Schweizer reden mit uns und nicht über uns – und stellen fest: Es gibt viele Zielgruppen 50plus

Hallo hier ist Käthe, jetzt muss ich mich ja auch mal im neuen Blog zu Wort melden….. find ich übrigens klasse, dass sich das ReifeNetzwerk regelmäßig zu aktuellen Themen meldet. Da kann ich jetzt auch schneller reagieren. Ach und wer mich noch nicht kennt – ich berichte immer im marktmacher50plus aus meinem Leben als erfahrene Käuferin. Hier können Sie den aktuellen Marktmacher lesen.

Was habe ich gestern im Netz gelesen – die Schweizer Terzstiftung hat herausgefunden, dass es die Generation 50plus gar nicht gibt, sondern viele Generationen 50 plus. Oh – welch Überraschung!!!!! Wir sind nicht nur eine Zielgruppe sondern viele!!!!!

Und als Senioren wollen die Schweizer auch nicht angesprochen werden – sondern als das was sie sind: erfahrene, reife Menschen! Dem kann ich nur zustimmen! Gut gemacht Ihr Schweizer. Wer mehr lesen will: Hier steht mehr

Die ReifeNetzwerker sagen in Ihrer Beratung schon immer, dass es viele verschiedene sogenannte Zielgruppen 50plus gibt. Steht auch schon was im Blog.

Ich kann den Schweizern da nur zustimmen – redet mit uns – anstatt über uns zu reden! Das Alter ist nur eine Hilfsgröße. Das einzige was uns verbindet – wir sind anspruchsvoll! Schließlich sind wir schon ein paar Tage länger auf dieser Welt und machen auch nicht mehr jeden Hype mit. Wer uns als Käufer gewinnen will – der muss Qualität liefern!!! Und das nicht nur einmal sondern immer.

Also liebe Deutsche Unternehmen – nehmt Euch ein Beispiel an den Schweizern! Die Kollegen vom ReifeNetzwerk unterstützen Sie dabei gern!

 

Klarer Trend zu alternativen Wohnformen im Alter

Wohin im Alter? Eine Antwort darauf gibt eine Befragung der Stadt Hildesheim zum Thema „Wie möchte ich in Zukunft wohnen?”, an der sich 582 Personen Anfang 2012 beteiligt hatten. Auch wenn die Umfrage auf die Stadt Hildesheim begrenzt war, lassen sich aufgrund der hohen Zahl der Teilnehmer doch allgemeingültige Aussagen ableiten.

Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass immer mehr Menschen deutlich vor ihrem Eintritt in das Rentenalter Wohnungen suchen, die einerseits bezahlbar, andererseits in besonderer Weise ihren Ansprüchen gerecht werden. 75 Prozent der Befragten planten einen Umzug. Knapp 80 Prozent davon sehen ihre Wohnung als nicht seniorengerecht an. Eine Mehrheit der Befragten äußerte den Wunsch nach einer barrierefreien Wohnung. Einen schwellenlose Erreichbarkeit oder das behindertengerechte Badezimmer wurden als Beispiele genannt.

Das Wohnen in einem Senioren- oder Pflegeheim lehnen fast alle Befragten ab. Deutlich im Kommen dagegen ist der Wunsch nach alternativen Wohnformen, welche 30 Prozent der Teilnehmer anstrebten, verbunden mit dem Wunsch nach generationenverbindendem Wohnen, Gemeinsamkeit, verbindlicher Nachbarschaft, sozialen Kontakten und Selbstbestimmung.

Die Befragung zeigt, dass ein Handlungsbedarf im Bereich barrierearmes/seniorengerechtes Wohnen besteht. Gerade dem Handwerk können sich hier neue Potenziale eröffnen. Wichtig ist neben einem klar definierten Angebot eine Kundenansprache, die sich auf die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Menschen bezieht. Hierfür sind die Experten des ReifeNetzwerkes zuverlässige und kompetente Partner.

 

Bevorzugte Wohnformen

Alternative Wohnformen werden bevorzugt

Literatur 50plus: Marketing anspruchsvoller Zielgruppen

Dass Menschen über 50 eine spannende aber auch anspruchsvolle, komplizierte und mitunter sogar anstrengende Zielgruppen sind, ist keine neue Erkenntnis.

Das Leibniz-Informationszentrum hat dazu Literatur zusammengestellt, die sich mit dem Thema: Marketing 50 plus beschäftigt: Literaturauswahl Marketing 50 plus.

In den nächsten Beiträgen wollen wir einige Bücher dieser Liste etwas genauer vorstellen.

Weitere Informationen zu Literatur, Events, Studien etc. bietet auch unser marktmacher50plus. Die aktuelle Ausgabe 8 finden Sie hier.

