Akt-Fotos einer 80-Jährigen

fotolia, © GordonGrandHallo hier ist Käthe, letzte Woche war ich bei einer Fotografin, brauchte Passbilder. Das Fotostudio ist schon lange hier am Ort und wir haben die Fotografin auch immer wieder für Fotos engagiert. Als ich mich da umschaute, war ich doch erstaunt, wie viele Menschen sich halb- oder ganz nackt fotografieren lassen. Die Bilder waren alle sehr schön. Und ich habe dann die Fotografin gefragt, ob sehr viele Menschen solche Fotos machen lassen. Ja, es ist ein Trend. Immer mehr Menschen verschenken Akt-Fotos. Als ich dann fragte, dass sei doch sicher nur was für junge Menschen, da lachte die Fotografin – letzte Woche hat sie mit einer 80-Jährigen Akt-Fotos gemacht. Diese hat die Fotos ihrem Mann zur goldenen Hochzeit geschenkt.

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Liebling, ich habe die SOS-Funktion geschrumpft …

Haier Seniorenuhr

Senioren Smartwatch mit SOS-Taste

Kurz bevor Apple laut allen Tech-Medien am 9. März seinen Micro-Computer fürs Handgelenk, die Apple Watch, vorstellen wird, präsentiert der chinesische Hersteller Haier – nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Haushaltsgeräte – auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine Smartwatch, die sich insbesondere an ältere Kundenschichten wendet. Was bisher ein Merkmal von sogenannten Seniorenhandys war – eine SOS-Taste – hat der Technikproduzent nun in eine Armbanduhr integriert. Sie ist durch eine SIM-Karte mit einer Telefon-Funktion ausgestattet. Über die rote SOS-Taste kann die Uhr im Notfall ein Alarmsignal an bis zu drei Nummern senden. Darüber hinaus verfügt die Uhr über ein Mikrofon und Lautsprecher sowie einen GPS-Tracker. Mithilfe einer Smartphone-App für iOS oder Android können Angehörige eine „sichere Zone“ für den Träger definieren. Sobald der diese Zone verlässt, wir ein Alarm ausgelöst. Klingt ein wenig nach „elektronischer Fußfessel“, kann aber für orientierungslose Demenzkranke durchaus nützlich sein.

Außerdem sind weitere GPS-basierte Funktionen integriert wie z. B. eine Rückverfolgung des Aufenthaltortes über mehrere Tage. Über die Uhr können auch Hintergrundgeräusche mitgehört werden, um sich beispielsweise bei unbeantworteten Anrufen ein Bild vom Wohlbefinden der Person machen zu können.

Die Akkulaufzeit gibt Haier mit bis zu zwei Tagen an – viel zu kurz, was aber bei nahezu allen Wearables ein Problem ist, insbesondere für den anvisierten Kundenkreis, der ein regelmäßiges Aufladen schnell einmal vergessen haben dürfte. Hier sollte der Hersteller über ein Stromsparmanagement nachdenken, welches die Akkulaufzeit drastisch verlängert. Selbstverständlich ebenso nachgedacht werden müsste über eine möglichst einfache Aufladefunktion. Die Oldschool-Lösung – Ladekabel + Netzteil – ist sicherlich keine sinnvolle Option. Der OLED-Bildschirm der Uhr besitzt eine Diagonale von 2,43 cm. Laut Hersteller soll die Uhr auch bis zu 30 Meter wasserfest sein. Die voraussichtliche Verfügbarkeit der Uhr gibt Haier mit Mai 2015 an, Preise werden noch bekannt gegeben.

Interessant ist, dass der Hersteller die Uhr als „vernetzte Armbanduhren für Kinder und Senioren“ präsentiert und mit der gleichen Technologie auch ein Halsband für Haustiere auf den Markt bringt …

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BAGSO-Checklisten: Lesen und Surfen ohne Grenzen!

