Zehn Jahre Seniorenmarkt: Was hat sich verändert?

Vor zehn Jahren war das Thema „Senioren“ hochaktuell. Ausgelöst durch das 2004 erschienene Buch „Das Methusalem-Komplott“ von Frank Schirrmacher wurden der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft intensiv in den Medien diskutiert. Einer der Schwerpunkte war das Seniorenmarketing und die damit verbundenen Chancen für Unternehmen.

Heute – nach über zehn Jahren – ist es ruhiger um dieses Thema geworden. Zum einen haben sich Prioritäten verschoben, zum anderen hat sich aber auch vieles gewandelt – für ältere Verbraucher sogar manches verbessert. Jedenfalls lohnt es sich, die Veränderungen der vergangenen 10 Jahre einmal Revue passieren zu lassen.

Politisches Interesse
Nach dem Medien-Hype vor zehn Jahren fand das Thema Senioren auch Einzug in die Politik: Das Familienministerium und auch einige Länderministerien erweiterten ihren Namen um die Bezeichnungen Senioren oder Demografie. Senioren-Ableger der etablierten politischen Parteien wurden gegründet. Senioren-Initiativen wie Wirtschaftsfaktor Alter, Wirtschaft und Demografie (BW) oder Seniorenwirtschaft (NRW) fanden Zuspruch. Heute sind diese Initiativen weitgehend wieder verschwunden, obwohl es mehr ältere Mitbürger denn je gibt.

Privatwirtschaftliche Seniorenangebote
Auch das mediale Interesse an diesem Thema hat nachgelassen. Vor zehn Jahren gab es mehr Senioren-Portale im Internet als heute. Informationsportale für Unternehmen wie seniorenmarkt.de oder reifemaerkte.de haben aufgegeben, die von der Deutschen Post gegründete Internet-Plattform „Vital in Deutschland“ mit Seniorenangeboten wurde ebenso wie der von der Deutschen Post an Rentner verschickte Newsletter „Renten Service“ eingestellt. Seniorenzeitschriften wie Lenz oder Tengo gibt es nicht mehr. Und der Versuch des ADAC, mit dem GND (Generationen Netzwerk für Deutschland) einen speziellen Verein für ältere Mitbürger aufzubauen, ist ebenfalls gescheitert. Die Älteren haben all diese Seniorenangebote nicht angenommen, weil sie nicht wie Senioren angesprochen und behandelt werden wollen.

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Ein Bild von einer Generation – zehn Jahre Altersbilder in der Werbung

fotolia.de / sippakorn, milka

fotolia.de / sippakorn, milka

Zehn Jahre „Das ReifeNetzwerk“ – zehn Jahre Altersbilder in der Werbung. Was hat sich getan? Oder anders: Hat sich etwas getan?

Es war  in den 1990-er Jahren, als in den Werbeblöcken des Fernsehens wie aus einer anderen Welt ein Mann in sichtbar fortgeschrittenem Alter mit langem, weißen Rauschebart auftauchte und verkündete: „Ah – ein Stadtmensch! Sie glauben wohl auch, dass wir hier oben etwas altmodisch sind. Aber das stimmt nicht. Wir haben das neue Milka Fresh erfunden …“ und endete mit dem Satz „Aber Vorsicht: It’s cool, man!“. Peter Steiner, ein Schweizer Schauspieler und Musiker, wurde mit der Figur des „Alpöhi“ Kult, verhalf der Marke Milka zu ungeahnten Höhenflügen und stürmte mit den Singles „It‘s Cool Man“ und „Geierwally“ die Charts.

Mit seinem Auftritt löste der damals schon 76-Jährige fast so etwas wie eine Revolution in der Werbung aus. Ein älterer Mensch, der Jugendsprache spricht – ein Aha-Erlebnis für viele, wurde doch erstmals mit einem älteren Menschen für ein zielgruppenübergreifendes Produkt geworben. Und mehr noch: Mit der Verbindung von Senioren und Jugendsprache wurde mit herkömmlichen Werbebildern radikal gebrochen.

