Wer kein Blog hat…

… sollte jemand kennen, der eines pflegt! Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kurz BMFSFJ, hat zwar div. Internet-Angebote, Newsletter und Initiativen mit eigenen Web-Portalen – ein Blog hat es aber (noch) nicht.

Darum veröffentlicht das ReifeNetzwerk hier die aktuelle Pressemitteilung 109/2012 zu den neuen Experten für den siebten Altenbericht der Bundesregierung.

Zitat Anfang

Kristina Schröder: "Gute Netzwerke in der Kommune sind Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter"

Bundesfamilienministerin beruft die Sachverständigenkommission zum Siebten Altenbericht der Bundesregierung

Zehn Expertinnen und Experten erhalten heute (Montag) aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, ihre Berufung zum Mitglied der Siebten Altenberichtskommission der Bundesregierung. Der Auftrag an die Sachverständigenkommission steht unter der

Überschrift: “Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften”. Den Vorsitz des Gremiums übernimmt Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

“Das lokale Umfeld hat für den Lebensalltag älterer Menschen eine besondere Bedeutung, denn kommunale Infrastruktur und soziale Netzwerke bestimmen maßgeblich die Qualität des Lebens im Alter mit”, so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. “Durch den demografischen Wandel findet kommunale Politik für ältere Menschen unter sich verändernden Bedingungen statt. Alterung der Gesellschaft, Veränderung von Familienstrukturen und auch die Binnenmigration stellen die Kommunen insoweit vor neue Herausforderungen.”

Der Siebte Altenbericht soll bis 2015 fertig gestellt werden und konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Seniorenpolitik in den Kommunen enthalten, um den vielfältigen Lebenslagen älterer Menschen zu begegnen und zu einem möglichst selbstbestimmten Leben im Alter beizutragen. Die Arbeit der Sachverständigenkommission wird begleitet von der Geschäftsstelle Altenberichte der Bundesregierung am Deutschen Zentrum für Altersfragen.

Die Altenberichterstattung geht zurück auf einem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 24. Juni 1994, der der Bundesregierung aufgibt, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation der älteren Menschen in der Bundesrepublik Deutschland zu erstellen. Die Erarbeitung der Berichte erfolgt durch weisungsunabhängige Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden.

Mitglieder der Siebten Altenberichtskommission sind:

* Prof. Dr. Andreas Kruse, Heidelberg (Vorsitz)
* Prof. Dr. Monika Alisch, Fulda
* Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Bochum
* Prof. Dr. jur. Thomas Klie, Freiburg
* Prof. Dr. Susanne Kümpers, Fulda
* Prof. Dipl. Ing. Elke Pahl-Weber, Berlin
* Wilhelm Schmidt, Berlin
* Dr. Wolfgang Schuster, Stuttgart
* Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Berlin
* Prof. Dr. med. Kerstin Wessig, Darmstadt

Bislang sind folgende Altenberichte erschienen:

* 1993 Erster Altenbericht zur Lebenssituation der älteren Generation in
Deutschland
* 1998 Zweiter Altenbericht “Wohnen im Alter”
* 2001 Dritter Altenbericht “Lage der älteren Generation in der
Bundesrepublik Deutschland: Alter und Gesellschaft”
(einschließlich der Entwicklung seit der Wiedervereinigung Deutschlands)
* 2002 Vierter Altenbericht “Risiken, Lebensqualität und Versorgung
Hochaltriger – unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen”
* 2005 Fünfter Altenbericht “Potenziale des Alters in Wirtschaft und
Gesellschaft – Der Beitrag älterer Menschen zum Zusammenhalt der
Generationen”
* 2010 Sechster Altenbericht “Altersbilder in der Gesellschaft”

Zitat Ende

Wir haben hier schon über vorangegangene Altenberichte geschrieben. Aus unserer Sicht haben gerade der 5. und der 6. Altenbericht wertvolle Anstöße gegeben, wichtige Problemthemen angesprochen, analysiert und programmatisch aufbereitet. Dem siebten Altenbericht im Jahr 2015 mit dem Fokus auf kommunale Herausforderungen sehen wir mit großem Interesse entgegen.

Der heute berufene Expertenkommission gratulieren wir zur Ernennung und wünschen ihr kritische Fragen, Analysen ohne Tabu und eine zukunftsorientierte Interpretation und Kommunikation.

Kein Zweifel: die Zukunft wird älter!

Bond ist zu alt? Skyfall mit einem “altersgemischten Team”.