Eine gute Lesbarkeit von Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren und anderen Informationsmedien ist ein Gewinn für alle Leserinnen und Leser. Für die Generation der über 50-Jährigen ist Komfort beim Lesen wegen einer oft nachlassenden Sehfähigkeit besonders wichtig. Um konkrete Tipps für Verbesserungen von Formularen bis hin zu Zeitschriften zu geben, hat die BAGSO die Checkliste „Nutzerfreundliche Printmedien“ erarbeitet. Bei deren Entwicklung bezog sie ältere Leserinnen und Leser als Experten und die Fachkompetenz des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, der Mitglied der BAGSO ist, mit ein. Mit Hilfe der Checkliste können Zeitschriften, Broschüren und andere Printmedien auf ihre Schriftgröße, auf Abstände, Kontraste, Leseführung und Verständlichkeit hin überprüft werden.

Das Internet hat älteren Menschen viel zu bieten. Es hält zum Beispiel Informationen zum Zeitgeschehen, Gesundheit und Reisen bereit und ermöglicht, bestehende Kontakte zu pflegen oder neue zu knüpfen. Unübersichtliche Internetseiten mit blinkenden Elementen und komplizierte Menüs erschweren die Handhabung und halten insbesondere ältere Menschen von der Nutzung ab. Dabei haben schon kleine Veränderungen oft große Wirkung.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) hat diese Checklisten erstellt, um Unternehmen, Verbänden und öffentlichem Sektor als Verfasser und Hersteller von Printmedien und Internetseiten ein einfaches Werkzeug an die Hand zu geben. Die Checklisten sind zum Selbstkostenpreis bei der BAGSO Service GmbH zu bestellen.

Nähere Informationen gibt darüber hinaus:
Nicola Röhricht
BAGSO Service GmbH
Hans-Böckler-Straße 3
53225 Bonn
Telefon: 0228 – 55 52 55 – 0
Fax: 0228 – 55 52 55 – 66
www.bagso-service.de

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Goldgrube: Ältere Käufer

Best_Ager+
  • Kaufkräftige Senioren bieten Chancen und neue Geschäftsfelder für Händler
  • Funktionieren werden nur Konzepte, die der älteren Zielgruppe weniger das Gefühl geben, alt zu sein, echten Service-Mehrwert stiften und Senioren nicht wie eine verblödete Randgruppe behandeln
  • Neue Technologien sind aktuell ein Hindernis, auf dem Weg ins Herz und den Kopf der Zielgruppe

Wer ist die Zielgruppe der Zukunft? – Die Zielgruppe mit Vergangenheit

Sind Sie 60 Jahre alt, älter oder kennen Sie Menschen in dieser Lebensphase? Willkommen in der Welt der Generation „60 plus“, oder auch „Best Ager“ genannt! Prognosen sagen, dass die Bundesrepublik bereits 2030 mit einem Rentneranteil von fast 50 Prozent die älteste Bevölkerung Europas haben wird. Bereits heute zählt ein Fünftel der Deutschen zu den über 65-Jährigen. Ebenso wächst die Lebenserwartung und damit die Zeitspanne, die ein Deutscher nach dem Eintritt ins Rentenalter frei gestalten kann. Weiterlesen

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Neulich am Flughafen …

Dass man sich als junger Mensch nur schlecht in die Situation älterer Menschen hineinversetzen kann, ist bekannt. Das ist ja auch einer der Gründe, warum die heutige Generation junger Werbefachleute oder Marketingverantwortlicher so oft Probleme hat, Produkte und Dienstleistungen seniorengerecht zu gestalten oder Werbung zu machen, die bei Älteren „ankommt“.

Alters-Simulationsanzug

Alters-Simulationsanzug, Foto: Fraport AG

Im konkreten Fall ging es darum, einen großen Flughafen seniorenfreundlicher zu gestalten. Also ließ SENIOЯRESEARCH junge Leute in einen „Alters-Simulationsanzug“ schlüpfen, die sich dadurch wie 70- oder 80-Jährige fühlten. Plötzlich ist man in seiner Beweglichkeit eingeschränkt und findet jede körperliche Anstrengung mühsam; man hört schlecht, hat eine eingeschränkte Sicht und eine veränderte Farbwahrnehmung.