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Rasenmäherwerbung aus dem Jahr 2005 (Brill)

Seniorenprodukte für Senioren
Bis zu diesem Zeitpunkt scheute sich die Industrie, mit älteren Menschen für ihre Produkte zu werben. Ältere Menschen stigmatisierten das Produkt als ebenfalls alt und damit „uncool“, so die einhellige Meinung. Wenn sie in Fernseh-, Zeitungs- und Zeitschriftenwerbung gezeigt wurden, dann vor allem in der Oma- oder Opa-Rolle, gemütlich im Sessel sitzend und Bonbons an die Enkel verteilend. Oder schlimmer noch – als Witzfiguren wie in einer Rasenmäherwerbung, für die sich die Produzenten – Agentur wie Kunde – noch heute schämen dürften.

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Die Vorzüge des „ältesten Produktmanagers Deutschlands“

Fundiertes Fachwissen trifft unvoreingenommene Kreativität – Unternehmen profi tieren von der Zusammenarbeit älterer und jüngerer Mitarbeiter. fotolia/jackfrog

Fundiertes Fachwissen trifft unvoreingenommene Kreativität – Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit älterer und jüngerer Mitarbeiter.
fotolia/jackfrog

Peter Paulsen war seit Jahren Senior Produktmanager. Er hatte seine Produkte „im Griff“, auch waren seine Ergebnisse „nicht schlecht“. Als er von seinem Vorgesetzten angesprochen wurde, ob er schon einmal über Vorruhestand nachgedacht hätte, fiel er aus allen Wolken.

Mit den Aussagen: „Wissen Sie, Ihre Produkte laufen zwar ganz ordentlich, aber irgendwie wünschen wir uns doch ein agileres Handling, ein paar kreative Ideen, um den Sortimentsbereich weiter voran zu bringen“. Das Unternehmen versprach sich von einem jüngeren Produktmanager (PM) mehr „drive“. Nach einigen Verhandlungsrunden wurde der Plan realisiert, Peter Paulsen ging in den Vorruhestand, ein junger PM übernahm seinen Bereich. Und: von jetzt an ging es bergab. Das muss zwar nicht so sein, geschieht aber doch so oder so ähnlich häufiger.

Das Kernproblem in diesem echten Beispiel ist, dass fundamentales Wissen der Wirtschaftspsychologie außer Acht gelassen worden ist. Insbesondere die Kenntnisse der „Entwicklungspsychologie“ (lebenslang) und der „kognitiven Psychologie“. Weiterlesen

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Klare Vorstellungen erleichtern die Arbeit

Wie oft hören wir von potentiellen Auftraggebern den Satz, „machen Sie mal eben..“ Dabei kann es um einen Auftrag zu Gestaltung einer Webseite, einer Anzeige, einer Zeitung, die Erstellung eines Textes oder eines Kommunikationskonzepts gehen. Das Ergebnis kann aber nur gut werden, wenn es klare Vorstellungen darüber gibt, was damit erreicht werden soll. Es spart außerdem Zeit, Geld und Nerven.

„Die Idee kommt beim Sprechen“

© fotolia/ibreakstock

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In einem Vorgespräch ist zu klären, was sich der Auftraggeber vorstellt. Dazu muss man sich Zeit nehmen. Es ist überraschend, wie man beim Sprechen auf die besten Ideen kommt. Heinrich von Kleist hat seine Gedanken „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“ in einem Brief an Otto August Rühle von Lilienstern festgehalten. Dort rät er ihm, Probleme, …,  zu lösen, indem er mit anderen darüber spricht. Dabei ist nicht wichtig, dass dem Gegenüber die Materie bekannt ist, sondern der ausschlaggebende Punkt ist das eigene Reden über den Sachverhalt. Mit dieser Methode könne man sich selbst am besten belehren: „Die Idee kommt beim Sprechen“. Das ist ein Vorteil für den Auftraggeber und den Auftragsnehmer.

