Senioren: Schlüssel für Wachstum noch ungenutzt

„Wir müssen ein realistisches und differenziertes Bild vom Alter zeichnen….Diese Potenziale des Alters müssen wir stärker nutzen.“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bei der Vorstellung des Sechsten Altenberichts vor knapp 2 Jahren. Zu Konsum und Marketing wurde ausgeführt:  „Auf der Produzentenseite werden der Produkt- und Handelsgestaltung häufig noch Altersbilder zugrunde gelegt, die den tatsächlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Konsumwünsche älterer Menschen nicht entsprechen.“ So zu lesen in der BMFSFJ-Pressemitteilung vom 17.11.2010.

Was hat sich seitdem getan? Nicht viel, ist unsere Erfahrung im ReifeNetzwerk. In Gesprächen mit Produktmanagern stellen wir fest, dass sie die erhebliche Kaufkraft der 60- bis 80-Jährigen und die Potenziale für Wachstum durchaus kennen. Sie scheuen aber den Aufwand, sich mit dieser heterogenen Zielgruppe intensiv zu befassen. Dies kann auf lange Sicht zum Wettbewerbsnachteil werden. Argumente, wie „die kaufen ja ohnehin“, werden die Verbraucher selbst widerlegen. Senioren treten immer selbstbewusster auf und stellen klare Forderungen an Produkte und Dienstleistungen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass inzwischen die rebellischen ehemaligen 68-er allmählich im Rentenalter angekommen sind.

„Ohne die Älteren und deren erhebliches Einkommensvolumen im Blick zu haben, werden Unternehmen in Deutschland nicht mehr wachsen können“, sagt Martin Sonnenschein, Zentraleuropachef der Unternehmensberatung A. T. Kearney. „In 20 Jahren wird es in Deutschland mehr über 60-Jährige als unter 15-Jährige geben. Deshalb muss es viel mehr gute Geschäftsideen für diese Zielgruppe geben.“

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