Wir konnten dadurch viele Ursachen für körperliche Belastungen sowie Wahrnehmungs- und Orientierungsprobleme von Senioren im Flughafen ermitteln. Viel interessanter waren jedoch die emotionalen Auswirkungen solcher Beeinträchtigungen. Denn interessanterweise hatten die Handicaps massive Einflüsse auf die gefühlsmäßige Befindlichkeit der jungen männlichen und weiblichen Anzugträger: Sie entwickelten aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit und des verengten Gesichtsfeldes sehr schnell ein starkes Unsicherheitsgefühl. Sie konnten die eigenen körperlichen Dimensionen und Fähigkeiten nicht mehr richtig einschätzen, bekamen Ängste und verhielten sich übervorsichtig. Und das stark verminderte Hörvermögen führte nicht etwa zu verstärkten Höranstrengungen, sondern im Laufe der Zeit zu einer gewissen Gleichgültigkeit.

Zum erwähnten Unsicherheitsgefühl kam noch das Gefühl, isoliert und ausgegrenzt zu sein. Sehr schnell kann sich da ein Minderwertigkeitsgefühl entwickeln, das in Verbindung mit dem Erleben des Überfordert-Seins zu einer gefährlichen Mischung aus Gleichgültigkeit und Unberechenbarkeit führen kann.

Über Rolf Kirchmair
Kirchmair
Inhaber und Geschäftsführer des 2005 in Frankfurt am Main gegründeten Instituts SENIOЯRESEARCH, das die Motive, Bedürfnisse, Einstellungen und Verhaltensweisen älterer Nutzer und Verbraucher erforscht. Neben seinem Institut berät er vor allem kleinere und mittlere Unternehmen beim Marketing für die Zielgruppen 50plus, ist Autor vieler Publikationen zum Thema, hält Vorträge und ist Dozent an mehreren Hochschulen.

Webseite: www.seniorresearch.de, Kontakt: info@seniorresearch.de

 

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Umzugsprämie für Senioren – und dann?

Fotolia_68950202_XS+Vor wenigen Tagen schlug IG Bau Gewerkschaftschef Robert Feiger vor, Senioren 5.000 Euro staatliche Umzugsprämie für den Wechsel in kleinere Wohnungen zu zahlen. „Viele Senioren sitzen im Alter in ihren großen Wohnungen fest, viele Familien müssen dagegen in viel zu kleinen Wohnungen wohnen. Diesen Missstand müssen wir beheben”, sagte Feiger der BILD-Zeitung.

Was möglicherweise gut gemeint war – denn es gibt durchaus ältere Menschen, denen ihre Wohnung zu groß ist, die aber Aufwand und Kosten für einen Umzug scheuen – wurde überwiegend kritisch aufgenommen. Die BILD-Zeitung selbst titelte gewohnt plakativ:

RENTNER SOLLEN GROSSE WOHNUNGEN RÄUMEN ++ IG-BAU-CHEF ROBERT FEIGER WILL UMZUGSPRÄMIE FÜR SENIOREN ++ SIE SOLLEN PLATZ MACHEN FÜR JUNGE FAMILIEN!

„Richtiges Thema, falscher Vorschlag“, befand die taz. Die Realität sähe anders aus. Noch nie seien die über 65-Jährigen so mobil wie heute. Sei der Job getan, zögen die Best-Ager von Köln ins hübsche Görlitz oder vom langweiligen Dorf in die anregende Innenstadt. Jedoch – und hier käme der Vorschlag des IG-BAU-Chefs ins Spiel – klagten die Senioren darüber, dass die kleinere Wohnung mehr koste als die viel zu große mit einem alten Mietvertrag. Statt einer Umzugsprämie sei deshalb etwas ganz anderes nötig: ein Umzugsmanagement, etwa der kommunalen Wohnungseigentümer, das garantiert, dass die verlassene große Wohnung, ebenso wie die kleine neue zum selben Preis vermietet wird wie an die Vormieter.

Der Chef des Sozialverbands SoVD, Adolf Bauer, nannte die Maßnahme «im Einzelfall sinnvoll». Er warnte jedoch: „Kein Mensch darf sich gezwungen fühlen, seine Wohnung räumen zu müssen.“

Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, lehnt eine Umzugsprämie ebenfalls ab. „Damit ist nichts gewonnen, denn es müssen ja geeignete Alternativen zur Verfügung stehen“, sagte Articus zu BILD. Es fehle noch an genügend altengerechten Wohnungen.

Die Idee verweise zwar auf ein drängendes Problem, sagte Bauministerin Barbara Hendricks (SPD). Denn es gäbe in der Tat zu wenig bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern. Sie halte allerdings diesen Vorschlag für nicht geeignet, dieses Problem zu lösen.