 Experten als Sparringpartner

Man kann sich einen Sachverhalt auch selbst vortragen, doch ein Gegenüber zwingt dazu, strukturiert zu reden. Zudem kann es förderlich sein, wenn dieser zu erkennen gibt, dass er einen „halb ausgedrückten Gedanken schon […] begriffen“ habe. Auf dieser Basis kann die Zusammenarbeit aufsetzen. Es muss allen Beteiligten klar sein, dass das eine ernstzunehmende Methode ist und entsprechend honoriert werden muss.

Vom PDCA-Prinzip lernen

Das Plan – Do – Check – Act-Prinzip hat seinen Ursprung im Qualitätsmanagement. Der PDCA-Zyklus beschreibt die Phasen im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP). KVP ist die Grundlage aller Qualitätsmanagement-Systeme. Damit wird im Unternehmen eine stetige Verbesserung der Prozesse und Abläufe verfolgt mit dem Ziel, die Effizienz, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit des Unternehmens zu verbessern. Das Vorgehen sollte auch auf die Zusammenarbeit mit Dienstleistern angewandt werden.

Wertschätzung und klare Absprachen

Wer einmal versucht hat, sich selbst eine Anzeige oder Webseite zu basteln und sich der handelsüblichen Angebote bedient, stellt schnell fest, dass – selbst bei großem Talent – es Zeit braucht, bis man ein akzeptables Ergebnis erzielt. Das Gute dabei ist, dass man so lernt, die Arbeit der Dienstleister besser einzuschätzen und zu schätzen. Dazu kommen klare Absprachen und auch – von Seiten der Berater – eine ehrliche Stellungnahme zu genannten Vorstellungen. Oft sind die Budgets zu klein, um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen oder das Produkt nicht mehr zeitgemäß und daher nicht oder nur schwer vermarktbar. Da sind offene Worte notwendig und auch einmal ein klares Nein zu einem Auftrag.

 

Monika PröttMonika Prött ist Inhaberin der PRÖTT & PARTNER GbR – Ansprechpartner für anspruchsvolle Kommunikation, speziell in den Branchen Finanzen, Ernährungsindustrie, Gesundheitsmarkt. Sie hat „Das ReifeNetzwerk“ initiiert und die Deutsche Seniorenpresse Arbeitsgemeinschaft e.V. (dsp) mitgegründet.

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MSS-Experten helfen Unternehmern bei der Rezertifizierung

Vielen Unternehmern ist nicht klar, wie viele – oft ungenutzte – Chancen in einem funktionierenden Qualitätsmanagementsystem (QMS) für das eigene Unternehmen liegen. QMS und deren Zertifizierung darf nicht lästig empfunden werden, sondern diese Unternehmenschance zu erkennen, ist das Anliegen der MSS-Experten. Sie können aufgrund langjähriger Erfahrung als Unternehmer, Geschäftsführer, Auditoren bei Zertifizierungsgesellschaften oder Qualitätsmanagement-Beauftragte Unternehmer auf dem Weg zur Rezertifizierung begleiten.

Die DIN EN ISO 9001 „Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen“ wurde überarbeitet und im November 2015 neu herausgegeben und löst damit die bisherige Ausgabe 2008 ab. Dies macht in vielen Fällen ein Umdenken im Unternehmen notwendig.

fotolia/Robert Kneschke

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Zwei wesentlichen Änderungen sind darin zu sehen, dass es nun um eine „High Level Structure“ geht und dass der Risikobetrachtung ein größeres Gewicht zukommt. In Vorträgen und persönlichen Gesprächen zeigen die MSS-Experten transparente Wege auf, wie die Unternehmer die Rezertifizierung gezielt erreichen können. Dabei kommt ein besonderes Tool zum Einsatz, das auf dem INQA-Unternehmenscheck „Guter Mittelstand“ aufbaut. Die Qualitätsmanagement-Beauftragten bleiben dabei intern und extern wichtige Ansprechpartner.