 

EU Wettbewerbe im Europäischen Jahr für aktives Altern

2012 ist das Jahr für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen. Die Europäische Union führt unter diesem Titel verschiedene Wettbewerbe durch, 5 davon laufen noch bis zum 1. September 2012.

Es winken keine spektakulären Preise, aber man bekommt Zugang zu und Aufmerksamkeit von neuen Gremien und Organsiationen innerhalb der EU, im EU-Umfeld und in deutschen öffentlichen Organisationen, vornehmlich im Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Zur Preisverleihung der EU Wettbewerbe wird man nach Brüssel eingeladen, auch das sicher kein alltägliches Erlebnis.

Eine Übersicht der EU Wettbwerbe findet sich hier, ebenso Details zu den Bedingungen der Teilnahme etc.

In der Tabelle hier haben wir die 4 interessantesten EU Wettbewerbe aus unserer Sicht aufgelistet.

Senioren: Schlüssel für Wachstum noch ungenutzt

„Wir müssen ein realistisches und differenziertes Bild vom Alter zeichnen….Diese Potenziale des Alters müssen wir stärker nutzen.“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder bei der Vorstellung des Sechsten Altenberichts vor knapp 2 Jahren. Zu Konsum und Marketing wurde ausgeführt:  „Auf der Produzentenseite werden der Produkt- und Handelsgestaltung häufig noch Altersbilder zugrunde gelegt, die den tatsächlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Konsumwünsche älterer Menschen nicht entsprechen.“ So zu lesen in der BMFSFJ-Pressemitteilung vom 17.11.2010.

Was hat sich seitdem getan? Nicht viel, ist unsere Erfahrung im ReifeNetzwerk. In Gesprächen mit Produktmanagern stellen wir fest, dass sie die erhebliche Kaufkraft der 60- bis 80-Jährigen und die Potenziale für Wachstum durchaus kennen. Sie scheuen aber den Aufwand, sich mit dieser heterogenen Zielgruppe intensiv zu befassen. Dies kann auf lange Sicht zum Wettbewerbsnachteil werden. Argumente, wie „die kaufen ja ohnehin“, werden die Verbraucher selbst widerlegen. Senioren treten immer selbstbewusster auf und stellen klare Forderungen an Produkte und Dienstleistungen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass inzwischen die rebellischen ehemaligen 68-er allmählich im Rentenalter angekommen sind.

„Ohne die Älteren und deren erhebliches Einkommensvolumen im Blick zu haben, werden Unternehmen in Deutschland nicht mehr wachsen können“, sagt Martin Sonnenschein, Zentraleuropachef der Unternehmensberatung A. T. Kearney. „In 20 Jahren wird es in Deutschland mehr über 60-Jährige als unter 15-Jährige geben. Deshalb muss es viel mehr gute Geschäftsideen für diese Zielgruppe geben.“

Senioren: ja wie heißen sie denn?

Immer wieder erleben wir von Das ReifeNetzwerk bei unserer Arbeit, dass über die Zielgruppe der Alten sehr unscharfe Meinungen bestehen. Und diese Vorurteile und Unschärfen behindern in der Kommunikation und im Marketing die Erkenntnis des Möglichen und Nötigen und so auch die Entwicklung von guten Maßnahmen. Unsere Arbeit beginnt meist mit der elementaren Aufklärungsphase.

Warum ist das so? Es gibt viele Gründe, nicht zuletzt psychologische (Stichwort Berührungsangst), eine sehr grundsätzliche Quelle der Verwirrung ist sicher die korrekte Bezeichnung dieser interessanten Zielgruppe.

Schon im Rumpelstilzchen-Märchen wird deutlich, dass den Namen zu kennen Macht verleiht. Was benannt werden kann, kann erkannt werden. Wofür kein Name besteht, das ist an der Grenze der Existenz.

Eine erste Orientierung in Sachen “Bezeichnung der Zielgruppe der Alten” kann die Grafik hier geben, gewonnen via das Google-Plebiszit der Suchwort-Häufigkeit (Google Insights for Search).

 

 

Die Werte selbst sind keine absoluten Häufigkeiten sondern relative Verhältnisse. Auf Platz 6 dieser Liste liegt “ältere Menschen”.

“Pensionäre”, “60plus”, “PEGGI” und andere sind weit abgeschlagen.

Eine Sonderrolle nimmt “die alten” ein. Zwar werden hier noch höhere Werte erzielt, aber die alten Autos, die alten Käse und die alten Kamellen sind da mitgezählt.