Ein wenig erinnert die Idee an den sozialpolitischen Irrweg des ehemaligen Junge-Union-Chefs Philipp Mißfelder, der vor mehr als zehn Jahren „sehr alten“ Menschen eine neue Hüfte verweigern wollte. Soll mit dem IG-Bau-Vorschlag in die gleiche Kerbe gehauen werden?Jung gegen Alt? Aufkündigung des Generationenvertrages? Zeigt der Vorschlag gar in Richtung „Sozialverträgliches Frühableben“, dem Unwort des Jahres 1998 in Deutschland, welches darauf anspielte, dass ein Mensch mit Erreichen des Rentenalters volkswirtschaftlich betrachtet mehr Kosten verursacht, als er Nutzen bringt? Sicher nicht, auch wenn der Vorschlag bei unreflektierter Betrachtung als ein weiteres Mosaiksteinchen in diese Richtung wahrgenommen werden könnte.

Es kann nicht Ziel sein, fehlenden Wohnraum für junge Familien zu schaffen, indem man den Älteren signalisiert, dass sie sich sozialschädlich verhalten, wenn sie in ihren „zu großen“ Wohnungen wohnen bleiben möchten. Die gewohnte Umgebung aufgeben und sich bei einer Verkleinerung des Haushaltes von liebgewonnen Gegenständen trennen zu müssen, sich neu zu orientieren, die gewohnte Infrastruktur zu verlieren, ist eine der großen Sorgen, die das Älterwerden begleiten, zumal für viele irgendwann ein weiterer Umzug in eine Seniorenunterkunft oder ein Pflegeheim ansteht.

Sinnvoller erscheint da, was Ministerin Barbara Hendricks und CDU-Sozialexperte Karsten Möring unisono fordern: „Besser als Prämien wäre es, den altersgerechten Umbau von Wohnungen zu fördern“. Hierdurch könnten Kosten für Sozial- und Pflegekassen „in erheblichem Umfang“ eingespart werden. Letztendlich hätte dies auch positive wirtschaftlich Folgen, denn nach einer Studie des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) ist zurzeit nur ein Prozent des deutschen Wohnungsbestandes in einem altersgerechten Zustand. Bis 2020 müssten mindestens 800.000 Wohnungen angepasst oder neu gebaut werden. Insbesondere das Handwerk würde also von einem Ausbau der Förderung profitieren. Viele Betriebe haben ohnehin die Älteren als lukrative Zielgruppe ausgemacht, die darüber hinaus bekannt ist für ihre hohe Zahlungsmoral.

Das ReifeNetzwerk unterstützt Handwerksbetriebe dabei, sich diesen lukrativen aber anspruchsvollen Markt zu erschließen.

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Herzlichen Glückwunsch Armin

KaetheHallo, hier ist Käthe. Rente mit 70 – das ist etwas was in der letzten Zeit immer wieder diskutiert wurde. Also ich hätte nichts dagegen. Solange mir das Arbeiten Spaß macht, will ich es auch tun! Und das man auch mit 75 Jahren noch fit und agil sein kann, zeigt doch Armin. Armin von der „Sendung mit der Maus“. Ja, ich bin immer noch ein Fan davon! Der hat letzte Woche seinen 75. Geburstag gefeiert! Hier gehts zu den Wünschen. Auch von mir: „Herzlichen Glückwunsch!“ Nicht nur Kinder haben gratuliert. Er sagt in seinem eigenen Geburtstagsfilm: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.“ Ihm macht seine Arbeit also immer noch Spaß. Armin und Christoph haben auch Unterstützung von jüngeren Kollegen. Zum Beispiel Ralph, den ich auch sehr gerne mag. Die Sendung mit der Maus ist doch ein tolles Beispiel für „Altersgemischte Teams“.

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Das Glück, das Alter und die optimale Werbebotschaft

Fotolia_67445394_XS+Auf die Frage, was uns Menschen glücklich macht, zeigen Glücksforscher eine deutliche Tendenz auf: Erlebnisse machen Menschen glücklicher als das Konsumieren von Gütern.[1]

Welche Erlebnisse sind das, die bei uns besondere Glücksgefühle auslösen? Und gibt es dabei Unterschiede zwischen dem Erleben von jungen und älteren Menschen?