Dazu der MSS-Experte Klaus Eberhardt: „Wir helfen Unternehmern ganz pragmatisch, sich mit diesen Veränderungen auseinanderzusetzen. Ganz wichtig ist, dass die Führungsrolle akzeptiert wird und die Qualitätsmanagement-Beauftragten mit ihrem umfassenden Wissen der individuellen Fragestellungen im Unternehmen gut eingebunden sind“. Klaus Eberhardt hat die Handlungshilfen von INNav (INQA-Navigationshilfe) mit erarbeitet und damit ein Tool geschaffen, das für Unternehmer und Handwerker interessant ist und von den MSS-Experten bei der Rezertifizierung nach ISO 9001:2015 angewendet wird.

 

Monika Prött Das ReifeNetzwerk wurde 2005 von Monika Prött initiiert. Die ReifeNetzwerk-Experten unterstützen Unternehmen, die auf dem Absatz- oder Personalmarkt 50plus ihre Chancen nutzen. Die Expertise der über 10jährigen Erfahrung und die Mitgliedschaft bei MSS-UnternehmerHilfe eG kommen diesen Unternehmen zugute.

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Was läuft schief im Umgang mit Menschen?

Beobachtungen aus dem Alltag

Die äußere Haltung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, Martin Winterkorn, war durch die verschränkten Arme vor der Brust gekennzeichnet. So widerspricht es auch jeder Lebenserfahrung, dass – wie im Falle von Volkswagen – einige Softwareentwickler in den USA die Idee umsetzten, durch eine neue Software den Schadstoffausstoß zu manipulieren, ohne den „Chef“ darüber zu informieren. Es scheint mehr als unwahrscheinlich zu sein, dass der Vorstandsvorsitzende und andere Mitglieder des Vorstandes von der gesamten Problematik nichts gewusst haben wollen. Allein dies besonders gravierende Negativbeispiel zeigt deutlich die Defizite in der Menschenführung auf, für die es eine Fülle von Beispielen in der Praxis gibt. Welches sind die Spielregeln, wie wir miteinander umgehen sollten? Welche Rolle spielt dabei gutes Benehmen und was ist das?

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Neulich in einer Sparkasse …

… hat mich der Filialleiter um Rat gefragt.

Eine Sparkasse, die ihre Räumlichkeiten seniorenfreundlicher gestalten wollte, hat mich gefragt, wie sie am besten die Beratung älterer Kunden so vornehmen kann, dass sich Senioren wohl fühlen. Die Beratung findet dort in der Sparkasse in einem Großraumbüro an den Schreibtischen der Kundenberater statt. Der Filialleiter der Sparkasse hatte die Idee, an den Stühlen für die Kunden Klammern anzubringen, in die ältere Kunden ihren Gehstock einklemmen könnten.

BeratungDa musste ich dem Filialleiter erst mal einen Vortrag über die Stigmatisierung von Defiziten halten. Denn Menschen mit körperlichen Defiziten oder gar Gebrechen wollen diese nicht gleich jedem offenbaren. Und ein Klemmhalter für den Gehstock am Kundenstuhl ist kontraproduktiv, denn er betont das Angewiesen-Sein auf eine Gehhilfe in auffälliger Weise.

Viel besser ist ein freundlicher und aufgeschlossener Service der Kundenberater, der gerade bei älteren Sparkassenkunden besonders zuvorkommend sein sollte. Die herzliche Begrüßung mit dem Kundennamen, das Anbieten einer bequemen Sitzmöglichkeit, die Entgegennahme von Mantel, Schirm und Gehstock sowie ein respektvolles Beratungsgespräch auf Augenhöhe – erklärend aber nicht belehrend – sind Maßnahmen, bei denen der ältere Kunde sich verstanden und akzeptiert fühlt. Und die ideale Beratungssituation ist nicht das kleine separate Beratungszimmer, sondern eine gemütliche Beratungsecke im Geschäftsraum, in welcher der ältere Kunde sich einerseits nicht beobachtet fühlt (andere nicht mithören können), sich andererseits aber auch nicht isoliert vorkommt. Der Gehstock sollte dabei vom Kundenberater vor Beginn des Gespräches ganz selbstverständlich entgegengenommen und so platziert werden, dass er in Griffnähe ist aber nicht umfallen kann.

