicherheit, die anhand von Crash-Verhalten und der Verfügbarkeit von Assistenzsystemen gemessen und mit einem Anteil von 34 Prozent gewichtet wurde. Karosserieaufbau, Komfort, Fahrverhalten und Kosten waren mit unterschiedlichen Gewichtungen weitere Kategorien. „Keinen Wert legten wir dagegen auf die Beschleunigung, das ist nicht das, was die Generation 50plus unbedingt braucht“, sagte Testkoordinator Wolfgang Siegler.

Testergebnisse: Neun Kompakt-Vans im Überblick und im Detail

Hintergrund: ADAC goes 50plus

Im Zuge der Neuaufstellung von Deutschlands mächtigstem Verein entdeckte der ADAC schon vor einiger Zeit die Senioren für sich – schon heute hat der ADAC mehr als zwei Millionen Mitglieder, die älter als 70 Jahre sind. So kamen die ADAC-Oberen auf die Idee, den ADAC praktisch noch einmal parallel aufzubauen, aber mit anderen Leistungen und anderem Namen. „Die sogenannten Best-Ager bleiben länger mobil. Hier eröffnen sich für uns ganz neue Möglichkeiten“, sagt ein ADAC-Insider.

Im Frühjahr 2011 wurde daher das Generationen Netzwerk für Deutschland e. V. (GND) in Bonn aus der Taufe gehoben. Der nach eigener Darstellung eigenständige Verein sollte sich um die vielfältigen Belange der wachsenden Generation 50 plus kümmern. Es gab Pläne für ein bundesweites Netz mit Büros und rasant steigenden Mitgliederzahlen. 2012 sollten es 150.000 sein. Dieses Ziel wurde jedoch bei Weitem verfehlt. Aktuell ist im Moment nur eine vierstellige Zahl – im unteren Bereich. „Wir befinden uns in einer Findungsphase über die Aufstellung für die Zukunft”, sagt Michael Ramstetter, Chef des auflagenstarken Clubmagazins „Motorwelt“ und Kommunikationschef des Hauses. „Durch die kritische Einstellung der Deutschen zum Altwerden und die Ablehnung von Begriffen wie Senioren ist es bislang noch nicht gelungen, aus der guten Idee den Erfolg zu machen, den wir uns gewünscht hätten.“ Er setzt auf einen langen Atem: „Wir sind guten Mutes, dass wir das Projekt irgendwann als Service-Anbieter zum Fliegen bringen“.

Deutschlands mächtigster Verein …

Print Friendly

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>