Eine aktuelle Studie scheint dafür konkrete Antworten zu liefern:[2] Während junge Menschen primär Glücksgefühle bei außergewöhnlichen Erlebnissen empfinden, wie Abenteuern, spannenden neue Erfahrungen, z. B. Drachenfliegen, erleben Ältere ihr Glück in den schönen Momenten des Alltags, wie Familie, Gewohnheiten, z. B. einen Sonnenuntergang.

Und was hat das mit einer erfolgreichen Werbung zu tun?

Eine Werbebotschaft für ein Konsumgut kann ihre Wirkung steigern, wenn sie sich direkt auf diese zielgruppenspezifische Glücksgefühle ausrichtet:

Wird die Zielgruppe der Generation 60+ angesprochen, so sollte die Werbung möglichst konkret auf deren Glücksfocus zielen, z. B. „… für die schönen Momente des Alltags.“ Hingegen trifft eine Werbebotschaft „…für die außergewöhnlichen Momente des Lebens“ direkt auf das Glückserleben einer jungen Zielgruppe.[3]

 


[1] Vgl. z.B. Beck, H., Die Jagd nach dem Glück, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.01.2015, Nr. 2, S. 16.
[2] Vgl. Bhattacharjee, A., Mogilner, C., Happiness from Ordinary and Extraordinary Experiences, in: Journal of Consumer Research, Vol. 41, No. 1 (June 2014), S. 1-17.
[3] Vgl. ebenda, S. 8f.

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Neulich wollte ein Fitness-Studio …

… von mir wissen, wie es ältere Kunden gewinnen kann.

Denn immer öfter würde man auch in Fitness-Studios ältere Kunden sehen. Und da könnte man doch sicher einen Seniorentag oder auch einen besonderen Seniorentarif einführen? Dies musste ich dem Fitness-Studio aber sofort ausreden.

Fitness für Ältere

Die Älteren kommen – auch gerne ins Fitness-Studio

Natürlich sind ältere Kunden (und damit meine ich die über 60-jährigen) für ein Fitness-Studio eine interessante Zielgruppe. Nicht nur, weil immer mehr Ältere etwas für ihre Gesundheit tun und fit bleiben wollen. Sondern auch, weil sie – wenn ihre Belange berücksichtigt werden und sie sich wohl fühlen – nicht sehr geizig sind und dem Fitness-Studio treue Kunden bleiben. Aber: Sie wollen hofiert, respektiert und anerkannt werden.

Ich sagte dem Fitness-Studio auch, dass die Zielgruppe der über 60-Jährigen eine sehr heterogene Personengruppe mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Vorlieben ist. Man muss sich also genau überlegen, welche Unterzielgruppe man angehen will. Zum einen ist es wichtig, die Gründe für die gewünschte Fitness (gutes Aussehen, Gewichtsabnahme, Erhaltung der Leistungsfähigkeit, Gesundheitsvorsorge, etc.) in Erfahrung zu bringen. Zum anderen muss man natürlich aktuelle Fitness-Studio-Nutzer und potenzielle Kunden (die theoretisch bereit sind, ein Fitness-Studio aufzusuchen, diesen Schritt aber bisher nicht getan haben) voneinander differenzieren. Während erstere mit Kundenbindungsmaßnahmen oder mit Abwerbeaktionen „bearbeitet“ werden sollten, muss man bei potenziellen Nutzern erst einmal Überzeugungsarbeit leisten, um die „Eingangsbarrieren“ (oder vielleicht sogar Ängste vor dem Fitness-Studio) abzubauen.

 

Über Rolf Kirchmair
Kirchmair
Inhaber und Geschäftsführer des 2005 in Frankfurt am Main gegründeten Instituts SENIOЯRESEARCH, das die Motive, Bedürfnisse, Einstellungen und Verhaltensweisen älterer Nutzer und Verbraucher erforscht. Neben seinem Institut berät er vor allem kleinere und mittlere Unternehmen beim Marketing für die Zielgruppen 50plus, ist Autor vieler Publikationen zum Thema, hält Vorträge und ist Dozent an mehreren Hochschulen.

Webseite: www.seniorresearch.de, Kontakt: info@seniorresearch.de

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