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Ambulant vor Stationär

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© fotolia-XtravaganT

Ambulant vor Stationär ist eine wesentliche Gesetzesgrundlage im gesamten Pflegegesetz SGB XI. Anders ausgedrückt kann man auch sagen: Daheim statt Heim. Dazu müssen jedoch die Voraussetzungen stimmen.

Wir werden immer älter und das ist erfreulich. Aktiv und selbstbewusst beginnt die Rentenphase. Alt sein bedeutet heute nicht mehr automatisch hilfsbedürftig oder krank zu sein. Jedoch mit steigender Lebenserwartung nimmt eben auch die Zahl derer zu, die nicht mehr alleine für sich sorgen können. Derzeit ist es noch die Familie, die dann einspringt. Rund zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut und zwar überwiegend von den Angehörigen.

Neben der häuslichen Pflege etablieren sich auch immer mehr ambulante Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen. Sie können eine wertvolle Ergänzung daheim oder eine echte Alternative zum Pflegeheim sein.

Jeder Einzelne muss rechtzeitig Entscheidungen treffen, die zukunftsweisend sind. In Deutschland sind lediglich 5 % des Wohnungsbestandes behinderten- bzw. seniorengerecht. Ein barrierefreies Zuhause, zusammen mit intelligenten Smart-Home-Lösungen, bietet in der Zukunft beachtliche Möglichkeiten, solange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu verbleiben, mit Erhaltung und Steigerung der Lebensqualität, sowie Erhaltung der Sicherheit. Mobile Dienste verschiedener Anbieter vernetzen technische Möglichkeiten sogar inzwischen mit Notrufsystemen. Mit intelligenten Raum- und Gebäudesystemen können sowohl kognitive als auch kommunikative Fähigkeitsstörungen teilweise ausgeglichen werden. Der Markt der sogenannten AAL-Systeme (alltagsunterstützende Assistenzsysteme) ist in den letzten Jahren stark angestiegen und die technischen Bauteile haben sich wesentlich verbilligt.

Die Kommunikationstechnik kennen wir heute von der Nutzung von Handy, Tablett und Smartphone. Erweiterte Haushaltstechnik, wie z.B. das Abschalten des Herdes wenn kein Topf auf dem Herd steht oder die Überlaufsperre an einer Badewanne sind sicherlich bekannte Systeme. Zurzeit werden z.B. folgende Zusatzsysteme angeboten, die auch nachträglich eingebaut werden können: Fenstersensoren, Temperatursteuerung, Notruf, Vitalüberwachung, Lichtsteuerung, Sturzmelder, Herzfrequenzmesser, Türüberwachungssysteme, usw.

Diese Systeme lassen sich problemlos nachrüsten. Die einfachste Smart-Home-Lösung bietet ein funkgestütztes System. Damit lassen sich die Systeme über Apps sowohl über das Handy als auch über den PC steuern. Man kann sich diesen Systemen auf ganz verschiedene Weise nähern. Einerseits über die eigenen Kenntnisse und Bedürfnisse als auch über den Preis.

Somit ergeben sich weitere Ausbaumöglichkeiten und Erweiterungsdienste, z.B. im Bereich der Assistenzleistungen. Darin liegen viele zukünftige Möglichkeiten.