Hallo, hier ist Käthe! Letztes Wochenende habe ich mir den neuen Bond-Film “Skyfall” angeschaut. Bond bekommt einen neuen Waffenmeister – der alte Q ist ja nicht mehr dabei. Und der neue ist viel jünger als Bond (bisher war Q ja immer viel älter). Die gegenseitige Begeisterung hält sich bei der ersten Begegnung in Grenzen. Bond glaubt, der junge ist nicht leistungsfähig, da ihm die Erfahrung fehlt. Und Q denkt, Bond ist zu alt, um noch Leistung zu erbringen. Also so, wie im täglichen Arbeitsleben auch: Junge haben Vorurteile gegenüber den Älteren und umgekehrt.

Vielleicht sollten sich alle mal den neuen Bond anschauen – denn kurz darauf sind die beiden ein unschlagbares Team, wenn es drauf ankommt. Jeder hat seine Stärken (und Schwächen) aber gemeinsam bekämpfen sie (natürlich) erfolgreich das Böse. Im täglichen Arbeitsleben kämpft man nicht gegen das Böse, aber man kämpft ja um Lösungen. Man kann also vielleicht aus dem Bond sogar etwas fürs tägliche Leben lernen (das war ja nicht bei jedem Bond-Film so).

Was meinen Sie? Kann ein altersgemischtes Team im richtigen Leben funktionieren bei aller gegenseitigen Skepsis? Was sind aus Ihrer Sicht die Voraussetzungen für ein Gelingen? Ich freue mich auf ihre Meinungen zu so einer Zusammenarbeit, nicht nur der von Bond und Q.

Unternehmerischer Neustart im Alter

Viele Ältere bauen nochmal eine neue berufliche Existenz auf, wagen den unternehmerischen Neustart! Lt. dem KfW-Gründungsmonitor 2012 waren 26% der Existenzgründer mindestens 45 Jahre alt, gut 7% sogar mindesten 55 Jahre.

An diese Zielgruppe richtet sich eine Broschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. In der Reihe “Gründerzeiten” widmet sich Ausgabe 19 dem Thema Existenzgründung durch Ältere.

Die kompakte Broschüre erklärt Hintergründe, zeigt spezielle Chancen für die senioren Unternehmer auf und gibt viele wertvolle Hinweise, um die ersten Hürden einer  Neugründung zu überwinden.

Das ReifeNetzwerk erwartet, dass die Zahl solcher unternehmerischer Neustarts durch Ältere in den nächsten Jahren weiter deutlich wachsen wird. Gründe:

  • Wachsender wirtschaftlicher Druck im Alter und parallel
  • zunehmende Agilität der Senioren; sie passt immer weniger zum Renteneintrittsalter
  • Erhöhter Vertrauensvorschuss auf der Nachfrageseite, konkret: in der eigenen Altersgruppe. So entstehen bessere Marktchancen in diesem immer größer werdenden Segment.
  • Besseres Verständnis für diese Zielgruppe auf der Angebotsseite, mehr Zielgruppen-Kompetenz. Der Vertrauensvorschuss wird (meist) eingelöst.

D.h., nicht nur Anbieter für den privaten Konsum sondern auch solche aus dem B2B-Bereich (Telekommunikationsprovider, Büroausstatter, Versicherungen, Automobilhändler etc.) müssen sich zunehmend auf seniore Geschäftspartner einstellen.

Die Zukunft wird älter.

Neue Studie: nur 21% der Menschen über 50 planen Versicherungsschutz zu überprüfen

Eine repräsentative Umfrage der YouGov Deutschland AG im Auftrag der VGH Versicherungen zeigt: Nur 21 Prozent der befragten „Best Ager“ beabsichtigen in der nächsten Zeit, ihren Versicherungsschutz überprüfen zu lassen und sich mit dem Thema Hausrat-, Pflegeversicherung und Co. zu befassen.

Auch wenn die 21 recht wenig erscheinen – für Makler und Versicherungen ist es doch ein großer Markt. Zumal die 21 Prozent ja von sich aus ihren Schutz überprüfen lassen wollen. Wenn man Menschen aktiv auf die Überprüfung ihres Versicherungsschutzes ansprechen würde, dann kann ich mir vorstellen, dass weitaus mehr zum Aufstocken und Abschließen bereit wären.

Laut der Studie sind insbesondere die Produkte Hausrat-, Zahnzusatz-, Sterbegeld und Pflegezusatzversicherungen im Fokus der Menschen über 50.