Ebenfalls eine Sonderrolle hat “Rentner”. Der Begriff ist scharf definiert mit klarem wirtschaftlichen Fokus, er liegt in der Kategorie “Finanzen” (und nur da) bei Google entsprechend weit vorne.

Fazit: für die Suche wie fürs tagging und für hashtags ist “Senioren” mit Abstand der Winner.

Pensionäre und Rentner surfen mit auf der Welle

Haben Deutschlands Senioren Berührungsängste vor dem Neuen und scheuen deshalb das Internet? So richtig die Ausgangsthese wohl ist, so falsch ist der Schluß.

Dass im Alter konservative Haltungen eher zunehmen, ist bekannt, alles soll so bleiben, wie es vertraut ist. Doch dieser Wunsch stellt in puncto Internet-Nutzung immer weniger eine Hürde dar.

Denn seit gut 10 Jahren scheiden immer mehr Menschen aus dem Berufsleben aus, denen E-Mail, Online-Recherchen und Internet-Buchungen längst bekannt sind, die sich an diese Werkzeuge gewöhnt haben.

Und wer nicht am Arbeitsplatz seine ersten Web-Erfahrungen machte, der erfuhr im eigenen Wohnzimmer, wie Partner, Kinder und Enkel, aber auch Freunde und Nachbarn das neue Medium zunehmend sicher und selbstverständlich nutzen.

Ja, die Senioren und Pensionäre liegen 2-4 Jahre hinter dem großen Trend und Nein: den “Internet-Anschluss” werden sie nicht verpassen. Schon jetzt sind über 50% der Rentner-Haushalte online. Die Grafik zeigt auch, dass insbesondere die vermögenden Pensionäre schon jetzt im gehobenen Mittelfeld angekommen sind.

Die Zielgruppe ist hochinteressant, nun muss sie kommunikativ auch online erreicht werden. Wie immer und überall besteht die Kunst darin, sie dort abzuholen, wo sie ist. Hier sind gute Ideen und überzeugende Ansätze noch rar.
Einer der Gründe ist sicherlich, dass dieses Kunden- und Käuferppotenzial eine sehr viel differenzierte Ansprache erfordert, als das schlichte Wort “Senioren” vermuten läßt.

Neues 50plus Magazin VIVA startet erfolgreich

G+J schätzt Verkauf von VIVA Erstausgabe auf 80.000 Exemplare

Die am 26. April 2012 erschienene Erstausgabe des Best Ager-Magazins STERN VIVA wird sich offenbar mit rund 80.000 Exemplaren deutlich über den internen Erwartungen verkaufen. Das sagte Thomas Lindner, Verlagsgeschäftsführer G+J Agenda, im Interview mit dem Fachmagazin KRESSREPORT (14/12). Ursprünglich hatte der Verlag mit rund 60.000 verkauften Heften als „Benchmark“ gerechnet. Die Testphase sei noch nicht beendet, aber vielversprechend, so Lindner. Die zweite Ausgabe von STERN VIVA soll am 27. September erscheinen.
Kommentar: Bei meinen Streifzügen durch die Bahnhofsbuchhandlungen habe ich das Magazin noch nicht gesehen…. aber vielleicht wars ja auch schon vergriffen. Den 27. September werde ich mir aber vormerken.

Der Fernsehgarten hat 60.000 facebook Fans

Laut einer aktuellen dapd Meldung haben sich 60.000 Zuschauer mit der Facebook Seite von dem ZDF Fernsehgarten verknüpft. Und da sage noch einer, das ZDF ist nur was für Ältere oder Facebook ist nur was für Jüngere. Noch während der Sendung tauschen sich junge und ältere Fans über twitter und facebook zu den laufenden Themen und Showeinlagen der Sendung aus.

Also nächsten Sonntag: Fernsehgarten schauen – kommt immer vormittags!

Neue Wege mit alten Bürgern

In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung sagt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zur Frage, wie sich eine Gesellschaft durch den demografischen Wandel verändert: Es sei keine Katastrophe, wenn sich die Gesellschaft so grundlegend verändere; nur wer das begreife, könne auch Lösungen finden.

Als Beispiel führt er das Beispiel „Dorfladen für Gertenbach“ an. Dort gab es – aufgrund der schrumpfenden Bevölkerung – keinen Bäcker, keinen Metzger, keinen Arzt, keine Bank, keine Apotheke, kein Wirtshaus, keine Schule, kein Nichts mehr, so Bouffier. Heute gibt es in Gertenbach einen multifunktionalen Dorfladen, der durch die Initiative von engagierten Bürgern und flexiblen Kooperationspartnern möglich wurde. Ein Beispiel, das Schule machen kann.

http://bit.ly/RI4JBc