Beim Gedanken der Vorsorge im Pflegefall muss man wesentlich früher mit der entsprechenden Beratung und Aufklärung anfangen. Dazu gehören die Smart-Home-Systeme. Berater sollten eine Kooperation bzw. Vernetzung mit lokalen Handwerksbetrieben suchen. Daraus entstehen viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit auch im Finanzdienstleistungsbereich und der qualifizierten Beratung.

 

Gerhard SchuhmacherGerhard Schuhmacher, Dipl. Betriebswirt (FH), bis 2013 Regionaldirektor einer Versicherungsgesellschaft; bis 1989 Bankkaufmann in verantwortungsvoller Tätigkeit; seit 2012 Gesellschafter bei  Die Alten Hasen GmbH“. Seit 04.06.2013 Träger der Bundesverdienstmedaille. 1978 Mitbegründer der Caritas Sozialstation St. Johannes e.V., 63906 Erlenbach, seit 1984 deren 1. Vorsitzender. Seit  2009  1. Vorsitzender der DiAG Altenhilfe (Arbeitsgemeinschaft der Altenhilfe, Hospizarbeit und Pflege im Caritasverband für die Diözese Würzburg e.V.).

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Ein friedliches und frohes Weihnachtsfest

Ein friedliches und frohes Weihnachtsfest

© fotolia – A. Dudy

Liebe Leserin und Leser,

wir danken Ihnen für Ihre Anregungen und Kommentare im Jahr 2015 und hoffen, dass Sie uns auch im kommenden Jahr die Treue halten. Das ReifeNetzwerk hat im November 2015 sein 10-jähriges Bestehen gefeiert und wir werden unsere Arbeit im Absatz- und Personalmarkt 50plus verstärkt fortsetzen.

Unsere Welt ist im Umbruch. Die Experten vom ReifeNetzwerk wollen ihre Erfahrung und Expertise einbringen, um mitzugestalten und dazu beitragen, dass das Jahr 2016 ein friedliches und glückliches Jahr wird.

In diesem Sinn möchten wir Ihnen ein friedliches und frohes Weihnachtsfest wünschen und einen guten Start in das Jahr 2016.

Ihre Monika Prött und Kolleginnen und Kollegen

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Stoppen Flüchtlinge den demografischen Wandel?

Flüchtlinge bei Ankunft

Foto: dpa

Bei der enorm steigenden Anzahl der Zuwanderer nach Deutschland stellt sich die Frage, ob dadurch der demografische Wandel abgeschwächt oder gar gestoppt werden kann. Die Frage muss mit nein beantwortet werden. Denn die Ursachen des demografischen Wandels werden dadurch nicht grundlegend verändert.

Die Bevölkerungszahl in Deutschland sinkt trotzdem
Derzeit haben wir in Deutschland 80 Mio. Einwohner, 2050 werden dies auch unter Berücksichtigung einer stärkeren Zuwanderung etwa 5 Mio. weniger Menschen sein. Besonders stark zurückgehen wird dabei die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland. Denn wenn die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre in Rente gehen, rücken nicht genügend Berufseinsteiger nach. Auch mehr Zuwanderer können den demografischen Wandel nicht ausgleichen. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen müssten bis 2050 188 Mio. Menschen nach Deutschland einwandern, um das Verhältnis von Jüngeren zu Älteren konstant zu halten – eine unrealistische Zahl.

Die Lebenserwartung aller Einwohner erhöht sich weiter
Die steigende Lebenserwartung der Deutschen wird sich dank besserer Gesundheitsvorsorge und medizinischer Betreuung fortsetzen. Das heißt: Die Deutschen werden nach wie vor älter. Auch die Migranten altern im Laufe der Zeit und verstärken damit den Trend.

Die zahlenmäßig in den nächsten Jahren weiter zunehmende ältere Bevölkerung in Deutschland ist also nicht nur ein ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor, sondern stellt jedes Unternehmen vor die Frage, wie es sich auf diese Zielgruppe einstellen soll, wenn es von der sich verändernden Bevölkerungsstruktur profitieren will. Wir vom ReifeNetzwerk helfen gern dabei.

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